Dutt: "Müssen um unser sportliches Leben rennen"

Spielte in der Saison 2011/2012 für den FC Bayern München: Nils Petersen (Foto: nph).
Profis
Freitag, 06.12.2013 // 13:07 Uhr

Am Samstagnachmittag kommt es zum Nord-Süd-Schlager zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München. Um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE) wird die Partie gegen ...

Am Samstagnachmittag kommt es zum Nord-Süd-Schlager zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München. Um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE) wird die Partie gegen den Deutschen Meister angepfiffen. Seit nunmehr 39 Spielen sind die Münchner ungeschlagen. Damit Werder am Samstag den FCB schlagen kann, kommt es laut Robin Dutt vor allem auf eines an: „Wenn wir gegen Bayern was holen wollen, müssen die elf Spieler, die von Anfang an auf dem Platz stehen, ab der ersten Minute um ihr sportliches Leben rennen."

Angst und Bange muss dem Werder-Fan vor dem nächsten Heimspiel allerdings nicht werden, auch wenn die folgende Statistik-Übersicht klar für die Gäste aus München spricht. Denn auch der „History"-Beitrag von WERDER.TV zeigt, dass man gegen den FC Bayern München gewinnen kann, wenn alles gegen einen spricht.

Wussten Sie schon, ...

... dass am Samstag die beiden besten Mannschaften der ewigen Bundesliga-Tabelle aufeinander treffen? Angeführt wird die ewige Bundesliga-Tabelle vom FC Bayern München. Doch auf Platz zwei steht schon der SV Werder Bremen, welcher seit 2006 vor dem Tabellendritten HSV liegt. Die Münchner und Bremer sind die beiden Mannschaften in der Bundesliga-Historie mit den meisten Siegen, Punkten und geschossenen Toren.

... dass Werder in den letzten elf Partien nicht gegen den FCB gewinnen konnte? Aus den letzten elf Partien holte der Rekordmeister gegen die Werderaner acht Siege und drei Unentschieden. Der letzte Sieg der Bremer war im September 2008 in der Münchner Allianz Arena. Damals gewannen die Grün-Weißen sensationell mit 5:2.

In der Vergangenheit lieferten sich Werder und Bayern zwar immer eine umkämpfte aber auch faire Partie (Foto: nph).

... dass Bayern keines der letzten 25 Auswärtsspiele verlor? Der Bundesligarekord liegt bei 26 Spielen hintereinander ohne Auswärtsniederlage. Aufgestellt wurde dieser Rekord ausgerechnet von den Bayern selbst zwischen 1985 und 1987. Jedoch schafften in der aktuellen Saison bereits der SC Freiburg und Bayer Leverkusen zuhause ein 1:1-Unentschieden gegen die Münchner.

... dass Bayern einen Punkterekord einstellte? In den letzten 31 Bundesliga-Partien des Jahres 2013 holte Bayern 87 Punkte und stellte damit den selbst aufgestellten Rekord aus dem Jahr 2005 ein.

... dass Bayern das passstärkste Team Europas ist? In der Liste der passgenauesten Teams Europas belegt der FC Bayern München mit einer Quote von 88,8 Prozent angekommener Pässe den ersten Platz. Auf Platz zwei rangiert immerhin der FC Barcelona mit 88,5 Prozent angekommener Pässe.

... wie Robin Dutt Bayern München einschätzt? „Irgendwann werden die Bayern auch mal wieder ein Spiel verlieren. An diesem Wochenende sind wir die einzige Mannschaft, die es schaffen kann. Dass sie wohl die Meisterschaft gewinnen, ist so gut wie sicher, aber dass sie am Wochenende mal wieder ein Spiel verlieren ist möglich. Darum haben wir Samstag eine Aufgabe, auf die wir uns konzentrieren müssen. Diese Aufgabe ist es unsere Bestform abzurufen."

... dass Marco Fritz der Schiedsrichter der Partie ist? Der 36 Jahre alte Bundesliga-Schiedsrichter vom SV Breuningsweiler leitet seit 2009 Spiele in der ersten Bundesliga. Dabei pfiff er vier Spiele mit grün-weißer Beteiligung. Assistiert wird Fritz an den Seitenlinien von Thorsten Schiffner und Dominik Schaal. Der Vierte Offizielle ist Michael Weiner.

... dass WERDER.TV auch vor dieser Partie für nostalgische Momente sorgt? In der Kategorie „History" blickt WERDER.TV auf den achten Spieltag in der Saison 1996/1997 zu Hause gegen Bayern München. Ähnlich wie in der aktuellen Saison sind die Münchner bis dato ungeschlagen. Werder Bremen macht allerdings von Anfang an Druck und gewinnt durch Tore von Herzog und Labbadia am Ende mit 3:0. Anschauen lohnt sich!

