Werder 3 gewinnt knapp gegen Uelzen

Duong Lai Hop mit einem wichtigen Punkt gegen Uelzen
Schach
Dienstag, 05.02.2019 // 11:55 Uhr

Stephan Buchal

Mit einem hauchdünnen 4,5-3,5 Erfolg gegen den Post SV Uelzen konnte Werders Dritte seinen Platz in der Spitzengruppe der Landesliga Nord festigen.

Großkampftag im Weserstadion! Die VIP Lounge Nord präsentierte nicht nur ein ganzes Bundesliga-Wochenende, sondern am Sonntag zusätzlich die Spitzenbegegnung der Oberliga Nord zwischen Werder 2 und Lister Turm Hannover sowie die Landesligapaarung zwischen Werder 3 und dem Post SV Uelzen - fast 7 Stunden spannendes Schach wurde den Zuschauern geboten, darunter auch Werders Ehrenpräsident Klaus-Dieter Fischer.

Unsere Gäste aus Uelzen waren in Bestbesetzung nach Bremen gekommen und zwischen den beiden nominell gleichstarken Mannschaften entwickelte sich ein ausgeglichener Kampf.

Nils-Lennart Heldt und Anastasia Erofeev konnten den frühen Remisangeboten ihrer Gegner nicht widerstehen und schlossen Frieden.

Matthias Krallmann (Brett 4) hatte sich in der Eröffnung und im frühen Mittelspiel eine aussichtsreiche Stellung erarbeitet, aber sein Gegner Sergej Bogomolov (DWZ 2084) nutzte eine Konterchance ... als sich Matthias' Vorteil dadurch verflüchtigte wurde auch hier ein Remis vereinbart. Äußerst kompliziert entwickelte sich die Partie am Spitzenbrett: Zunächst hatte der Uelzener FM Bernd Laubsch (2305) die besseren Aussichten, dann konnte euer Berichterstatter einen erfolgversprechenden Angriff inszenieren, aber bei heranbrechender Zeitnot nicht zum Erfolg führen. Auch hier führte folglich ein Uelzener Remisangebot bei beiderseitiger Zeitnot in total undurchsichtiger Stellung zur gerechten Punkteteilung.

Danach hatten die beiderseitigen Freundlichkeiten ein Ende. Den ersten vollen Zähler konnte Timur Elmali auf etwas kuriose Art und Weise verbuchen. In einem ausgeglichenen Turmendspiel ohne besondere Probleme überschritt sein Gegner Peter Gomolla (2023) "seelenruhig" die Zeit - die glückliche Führung für Werder! Sehr unglücklich konnte dagegen André Büscher sein; er hatte seinen Gegner Imamali Askerov (2054) eigentlich gut im Griff und geduldig in ein besseres Turmendspiel abgewickelt. War es gewonnen oder doch nur Remis? Kurz vor der Zeitkontrolle riskierte André etwas, um den Gewinn zu "erzwingen" und fand sich kurz darauf in einer Verluststellung wieder. Sehr ärgerlich!

Erfreulicherweise brachte uns Duong Lai Hop an Brett 3 gegen Uwe Rick (2054) wieder in Führung zum 4:3. Nach einem ausgeglichenen Spielverlauf konnte er sich - wie so oft! - mit ausgezeichneter Endspieltechnik glatt durchsetzen. Jetzt hing alles am Ausgang der Partie am 2. Brett zwischen Olaf Steffens und seinem jungen Kontrahenten Thorben Knüdel (2079). Olaf musste zu Beginn der Partie in seiner Eigenschaft als Bundesligamanager eine Flugstornierung in unserer Bundesligamannschaft reparieren und Vlastimil Babula einen Ersatzflug organisieren. Deshalb war er zu Beginn der Partie schon mit über 30 Minuten im Minus. Aber er kämpfte und hatte zwischendurch sogar reelle Gewinnchancen. Nach der Zeitkontrolle war es jedoch sein Gegner, der beim Stand von 3:4 alles versuchte, um den Wettkampf aus Uelzener Sicht noch ins Unentschieden zu retten. Aber Olaf hielt stand und konnte das 4,5 - 3,5 sicherstellen. 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich Werders Dritte jetzt gefangen und liegt mit 9:3 Punkten sogar auf dem 2. Platz der Landesliga. Aber die harten Brocken aus Lilienthal (am 24.2.) und Kirchweyhe am letzten Spieltag (28.4.) liegen noch vor uns!