Selbst beschenken!

Der Vorbericht zum Pokalspiel in Dortmund
Für Niklas Moisander und den SVW geht es am Dienstag zum Achtelfinale nach Dortmund (Foto: nordphoto).
Profis
Montag, 04.02.2019 / 18:36 Uhr

Von Alexander Werner

Dieses Pokalspiel elektrisiert ganz Fußballdeutschland. Am Dienstagabend, 05.02.2019, tritt der SV Werder um 20.45 Uhr (ab 20.15 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE) in Dortmund zum Achtelfinale des DFB-Pokals an. Die Partie ist Teil einer Woche, die für den SVW eine ganz besondere ist. Am Montag feiern die Grün-Weißen den 120. Vereinsgeburtstag. Werder hat in Dortmund die Chance, sich in einem besonderen Pokalspiel selbst zu beschenken. Wie Werder dieser Coup vor zehn Jahren schon einmal gelang und welche Fakten zum Spiel relevant sind, erfahrt ihr im Vorbericht zum Achtelfinale in Dortmund.

Das letzte Duell: In der Saison 2008/2009 hieß das Achtelfinale im DFB-Pokal ebenfalls Dortmund gegen Bremen. Damals konnte die Mannschaft von Thomas Schaaf die Partie mit 2:1 gewinnen. Der BVB ging in der ersten Hälfte durch einen Rechtsschuss von Alexander Frei in Führung, doch im Anschluss kam nur der SVW in Fahrt und übernahm das Ruder. Der Ausgleich vor der Halbzeit wollte aber nicht gelingen. Erst in der zweiten Halbzeit konnten die Grün-Weißen durch Hugo Almeida den Spielstand egalisieren. Danach folgte ein packendes Pokalspiel, in dem beide Mannschaften die Chance auf den Siegtreffer hatten. Das glücklichere Ende blieb den Werderanern vorbehalten, die durch einen Treffer von Claudio Pizarro in der 80. Spielminute den Viertelfinaleinzug perfekt machten. Und der Lauf der sollte weitergehen, denn am Ende der Saison stand der sechste Pokalsieg der Vereinsgeschichte zu Buche. Gerne wieder!

Florian Kohfeldt: "Wir wollen in Dortmund gewinnen und ins Viertelfinale einziehen.“ (Foto: nordphoto).

Der Cheftrainer zum Spiel: Für Florian Kohfeldt ist die Vorbereitung auf den Gegner durch den engen Zeitraum zwischen dem Spiel in Nürnberg und dem Pokalauftritt in Dortmund begrenzt. Dennoch ist dem Werder-Coach bewusst, welch schwierige Herausforderung auf den SVW wartet. „Schwache Momente im Spiel von Dortmund sind sehr übersichtlich. Sie haben in der Bundesliga eine sehr gute Punkteausbeute und sind unfassbar offensivstark“, betont Kohfeldt. Aber die beiden bisherigen Pokalpartien habe der BVB allerdings "durchaus spannend", sprich lange offen, gestaltet. Chancen sieht Florian Kohfeldt in den Phasen des Spiels, in denen „der BVB dem Gegner den Ball" überlassen, wenngleich das oftmals eine gewollte Aktion der Favre-Elf sei. 

Das Personal: Wie vergangenen Samstag in Nürnberg kann Florian Kohfeldt mit einem breiten Kader planen (zur Extrameldung). Auch Werder-Stürmer Yuya Osako, der zuletzt mit Japan beim AsiaCup in den Vereinigten Arabischen Emiraten weilte, ist wieder in Bremen angekommen. Ob er bereits am Dienstag zum Einsatz kommt, verriet der Cheftrainer noch nicht. Fest steht aber, dass „er rein körperlich eine Option wäre“, so Kohfeldt

Die Partie am 15. Spieltag in Dortmund, war ein eng umkämpftes Spiel (Foto: nordphoto).

