Im Nordderby Reaktion zeigen

Eljero Elia beim Hinspiel-Sieg im Duell mit dem Hamburger Verteidiger Jeffrey Bruma.
Hamburger SV
Freitag, 25.01.2013 / 15:50 Uhr

Nach dem Rückrunden-Auftakt gegen den Deutschen Meister wartet auf Werder Bremen am Sonntag, 27.01.2013, ab 15.30 beim Hamburger SV die nächste besondere Aufgabe. Am 19. Spieltag stehen sich die beiden Nord-Rivalen im traditionsreichen Derby zum 98. Mal gegenüber - kein anderes Duell gab es in der 50-jährigen Bundesliga-Historie häufiger.

Nach dem Rückrunden-Auftakt gegen den Deutschen Meister wartet auf Werder Bremen am Sonntag, 27.01.2013, ab 15.30 beim Hamburger SV die nächste besondere Aufgabe. Am 19. Spieltag stehen sich die beiden Nord-Rivalen im traditionsreichen Derby zum 98. Mal gegenüber - kein anderes Duell gab es in der 50-jährigen Bundesliga-Historie häufiger.

Die zu erwartenden 4.500 Werder-Fans hoffen dabei darauf, dass die Nordderby-Serie mit drei grün-weißen Siegen in Serie ausgebaut wird und die Mannschaft von Thomas Schaaf damit die enttäuschende Partie gegen Dortmund wieder in Vergessenheit geraten lässt. Wobei der Cheftrainer betont, dass "Wiedergutmachung nicht geht. Das Spiel ist vorbei, die 90 Minuten abgelaufen. Wir können jetzt nur das nächste gut machen, das hoffe und erwarte ich".

Schaafs Team ist heiß und erwartet druckvollen Gegner

Verstehen sich trotz sportlicher Rivalität gut: HSV-Coach Thorsten Fink (l.) und Thomas Schaaf.

Optimistisch stimmt diesbezüglich die abgelaufene Trainingswoche. "In dieser Woche haben wir uns sehr intensiv gerieben und gesehen, dass viel Stimmung auf dem Platz war", resümierte ein positiv gestimmter Schaaf am Freitag. Im Zuge der offiziellen Spieltagspressekonferenz stellte der Chefcoach fest, "dass sich die Mannschaft der Situation nicht einfach hingibt, sondern Dinge verändern will". Insbesondere an der zu passiven Grundhaltung und dem zu zaghaften Zweikampfverhalten wurde mit Erfolg gearbeitet. "Die Reaktion ist gekommen, jetzt wird es die Frage sein, wie wir das auch im nächsten Spiel besser umsetzen".

Dass dieses Spiel ein ganz besonderes ist und seine Strahlkraft trotz der aktuell mittelmäßigen Tabellensituation der beiden Bundesliga-Schwergewichte nicht verloren hat, ist für Schaaf unstrittig: "Ich glaube, dass die Derbys immer ihre Attraktivität behalten. Wegen der grundsätzlichen Rivalität und weil sich jeder gerne behaupten möchte, waren es in den letzten Jahren immer tolle Derbys voller Emotionen und Begeisterung". Ähnliches erwartet Schaaf auch am Sonntag: "Es wird ein intensives Spiel. Sie werden versuchen, konstant Druck auf uns zu erzeugen. Es wird entscheidend sein, dass wir uns befreien können und unser Spiel aufziehen können. Beide Mannschaften sind gewillt, ihre Situation zu verbessern".

HSV diesmal mit van der Vaart

Im Hinspiel netzte Aaron Hunt nach einem Fehlschuss im zweiten Anlauf vom Punkt.

Schließlich erwischten auch die Hamburger keinen Start nach Maß ins Jahr 2013. Trotz ansprechender Leistung im zweiten Durchgang sprang für den HSV in Nürnberg nur ein Zähler heraus. Aktuell rangieren die Rothosen mit 25 Zählern drei Punkte und drei Plätze vor den Bremern auf Tabellenplatz neun.

Anders als beim 2:0-Hinspielerfolg der Grün-Weißen wird am Wochenende auch Rückkehrer Rafael van der Vaart mit von der Partie sein, den Schaaf als wichtigen Faktor im HSV-Spiel anerkennt: "Er steht für besondere Dinge, ist ein Spieler, der den Abschluss sucht und den entscheidenden Pass bringen kann. Wenn man so einen erfahrenen und guten Spieler dabei hat, kann das sicher zu einer Leistungssteigerung führen".

