A-Jugend 1.Landesklasse

ESC Geestemünde – SV Werder Bremen III, 1:2 (0:1)
Fußball
Montag, 12.10.2020 / 21:15 Uhr

Von Michal Fuchs / Stefan Mann

Unglaubliche Attacke auf Schiedsrichter nach dem Spiel. Mannschaft des SVW wird massiv bedroht und angegangen.

Kein schönes Spiel, sondern schlicht einen dreckigen Sieg, gab es am Sonntag für die 3. A-Jugend des SV Werder Bremen. Mit einem 2:1 konnten sich die Bremer den zweiten Platz in der Tabelle sichern – ein Phyrrussieg, der wahrscheinlich nicht lange Bestand haben wird, da zu befürchten steht, das die Mannschaft des Gegners bald nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen wird. Warum dazu später.

Zunächst begann die Partie zerfahren. Keine Mannschaft konnte sich durch spielerischen Glanz auszeichnen. Ein dreckiges hin und her, kaum Pässe die ankamen, heftiges Einsteigen auf beiden Seiten.

Die Bremer taten sich mit dem hohen Pressing der Bremerhavener schwer und hatten offensichtlich kein Rezept für diese Situation parat. Mit schlechten Spieleröffnungen und teilweise haarsträubenden Dribblings im eigenen 16er, luden die Werderaner die Gegner quasi zum Toreschießen ein, wobei Keeper Mert Goktekin mehrfach stark parierte und auch Jannis Birck und Theo Fuchs häufig in letzter Not retteten. Eine Phase in der der ESC deutlich stärker war als die Bremer.

Quasi aus dem nichts heraus und gefühlt nicht einmal beabsichtigt, schlug Mehrad Sotudepeyma einen langen Ball aus der Hälfte heraus in Richtung des gegnerischen Tors. Diesen Ball schätzte der Keeper der Bremerhavener jedoch komplett falsch ein und die in letzter Sekunde versuchte Rettung ging derart daneben, dass Leon-Nicklas Zotter machtlos geschlagen im eigenen Tor zunächst verletzt liegenblieb. Er konnte das Spiel jedoch fortsetzen.

Ob dieser Schmach fühlte sich die Bremerhavener Mannschaft quasi durch jede Geste provoziert und reagierte sehr angefasst.

In der zweiten Hälfte kamen die Bremer dann mit einer auf Sicherheit gebauten Aufstellung auf den Platz, die aber erneut zu viel zuließ. Dadurch bedingt gab es in der 67. Minute das Gegentor durch Marcel Drüsedau. Gleich nach dem Tor revangierte sich der 10er der ESCler für die kleinen Spielchen des Torwarts der Werderaner, der – wie jeder Torwart – hier und da lange abwartete, bevor er den Ball in die Hände nahm. Dies, nun mit dem Ball nach dem Tor von ihm nachgeahmt, gab etwas böses Blut, sodass nach einer völlig überflüssigen Rudelbildung, Nackenschläge für den Torwart und auch einem Bremer Kapitän, der sich zu einer Schubserei hinreißen ließ, insgesamt drei rote Karten die Bremerhavener stärker dezimierten als die Bremer.

Die daraus resultierenden Lücken im Bremerhavener Spiel nutzten die Bremer erst spät mit einem Treffer von Henry Wilkens Leyva in der 68. Minute.

In der Schlusssekunde parierte Werders Torwart eine letzte Chance des ESC gut. Aber mit dem Schlusspfiff infolge dessen, waren weder Mannschaft noch Zuschauer des ESC einverstanden. Erneut heftige Rudelbildung und ein kompletter Sturm des Publikums auf das Spielfeld. „Plötzlich gucke ich auf die Tribüne und die ist quasi leer!“ erinnert sich Theo Fuchs an die Situation. „Da habe ich unseren Jungs gesagt, sie sollen raus aus der Situation und sich an der Bank sammeln,“ erzählt er weiter.

Nicht auf die Bank konnte sich jedoch Schiedsrichter Patrik Kohnke retten. Obwohl er die Partie trotz Hitzigkeit souverän führte, geriet er mitten hinein in den Umnut des Gastgebers. Plötzlich, umringt von Spielern und Zuschauern, wurde er unter anderem von Deliar Wasqas zu Boden gebracht.

Die Mannschaft des SVW wartete sodann erst einmal ab, bis sich die Bremerhavener vom Platz verzogen hatten, um anschließend zumindest ihre Sachen aus der Kabine zu holen. Extreme Spannung war in der Luft. Sodann begab sich das Team geschlossen in die Kabine.

Da jedoch die Entourage der ESCler sich bereits vor der Kabine im Schattenboxen warmlief, sahen sich die Werderaner gezwungen die Polizei zu rufen und ließen das Team bis zum Eintreffen in der Kabine.

Derweil verließ, kreidebleich, der Schiedsrichter seine Kabine um seinerseits im Restaurant auf familiäre Unterstützung für den Heimweg zu warten.

Nach dem Eintreffen der Ordnungskräfte war schnell Ruhe und die Bremer verließen mit einem deutlich mulmigen Gefühl die Anlage.

 

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