Der Gegner: Im Lostopf zum Achtelfinale lagen mit Sicherheit leichtere Gegner als der BVB und dennoch ist die schwarz-gelbe Borussia aktuell der wohl reizvollste Gegner, auf den eine Mannschaft im deutschen Fußball treffen kann. Die Dortmunder führen die Bundesliga mit sieben Punkten Vorsprung vor Borussia Mönchengladbach an. Dazu stellen die Borussen mit 51 Toren die beste Offensive der Liga und zeigten sich durch insgesamt 17 verschiedene Torschützen überaus variabel. Mit Lucien Favre kehrte in Dortmund der schnelle Angriffsfußball zurück, der nach Ballgewinn mit wenigen Stationen ins Angriffsdrittel führt. Doch neben der geballten Offensivkraft offenbart sich auch eine Schwäche der Schwarz-Gelben. Die Defensive zeigte sich häufiger anfällig und lies, vor allem im Pokal, teilweise schon scheinbar gewonnene Spiele noch einmal spannend werden. Dennoch ist Drortmund am Dienstagabend im Signal-Iduna-Park der Favorit, aber der Pokal macht ja bekanntlich seine eigenen Gesetze…

Spieler im Fokus: Der Spieler, der sich in dieser Saison am häufigsten ins Rampenlicht gespielt hat, ist Marco Reus. Der Stürmer beweist einmal mehr, dass er ungeheures Potential hat, wenn er verletzungsfrei bleibt. Wettbewerbsübergreifend hat Reus bemerkenswerte 27 Scorerpunkte gesammelt. Mit diesen Leistungen wurde der 29-Jährige dreimal in Folge zum Spieler des Monats in der Bundesliga gewählt. Es wird für die Werder-Defensive eine große Herausforderung, den Nationalspieler im Zusammenspiel mit den anderen Offensivakteuren des BVB zu verteidigen. Übrigens: Der DFB-Pokal ist bisher der einzige Titel, den Marco Reus gewinnen konnte. Einmal reicht aber... 

Die Schiedsrichter: Dr. Felix Brych pfeift das Achtelfinale am Dienstag. Der 44-jährige Jurist aus München wird an den Seitenlinien von Mark Borsch und Stefan Lupp assistiert. Vierter Offizieller ist Robert Schröder.

Das ganze Paket: Für alle Grün-Weißen auf Ballhöhe! Ab 20.30 Uhr berichtet WERDER.DE mit dem betway Live-Ticker live aus dem Signal-Iduna-Park! Sky zeigt das Auswärtsspiel der Grün-Weißen sowohl im Einzelspiel als auch in der Konferenz live. Außerdem überträgt die ARD das Pokalspiel live in der Sportschau. Zudem können alle Abonennten die Partie unmittelbar nach Schlusspfiff re-live sowie zeitnah die Highlights der Partie online auf WERDER.TV anschauen.

 
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43

Eric

Oelschlägel

4

Abdou

Diallo

21

Ömer

Toprak

33

Julian

Weigl

5

Achraf

Hakimi

28

Axel

Witsel

6

Thomas

Delaney

13

Raphael Adelino José

Guerreiro

11

Marco

Reus

22

Christian

Pulisic

10

Mario

Götze

1

Jirí

Pavlenka

5

Ludwig

Augustinsson

15

Sebastian

Langkamp

17

Nuri

Sahin

18

Niklas

Moisander

23

Theodor

Gebre Selassie

30

Davy

Klaassen

44

Philipp

Bargfrede

35

Maximilian

Eggestein

10

Max

Kruse

7

Milot

Rashica

Kader

25 Unbehaun
2 Zagadou
9 Alcácer
8 Dahoud
26 Philipp
30 Wolf
34 Bruun Larsen

Kader

27 Kapino
14 Pizarro
6 Möhwald
9 Harnik
13 Veljkovic
24 Eggestein
32 Friedl
#

Profis 05.02.2019

Borussia Dortmund - SV Werder Bremen (HL)

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Pressekonferenz vor Dortmund

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Road to Semi Final

Purer Wahnsinn - Werder kegelt BVB aus dem DFB-Pokal!

SVW nach 7:5 im Elfmeterschießen im Viertelfinale
Unfassbar! Jiri Pavlenka mit dem Jubelschrei. Der Tscheche hielt zwei Elfmeter (Foto: Nordphoto).
Spielbericht
Dienstag, 05.02.2019 / 23:39 Uhr