Doch nicht nur auf den niederländischen Spielmacher müssen die Bremer gut vorbereitet sein. Nach Startschwierigkeiten hat sich auch Angreifer Artjoms Rudnevs zur festen Stütze im Hamburger Offensivspiel entwickelt. Der Lette erzielte die letzten drei Treffer seines Teams und ist mit sieben Treffern bester Torschütze der Gastgeber. Zudem stehen HSV-Coach Thorsten Fink bis auf Verteidiger Michael Mancienne, für den voraussichtlich Jeffrey Bruma in die Startelf rücken wird, alle Stammspieler zur Verfügung.

Von Christoph Muxfeldt

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Saison 2012/2013 27.01.2013

Hamburger SV - SV Werder Bremen (Highlights)

Nordderby-Serie reißt beim 2:3 in Hamburg

Assani Lukimyas Kopfballtor zur 1:0-Führung reichte nicht aus, um den vierte Nordderby-Sieg in Folge einzufahren.
Hamburger SV
Sonntag, 27.01.2013 / 17:39 Uhr

Werder Bremen hat nach drei Nordderby-Siegen in Serie diesmal mit 2:3 in Hamburg verloren. In einer umkämpften Partie hatten die Grün-Weißen, bei denen mit Lukimya (9.) und Sokratis (54.) beide Innenverteidiger trafen, wenig Glück. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Son (22.) erzielten Aogo (46.) und Rudnevs (52.) zwei umstrittene Treffer zur Hamburger Führung. Zu allem Überfluss flogen kurz vor dem Ende auch noch Fritz und Arnautovic mit Gelb-Rot vom Platz.

Werder Bremen hat nach drei Nordderby-Siegen in Serie diesmal mit 2:3 in Hamburg verloren. In einer umkämpften Partie hatten die Grün-Weißen, bei denen mit Lukimya (9.) und Sokratis (54.) beide Innenverteidiger trafen, wenig Glück. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Son (22.) erzielten Aogo (46.) und Rudnevs (52.) zwei umstrittene Treffer zur Hamburger Führung. Zu allem Überfluss flogen kurz vor dem Ende auch noch Fritz und Arnautovic mit Gelb-Rot vom Platz.

Cheftrainer Thomas Schaaf hatte seine Anfangsformation im Vergleich zum Rückrunden-Auftakt auf mehreren Positionen umgebaut: In der Viererkette erhielt Lukimya den Vorzug vor Prödl. Der angeschlagene Aaron Hunt musste in Bremen bleiben und auch bei Marko Arnautovic reichte es noch nicht für einen Startelf-Platz. Dafür begannen im Mittelfeld Ekici und Geburtstagskind Ignjovski, der Elia ersetzte. Zudem kehrte Petersen kehrte auf seine angestammte Position im Mittelsturm zurück.

Traumstart dank Luki

Assani Lukimya erzielte am Sonntag seinen ersten Pflichspieltreffer für Werder.

Die Werder-Fans, die vor dem Anpfiff mit einer Choreographie an den Tod des Bremers Fans Adrian Maleika vor 30 Jahren erinnerten, sahen bei sehr ungemütlichen äußeren Bedingungen einen starken Start ihrer Mannschaft. Junuzovic (5.) und Ekici (8.) setzten mit zwei Tor-Abschlüssen schon früh die ersten Ausrufezeichen für die Grün-Weißen. Nur eine Minute später versuchte sich Ekici erneut aus der Distanz, aber HSV-Keeper Adler konnte gerade noch abwehren. Nach dem darauffolgenden Eckball flankte Ignjovski aus dem Halbfeld in den Strafraum auf Lukimya, der die Kugel mit dem Hinterkopf platziert in die lange Ecke setzte, 1:0 für Werder (9.)!

Die frühe Führung schien den Gästen von der Weser jedoch keinen Auftrieb zu verleihen. Stattdessen nahmen die Hamburger nun das Heft in die Hand und erarbeiteten sich mehr Spielanteile, allerdings ohne dabei zu vielen guten Gelegenheiten zu kommen. Der Ausgleich für die Hausherren fiel dementsprechend ziemlich unvermittelt. Hamburgs Son vernaschte Gebre Selassie nach einem langen Ball an der Torauslinie und knallte den Ball aus spitzem Winkel zum 1:1 in den Torwinkel (22.).

