Wiederholungsbedarf bei den Wölfen

Vorbericht zum Spiel gegen den VfL Wolfsburg

Fin Bartels und Co. wollen gegen Wolfsburg den ersten Sieg einfahren (Foto: nordphoto).
Vorbericht
Montag, 18.09.2017 // 16:03 Uhr

Zwei Tage Pause müssen reichen. Bereits am Dienstagabend tritt der SV Werder in der "Englischen Woche" beim VfL Wolfsburg an. Anstoß ist um 20.30 Uhr in der Volkswagen-Arena (ab 20.15 Uhr im betway Live-Ticker). Die Zielsetzung ist trotz kurzer Vorbereitungszeit klar: Punkte müssen her.

WERDER.DE fasst die wichtigsten Themen vor der Partie gegen Wolfsburg zusammen.

Wiederholungsbedarf: An den 5. Spieltag der vergangenen Saison denkt Alexander Nouri gerne zurück. Nach vier sieglosen Partien zum Saisonstart gewann der SV Werder zuhause gegen Wolfsburg mit 2:1 (0:0). Lennart Thy und Theodor Gebre Selassie trafen damals für die Grün-Weißen und drehten die Partie in den Schlussminuten. Was folgte, war ein emotionaler Ausbruch von Mannschaft, Fans und Trainer. Denn: Für Alexander Nouri war es sein erster Sieg als Werder-Trainer in der Bundesliga. 

Erzielte letzte Saison am 5. Spieltag das Siegtor: Theodor Gebre Selassie (Foto: nordphoto).

Die letzten Duelle: An die letzten Begegnungen dürften sich alle Werderaner gerne zurückerinnern. In der vergangenen Spielzeit konnte der SV Werder beide Duelle gegen die Wölfe für sich entscheiden. Im Hinspiel setzte sich der SVW mit 2:1 im Weser-Stadion durch. Kurz vor Schluss erzielte Theodor Gebre Selassie den erlösenden Siegtreffer. Das Rückrundenduell in der Volkswagen-Arena endete ebenfalls 2:1 für die Grün-Weißen.

100 Prozent Werder: Dass bei dem kommenden Gegner am heutigen Montag ein Trainerwechsel vorgenommen wurde, spielt für Florian Kainz und Co. keine Rolle: "Das beschäftigt uns als Spieler nicht. Wir müssen unsere Leistung auf den Platz bringen und über 90 Minuten zu 100 Prozent fokussiert sein." Sein Cheftrainer pflichtet ihm bei: "Wir bleiben bei uns und versuchen unsere Stärken auf den Platz zu bringen. Inwiefern der VfL dadurch anders auftritt, werden wir morgen sehen. Wir sind vorbereitet und fokussiert."  

Stimmen zum Spiel: Nach der unglücklichen Niederlage gegen Schalke 04 ist es Werders Cheftrainer Alexander Nouri wichtig, dass das Team seine Linie beibehält: "Unser Ziel muss es sein aus alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Wenn wir die Herausforderung in Wolfsburg annehmen und an unsere Grenzen gehen. Ich bin ich optimistisch, dass wir dort drei Punkte holen werden." Frank Baumann, Geschäftsführer Sport des SV Werder, erklärt: "Wir sind überzeugt von unserem Weg. Die Mannschaft wird sich früher oder später belohnen." 

Der 12. Mann: Um die 2.500 Werder-Fans werden am morgigen Dienstag den Weg nach Wolfsburg auf sich nehmen. Auch für kurzentschlossene Werderaner lohnt sich eine Reise zu den Wölfen noch. Zwei Stunden vor Spielbeginn öffnen die Gästekassen am Stadion. 

Lamine Sané bekam gegen Schalke einen Schlag aufs Knie (Foto: nordphoto).

