KSC: Mit Slomka aus dem Keller?

Vorbericht zum Karlsruhe-Spiel

Nur zwei Mal hatte der KSC in der laufenden Zweitligasaison bisher die Nase vorn (Foto: nordphoto).
Vorbericht
Samstag, 07.01.2017 // 17:08 Uhr

Von David Steinkuhl

Der Montag hat es in sich! Einen Tag vor der Abreise aus dem Trainingslager im spanischen Alhaurín el Grande bestreitet der SV Werder gleich zwei Testspiele innerhalb weniger Stunden. Am frühen Nachmittag (09.01.2017, 14 Uhr) ist Zweitligist Karlsruher SC Gegner auf der Anlage am Alhaurín Golf Resort, vier Stunden später (09.01.2017, 18 Uhr) treffen die Grün-Weißen dann im rund 30 Kilometer entfernten Marbella auf den belgischen Erstligisten Club Brügge. WERDER.DE hat beide Teams vor den Tests am Montag mal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Der KSC hat es nicht leicht. Nach dem Abgang von Erfolgscoach Markus Kauczinski im vergangenen Sommer läuft es bei den Badener alles andere als rund. Mit Kauczinskis Nachfolger Thomas Oral gelangen in der laufenden Saison gerade einmal zwei Siege. Das "Karlsruher Eichhörnchen" ernährt sich mühsam, dank acht Punkteteilungen steht der KSC immerhin noch auf dem Nichtabstiegsplatz 15. Oral musste kurz vor der Winterpause trotzdem seinen Platz räumen.

Mit Mirko Slomka an der Seitenlinie will der KSC die Abstiegszone wieder verlassen (Foto: nordphoto).

Sein Nachfolger ist der neue Star am Wildparkstadion. Mit Mirko Slomka gelang der sportlichen Führung in der Winterpause ein echter Coup, der bundesligaerfahrene Coach soll die Karlsruher wieder in angenehmere Gefilde der Tabelle führen. Slomka ist nicht der einzige KSCler mit Erfahrung im Oberhaus. Moritz Stoppelkamp kickte mit Hannover und Paderborn bereits in der höchsten Spielklasse, Erwin Hoffer sammelte schon für Frankfurt und Kaiserslautern Bundesliga-Minuten.

Werder-Käpt'n einst im Sturm

Beim Stichwort 'Bundesliga und der KSC' stolpert man auch, wenn man einen Blick auf die letzten Duelle wirft. Am 33. Spieltag der Bundesliga-Saison 2008/09 trafen KSC und SVW letztmals aufeinander, im Weser-Stadion siegten die Badener mit 3:1. In 47 Pflichtspielen siegte Werder übrigens 23-mal, die Karlsruher verließen den Platz dagegen nur 15-mal als Sieger. Werder-Kapitän Clemens Fritz spielte zwischen 2001 und 2003 im Wildparkstadion, damals bekanntermaßen noch als Stürmer.

Der KSC-Tross begibt sich am Samstag, 07.01.2017, in Richtung Estepona, neben dem SV Werder sind Drittligist 1. FC Magdeburg und das Schweizer Team vom FC Luzern mit Trainer Markus Babbel Gegner der Badener in Andalusien. Ab dem 28. Januar wird es dann mit dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld auch in Liga Zwei für Mirko Slomka und Co. wieder richtig ernst.

HIER geht es zum Vorbericht vor dem Brügge-Spiel!

 
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16

Michael

Zetterer

2

Santiago

García

26

Lamine

Sané

28

Jesper

Verlaat

19

Luca-Milan

Zander

6

Thomas

Delaney

8

Clemens

Fritz

4

Robert

Bauer

38

Niklas

Schmidt

14

Claudio

Pizarro

20

Aron

Jóhannsson

28

Dirk

Orlishausen

15

Dennis

Kempe

6

David

Kinsombi

14

Jordi

Figueras Montel

35

Matthias

Bader

21

Grischa

Prömel

10

Moritz

Stoppelkamp

11

Boubacar

Barry

10

Hiroki

Yamada

18

Dimitrios

Diamantakos

20

Valentino

Vujinovic

Kader

42 Wiedwald
7 Kainz
29 Gnabry
24 Eggestein
47 Manneh

Kader

17 Vollath
6 Kom
6 Mehlem
17 Torres
20 Sallahi
23 Rolim
22 Thoelke
27 Mavrias
30 Mehlem
11 Fahrenholz
40 Batmaz

Profis 09.01.2017

SV Werder Bremen - Karlsruher SC (HL)