In der Folge änderte sich wenig am Spielgeschehen: Der HSV hatte mehr Ballbesitz, während die Schaaf-Elf mit gutem Zweikampfverhalten dagegen hielt. Weitere Höhepunkte blieben bis zur Schlussphase des ersten Durchgangs Mangelware. Erst kurz vor der Pause drehten die Grün-Weißen wieder auf und kamen durch De Bruyne, dessen Flaschschuss nach Schmitz-Pass knapp am kurzen Pfosten vorbeiflog, zu einer ganz dicken Möglichkeit (36.).

Wilder Auftakt in Halbzeit zwei

Die Torschützen Artjoms Rudnevs und Sokratis im bissigen Zweikampfduell.

Den Auftakt der zweiten Hälfte verschliefen die Grün-Weißen dann aber völlig. Keine 25 Sekunden nach Wiederanpfiff erzielte Aogo das 2:1, weil Lukimya und Gebre Selassie am Fünfer nicht energisch genug klären konnten. Ärgerlich: Der Hamburger spielte den Ball zuvor mit der Hand. Nachdem Rudnevs in der 48. Minute per Fallrückzieher verpasste, machte es der Lette vier Minuten später besser und staubte aus stark abseitsverdächtiger Position nach Aogo-Hereingabe zum 1:3 ab (52.).

Doch die Grün-Weißen gaben nach den eigenen und den Schiedsrichter-Fehlern nur wenig später die richtige Antwort und verkürzten dank Sokratis zum 2:3 (54.). Adler sah beim mittigen Flachschuss von der Strafraumgrenze nicht gut aus. Wiederum nur zwei Minuten später machte der Keeper seinen Patzer aber wieder gut, als er spektakulär gegen Schmitz klärte (56.). Jetzt hätte Werder den Ausgleich machen müssen: Zunächst köpft De Bruyne eine Flanke des gerade eingewechselten Arnautovic aus vier Metern noch über das Tor (61.), dann verpasst Ekici aus zehn Metern zentraler Position das 3:3 mit einem zu kraftlosen Abschluss (63.).

Bitteres Ende für Fritz und Arnautovic

Schiedsrichter Kinhöfer stellte Clemens Fritz genau wie später Marko Arnautovic vom Platz.

Werder war nun das bessere und aktivere Team, ließ aber die nötige Durchschlagskraft vermissen und kam nicht mehr zu so klaren Chancen wie zu Beginn der zweiten Halbzeit. Die letzten Höhepunkte der Partie blieben gleich zwei Gelb-Rote Karten für die Bremer. Zunächst zückte Schiedsrichter Kinhöfer zu Recht den zweiten gelben Karton gegen Kapitän Clemens Fritz, der Arslan gefoult hatte (80.). Weit weniger nachvollziehbar war die doppelte Gelbe gegen Marko Arnautovic infolge eines harmlosen Foulspiels und eines angedeuteten Ballwegschlagens in der Nachspielzeit.

Von Christoph Muxfeldt

Stimmen zum Spiel folgen im Laufe des Abends auf WERDER.DE

Saisonvergleich 2012/13

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Tabelle / 19. Spieltag

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Begegnungen 19. Spieltag

BVB Borussia Dortmund - FCN 1. FC Nürnberg 3:0 (2 : 0)
BMG Borussia Mönchengladbach - F95 Fortuna Düsseldorf 2:1 (2 : 0)
SGE Eintracht Frankfurt - TSG TSG 1899 Hoffenheim 2:1 (1 : 0)
FCA FC Augsburg - S04 FC Schalke 04 0:0 (0 : 0)
H96 Hannover 96 - WOB VfL Wolfsburg 2:1 (2 : 0)
SGF SpVgg Greuther Fürth - M05 1. FSV Mainz 05 0:3 (0 : 0)
SCF Sport-Club Freiburg - B04 Bayer 04 Leverkusen 0:0 (0 : 0)
HSV Hamburger SV - SVW SV Werder Bremen 3:2 (1 : 1)
VFB VfB Stuttgart - FCB FC Bayern München 0:2 (0 : 0)