von Maximilian Hendel

Was für ein historischer Abend! Werder Bremen ist nach einer phänomenalen Energieleistung beim unangefochtenen Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund in das Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Die Grün-Weißen siegten vor 81.365 Zuschauern mit 7:5 (1:1/3:3) nach Elfmeterschießen. Milot Rashica hatte die Gäste früh in Führung gebracht (5.), bevor BVB-Kapitän Marco Reus beinah mit dem Halbzeitpfiff per Traumfreistoß ausglich (45.+3). Erst kurz vor Ultimo der regulären Spielzeit nahm das Geschehen wieder richtig Fahrt auf, ehe sich in der Verlängerung die Ereignisse überschlugen. Christian Pulisic und Achraf Hakimi brachten Dortmund zweimal in Führung (105./113.), aber Werders Joker Claudio Pizarro und Martin Harnik schlugen beide Male zurück (108./119.). Im Elfmeterschießen schlug die Stunde von Jiri Pavlenka, der die Versuche von Paco Alcacer und Maximilian Philipp abwehrte – seine Vorderleute blieben eiskalt. Max Kruse setzte den Schlusspunkt dieser denkwürdigen Partie.

Aufstellung und Formation: Zwei personelle Wechsel in seiner ersten Elf veranlasste Florian Kohfeldt im Vergleich zum Auswärts-Unentschieden in Nürnberg drei Tage zuvor. Sebastian Langkamp ersetzte Milos Veljkovic positionsgetreu in der Innenverteidigung. Zudem stand Philipp Bargfrede von Beginn an auf dem Rasen, für den Martin Harnik auf der Bank Platz nahm. Damit wählte der Cheftrainer eine zunächst etwas defensiver aufgestellte Formation vor Stammkeper Jiri Pavlenka, in welcher Nuri Şahin einen zusätzlichen Anker zwischen dem Innenverteidiger-Duo Langkamp und Niklas Moisander gab. Auf den Außen blieben Theodor Gebre Selassie (r.) und Ludwig Augustinsson (l.) erste Wahl. Im zentralen Mittelfeld sollte Bargfrede abräumen und für die Dauerläufer Davy Klaassen und Maximilian Eggestein einleiten. Ganz vorne meldete sich Milot Rashica an der Seite von Kapitän Max Kruse pünktlich fit.
 

Rashica hat den Doppelpack auf dem Fuß

Nadelstich gleich zu Beginn - Rashica und Kruse bejubeln ihre Co-Produktion zur Führung (Foto: Nordphoto).

Die Höhepunkte:

5. Min.: TOOOOOOOOOOOOOOR, 1:0 für den SVW, Milot Rashica. Wunderbar, so einen Beginn nehmen die Grün-Weißen doch gerne mit. Kruse zielt einen scharf angeschnittenen Innenspann-Freistoß von 20 Meter halbrechts volles Rohr in den Strafraum, wo der einlaufende Rashica die entscheidende Fußspitze eher als Gegenspieler Diallo den Ball touchiert, der dadurch seine Flugrichtung unhaltbar für Oelschlägel ins rechte Eck verändert.

14. Min.: Erstes dickes Ausrufezeichen der Gastgeber. Werder schlampt bei der Befreiung am eigenen Strafraum – daraufhin kommt Pulisic über rechts wieder ins Spiel, bringt den Ball scharf nach innen, von wo aus Götze mit einem technisch sehr feinen Hacken-Absatztrick aus acht Metern knapp links vorbeilegt.

21. Min.: Der BVB ist angepiekst und drängt mit Angriff um Angriff tief in die Bremer Spielhälfte. Soeben rutschte Guerreiro einen Meter an einer flachen Eingabe von rechts vorbei. Werders Defensive muss Schwerstarbeit verrichten.

32. Min.: Boooorrr, super Angriff, super Chance, aber leider nicht das zweite Tor. Klaassen bekommt den Ball über links in den Lauf, legt dann punktgenau in den Rückraum, wo Rashica aus zehn Metern mit langen Schritten abschließt und um eineinhalb Meter rechts verpasst.

39. Min.: Werder kann derzeit nur marginal für wirkliche Entlastung sorgen, steht tief, aber dort sehr gut. Der BVB muss immer wieder das Tempo drosseln.

43. Min.: Fast von der identischen Position aus wie beim Führungstreffer läuft Kruse wieder zum Freistoß an und versucht es diesmal mit einem flachen, aufsetzenden Direktversuch aufs kurze Eck, aber Oelschlägel lenkt den Ball rechtzeitig zur Seite ab.

45. + 3 Min.: TOR, 1:1 für den BVB, Marco Reus. So bitter. Reus schnibbelt mit der letzten Aktion vor der Pause einen direkten Freistoß aus 18 Metern ins linke Kreuzeck. Schiri Brych pfeift kurz darauf zur Halbzeit.

