Werderaner erfolgreich bei der EM

Schach
Montag, 12.06.2017 // 12:15 Uhr

Matthias Krallmann

Alexander Areshchenko und Matthias Blübaum  für World-Cup qualifiziert

 

Vier Werderaner gingen bei den Europameisterschaften in Minsk an den Start. Auch für diejenigen, die sich keine Chancen auf den Europameistertitel ausrechnen konnten, gab es ein lohnenswertes Ziel. 22 Spieler qualifizieren sich aus diesem Turnier für den Fide-World-Cup, der alle zwei Jahre ausgetragen wird. Da sich bereits einige der starken Spieler im Feld bei der EM im letzten Jahr qualifiziert haben, konnten die Teilnehmer sich ausrechnen, dass ein Platz unter den ersten 25-30 reichen müsste, um das ersehnte Ziel zu erlangen.

Alexander Areshchenko spielte ein souveränes Turnier. Der Ukrainer gewann gegen IM Yugar Asadli, GM Robert Ruck, GM Hovhannes Gabuzyan, GM Anton Demchenko und GM Zbynek Hracek.  Alexander remisierte sechsmal. Damit kam er auf 8 Punkte und den 11.Platz, der zur Teilnahme am nächsten World-Cup berechtigt.

Zbynek Hracek besiegte IM Pavel Lomako, IM Vladimir Hamitevici, IM Sergei Pavlov, GM Tornike Sanikidze und remisierte sich ansonsten solide durch das Turnier. Nach acht Runden stand Zbynek mit 5,5 Punkten glänzend da. Ausgerechnet sein Werderaner Vereinskollege Alexander Areshchenko beendete in Runde 9 jedoch die Hoffnungen des Tschechen auf die Qualifikation für den World-Cup. Am Schluss kam Zbynek mit sieben Punkten auf Platz 73.

Romain Edouard musste eine frühe Niederlage gegen GM Mohammad Batuhan Dastan quittieren. Der Franzose gewann gegen GM Gennady Tunik, IM Vladimir Minko, IM Nikolas Theodorou, doch die Niederlage gegen GM Alexandre Danin zerstörte das Turnier des Werderaners.  Mit 5 Punkten aus 9 Partien war Romain chancenlos und trat in den beiden letzten Runden nicht mehr an.

Matthias Blübaum war in diesem Turnier zunächst von einer ungewöhnlichen Weißschwäche befallen. Er produzierte viele Remisen und verlor gegen GM Vitaly Teterev. Mit den schwarzen Steinen lief es deutlich besser. Matthias besiegte IM Demre Kerigan, IM Eyal Grinberg, IM Vojtech Plat allesamt als Nachziehender.  Als dann in der neunten Runde mit einem Erfolg gegen GM Alavar Alonso Rosell der erste Weißsieg in einer großartigen Partie gelang, hatte Matthias wieder Chancen auf den World-Cup. In der vorletzten Runde folgte dann ein glücklicher Sieg gegen seinen alten „Prinzenkollegen“ Rasmus Svane und in der letzten Runde gab es einen echten  Höhepunkt. Matthias gewann gegen seinen Erzrivalen, die ehemalige deutsche Nr. 1 Arkadij Naiditsch. Durch den Schlussspurt mit vier Siegen en suite katapultierte sich der Werderaner mit 8 Punkten noch auf den 12. Rang  und schaffte die ersehnte Qualifikation für den World-Cup.

Schach-Abteilung

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