... dass auch bei diesem Heimspiel das bewährte Bremer Verkehrskonzept rund um das Weser-Stadion gilt? Wie auch schon zu den letzten Heimspielen der Saison, wird auch am Samstag auf das gängige Konzept gesetzt.

... dass dieses Match auch im Live-Ticker auf WERDER.DE und auf dem Handy unter mobile.werder.de verfolgt werden kann? Ab 15.15 Uhr berichtet das CLUB MEDIA-Team aus dem Bremer Weser-Stadion und wird stets auf Ballhöhe sein.

... dass das CLUB MEDIA-Team ebenfalls via Twitter, Facebook und Google+ berichten wird? Bei Facebook sowie Google+ erfährt der Fan als Erstes die Aufstellung und wird zusätzlich in der Halbzeitpause über den Spielzwischenstand informiert. Bei Twitter haben alle Follower die Möglichkeit, in Echtzeit und in 140 Zeilen mit dem CLUB MEDIA-Team über den Spielverlauf und die Geschehnisse im Stadion zu diskutieren.

... dass es am Samstag den WERDER Heimspieltipp gibt? Beim kostenlosen Online-Tippspiel kann auf der Werder App und auf der mobilen Internetseite des SV Werder fleißig getippt werden. Unter allen Mitspielern, die richtig getippt haben, werden pro Werder-Heimspiel ein original signiertes Shirt von einem Spieler der Partie sowie einen 6-Monats-Zugang für WERDER.TV exklusiv verlost. Hier geht es zum Gewinnspiel.

... dass im Anschluss an das Spiel auf der offiziellen Werder Bremen Facebook-Seite der „Volkwagen Man of the Match" gewählt werden kann? Nach Abpfiff kann jeder Fan hier seinen Topspieler aus der Partie gegen Bayern München wählen.

Zusammengestellt von OPTA und WERDER.DE

 

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0:7-Heimdebakel gegen den Rekordmeister

Samstag, 07.12.2013 // 17:23 Uhr

Was für ein schwarzer Nachmittag im ausverkauften Weser-Stadion. Werder Bremen musste im Heimspiel gegen Rekordmeister Bayern München ein heftiges 0:7 (0:3)-Debakel einstecken ...

Was für ein schwarzer Nachmittag im ausverkauften Weser-Stadion. Werder Bremen musste im Heimspiel gegen Rekordmeister Bayern München ein heftiges 0:7 (0:3)-Debakel einstecken. Nach zuvor gutem Beginn der Grün-Weißem ebnete ein Eigentor von Assani Lukimya (21.) den Weg für die Gäste. Daniel van Buyten und Franck Ribéry erhöhten noch vor der Pause. Nach Wiederanpfiff wurde es richtig bitter. Dafür sorgten die weiteren Tore von Mario Mandzukic, Thomas Müller, abermals Ribéry und Mario Götze.

Die Grün-Weißen wollten sich gegen den ungeschlagenen Tabellenführer nicht bloß defensiv einigeln, sondern mutig eigene Akzente setzen. Dafür sollten hinter Nils Petersen in der Sturmspitze die offensive Dreierreihe aus Franco di Santo, Aaron Hunt und Eljero Elia sorgen. Auf der Doppelsechs begann diesmal Theo Gebre Selassie neben Makiadi, Kapitän Clemens Fritz rückte im Gegenzug wieder nach hinten rechts.

Erster schmerzlicher Nadelstich in der 21. Minute

Die Werderaner waren nach der deutliche Niederlage sichtlich gefrustet(Foto: NPH).

Wie kaum anders zu erwarten verfügte der FC Bayern von Beginn an über große Ballbesitzdominanz. Zudem agierte Pep Guardiolas Elf wie gewohnt auf den Positionen variabel, zirkulationsfreudig und absolut passsicher. Und die Grün-Weißen? Die folgten anfänglich den Maßgaben ihres Trainers, traten überaus laufintensiv und couragiert auf. Die erste Chance besaßen dennoch die Gäste. Nach Thomas Müllers Vorarbeit wurde es Mario Götze etwas zu einfach gemacht, in den Strafraum zu gelangen, Keeper Raphael Wolf schmiss sich ihm furchtlos mit langen Armen entgegen und durchkreuzte hervorragend diese heikle Szene (5.). Von Minute zu Minute steigerten sich die Hausherren, die keineswegs ohne offensive Absichten angetreten waren. Eljero Elia zog von der rechten Seite aus energisch nach Innen und prüfte mit einem Aufsetzer Nationaltorhüter Manuel Neuer (13.).