Ex-Bremer Oelschlägel rettet BVB

Werder - hier Maximilian Eggestein gegen Abdou Diallo - hielt Dortmunds Angriffe lange Zeit bestens in Schach (Foto: Nordphoto).

54. Min.: Gebre Selassies Hackentrick nach Eggesteins Einleitung verschafft Kruse den Raum zur schnellen Ballverarbeitung mitsamt eines guten Flachschusses aus 20 Metern – aber Oelschlägel pariert reaktionsschnell. Dennoch ein Bremer Lehrbuchdreieck zur guten Chance.

63. Min.: Puuuuh, was für eine wichtige Risikogrätsche von Moisander an der Strafraumgrenze – der zur Pause für Reus eingewechselte Alcacer wäre frei durchgewesen.

72. Min.: Unverändertes Bild. Den Dortmundern fällt gegen die gedankenschnelle und vielbeinige Bremer Defensive so gut wie nichts ein. Jetzt noch eine Kontermöglichkeit wittern, das wär’s doch!

81. Min.: Werder ist am gegnerischen Strafraum – dort legt der eng bewachte Kruse auf den vor wenigen Minuten eingewechselten Möhwald ab, dessen Schussversuch aus der zweiten Reihe aber weit über den Kasten fliegt.

89. Min.: KRUUUUUUUUUUSE. Nein, wie knapp! Werders Kapitän zieht einen direkten Freistoß von halbrechts in Richtung rechtes Eck, Weigl springt in der Mauer hoch, fälscht mit der Schulter ab, sodass Oelschlägel auf dem falschen Fuß erwischt wird, aber dann dennoch einen Sensationsreflex auspackt.

90. + 1 Min.: Latte! Glück für Werder. Und wieder ist ein Ex-Bremer mittendrin. Delaney köpfte eine Eckball-Vorlage von links auf den Querbalken.

90. + 3 Min.: Abpfiff der regulären Spielzeit. Es geht in die Verlängerung!

Harnik köpft SVW ins Elfmeterschießen

Max Kruse im Laufduell mit seinem ehemaligen Teamkollegen Thomas Delaney (Foto: Nordphoto).

91. Min.: Weiter geht’s in Dortmund. Kohfeldt erhöht das Risiko und bringt Pizarro für Bargfrede.

100. Min.: Auch wenn noch keine weiteren Chancen herausgesprungen sind. Werder macht das richtig gut, ist jetzt auch offensiv deutlicher aktiver. Geht Dortmund hier etwa die Puste aus?

105. Min.: TOR, 2:1 für den BVB, Christian Pulisic. Arrrr, nein. Mitten in Werders Initiative hinein gewinnt Witsel ein wichtiges Kopfballduell am Mittelkreis; daraufhin treibt Pulisic an, bekommt den Ball von Alcacer wieder und lässt Pavlenka aus acht Metern mit links keine Chance.

105. + 1 Min.: Seitenwechsel!

107. Min.: Pulisic’ abgerutschte Flanke von rechts wird zum tückischen Torschuss, aber Pavlenka verhindert die Vorentscheidung.

108. Min.: TOOOOOOOOOOOOOOOR, 2:2 für Werder, Claudio Pizarro. Waaaaaaaahnsinn. Gebre Selassie spielt in die Tiefe, Möhwald bringt ihn an den kurzen Pfosten, wohin sich Pizarro geschlichen hat und den Ball mit all seiner Kaltschnäuzigkeit ins kurze Eck drückt.

113. Min.: TOR, 3:2 für den BVB, Achraf Hakimi. Das ist doch nicht zu fassen! Philipp setzt sich über die rechte Seite durch in den Strafraum, kommt auf die Grundlinie, findet Hakimi, der vollendet. Doppelt bitter: In der Entstehung dieses Konters übersah Schiri Brych ein klares Handspiel von Bruun Larsen.

119. Min.: TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR; 3:3 für den SVW, Martin Harnik. HÖR MIR AUF, U-N-F-A-S-S-B-A-R.  Kruses Ecke von rechts findet Harnik, der am langen Pfosten einköpft.

120. + 2 Min.: Schluss! Elfmeterschießen!

Pavlenka hält doppelt - Werders Schützen eiskalt

Er kam, sah und siegte - Claudio Pizarro traf zum 2:2 und vom Punkt (Nordphoto).

