Bekannte Gesichter

Der Vorbericht zum Oldenburg-Test

Alexander Nouri und Florian Bruns haben beide eine Oldenburger Vergangenheit (Foto: nordphoto).
Vorbericht
Dienstag, 21.03.2017 // 14:07 Uhr

Wenn Werder-Coach Alexander Nouri und sein Co-Trainer Florian Bruns am Mittwoch mit ihrem Team das bereits für den Januar geplante Testspiel gegen den VfB Oldenburg nachholen, ist Wiedersehensfreude vorprogrammiert. Dabei werden im Stadion am Köttersweg in Rastede am Mittwoch, 22.03.2017, um 18.30 Uhr (ab 18.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE) vor allem die Werderaner Spielminuten sammeln dürfen, die sich in den letzten Wochen hinten anstellen mussten. "Wir wollen den Spielern Spielzeit bieten, die zuletzt in der Liga weniger gespielt haben, damit auch sie Rhythmus bekommen", so Cheftrainer Nouri. Während der Länderspielpause muss der 37-Jährige auf insgesamt sieben Nationalspieler verzichten.

Für Werders Coach ging eine Karriere beim VfB Oldenburg zuende, woraufhin eine andere dort begann. Im Sommer 2012 hängte der damals 32-jährige Nouri seine Fußballschuhe beim VfB an den Nagel, bereits im Jahr zuvor übernahm er schon Teile des Trainings der Oldenburger U 17. Als Trainer der Herrenmannschaft des VfB wechselte er dann Mitte 2014 zur U 23 des SVW.

Daniel Franziskus (l.) ist mit 13 Treffern bester Torschütze des VfB (Foto: nordphoto).

Nouris Assistent Florian Bruns wurde sogar in Oldenburg geboren und spielte in seiner Jugend sowohl für den VfB Oldenburg als auch für den FC Rastede, den Gastgeber des Tests am Mittwoch. „Ich freue mich total, das ist wie ein kleines Spiel in die Vergangenheit. Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen“, erklärt Bruns einen Tag vor der Partie. Seine Heimatstadt besuche er mindestens jede zweite Woche, der Großteil von Familie und Freundeskreis leben dort noch und werden sich die Partie im nahegelegenen Rastede natürlich nicht entgehen lassen. „Ich habe einige Karten angefordert, es werden viele Leute von mir dabei sein und natürlich dem ‚richtigen‘ Klub die Daumen drücken."

Der Ex-Verein von Florian Bruns und Alexander Nouri, stieg in der Saison 2011/12, Nouri war damals selbst noch in der Rolle des Co-Trainers beim VfB Oldenburg tätig, in die Regionalliga Nord auf. In der letzten Saison scheiterte man als Tabellenzweiter knapp an der Teilnahme zur Aufstiegsrelegation für die Dritte Liga, in dieser Saison stehen die Oldenburger nach 24 Partien auf Tabellenplatz acht. Trainer Dietmar Hirsch hat ein junges Team beisammen, in dem gleich zehn Akteure mit Vergangenheit in der Werder-Jugend stehen. Zuletzt testeten VfB und SVW im Mai 2013 gegeneinander, damals siegten die Grün-Weißen mit 6:0.  

 
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32

Fabian

Klinkmann

8

Andreas

Pollasch

3

Leon

Lingerski

21

Thorsten

Tönnies

5

Henri

Aalto

33

Muhittin

Bastürk

0

Dino

Fazlic

20

Ibrahim

Temin

0

Pascal

Richter

13

Conrad

Azong

22

Christopher

Kramer

16

Michael

Zetterer

2

Santiago

García

5

Dominic

Volkmer

3

Luca

Caldirola

19

Luca-Milan

Zander

35

Maximilian

Eggestein

6

Björn

Rother

7

Florian

Kainz

17

Justin

Eilers

20

Aron

Jóhannsson

14

Claudio

Pizarro

Kader

Kader

42 Wiedwald
21 Eggersglüß
47 Manneh
7 Jensen
2 Rehfeldt

Profis 22.03.2017

VfB Oldenburg - Werder Bremen

Werder lässt VfB Oldenburg keine Chance

Standesgemäßer 6:0-Testspielerfolg gegen Regionalligist

Claudio Pizarro war bis zu seiner Auswechslung Kapitän des SVW und traf auch zur Führung (Foto: Nordphoto).
Profis
Mittwoch, 22.03.2017 // 20:24 Uhr

