Europameisterschaft: Werder erkämpft Platz 14

Spartak Grigorian eine IM-Norm

Vlastimil Babula, Matthias Blübaum, Stephan Buchal, Sven Charmeteau, Spartak Grigorian, Jan Werle, Thorben Koop
Schach
Montag, 14.11.2016 // 10:53 Uhr

Stephan Buchal

Mit einem starken Finish kletterte Werder Bremen beim

diesjährigen European Club Cup noch auf einen ausgezeichneten 14. Platz von 62

teilnehmenden Mannschaften. Spartak Grigorian, mit 18 Jahren der Jüngste in

Team der Grün-Weißen, erzielte seine erste Norm für den Titel eines

„Internationalen Meisters“.

Jan Werle mit einem wichtigen Sieg gegen Timisoara

In der vorletzten Runde trafen wir auf das starke Team aus Timisoara, vornehmlich besetzt mit Spielern aus der rumänischen Nationalmannschaft. Nach einer interessanten Remispartie von Vlastimil Babula brachte uns Spartak überzeugend in Führung. Da auch Jan Werle eine hochkomplizierte Partie gegen seinen rumänischen Großmeisterkollegen Mircea-Emilian Parligras gewinnen konnte, sah alles nach einem klaren Sieg für uns aus. Leider konnte Thorben Koop seine etwas schlechtere Stellung in Zeitnot nicht halten, so dass die Rumänen den Anschlusstreffer erzielten. Da Matthias Blübaum am Spitzenbrett seinen leichten Vorteil gegen die starke Verteidigung von GM Lupulescu nicht verwerten konnte, hing alles von der dramatischen Partie von Sven Charmeteau ab: Erst stand er klar besser, dann hatte sein Gegner ein deutliches Plus, schließlich erkämpfte er sich wieder Ausgleich, um dann doch noch sehr unglücklich zu verlieren!

So endete der Kampf Unentschieden 3:3, aber es war eine "gefühlte Niederlage"

Spartak Grigorian erzielt eine IM-Norm

Wesentlich besser lief es in der Schlussrunde gegen den Österreichischen Meister aus Maria Saal. Am Spitzenbrett gab es einen atemberaubenden Schlagabtausch zwischen Matthias Blübaum und dem österreichischen Top-GM Markus Ragger. Matthias zeigte sich extrem gut vorbereitet und brachte mit einer wichtigen Neuerung in einer aktuellen Variante der Französischen Verteidigung den Österreicher in die Defensive. Aber auch Ragger zeigte seine große Klasse und konnte die schwierige Stellung knapp ins Remis retten.

Unser Hauptaugenmerk richtete sich aber auf Spartak Grigorian, der am 5. Brett - ebenfalls mit den schwarzen Steinen - ein Remis für seine erste IM-Norm benötigte. Spartak zeigte erneut eine Klasse-Leistung und starke Nerven, geriet nie in Verlustgefahr und überspielte seinen Gegner. Statt mit einem Remisangebot die wertvolle Norm abzusichern, ließ er ihm keine Chance und brachte uns in Führung. Mit einer phantastischen Performance von 2526 konnte er "nebenbei" noch einen ELO-Gewinn von 43 Punkten verbuchen!

Nach seinem großen Pech am Vortag gab es für Sven Charmeteau so etwas wie "ausgleichende Gerechtigkeit": Sein Gegner überschritt in Gewinnstellung die Bedenkzeit. Da Vlastimil Babula im Endspiel einen sauber herausgespielten Sieg beisteuerte, Jan Werle und Thorben Koop jeweils Remis erzielten, konnten wir schließlich einen unerwartet klaren 4,5:1,5-Sieg verbuchen. 

Mit vier Siegen, einem Unentschieden und nur zwei Niederlagen gegen absolute Weltklassemannschaften schnitt die junge Werder-Mannschaft über Erwarten gut ab! 

Schach-Abteilung

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