Zwei Münzwürfe haben entschieden – es wird nicht auf das Tor vor der Gelben Wand, sondern auf jenes vor der Nordtribüne geschossen - und und der BVB beginnt.

Weiter 3:3, Paco Alcacer vergibt. Jaaaaaaaa, ein Schritt nach links, Pavlas hält gegen Alcacer!

TOOOOOR, 4:3 für Werder, Claudio Pizarro. Der Peruaner bleibt cool, flach rechts.

Weiter 4:3, Maximilian Philipp vergibt. Jaaaaaaaaaa, Pavlenka wehrt auch gegen Philipp ab, gleiche Ecke.

TOOOOOOOOOR, 5:3 für Werder, Maximilian Eggestein. Auch der nächste sitzt – links unten.

TOR, 5:4, Axel Witsel. Der Belgier trifft rechts und verkürzt.

TOOOOOOOOOOOR, 6:4 für Werder, Davy Klaassen. Hoch links, unhaltbar, große Klasse.

TOR, 6:5, Julian Weigl. Pavlenka ist wieder dran, aber der Ball geht rein.

TOOOOOOOOOOOOOOOOOOR, 7:5 für Werder, Max Kruse. Der Kapitän behält die Nerven, macht einen Ausfallschritt und setzt den Ball flach rechts ins Tor.

 

Fazit:

Dem wie immer auf viel Ballbesitz und eingespielte Kombinationsautomatismen ausgelegten Ansatz der Dortmunder antworteten die Grün-Weißen bestens eingestellt. Engmaschig, kompakt und laufstark in der Defensive verschiebend, verwickelten sie die Gastgeber aggressiv in viele ungemütliche Zweikämpfe. Zudem reagierte Werder nach Ballgewinnen konsequent mit schnellem und schnörkellosem Umschaltspiel in die Tiefe auf die unermüdlich durchstartenden Kruse und Rashica. Die listige Freistoß-Co-Produktion des Angriffsduos zur frühen Bremer Führung untermauerte das gelungene Konzept zunächst.

Die Grün-Weißen versperrten ihren Kontrahenten in der Folge gekonnt die Wege in den Strafraum. Zudem konnten die Dortmunder ihr Tempo gegen Ende der ersten 45 Minuten nicht durchziehen – dank einer richtig guten Bremer Abwehrarbeit. Und trotzdem musste Pavlenka nur Wimpernschläge vor dem Pausenpfiff hinter sich greifen, weil gegen Reus’ Geniestreich kein Kraut gewachsen war. Werder blieb auch nach Wiederanpfiff äußerst gut organisiert, leistete hervorragende Defensivarbeit und setzte punktuell Nadelstiche (54./Kruse). Dortmund hingegen kam trotz zeitweiliger Ballbesitzhoheit um die 75 Prozent zu keinem einzigen Torabschluss, bis sich in den allerletzten Momenten der regulären Spielzeit doch noch etwas tat. Ex-Bremer Oelschlägel rettete herausragende gegen Kruse, Ebenso-Ex-Bremer Delaney köpfte auf die Latte (89./90.+1).

Was sich dann anschließend in Verlängerung und Elfmeterschießen ereignen sollte, hat jetzt schon ein eigenes Kapitel in der Vereinshistorie sicher. Zweimal geriet Werder in Rückstand, zweimal kamen die Grün-Weißen zurück, ehe sie vom Punkt ganz große Nervenstärke bewiesen. Einfach der Wahnsinn, Chapeau!

 

Begegnungen Achtelfinale

FCH 1. FC Heidenheim 1846 - B04 Bayer 04 Leverkusen 2:1 (0 : 1)
HSV Hamburger SV - FCN 1. FC Nürnberg 1:0 (0 : 0)
BVB Borussia Dortmund - SVW SV Werder Bremen 3:3 (1 : 1)
MSV MSV Duisburg - SCP SC Paderborn 07 1:3 (0 : 0)
KIE Holstein Kiel - FCA FC Augsburg 0:1 (0 : 0)
RBL RB Leipzig - WOB VfL Wolfsburg 1:0 (1 : 0)
S04 FC Schalke 04 - F95 Fortuna Düsseldorf 4:1 (1 : 0)
BSC Hertha BSC - FCB FC Bayern München 2:3 (1 : 1)