Dähne-Pokal: Drama im Halbfinale

Schach
Montag, 29.01.2024 / 12:48 Uhr

Thomas Büttner

Parallel zur fünften Runde der Vereinsmeisterschaft fand in der Hemelinger Straße das Halbfinale des diesjährigen Dähne-Pokals statt. An den Brettern saßen sich Stephan Buchal und Thomas Gebur (BSG) sowie IM Oliver Müller und der Verfasser gegenüber.

An meinem Brett ging es schnell zur Sache: Ich setzte Oliver ein seltenes, aber durchaus giftiges Gambit vor, so dass er schnell ins Grübeln kam. Er entscheid sich, erst einmal den Bauern zurückzugeben, um schnell seine Entwicklung abzuschließen. In der Folge spielten wir beide ungenau und übersahen eine vorteilhafte Angriffsmöglichkeit von Weiß. Als Oliver sich dann entschied, in die Offensive zu gehen, und auch sein Zugtempo anzog, dachte er zunächst, er könne Material gewinnen. Als ich die einzige Fortsetzung fand, die die Stellung hielt, und in ein leicht vorteilhaftes Endspiel abwickeln konnte, verfiel er wieder ins Grübeln – dafür war aber bei der Inkrement-freien Zeitvorgabe des  Bremer Pokals nicht mehr die Zeit, so dass er im 26. Zug die Zeit überschritt. Ein glücklicher Sieg für mich.

In der zweiten Partie konnte Stephan sich Raumvorteil sichern und eine druckvolle Stellung aufbauen. Thomas Gebur verteidigte sich jedoch zäh, und beide Spieler verbrauchten eine Menge Zeit. Nachdem Stephan einen Bauern gewonnen hatte, setzte Thomas alles auf eine Karte, und startete einen Königsangriff. Dabei brauchten beide Spieler fast ihre komplette Bedenkzeit auf, bis sie schließlich die Partie im Bullet-Stil beenden mussten. Thomas gab Damenschachs, und Stephan versuchte, den König an einem sicheren Ort zu parken. Die letzten anderthalb Minuten sahen bestimmt 20 Züge von beiden – es ging so schnell, dass ich von außen nicht einmal mehr richtig mitschreiben konnte. Irgendwann hatten beide noch 10 Sekunden auf der Uhr, und schließlich fiel bei Thomas die Zeit, als Stephan noch eine(!) Sekunde hatte. Bevor Stephan das überhaupt merkte, fiel auch seine Zeit einen Zug später. Dank der Anzeige der Uhr und zweier Zeugen ließ sich eindeutig klären, dass Thomas‘ Zeit zuerst gefallen war, so dass nach den FIDE-Regeln Stephan die Partie gewonnen hatte. Ein unbefriedigendes Ende einer ausgesprochen spannenden Partie.

Das Finale zwischen Thomas Büttner (weiß) und Stephan Buchal (schwarz) wird voraussichtlich am 19. Februar in der Werder-Halle gespielt.

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