Personal-Update: Für die Partie gegen die Wölfe stehen, abgesehen von Max Kruse (siehe Extrameldung) sowie die längerfristig verletzten Zlatko Junuzovic und Niklas Moisander, alle Akteure zur Verfügung. Einzig und allein Lamine Sané, der im Spiel gegen Schalke einen Schlag aufs Knie abbekommen hat, wird noch behandelt. "Bei Lamine gehen wir davon aus, dass er Dienstag einsatzbereit ist", teilte Nouri auf der Pressekonferenz mit. Für Niklas Moisander, der vergangene Woche wieder ins Mannschaftstraining einstieg, kommt das Spiel gegen Wolfsburg hingegen noch zu früh.

Der Schiedsrichter: Der Unparteiische der Begegnung heißt Dr. Felix Brych. Der Jurist pfiff in der zurückliegenden Spielzeit beide Nordderbys der Grün-Weißen. Assistieren werden ihm Mark Borsch und Stefan Lupp. Vierter Offizieller ist Lasse Koslowski. Video-Assistent ist Guido Winkmann.

Das ganze Paket: Ab 20.15 Uhr wird per Live-Ticker aus der Volkswagen-Arena berichtet. Hier geht es zum betway Live-Ticker! Zudem können alle Werderaner die Partie unmittelbar nach Spielende re-live sowie ebenfalls kurz nach Abpfiff die Highlights der Begegnung bei WERDER.TV verfolgen.

Zusammengestellt von Opta und WERDER.DE

 
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1

Koen

Casteels

13

Yannick

Gerhardt

31

Robin

Knoche

17

Felix

Uduokhai

3

Paul

Verhaegh

10

Yunus

Malli

27

Maximilian

Arnold

4

Ignacio

Camacho

21

Paul-Georges

Ntep de Madiba

10

Daniel

Didavi

14

Divock

Origi

1

Jirí

Pavlenka

3

Luca

Caldirola

13

Milos

Veljkovic

4

Robert

Bauer

5

Ludwig

Augustinsson

6

Thomas

Delaney

35

Maximilian

Eggestein

8

Jérôme

Gondorf

23

Theodor

Gebre Selassie

22

Fin

Bartels

7

Florian

Kainz

Kader

38 Grün
8 Vieira de Freitas
9 Dimata
18 Osimhen
23 Guilavogui
32 Tisserand
35 Itter
2 de Asevedo Furtado

Kader

16 Zetterer
15 Hajrovic
20 García
24 Eggestein
28 Verlaat
29 Belfodil
44 Bargfrede
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Profis 19.09.2017

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Pressekonferenz nach Wolfsburg

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Gebre Selassie: "Kein Glück, kein Sieg!"

Starke zweite Halbzeit sichert Punkt in Wolfsburg

Bartels trifft beim 1:1 - Werder lässt Chancen auf Sieg aus

Fin Bartels sorgte mit seinem Treffer für Werders zweiten Auswärtspunkt in dieser Saison (Foto: nordphoto).
Spielbericht
Dienstag, 19.09.2017 // 22:26 Uhr

Von David Steinkuhl

Dank einer überzeugenden zweiten Halbzeit hat sich der SV Werder am Dienstagabend einen verdienten Auswärtspunkt beim VfL Wolfsburg holen können. Beim 1:1 (1:0) in der Volkswagen-Arena zeigten die Grün-Weißen eine durchwachsene Leistung im ersten Durchgang, nach der Pause drehte das Team von Alexander Nouri dann aber auf. Folgerichtig glich Fin Bartels (56.) die Führung des VfL durch Divock Origi (28.) aus, im Anschluss wäre für die Grün-Weißen, die beste Chancen ausließen, sogar der Sieg drin gewesen.

Aufstellung und Formation: Die taktische Ausrichtung von Coach Alexander Nouri bleibt mit der 3-5-2-Formation die gleiche, aus Verletzungsgründen muss der 38-Jährige bei den Wölfen im Vergleich zur Heimniederlage gegen den FC Schalke 04 jedoch zweimal wechseln. In der Dreierkette neben Milos Veljkovic und Robert Bauer kommt Luca Caldirola zu seinem ersten Saisoneinsatz. Lamine Sané, für den Nouri am Vortag noch grünes Licht gab, muss aufgrund von Knieproblemen aussetzen. Die zweite Änderung nimmt Nouri im Offensivbereich vor, wo Max Kruse nach seinem Schlüsselbeinbruch vorerst ausfällt. Kruses Part in der Spitze übernimmt Florian Kainz, dessen Platz im zentralen Mittelfeld von Jerome Gondorf übernommen wird.