Profis 09.01.2017

Werder Bremen - Karlsruher SC

Unentschieden zum Jahresauftakt

Werder und KSC trennen sich 1:1 - Delaney mit Assist

Gleich mit einer Torvorlage beim Werder-Debüt: Thomas Delaney (Foto: nordphoto).
Profis
Montag, 09.01.2017 // 16:27 Uhr

Von David Steinkuhl

Die ersten 90 Minuten des Jahres sind vorbei, mit einem 1:1-Unentschieden trennen sich der SV Werder und der Karlsruher SC im Trainingslager-Test in Alhaurín el Grande. Schon im ersten Spielabschnitt waren die Grün-Weißen das überlegene Team, in die Halbzeitpause ging es nach dem Treffer von Valentino Vujinovic (34.) aber mit einer KSC-Führung. Acht Minuten vor dem Ende erzielte Aron Jóhannsson nach Flanke von Thomas Delaney dann den verdienten Ausgleich für den SVW. Werders neuer Däne zeigte auch sonst eine ansprechende Leistung bei seinem Debüt in Grün-Weiß.

Aufstellung und Formation: Mit einer knappen halben Stunde Verspätung ging es rein in den ersten Test der Wintervorbereitung, in dem Trainer Alexander Nouri wie schon zuletzt in der Bundesliga mit einer Dreierkette spielen ließ. Neben Lamine Sané bildeten Santiago García und U23-Akteur Jesper Verlaat die hinterste Reihe, davor gab Thomas Delaney auf der Sechserposition neben Clemens Fritz sein Werder-Debüt. Niklas Schmidt wurde die Aufgabe des Spielmachers zuteil, er agierte in Nouris 3-4-1-2-System hinter den beiden Spitzen Claudio Pizarro und Aron Jóhannsson. Zudem bekleideten Luca Zander und Robert Bauer die beiden Außenbahnen, Michael Zetterer hütete den grün-weißen Kasten.

Schleppender Start und KSC-Führung

Der 17-jährige Valentino Vujinovic besorgte die Führung für den KSC (Foto: nordphoto).

11. Minute: Thomas Delaney nimmt Tempo auf, läuft sich dann aber fest. Über Umwege kommt der Ball zum bisher recht auffälligen Niklas Schmidt, der Maß nimmt und den ersten Schuss in Richtung KSC-Keeper Orlishausen abgibt. Die Kugel segelt aber deutlich über den Kasten des Karlsruher Kapitäns.

21. Minute: Moritz Stoppelkamp bricht auf dem linken Flügel bis zur Grundlinie durch, in der Mitte verpassen gleich drei Karlsruher die flache Hereingabe des Ex-Hannoveraners.

22. Minute: Erste gute Gelegenheit für die Grün-Weißen . Jesper Verlaat schaltet sich mit in die Offensive ein, über Robert Bauer gelangt der Ball zu dem im Sechzehner postierten Aron Jóhannsson. Der legt noch einmal quer zu Sturmpartner Pizarro, der erst den Schuss antäuscht, dann mit seinem Abschluss knapp das Ziel verfehlt.

34. Minute: 1:0 für den KSC! Mit einem Pass hebelt Stoppelkamp die halbe Werder-Defensive aus, Diamantakos lässt noch García ins Leere rutschen und bedient dann Valentino Vujinovic. Der 17-Jährige hat keine Probleme die Kugel ins leere Tor zu schieben, die Führung für den Zweitligisten.

45. Minute: Halbzeit in Alhaurín el Grande. Ein müder Beginn in das erste Spiel des neuen Jahres, erst nach zwanzig Minuten suchen beide Teams vermehrt den Weg zum Tor. Werder hat über weite Strecken die Spielkontrolle, aber insbesondere der sehr aktive Moritz Stoppelkamp setzt für den KSC immer wieder gefährliche Akzente nach vorne und hatte auch am bisher einzigen Tor großen Anteil. Werder-Debütant Thomas Delaney macht seine Sache bisher recht ordentlich, er sucht oft den Zweikampf und fordert viele Bälle.

Jóhannsson im vierten Versuch

Aron Jóhannsson scheitert hier noch an einem KSC-Verteidiger, später erzielte er den Ausgleich (Foto: nordphoto).

