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Vorbericht zum Heimspiel gegen Hertha BSC

Max Kruse und Co. brauchen auch gegen Hertha BSC Berlin eine gute Mannschftsleistung (Foto: nordphoto).
Vorbericht
Donnerstag, 27.04.2017 // 15:33 Uhr

Mit einer Mischung aus positiver Anspannung und Vertrauen in die eigene Stärke will der SV Werder am Samstag, 29.04.2017, um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE) im Heimspiel gegen Hertha BSC seine Erfolgsserie ausbauen. Druck nach dem geschafften Klassenerhalt verspürt dabei niemand von den Grün-Weißen - es ist Vorfreude: "Dass die Spieler in der Mannschaft jetzt auch mehr wollen, ist positiv. Wir müssen das mit unserem Handeln untermauern. Ich sehe das als Bonus nach unserem erreichten Ziel“, stellt Cheftrainer Alexander Nouri klar. Auch Innenverteidiger Lamine Sané schlägt in diese Kerbe: „Wir schauen einfach von Spiel zu Spiel, verspüren keinen Druck und wollen so viele Spiele wie möglich gewinnen.“ Dass bei den Berlinern personelle Engpässe für eine Umstellung in der Hintermannschaft sorgen, verleitet dabei keinen dazu anders an die Partie heranzugehen. „Wir dürfen uns davon nicht beeinflussen lassen. Auch in dieser Partie werden wir an unser Limit gehen müssen. Unser Anspruch ist es dieses Spiel zu gewinnen“, so Nouri.

In welchem Ranking sich Max Kruse bald eine Position mit Otto Rehhagel teilen könnte, woher Aron Jóhannsson und John Anthony Brooks sich kennen und wo sich Alexander Nouri und Pal Dardai bereits packende Duelle lieferten, lesen Sie im Folgenden.

Wussten Sie schon, dass...

… Werder sich immer mehr zu einer der Mannschaften der Rückrunde entwickelt? Hinter dem FC Bayern München, der in der Rückrunde bislang 28 Zähler holte, sind die Werderaner gemeinsam mit Borussia Dortmund mit 26 Punkten nur knapp dahinter. In der Rückrundentabelle liegen die Grün-Weißen aufgrund eines mehr erzielten Tores vor den Dortmundern. Nur in der Meistersaison 2003/2004 holte der SV Werder mehr Punkte in den ersten 13 Rückrundenspielen. Hinzukommt, dass der SV Werder in der Defensive um einiges stabiler geworden ist. Nur 15 mal fand der Ball in den ersten dreizehn Rückrundenspielen noch den Weg ins Werder-Tor.

Standen sich nicht nur an der Seitenlinie gegenüber: Pal Dardai und Alexander Nouri (Foto: nordphoto).

… Alexander Nouri und Pal Dardai sich schon auf dem grünen Rasen gegenüberstanden? Im Dezember 2006 begegneten sich Nouri im Dress des VfL Osnabrück und Dardai für Hertha BSC im Achtelfinale des DFB-Pokals. Das Duell mit dem Drittligisten entschied die "Alte Dame" mit 3:0 für sich.

… die Berliner die Hansestadt zuletzt häufig geknickt verließen? Von bislang 67 Bundesligapartien, die zwischen den beiden Teams ausgetragen wurden, gewannen die Werderaner 34 Begegnungen. Nur gegen den FC Bayern München hatten die Herthaner noch häufiger das Nachsehen (38). Von den letzten acht Begegnungen im Weser-Stadion gewann der SVW sieben. Nur in der Vorsaison trennten sich die Mannschaften 3:3.

… Max Kruse mit einer Werder-Legende gleichziehen könnte? Dass sich Kruse in absoluter Topform befindet, ist kein Geheimnis. Der Offensivspieler ist mit 15 Scorerpunkten der Topscorer der Rückrunde, mit 13 Toren stellte er schon jetzt seine persönliche Saison-Bestmarke auf. Zudem könnte er mit seiner hundertprozentigen Quote vom Punkt zu Otto Rehhagel aufschließen, der als Spieler alle seine zwölf Elfmeter verwandelte. Häufiger fehlerfrei vom Elfmeterpunkt blieben nur Hans-Joachim Abel (16) und Ludwig Nolden (15).  

Max Kruse ist aktuell der Topscorer der Rückrunde (Foto:nordphoto).