Origi bestraft harmlosen SVW

Leihstürmer Divock Origi machte in Hälfte eins den Unterschied (Foto: nordphoto).

13. Minute: Der Gastgeber hat in der Anfangsphase mehr vom Spiel, Werder steht tief und organisiert sich erst einmal. Yunus Malli, von Martin Schmidt, seinem Ex-Trainer bei Mainz 05, umgehend in die Startelf beordert, versucht es aus der Distanz. Der 25-Jährige verfehlt Pavlenkas Kasten aber deutlich.

20. Minute: Auf einmal nimmt die Partie Tempo auf. Werder kombiniert schnell in den Sechzehner, wo Delaney bis zur Grundlinie durchkommt. Seine flache Hereingabe in den Fünfer bereinigt Uduokhai. Im Gegenzug bekommt dann Origi am Sechzehner den Ball. Der Belgier fackelt nicht lange und zieht aus der Drehung ab. Pavlenka ist zur Stelle und lenkt das Leder um den Pfosten.

28. Minute: Tor für den VfL Wolfsburg. So viel Platz darf man diesen konterstarken Wölfen nicht geben. Ntep kann auf dem linken Flügel Tempo aufnehmen und bedient den einlaufenden Divock Origi. Von Caldirola nicht konsequent verfolgt, hat es der Stürmer bei seinem Abschluss aus sechs Metern diesmal einfacher, Pavlenka im SVW-Tor zu überwinden.

33. Minute: Die beweglichen Offensivakteure des VfL bereiten den Grün-Weißen immer mehr Probleme. Ohne große Gegenwehr bekommt Malli die nächste Wölfe-Chance und versucht es mit einem frechen Schlenzer auf das kurze Eck – Außennetz!

41. Minute: Spielerisch ist nach vorne wenig bis gar nichts von Werder zu sehen, nach einer Standardsituation hat Gebre Selassie jetzt zumindest mal wieder eine Halbchance. Im Fallen kommt er mit dem Fuß an einen Eckstoß von der linken Seite, Casteels muss aber nur seine Arme öffnen, um das Spielgerät zu fangen.

45. Minute: Halbzeit in der Volkswagen-Arena. Die Bremer starteten gut geordnet in die Partie und ließen trotz der spielerischen Dominanz des VfL Wolfsburg wenig zu. Als die Grün-Weißen das erste Mal etwas weiter aufrückten, schlug die agile Offensive der Gastgeber allerdings eiskalt zu und erzielte nach einer knappen halben Stunde die verdiente Führung durch Sturm-Neuzugang Divock Origi. Im Spiel nach vorne fehlt es dem SVW an Durchschlagskraft, der ein oder andere Wechsel in der Halbzeitpause wäre durchaus logisch.

Neue Hälfte, neues Spiel

Die Wolfsburger kamen in der zweiten Hälfte fast immer einen Schritt zu spät (Foto: nordphoto).

46. Minute: 45 Sekunden sind gespielt, da hat Werder gleich die erste gute Möglichkeit. Casteels eilt weit aus seinem Tor und kommt einem Mitspieler beim Klärungsversuch in die Quere. Über Augustinsson kommt der Ball zu Kainz, der das Tor anvisiert, aber mit Verhaegh den letzten Abwehrspieler vor der Torlinie anschießt. Seit Wiederbeginn sind übrigens Belfodil und Bargfrede für Gondorf und Maxi Eggestein in der Partie.

48. Minute: Und wieder hat Kainz, diesmal von Bartels bedient, die nächste gute Gelegenheit. Der Österreicher kommt am Elfmeterpunkt leicht ins Straucheln, sodass Knoche noch rechtzeitig klären kann.

