Oft torreich, immer ungeschlagen

Vorbericht zum Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim

Max Kruse erzielte gegen Hoffenheim so viele Treffer wie gegen keinen anderen Bundesligisten (Foto: nordphoto).
Vorbericht
Donnerstag, 11.05.2017 // 15:34 Uhr

Die Rahmenbedingungen könnten kaum besser sein! Mit Werder und Hoffenheim treffen am Samstag, 13.05.2017, 15.30 Uhr, im ausverkauften Weser-Stadion der Dritte und Vierte der Rückrundentabelle aufeinander. Zwei Mannschaften, die „offensiv nach vorne spielen wollen“, freut sich Cheftrainer Alexander Nouri auf die anstehende Bundesligapartie (ab 15.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE). Dass auf sein Team eine große Herausforderung wartet, ist für Nouri nichts Neues: „Hoffenheim hat ein gutes Umschaltspiel und eine gute Ballzirkulation. Zudem sind sie sehr laufstark. Das Team hat einfach alles, was eine echte Spitzenmannschaft ausmacht.“ 

Welche Rekordserie die Werderaner in der Rückrunde trotz des verlorenen Spiels in Köln zuletzt hinlegten, welche Statistik den Werder-Fans Mut machen sollte und warum Alexander Nouri gegen Hoffenheim vielleicht mal Philipp Bargfrede in den Sturm stellen sollte, lesen Sie im Folgenden.

Wussten Sie schon, dass...

… sich Werder in der Rückrunde überaus erfolgreich in gegnerischen Strafräumen aufhält? Am vergangenen Spieltag traf Werder bei der Partie gegen den 1. FC Köln bereits zum achten Mal hintereinander mindestens doppelt. Eine solche Serie gelang den Werderanern zuvor noch nie. Der SVW hat in der bisherigen Rückrunde bereits 34 Tore erzielt und damit schon 13 mehr als in der kompletten Hinrunde. Ligaweit wird die Anzahl der Rückrundentreffer nur noch vom FC Bayern München getoppt (40 Tore).

Philipp Bargfrede trifft am liebsten gegen Hoffenheim (Foto: nordphoto).

... sich beim Duell zwischen beiden Teams die Torhüter traditionell auf viel Arbeit freuen dürfen? In insgesamt 18 Aufeinandertreffen zwischen SVW und TSG fielen 62 Tore. Das sind im Schnitt 3.4 Tore pro Partie. Unvergessen bleibt beispielsweise das 5:4 aus der Saison 2008/2009. Übrigens: Vielleicht sollte Cheftrainer Alexander Nouri am Samstag auf die Dienste von Philipp Bargfrede setzen. Das grün-weiße Urgestein erzielte drei seiner vier Bundesligatreffer gegen die Hoffenheimer.

… die Grün-Weißen gegen die TSG 1899 Hoffenheim eine Serie fortsetzen können? In den bislang acht Bundesligapartien zwischen den beiden Teams im Weser-Stadion konnten die Hoffenheimer keine Partie für sich entscheiden. Neben vier erfolgreichen Spielen für den SV Werder endeten vier weitere Begegnungen unentschieden. "Hoffenheim ist ein gern gesehener Gast", so Felix Wiedwald mit einem Augenzwinkern. "Aber die Hoffenheimer stehen zurecht auf dem aktuellen Tabellenplatz. Wir brauchen die gleiche Einstellung wie in den anderen Spielen zuhause auch."

... vor allem Max Kruse sich auf das Gastspiel der Hoffenheimer freuen kann? In bislang elf Spielen gegen die Hoffenheimer erzielte der 29-Jährige sieben Tore. Gegen keinen anderen Verein traf Kruse häufiger. Zudem hat Werders Offensivspieler in den letzten vier Heimspielen immer getroffen.

... Alexander Nouri und Julian Nagelsmann schon zusammen die Schulbank drückten? Über mehrere Monate hinweg absolvierten die Cheftrainer beider Vereine gemeinsam den 62. DFB Trainer-Lehrgang zum Fußballlehrer und schlossen diesen im März 2016 erfolgreich unter der Leitung von Frank Wormuth ab.

Kennen sich noch vom FC Ingolstadt: Robert Bauer und Benjamin Hübner (Foto: nordphoto).