… der SV Werder in dieser Spielzeit Geschichte schreiben kann? Sollten die Werderaner am Ende auf dem siebten Platz stehen, würden sie am Saisonende in die Historie eingehen. Seit Einführung der Drei-Punkte-Regel holte kein anderes Team mehr als 13 Punkte auf Platz sieben auf. 

… Aron Jóhannsson und John Anthony Brooks gemeinsam debütierten? Und zwar für ihr Land. Am 14.08.2013 feierten Werders Stürmer und Herthas Abwehrrecke im Spiel gegen Bosnien und Herzegowina gemeinsam ihre Premiere für das US-Nationalteam. Während der ehemalige isländische U 21-Nationalspieler Jóhannsson in der zweiten Hälfte eingewechselt worden war, begann der Berliner Brooks von Anfang an. Für die Begegnung am kommenden Wochenende im Weser-Stadion steht der Innenverteidiger der Hertha aufgrund eines Faserrisses in der Hüftmuskulatur jedoch nicht zur Verfügung.

... Patrick Ittrich Schiedsrichter der Partie sein wird? Der Polizeibeamte aus Hamburg leitet zum ersten Mal in dieser Saison ein Spiel mit Werder-Beteiligung. Der 38-Jährige ist seit 2003 DFB-Referee. Assistiert wird ihm am Samstag von Norbert Grudzinski und Holger Henschel, Dr. Martin Thomsen übernimmt die Rolle des vierten Offiziellen.

… das Spiel im Weser-Stadion von allen, die nicht vor Ort sein werden, ab 15.15 Uhr im Live-Ticker auf WERDER.DE und auf dem Smartphone verfolgt werden kann? Ab 15.15 Uhr berichtet das Medien-Team der Grün-Weißen live aus dem Weser-Stadion und versorgt die Werder-Fans mit allen wichtigen Infos.

Zusammengestellt von OPTA und WERDER.DE

 
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42

Felix

Wiedwald

18

Niklas

Moisander

26

Lamine

Sané

13

Milos

Veljkovic

4

Robert

Bauer

16

Zlatko

Junuzovic

35

Maximilian

Eggestein

27

Florian

Grillitsch

23

Theodor

Gebre Selassie

10

Max

Kruse

22

Fin

Bartels

22

Rune

Jarstein

40

Jordan

Torunarigha

34

Maximilian

Mittelstädt

15

Sebastian

Langkamp

2

Peter

Pekarík

3

Per

Skjelbred

20

Allan

Rodrigues de Souza

8

Salomon

Kalou

6

Vladimir

Darida

7

Alexander

Esswein

19

Vedad

Ibisevic

Kader

33 Drobny
6 Delaney
7 Kainz
9 Jóhannsson
20 García
29 Gnabry
44 Bargfrede

Kader

1 Kraft
10 Duda
11 Allagui
24 Haraguchi
33 Maier
36 Kade
39 Baak
#

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Pressekonferenz nach Hertha

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SV Werder Bremen - Hertha BSC

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Volkswagen-Talk mit Thomas Delaney

Bartels und Kruse erwischen Hertha BSC eiskalt

SVW klettert mit souveränem 2:0 auf Rang sechs

Perfekter Start: Gemeinsamer Jubel der Grün-Weißen nach Fin Bartels' frühem Führungstreffer (Foto: Nordphoto).
Profis
Samstag, 29.04.2017 // 17:29 Uhr

von Maximilian Hendel

Auch ihr vorletztes Saisonheimspiel haben sich die grün-weißen Serientäter nicht aus den Händen nehmen lassen. Vor 42.100 Zuschauern im abermals ausverkauften Weser-Stadion landete Werder Bremen einen über weite Strecken der Partie sehr souveränen 2:0 (2:0)-Erfolg über den Tabellenfünften Hertha BSC. Allen voran das wiederum kongenial aufgelegte Bremer Offensivduo Fin Bartels und Max Kruse erwischte die Berliner gleich eiskalt und stellte bereits in der Anfangsviertelstunde alle Weichen auf neuerliche drei Punkte. Zunächst profitierte Bartels von einer Traumvorlage seines Nebenmannes (9.), ehe eben jener Kruse nach einem schwerwiegenden Ballverlust von Herthas Keeper Rune Jarstein und der folgenden Vorlage von Bartels sein 14. Saisontor erzielte (15.). Dank diesem nun schon elften ungeschlagenen Spiel in Folge schob Werder sich mit jetzt 45 Punkten vorbei am SC Freiburg auf Rang sechs der Bundesliga.