56. Minute: TOOOOOR für Werder! Delaney bringt eine Flanke von links in die Mitte, die wohl den langen Ishak Belfodil finden soll. Von Knoche abgefälscht, fällt die Kugel genau auf den Kopf von Fin Bartels, der gegen die Laufrichtung von Casteels einnetzt. Mit diesem Ausgleichstreffer ist die verkorkste erste Hälfte schon vergessen, alles ist wieder offen.

62. Minute: Das ist eine ganz andere zweite Hälfte aus Bremer Sicht. Die Jungs von Alexander Nouri treten deutlich mutiger auf und haben mehr vom Spiel. Wolfsburg fehlt mittlerweile die Genauigkeit im Angriffsspiel, auch das spielt Werder in die Karten.

66. Minute: Thomas Delaney, vorhin noch Vorlagengeber, lässt aus 20 Metern eine richtige Fackel mit seinem rechten Fuß los. Casteels kann dem Geschoss des Dänen nur hinterschauen, hat aber Glück, dass die Kugel haarscharf am rechten Winkel vorbeirauscht.

71. Minute: Das muss das 2:1 sein! Letzte Saison noch der Held gegen die Wölfe hat Theo Gebre Selassie nun gleich doppelt die Chance auf eine Wiederholung. Ein butterweicher Bartels-Flugball tropft genau in den Fuß des Tschechen, der erst den Innenpfosten und im Nachschuss dann Knoches Kopf trifft.

80. Minute: Wieder hat Gebre Selassie die Führung auf dem Fuß beziehungsweise an der Hacke. Kunstvoll versucht er diesmal eine Belfodil-Hereingabe über die Linie zu bugsieren, Casteels muss sich ganz lang machen, um das Spielgerät noch rauszukratzen.

83. Minute: Sieben Minuten vor dem Ende hat Guilavogui die erste Wölfe-Chance des zweiten Durchgangs – drüber.

90. Minute: Abpfiff in der Volkswagen-Arena! Werder und der VfL Wolfsburg trennen sich 1:1-Unentschieden.

Fazit: Wie gut, dass ein Fußballspiel immer zwei Hälften hat! Nach einer harmlosen Vorstellung in Durchgang eins und der verdienten Pausenführung für den VfL kam der SV Werder wie ausgewechselt aus der Halbzeitpause. Mit den frischen, über weite Strecken sehr auffälligen Philipp Bargfrede und Ishak Belfodil übernahmen die Grün-Weißen das Kommando und hatten nach dem Ausgleichstor durch Fin Bartels sogar mehrfach die Chance auf den Sieg. Aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang wäre der Dreier durchaus verdient gewesen, so aber müssen sich Delaney & Co. mit dem zweiten Zähler in der laufenden Spielzeit begnügen. Die nächste Chance auf den ersten Saisonsieg hat man im kommenden Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag.

 

Saisonvergleich 2017/18

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Tabelle / 5. Spieltag

Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
13 WOB 5 -3 5
14 B04 5 -1 4
15 M05 5 -5 3
16 SCF 5 -7 3
17 SVW 5 -4 2
18 KOE 5 -12 0

Begegnungen 5. Spieltag

BMG Borussia Mönchengladbach - VFB VfB Stuttgart 2:0 (0 : 0)
FCA FC Augsburg - RBL RB Leipzig 1:0 (1 : 0)
S04 FC Schalke 04 - FCB FC Bayern München 0:3 (0 : 2)
WOB VfL Wolfsburg - SVW SV Werder Bremen 1:1 (1 : 0)
KOE 1. FC Köln - SGE Eintracht Frankfurt 0:1 (0 : 1)
M05 1. FSV Mainz 05 - TSG TSG 1899 Hoffenheim 2:3 (2 : 2)
HSV Hamburger SV - BVB Borussia Dortmund 0:3 (0 : 1)
BSC Hertha BSC - B04 Bayer 04 Leverkusen 2:1 (2 : 0)
SCF Sport-Club Freiburg - H96 Hannover 96 1:1 (0 : 0)