Noch viel größer die Möglichkeit fünf Minuten später. Diesmal trieb Elia den Angriff über die linke Seite voran, hielt sich van Buyten vom Leib, legte auf Hunt ab - und wäre dessen direkter Schuss nicht von Jerome Boateng zur Ecke abgefälscht worden, hätte Neuer sehr viel von seinem Können zeigen müssen, um den Ball aus dem rechten Kreuzeck zu holen (18.). Jedoch setzte der Rekordmeister unter unglücklicher Bremer Mithilfe mitten hinein in die hoffnungsvollen Minuten der Grün-Weißen einen ersten allzu schmerzlichen Nadelstich. Von der Grundlinie aus spielte Franck Ribéry scharf in den Fünfmeterraum, Assani Lukimya hielt die Fußspitze in den Passweg und lenkte den Ball dadurch unhaltbar ins eigene Netz (21.). Kurz darauf hatten die Gäste die vor dem ersten Gegentor aufgekeimte kleine Euphorie in Werders Spiel endgültig pulverisiert. Toni Kroos' präziser Freistoß segelte ins Strafraumzentrum, wo FCB-Innenverteidiger Daniel van Buyten gleich zwei Gegenspieler übersprang und ins linke Eck zum 0:2 einköpfte (27.).

Eiskalte Bayern, chancenlose Bremer in der zweiten Hälfte

Werder-Keeper Wolf schnappt Götze den Ball vom Fuß (Foto: NPH).

Doch die Gastgeber schüttelten sich. Hunt zirkelte einen Freistoß aus der Halbdistanz einen guten Meter über die Latte. Dann flog eine Bremer Flanke auf den zweiten Pfosten, di Santo legte per Kopf quer, doch van Buyten konnte in höchster Not vor dem einschussbereiten Makiadi klären (33., 35.). Unbeeindruckt davon legten diese so eiskalten Bayern jedoch das dritte Tor nach. Mandzukic und Müller hoben durch einen unkonventionellen Doppelpass auf der rechten Außenbahn die grün-weiße Viererkette aus, Müller hatte viel Platz und noch mehr Zeit, legte quer auf den mitgelaufenen Ribéry, der umgehend sicher verwandelte (37.). Auf der Gegenseite steckte di Santo unmittelbar vor dem Pausenpfiff noch einmal durch die Schnittstelle, Aaron Hunt umkurvte gekonnt einen Gegenspieler, ehe Neuer per Glanzparade den verdienten Anschlusstreffer verhinderte (43.).

Wer jedoch auf ein wirkungsvolles Aufbäumen in der zweiten Halbzeit hoffte, sah sich schnell eines Besseren belehrt. Werder konnte zu keinem Zeitpunkt an die teils Mut machenden Phasen des ersten Durchgangs anknüpfen, geschweige denn den FCB in Bedrängnis bringen. In nahezu schlafwandlerischer Sicherheit vollzog der amtierende Triple-Sieger seinen Dienst. Knapp zehn Minuten nach Wiederanpfiff konnte Raphael Wolf das vierte Gegentor einstweilen mit zwei prächtigen Paraden verhindern; sowohl gegen Götze als auch gegen Mandzukic. Keine Chance wurde ihm jedoch in der 60. Minute gelassen. Der heute überragende Ribéry legte in den freien Raum, Mario Mandzukic brauchte nur einzuschieben. Die nunmehr sichtlich entgeisterten und schlichtweg chancenlosen Werderaner konnten der Weltklasse des Kontrahenten nichts mehr entgegensetzen. Die Bayern erhöhten den Druck, kombinierten immer weiter und sollten zusätzlich noch drei Mal treffen. Thomas Müller nutzte die Vorlage von Götze (68.), Ribéry vollendete einen tollen Spielzug des zuvor eingewechselten Claudio Pizarro und David Alaba (82.), ehe Mario Götze in der letzten Spielminute den bitteren 0-7-Endstand aus Bremer Sicht herstellte.

von Maximilian Hendel


Analysen und Stimmen folgen im Laufe des Abends auf WERDER.TV und WERDER.DE

Saisonvergleich 2013/14

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Tabelle / 15. Spieltag

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Begegnungen 15. Spieltag

FCN 1. FC Nürnberg - M05 1. FSV Mainz 05 1:1 (1 : 0)
BMG Borussia Mönchengladbach - S04 FC Schalke 04 2:1 (2 : 1)
SGE Eintracht Frankfurt - TSG TSG 1899 Hoffenheim 1:2 (0 : 0)
HSV Hamburger SV - FCA FC Augsburg 0:1 (0 : 1)
SVW SV Werder Bremen - FCB FC Bayern München 0:7 (0 : 3)
VFB VfB Stuttgart - H96 Hannover 96 4:2 (2 : 2)
BVB Borussia Dortmund - B04 Bayer 04 Leverkusen 0:1 (0 : 1)
SCF Sport-Club Freiburg - WOB VfL Wolfsburg 0:3 (0 : 2)
EBS Eintracht Braunschweig - BSC Hertha BSC 0:2 (0 : 1)