… Robert Bauer und Hoffenheims Benjamin Hübner gemeinsam sportlich schon viel erlebt haben? In der Saison 2014/2015 stiegen Robert Bauer und Benjamin Hübner gemeinsam im Dress des FC Ingolstadt in die erste Bundesliga auf. Im darauffolgenden Jahr sicherten die beiden Akteure zudem noch den Klassenerhalt mit den „Schanzern“. Schließlich wechselte Bauer im vergangenen Sommer zum SV Werder, Hübner schloss sich der TSG 1899 Hoffenheim an.

... das Spiel von allen, die nicht vor Ort sein werden, ab 15.15 Uhr im Live - Ticker  auf WERDER.DE und auf dem Smartphone verfolgt werden kann? Ab 15.15 Uhr berichtet das Medien-Team der Grün-Weißen live aus dem Weser-Stadion und versorgt die Werder-Fans mit allen wichtigen Infos.

Zusammengestellt von OPTA und WERDER.DE

 
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42

Felix

Wiedwald

23

Theodor

Gebre Selassie

13

Milos

Veljkovic

26

Lamine

Sané

4

Robert

Bauer

35

Maximilian

Eggestein

6

Thomas

Delaney

16

Zlatko

Junuzovic

29

Serge

Gnabry

10

Max

Kruse

22

Fin

Bartels

1

Oliver

Baumann

4

Ermin

Bicakcic

4

Niklas

Süle

22

Kevin

Vogt

17

Steven

Zuber

27

Andrej

Kramaric

19

Sebastian

Rudy

10

Kerem

Demirbay

3

Pavel

Kaderábek

28

Ádám

Szalai

19

Mark

Uth

Kader

33 Drobny
2 García
7 Kainz
14 Pizarro
20 García
27 Grillitsch
44 Bargfrede

Kader

33 Stolz
7 Rupp
8 Polanski
14 Wagner
15 Toljan
18 Amiri
13 Terrazzino
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Profis 11.05.2017

Pressekonferenz vor Hoffenheim

Profis 13.05.2017

SV Werder Bremen - TSG 1899 Hoffenheim (HL)

Profis 13.05.2017

#DankeClemens

Profis 13.05.2017

Pressekonferenz nach Hoffenheim

Profis 13.05.2017

SV Werder Bremen - 1899 Hoffenheim

Profis 13.05.2017

Volkswagen-Talk mit Maxi Eggestein

Werder wehrt sich, als es schon zu spät ist

SVW verliert letztes Saisonheimspiel mit 3:5 gegen Hoffenheim

Es war ein gebrauchter Heimabschluss für den SVW. Andrej Kramaric trifft zum 0:2 aus Bremer Sicht (Foto: Nordphoto).
Profis
Samstag, 13.05.2017 // 17:26 Uhr

von Maximilian Hendel

Nichts zu holen im letzten Heimspiel der laufenden Bundesligasaison. Gegen Champions-League-Aspirant 1899 Hoffenheim musste Werder Bremen eine torreiche 3:5 (0:3)-Schlappe hinnehmen. Bereits ein allzu früher Doppelschlag von Adam Szalai (7.) und Andrej Kramaric (11.) hatte den Gästen im ausverkauften Weser-Stadion früh den Weg geebnet. Steven Zubers Treffer wenige Minuten vor der Pause (40.) war der negative Höhepunkt dieser missratenen ersten Hälfte aus Bremer Sicht. Da erneut Kramaric (49.) sowie Ermin Bicakcic (52.) unmittelbar nach Wiederanpfiff den Rückstand noch weiter in die Höhe trieben, drohte ein kompletter Albtraumnachmittag. Doch Werder berappelte sich in der letzten halben Stunde und kam dank der Tore von Theodor Gebre Gelassie (59.), Philipp Bargfrede (86.) und Robert Bauer (90.) immerhin noch zu einem versöhnlichen Ergebnis.

Aufstellung und Formation: Sowohl personell als auch von der taktischen Grundformation her gab es für Cheftrainer Alexander Nouri Veränderungsbedarf. Aufgrund der Gelbsperre von Niklas Moisander begannen die Grün-Weißen mit einer Viererkette in der Defensive, in welcher Milos Veljkovic und Lamine Sané die Innenverteidigung bildeten sowie Robert Bauer (r.) und Theodor Gebre Selassie (l.) auf den Außen agierten. Zentral davor kehrte Maximilian Eggestein in die Startelf zurück. Zusätzlich stärkte Nouri die Offensive mit Serge Gnabry, der vor Kapitän Zlatko Junuzovic und Thomas Delaney das gewohnte Angriffsduo aus Max Kruse und Fin Bartels unterstützen sollte. Florian Grillitsch blieb dafür zunächst auf der Bank. 