Aufstellung und Formation: Lediglich auf einer Position stellte Cheftrainer Alexander Nouri seine bewährte 3-1-4-2-Grundformation personell um. Nachdem Zlatko Junuzovic in Ingolstadt eine Gelbsperre verbüßt hatte, nahm der Österreicher an der Seite von Florian Grillitsch wieder eine der beiden offensiveren Stellen im zentralen Mittelfelddreieck ein und führte sein Team ebenso als Kapitän auf das Spielfeld. Florian Kainz blieb dadurch zunächst die Jokerrolle von der Bank. Vor der defensiven Dreierkette behielt Maximilian Eggestein seinen Posten trotz Thomas Delaneys Kaderrückkehr, der nach ausgeheiltem Muskelfaserriss im Oberschenkel wieder fit war. 

Werder trifft doppelt und kontrolliert das Geschehen

Moment des frühen Doppelschlags: Nachdem Bartels quer gelegt hat, braucht Kruse bloß einzuschieben (Foto: Nordphoto).

Die Höhepunkte:

9. Min.: TOOOOOOOOOOOOOR, 1:0 für Werder, Fin Bartels.
Der erste richtige Angriff führt umgehend zur Bremer Führung. Junuzovic leitet einen abgewehrten Darida-Freistoß weit in der Bremer Hälfte in einen direkten Gegenzug ein; daraufhin spielt Bartels auf Max Kruse, der an der rechten Außenlinie auf Höhe der Mittellinie eigentlich schon gestellt scheint, jedoch plötzlich durch einem traumhaften Zuckerball aus der Drehung mit rechts in perfekt den Lauf von Bartels die Berliner Defensive vollkommen überrumpelt – den tollen Tempogegenstoß weiß Bartels letztendlich zu krönen, indem er zunächst mit Allan und Pekarik zwei Verfolger energisch abschüttelt, bevor er dann allein vor Jarstein die Nerven behält.

15. Min.: TOOOOOOOOOOOOOR, 2:0 für Werder, Max Kruse. Was ist hier nur los? Junuzovic kommt Hertha-Keeper Jarstein beim Spielaufbau bedrohlich nahe, dem misslingt umgehend der versuchte Eröffnungsball direkt in die Füße von Bartels. Werders Angreifer schaltet ganz schnell, legt nach wenigen Schritten Anlauf links quer, wodurch der bereits lauernde Kruse bloß noch ins leere Tor einschieben muss.

20. Min.: Nahe des Mittelkreises sichert sich Robert Bauer die nächste Balleroberung. Dank des ihm darauf gebotenen Raumes in der gegnerischen Hälfte probiert es der Außenverteidiger mit einem scharfen Aufsetzer in Richtung des rechten Torecks, den Jarstein jedoch reaktionsschnell zur Seite pariert.

24. Min.: Aussichtsreiche Berliner Freistoßposition direkt zentral vor dem Bremer Strafraum, doch Daridas Schlenzer ist zu ungenau und segelt gefahrlos über den Querbalken hinweg.

37. Min.: Darida nähert sich an. Nach Pekariks guter Flanke von der rechten Seite setzt sich Herthas Mittelfeldregisseur im Luftzweikampf mit Eggestein durch und köpft auf Höhe des kurzen Pfostens aus gut sechs Metern knapp drüber.

45. + 1 Min.: Beinah pünktlich pfeift Schiri Patrick Ittrich zur Pause. Bislang eine klare Angelegenheit für die Gastgeber.

Hertha mit Ballbesitzhoheit, aber Heimsieg bleibt ungefährdet

Bei diesem Rettungsversuch gegen Salomon Kalou verletzte sich Florian Grillitsch am Rücken (Foto: Nordphoto).

46. Min.: Mit einem neuen Mann ist Werder aus den Katakomben gekommen. Thomas Delaney ersetzt von nun an Florian Grillitsch, der sich unmittelbar vor dem Pause in einem Zweikampf mit Kalou am Rücken verletzt hat.

52. Min.: Zum ersten Mal tut sich den Gästen eine richtige Lücke in Werders Defensive auf. Allan steckt über halblinks auf Kalou in den Strafraum durch, doch weil gleich drei Bremer dem Ivorer im Nacken sitzen, fehlt es dessen Abschluss aus Nahdistanz an Präzision.

64. Min.: Hertha BSC ist folgerichtig deutlich offensiver eingestellt als noch in der ersten Halbzeit. Viel mehr als eine erhöhte Ballbesitzquote ist ihnen bislang jedoch noch nicht gelungen, die Bremer agieren defensiv sehr aufmerksam.