von Maximilian Hendel

Absolut souverän und voller Spielfreude präsentierte sich Werder Bremen am Mittwochabend. Auf dieser Grundlage entschieden die Grün-Weißen ihr Testspiel während der Länderspielpause gegen Regionalligist VfB Oldenburg auch äußerst standesgemäß mit 6:0 (1:0) vor 3.000 Zuschauern in Rastede für sich. Kapitän Claudio Pizarro hatte den SVW vor dem Seitenwechsel in Führung gebracht (37.), ehe der Bundesligist vor allem nach der Pause noch einmal mächtig auf die Tube drückte. Sowohl dem eingewechselten Ousman Manneh (53., 62.) als auch Aron Johannsson (71., 82.) gelang jeweils ein Doppelpack. Zudem traf Santiago García per Kopf nach einer Ecke (57.). Allerdings wurde das Ergebnis durch die Verletzung von Justin Eilers getrübt, der nur wenige Minuten vor

Schluss nach einem Foulspiel vom Platz getragen werden musste.

Aufstellung und Formation: Zwar ohne die Länderspielreisenden sowie einige angeschlagene und geschonte Spieler, aber dennoch mit einer schlagkräftigen Mannschaft traten die Grün-Weißen an. Vor Torwart Michael Zetterer bildeten (v.r.n.l.) Luca-Milan Zander und Dominic Volkmer gemeinsam mit den erfahrenen Luca Caldirola und Santiago García die defensive Viererkette in der Startformation. Die beiden zentralen Positionen davor nahmen Maximilian Eggestein und Björn Rother ein. Auf den offensiven Flügeln sollten sowohl Justin Eilers als auch Florian Kainz antreiben und dabei nicht zuletzt die Doppelspitze aus Claudio Pizarro und Aron Johannsson in Szene setzen.

SVW nutzt Missgeschick in der VfB-Defensive

Nach Johannssons uneigennütziger Vorlage brauchte Angriffspartner Pizarro nur noch einzuschieben (Foto: Nordphoto).

Die Höhepunkte:

10. Min.: Zetterers schneller Abwurf auf Eilers leitetet Werders erste gefährliche Chance ein; Eilers’ anschließend punktgenauer Diagonalball in den Strafraum erreicht Eggestein, bei dessen Abschlussversuch allerdings der Winkel etwas zu spitz geworden ist und VfB-Keeper Klinkmann abwehren kann.

17. Min.: Auch der VfB setzt nun das erste Ausrufezeichen. Ausgelöst durch Lingerskis bis weit in den Bremer Strafraum katapultierten Einwurf, hat Tönnies kurz darauf die gute Möglichkeit einzuschieben, aber Zetterer ist rechtzeitig mit einem richtig guten Reflex auf dem Posten.

21. Min.: Ein schöner Doppelpass zwischen Pizarro und Johannsson bringt den US-Nationalspieler in Position, doch Klinkmann wehrt bravourös ab.

36. Min.: Zum zweiten Mal an diesem Abend muss Zetterer eingreifen, Temins Schuss von Nahe der Strafraumgrenze stellt Werders Schlussmann jedoch vor keine Schwierigkeiten.

37. Min.: TOOOOOR, 1:0 für den SVW, Claudio Pizarro. Eiskalt nutzen die Grün-Weißen das Missgeschick von Aalto – Oldenburgs Verteidiger rutscht weg, woraufhin Johannsson freie Bahn hat und im richtigen Moment uneigennützig zu Angriffspartner Pizarro querlegt, der Rest ist für den Peruaner nur noch Formsache.

45. + 1 Min.: Halbzeitpfiff in Rastede. Werders Führung geht vollkommen in Ordnung.

Werder drückt aufs Tempo und trifft noch fünf Mal

Maximilian Eggestein konnte auch offensiv Akzente setzen (Foto: Nordphoto).