Früher Doppelschlag stellt die Weichen für 1899

Denkbar schlechter Beginn: Adam Szalai zielt ganz genau und trifft zur frühen Gästeführung (Foto: Nordphoto).

Die Höhepunkte:

7. Min.: Tor, 1:0 für 1899 Hoffenheim, Adam Szalai.
Arrr, der erste Abschluss der Gäste sitzt gleich. Sané kann an der Strafraumgrenze nicht klären, Uth setzt entscheidend nach, woraufhin sich Szalai den Ball schnappt, kurz die 16-Meter-Linie entlang zieht, ehe er seinen Schuss mit dem linken Innenspann flach im rechten Eck unterbringt.

11. Min.: Tor, 2:0 für 1899 Hoffenheim, Andrej Kramaric. Es wird nicht einfacher. Eggesteins Ballverlust auf Höhe der Mittelinie hat fatale Folgen, umgehend wird Kramaric mit einem langen Diagonalball auf die freie linke Seite bedient, dessen folgend ansatzloser Schuss aus knapp 12 Metern punktgenau im kurzen Eck landet.

17. Min.: Werder legt offensiv zu. Über Umwege springt der Ball im gegnerischen Strafraum vor Junuzovic auf, der es direkt mit einem Seitfallzieher probiert, doch Innenverteidiger Süle stellt sich diesem spektakulären Versuch gerade noch in den Weg.

29. Min.: Es fehlen nur ein paar Zentimeter! Eggestein gewinnt im Mittelfeld das Kopfballduell, Kruse und Bartels verwirren die Hoffenheimer, in dem sie den Ball passieren lassen, was Gnabry in Position bringt, der an Süle vorbeizieht und dann aus 17 Metern mit links nur allzu knapp verfehlt.

37. Min.: Kruse verzögert aus halblinker Position eine Eingabe, bis Gnabry mit Tempo in den Strafraum vordringt, serviert ihm dann butterweich den Ball auf die Stirn, doch beim Kopfball wird Werders Offensivmann energisch bedrängt, weswegen diesem die letzte Genauigkeit fehlt.

40. Min.: Tor, 3:0 für 1899 Hoffenheim, Steven Zuber. Puuuh, die Gäste schlagen noch vor der Pause ein drittes Mal zu. Diesmal wird Zuber über links in den freien Raum geschickt, dann kommt Bauer im Strafraum nicht in den Zweikampf mit dem Hoffenheimer Schützen, dessen anschließender Abschluss flach im gegenüberliegenden Eck landet.

45. + 1 Min.: Halbzeitpfiff. Stille im Weser-Stadion angesichts des eindeutigen Zwischenstandes.

Versöhnliche Schlussphase nach erneutem Horror-Start

Enge Bewachung: Ermin Bicakcic stört Serge Gnabry bei der Ballannahme (Foto: Nordphoto).

49. Min.: Tor, 4:0 für 1899 Hoffenheim, Andrej Kramaric. Die Gäste machen direkt dort weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört haben. Kramaric wird auf der linken Seite angespielt, Bauer agiert zu zögerlich, wodurch der kroatische Angreifer im Eins-gegen-Eins-Duell leichtes Spiel hat und sein zweites Tor des Tages erzielt.

52. Min.: Tor, 5:0 für 1899 Hoffenheim, Ermin Bicakcic. Oh man, das sieht nicht gut aus für den SVW. Kein Bremer stört Bicakcic nach einer Hoffenheimer Ecke im Luftzweikampf, der so unhaltbar ins Netz köpfen kann. Unmittelbar zuvor hatte Wiedwald Kramaric’ drittes Tor noch mit jener guten Parade verhindert, die zu diesem Eckball führte.

59. Min.: Junuzovic versucht es aus der zweiten Reihe und zwingt TSG-Keeper Baumann mit einem gefährlich aufsetzenden Ball zu dessen erster Tat am heutigen Nachmittag.

59. Min.: TOR, 1:5 aus Bremer Sicht, Theodor Gebre Selassie. Endlich ein erster Akt der Schadensbegrenzung. Kruse bringt von links eine lang gezogene Flanke auf den zweiten Pfosten, wohin sich Gebre Selassie geschlichen hat und per Flugkopfball einnetzt.