71. Min.: Ein großes Loch in der Berliner Defensivreihe ermöglicht Delaney nach Moisanders öffnendem, weiten Ball ganz viel Freiraum und Zeit über die halblinke Seite, spielt dann auch im günstigen Moment von der Grundlinie den Rückpass auf Theodor Gebre Selassie, der aus sieben Metern jedoch weit über den Kasten zielt.

81. Min.: Puuh, Hertha versucht hier noch einmal alles, um einstweilen zum Anschluss zu kommen und zumindest soeben hatte Werder etwas Glück, dass der Elfmeterpfiff bei einem Zweikampf zwischen Sané und Ibisevic auf der Grundlinie zugunsten der Berliner ausblieb.

83. Min.: Es schleichen sich jetzt auf den letzten Metern doch ein paar Unkonzentriertheiten in das Bremer Spiel. Haraguchi darf von links frei flanken und Ibisevic aus sechs Metern unbedrängt köpfen – gut, dass Wiedwald auf dem Posten ist.

89. Min.: Fast die endgültige Vorentscheidung! Kruse dringt über links in den Berliner Strafraum ein, hebt den Ball dann in Richtung langer Pfosten auf den zuvor eingewechselten Serge Gnabry, dessen Seitfallzieher nur allzu knapp über das Tor fliegt.

90. + 3 Min.: Schluss im Weser-Stadion. Werder bezwingt Hertha BSC!


Fazit:
Erbarmungslos bekamen die Berliner umgehend zu spüren, was die Bremer in ihrer so beeindruckenden Rückrunde schon so oft ausgezeichnet hat – ehe sich die Gäste versahen, hatten die Grün-Weißen dank des wiederholt vorzüglichen Zusammenspiels von Fin Bartels und Max Kruse aus ihren ersten beiden Gelegenheiten eiskalt zweifach zugeschlagen. Diese Wirkungstreffer ließen Hertha über die Anfangsphase der Partie hinweg etwas taumeln, wozu die Grün-Weißen durch einige frühe Balleroberungen nebst blitzartigen Umschaltsituationen einen gehörigen Beitrag leisteten. Zwar nicht mehr ganz so durchschlagskräftig, dennoch mit zumeist großer Souveränität kontrollierten die Grün-Weißen die Szenerie auch über den Wiederanpfiff in den zweiten Durchgang hinweg. Auch wenn sie Hertha BSC dabei vermehrt Ballbesitzdominanz überließen, waren die Werderaner in der eigenen Defensive beweglich, zumeist gut gestaffelt, bei wichtigen Zweikämpfen in den entscheidenden Zonen aufmerksam zur Stelle und ließen den Gästen auf diese Weise nur geringe Lücken sowie kaum gefährliche Abschlussaktionen. Dadurch fiel es nicht negativ ins Gewicht, dass die Gastgeber gerade im letzten Drittel der Partie offensiv nicht mehr ganz so hartnäckig an den Ketten zogen wie noch in der ersten Halbzeit. Nichtsdestotrotz blieb es ein in allen Belangen verdienter Bremer Heimsieg.

 

Saisonvergleich 2016/17

#

Tabelle / 31. Spieltag

Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
2 RBL 31 25 63
3 TSG 31 26 58
4 BVB 31 30 57
5 BSC 31 1 46
6 SVW 31 1 45
7 SCF 31 -17 44
8 KOE 31 6 42
9 BMG 31 -4 42
10 S04 31 7 41

Begegnungen 31. Spieltag

B04 Bayer 04 Leverkusen - S04 FC Schalke 04 1:4 (0 : 3)
M05 1. FSV Mainz 05 - BMG Borussia Mönchengladbach 1:2 (0 : 1)
BVB Borussia Dortmund - KOE 1. FC Köln 0:0 (0 : 0)
RBL RB Leipzig - FCI FC Ingolstadt 04 0:0 (0 : 0)
D98 SV Darmstadt 98 - SCF Sport-Club Freiburg 3:0 (2 : 0)
SVW SV Werder Bremen - BSC Hertha BSC 2:0 (2 : 0)
WOB VfL Wolfsburg - FCB FC Bayern München 0:6 (0 : 3)
FCA FC Augsburg - HSV Hamburger SV 4:0 (2 : 0)
TSG TSG 1899 Hoffenheim - SGE Eintracht Frankfurt 1:0 (0 : 0)