50. Minute: Mit elf neuen Leuten sind die Karlsruher aus der Kabine gekommen, der über rechts kommende Manuel Torres hat die erste Gelegenheit der zweiten Hälfte. Sein Schuss aus halbrechter Position rauscht aber über das Tor von Werder-Keeper Zetterer.

57. Minute: Eine Delaney-Ecke fliegt in den Fünfer, wo der neue Karlsruher Schlussmann Vollath Probleme hat, den Ball unter Kontrolle zu bekommen. Im Getümmel fällt der Ball dann Jóhannsson vor die Füße, der im Fallen zum Abschluss kommt. Auf der Torlinie blockt Ylli Sallahi den Schuss von Werders Nummer Neun und verhindert so den sicheren Ausgleich.

63. Minute: Gnabry mit gutem Anspiel in die Schnittstelle, wieder taucht Aron Jóhannsson alleine vor dem KSC-Tor auf. Der US-Nationalspieler bekommt den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle und kann Vollath deswegen mit seinem durchwachsenen Abschluss vor keine größeren Probleme stellen.

70. Minute: Jóhannsson zum Dritten! Erneut von Gnabry in Szene gesetzt, visiert Jóhannsson aus etwa acht Metern das kurze Eck an. Sein Schuss überwindet Vollath, diesmal klatscht die Kugel an den linken Pfosten. Vielleicht wäre der Doppelpass mit dem im Zentrum in Position gelaufenen Gnabry hier sogar die noch bessere Option gewesen, schade!

82. Minute: Da ist der Ausgleich! Im vierten Versuch klappt es dann endlich, Aron Jóhannsson trifft zum verdienten 1:1. Thomas Delaney bringt einen Freistoß mit links aus dem rechten Halbfeld vor das Tor, wo Jóhannsson das Spielgerät über den Scheitel rutschen lässt. Aus so kurzer Distanz ist Vollath ohne Chance.

84. Minute: Der KSC hat auf der Gegenseite die dicke Chance wieder in Führung zu gehen. Nach einer Ecke fällt David Kinsombi, der im Laufe der zweiten Hälfte zurück ins Spiel gekommen ist, drei Meter vor dem Tor der Ball auf den Fuß, trotzdem bringt es der Verteidiger fertig, die Kugel über den Kasten zu bugsieren.

90. Minute: Johannes Eggestein verpasst den Sieg um Zentimeter. Kainz‘ Ecke findet den jungen Stürmer am langen Pfosten, Eggesteins Direktabnahme verfehlt das Ziel um Haaresbreite.

Abpfiff in Alhaurín el Grande! In der zweiten Spielhälfte gab es vom jungen Karlsruher Team nur noch wenig Gegenwehr, Werder war die klar spielbestimmende Mannschaft. Aron Jóhannsson alleine hatte genügend Gelegenheiten das Spiel zu drehen, mehr als der Ausgleich nach einem Delaney-Freistoß sprang am Ende aber nicht heraus. Unter dem Strich ein guter erster Test, in denen viele Ansätze schon deutlich erkennbar waren, die ein oder andere kleine Baustelle aber dennoch offenbart wurde.

Stimmen zum Spiel

Thomas Delaney: „Das war ein sehr intensives Spiel, es ging auf und ab. Ich bin ganz zufrieden mit meiner eigenen Leistung. Ich muss vielleicht noch etwas mehr die Spielweisen meiner Mitspieler kennenlernen, wissen wer mit welchem Fuß spielt und andere kleine Details, aber ich denke, das war heute ein ordentlicher Anfang."

Clemens Fritz: „Eigentlich hatte ich mir mehr erhofft, wir hätten uns noch deutlich besser bewegen und noch mehr Torchancen erarbeiten können. Insgesamt bin ich mit der Arbeit hier im Trainingslager aber sehr zufrieden.“

Stenogram

Aufstellung:

SV Werder: Zetterer - S. García, Sané (76. Kainz), Verlaat - Zander, Delaney, Fritz (C), Bauer - Schmidt (46. Gnabry) - Pizarro (82. J. Eggestein), Jóhannsson

Karlsruher SC: Orlishausen (46. Vollath) - Kinsombi (46. Kom), Kempe (46. Thoelke), Figueras (46. Marc. Mehlem), Bader (46. Sallahi) - Prömel (46. Marv. Mehlem), Stoppelkamp (46. Mavrias), Yamada (46. Rolim), Barry (46. Torres) - Diamantakos (46. Batmaz), Vujinovic (46. Fahrenholz)

Tore: 0:1 Vujinovic (34.), 1:1 Jóhannsson (82.)