62. Min.: Werder bleibt dran. Jetzt kommt Kruse zum Abschluss, allerdings ist Baumann weiterhin auf dem Posten und pariert glänzend den Flachschuss.

64. Min.: Nun findet auch Bartels seinen Meister im Hoffenheimer Keeper. Scharf fliegt der Abschluss in Richtung langer Pfosten, aber Baumann ist reaktionsschnell unten.

74. Min.: Gute Eckballvariante der Gastgeber. Kruse spielt kurz auf Bauer, der dringt parallel zur Grundlinie von rechts in den Strafraum ein, legt in den Rückraum, wo Veljkovic’ Abschluss aus zehn Metern im allerletzten Moment geblockt wird.

83. Min.: Mit einem langen Ball wird der eingewechselte Ex-Bremer Sandro Wagner über links auf die Reise geschickt, die SVW-Defensive ist weit aufgerückt, doch Wiedwald eilt gedankenschnell aus seinem Strafraum heraus und klärt vor dem heranstürmenden Wagner.

86. Min.: TOR, 2:5 aus Bremer Sicht, Philipp Bargfrede. Bauer bekommt auf der rechten Seite genügend Raum und Zeit für eine zielgenaue Eingabe auf den eingewechselten Philipp Bargfrede, gegen dessen Direktabnahme aus neun Metern es nichts zu halten gibt.

90. Min.: TOR, 3:5 aus Bremer Sicht, Robert Bauer. Noch ein weiteres Mal können die Grün-Weißen verkürzen. Bauer trifft aus Nahdistanz ins linke obere Eck.

90. + 3 Min.: Schluss im Weser-Stadion. Die letzte halbe Stunde gehörte den Bremern, auch wenn die Niederlage nicht mehr abzuwenden war.

 

Fazit: Aufgrund ihrer fatal misslungenen Anfangsphase hatten sich die Grün-Weißen umgehend einen erheblichen Ballast eingebrockt. Ehe sie sich versahen, wusste Hoffenheims kaltschnäuziges Sturmduo Szalai und Kramaric zwei vorangegangene Bremer Unkonzentriertheiten in deren eigener Hälfte zu verwerten. Das alles spielte den selbstbewussten Gästen wenig verwunderlich mustergültig in die Karten. Werder versuchte zwar, sich in der Folgezeit zu befreien, dennoch fehlte es gegen die engmaschige und nun auch tiefer stehende Hoffenheimer Defensive an nachhaltig zündenden Ideen. 1899 hingegen trat genau so auf, wie es Alexander Nouri ihr im Vorfeld bereits attestierte: als echte Spitzenmannschaft. Abstimmung, Laufwege und Angriffszüge stimmten auf beeindruckende Art und Weise. Nichtsdestotrotz machten es passive und zögerliche Bremer ihnen auch viel zu einfach. Im Zuge des abermaligen TSG-Doppelschlages kurz nach Wiederanpfiff wurde es dann richtig bitter. Immerhin bäumten sich die Gastgeber noch einmal auf. Gebre Selassies gelungener Hechtkopfball läutete eine versöhnliche Schlussphase ein, in der Bargfrede und Bauer das Ergebnis noch auf schlussendlich zwei Tore Rückstand verkürzen konnten.

 

Saisonvergleich 2016/17

#

Tabelle / 33. Spieltag

Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
4 TSG 33 27 61
5 BSC 33 0 49
6 SCF 33 -15 48
7 KOE 33 7 46
8 SVW 33 -2 45
9 BMG 33 -4 44
10 S04 33 5 42
11 SGE 33 -7 41
12 B04 33 -6 38

Begegnungen 33. Spieltag

M05 1. FSV Mainz 05 - SGE Eintracht Frankfurt 4:2 (0 : 1)
B04 Bayer 04 Leverkusen - KOE 1. FC Köln 2:2 (0 : 1)
FCA FC Augsburg - BVB Borussia Dortmund 1:1 (1 : 1)
S04 FC Schalke 04 - HSV Hamburger SV 1:1 (1 : 0)
RBL RB Leipzig - FCB FC Bayern München 4:5 (2 : 1)
D98 SV Darmstadt 98 - BSC Hertha BSC 0:2 (0 : 2)
SVW SV Werder Bremen - TSG TSG 1899 Hoffenheim 3:5 (0 : 3)
SCF Sport-Club Freiburg - FCI FC Ingolstadt 04 1:1 (1 : 1)
WOB VfL Wolfsburg - BMG Borussia Mönchengladbach 1:1 (0 : 1)