Werders U 19 holt mit Arbeitssieg die Tabellenführung

U19
Donnerstag, 01.01.1970 // 01:00 Uhr

Werders U 19-Talente haben erneut die Tabellenführung in der Junioren-Bundesliga Nord/Nordost übernommen. Durch einen 2:1-Erfolg gegen den Chemnitzer FC lösten die Grün-Weißen den VfL Wolfsburg an der Spitzenposition ab, der gegen Energie Cottbus nicht über ein torloses Unentschieden hinaus kam. Auch Verfolger Hansa Rostock verlor an Boden. Die Hanseaten unterlagen vor heimischen Publikum dem FC Carl-Zeiss Jena mit 0:1.

 

Werder dominiert, Chemnitz geht in Führung

 

Andreas Granskov-Hansen arbeitete viel in der Offensive, ein Tor blieb ihm jedoch verwehrt.

Es war ein hart erarbeiteter Sieg. Werder war zwar von Beginn an das überlegene Team und ließ dem Gast aus Chemnitz kaum eine Chance, doch brachten sich die Grün-Weißen durch das Auslassen zahlreicher guter Möglichkeiten selbst in Bedrängnis. Dennis Diekmeier (3.) und Alexander Neumann (6.) zielten zu hoch, ein scharf geschossener Freistoß von Timo Perthel wurde von CFC-Keeper Schmidt stark pariert (16.) und erneut Neumann verfehlte ebenfalls das Tor (18.).

 

Bremen drückte auf die Führung, doch den Torjubel gab es auf der anderen Seite. Nachdem Nico Streater den Chemnitzer Martin Wiebel im Strafraum zu Fall gebracht hatte, verwandelte Marcel Wilke den fälligen Elfmeter sicher zum schmeichelhaften 1:0 (22.).

 

Die Mannschaft von Trainer Mirko Votava steckte den überraschenden Rückstand jedoch gut weg und erzielte noch vor dem Pausenpfiff den Ausgleich – wenn auch etwas glücklich. Eine Hereingabe von Serhan Zengin konnte der Chemnitzer Schlussmann auf der Linie nicht festhalten und Björn Dreyer drückte den Ball über die Linie (45.).

 

Perthel schießt Werder zum Sieg

 

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nicht viel am Geschehen auf dem Rasen. Werder dominierte und schnürte die Gäste, die auf Konter lauerten, in ihrer Hälfte ein. Doch gefährlich wurde es trotz der Überlegenheit nur selten im Chemnitzer Strafraum, zu eng waren die Räume, die sich den Bremern boten. So versuchten es die Grün-Weißen aus der Ferne. Mit Erfolg: Timo Perthel zog aus 22 Metern einfach mal ab und setzte den Ball in den linken Winkel (74.). Und Onur Ayik hätte wenige Minuten vor dem Ende noch den dritten Bremer Treffer erzielen können, scheiterte im Abschluss jedoch an Torwart Schmidt (84.).

 

Aber auch die Gäste waren nicht ganz chancenlos im zweiten Durchgang. Patrick Schröter verlor aber völlig freistehend das Duell gegen Werder-Torwart Wiedwald (59.) und auch Marcel Baude konnte den Bremer Schlussmann mit seinem Kopfball nicht überwinden (76.).

 

"Auch gegen einen so tief stehenden Gegner muss man sich erst einmal diese Chancen erarbeiten. Die Mannschaft hat gut nach vorne gespielt und den Ball gut laufen lassen", zeigte sich Trainer Votava nach dem Abpfiff zufrieden.

 

Norman Ibenthal