46. Min.: Die Bremer sind mit drei neuen Gesichtern in die zweite Halbzeit gestartet. Nach positionsgetreuen Wechseln agieren nun Philipp Eggersglüß (für Zander), Torben Rehfeldt (für Volkmer) sowie Ousman Manneh (für Pizarro).

53. Min.: TOOOOOR, 2:0 für den SVW, Ousman Manneh. Johannssons neuer Angriffspartner Manneh braucht keine lange Anlaufzeit und erhöht den Vorsprung. In einer etwas unübersichtlichen Strafraumsituation, bei der die Oldenburger vergeblich auf ein Bremer Handspiel reklamieren, nutzt Manneh gedankenschnell die Verwirrung und lässt sich auch unter Druck nicht von einem zielgenauen Schuss flach ins linke Eck abhalten.

57. Min.: TOOOOR, 3:0 für den SVW, Santiago García. Kaum vier Minuten darauf liegt der Ball zum dritten Mal im Oldenburger Netz, nachdem Garcia mit einem mächtigen Kopfball nach Kainz’ Ecke dem VfB-Schlussmann keine Chance gelassen hat.

62. Min.: TOOOOOR, 4:0 für den SVW, Ousman Manneh. Doppelpack für den eingewechselten Manneh, der sich gedankenschnell einen weiten Abschlag von Zetterer gesichert hat, mit Ball am Fuß auf und davon ist und zu guter letzt beim Abschluss ins kurze Ecke die Ruhe behält.

71. Min.: TOOOOOR, 5:0 für den SVW, Aron Johannsson. Jetzt belohnt sich auch Johannsson endgültig für seine äußerst auffällige Leistung. Zunächst narrt er zwei Gegenspieler, die genauso wenig Regung zeigen wie anschließend VfB-Keeper Klinkmann.

75. Min.: Kurz vor Anbruch der Schlussviertelstunde erarbeitet sich der Regionalligist seine erste wirkliche Chance im zweiten Durchgang, doch Meuniers abgefälschtem Versuch aus der zweiten Reihe fehlen nur Zentimeter.

82. Min.: TOOOOOOR, 6:0 für den SVW, Aron Johannsson. Manneh schickt Eilers in Richtung Grundlinie, der behält die Übersicht, spielt scharf quer und am langen Pfosten steht Johannsson goldrichtig und vollendet diese schnörkellose Kombination.

85. Min.: Schade, Eilers verpasst nach einem sehenswerten Antritt seinen Treffer; um Zentimeter fliegt der Schuss des Flügelspielers über den Querbalken.

90. + 2 Min.: Schiri Scheper pfeift ab. Werder gewinnt klar und deutlich.


Fazit: Auf tiefem Geläuf lieferten sich beide Kontrahenten in der Anfangsphase noch ein recht ausgeglichenes Duell, doch mit jeder Minute mehr fanden die neu zusammengestellten und mit einigen U23-Akteuren ergänzten Bremer besser ins Spiel. Pizarros Führungstor wenige Minuten vor dem Pausenpfiff sollte die Szenerie dann endgültig in Richtung der Grün-Weißen lenken. In der zweiten Halbzeit hatten die Oldenburger den Grün-Weißen nichts mehr entgegenzusetzen und wurden pausenlos in der eigenen Hälfte eingeschnürt. Spielfreudig und torhungrig ließ der Bundesligist die Zuschauer durchaus auf ihre Kosten kommen. Unter anderem die jeweiligen Doppelpacks von Manneh und Johannsson ließen das Ergebnis noch in die Höhe schnellen.     

Stenogramm

VfB Oldenburg: Klinkmann - Aalto, Tönnies, Lingerski, Pollasch - Bastürk, Fazlic, Richter, Temin - Kramer, Azong (Startelf)

Werder Bremen: Zetterer - Zander (46. Eggersglüß), Volkmer (46. Rehfehldt), Caldirola, García - M. Eggestein, Rother (67. Jensen), Eilers, Kainz - Pizarro (46. Manneh), Johannsson

Tore: 0:1 Pizarro (37.), 0:2 Manneh (53.), 0:3 García (57.), 0:4 Manneh (62.), 0:5 Johannsson (71.), 0:6 Johannsson (82.)

Schiedsrichter: Christian Scheper

Rastede, Stadion am Köttersweg: 3.000 Zuschauer