Stina Seidler springt Deutschen Rekord

Stina Seidler Deutsche Meisterin mit Rekordhöhe (Foto: Jörg Großmann)
Leichtathletik
Sonntag, 28.07.2013 // 14:42 Uhr

Stina Seidler sicherte sich die Deutsche Meisterschaft in Rekordhöhe

Stina Seidler vom SV Werder ist Deutsche Jugend-Meisterin im Stabhochsprung. Am Freitagabend sicherte sich die 15-jährige Werderanerin, die noch der Schülerklasse angehört, in Rostock bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften den Titel in der U18-Klasse.

Bis zu ihrem Sieg nach übersprungenen 3,80 Metern hatte Stina Seidler als einzige unter 22 Springerinnen keinen Fehlversuch. Danach gehörte der Bremerin als Alleinspringerin die Show - sie meisterte noch 4,11 Meter und bedeutete Deuschen Rekord!

Noch nie war eine deutsche 15-Jährige zuvor so hoch gesprungen. Die nationale Bestmarke hielt bisher Lisa Ryzih (ABC Ludwigshafen), Sechste bei den Olympischen Spielen von London. „Heute hat alles super gepasst", sagte die strahlende Siegerin später, „ich habe neue Stäbe gesprungen und das Wetter hat auch mitgespielt. Hier ganz oben zu stehen, das kann man nicht beschreiben", so Stina Seidler.

In der kurzen Sprintdisziplin hatte am Freitag ebenfalls Vereinskameradin Rahel Rüdel in der U20 ihren Auftritt. Sie kam mit 12,24 Sekunden in die Zwischenläufe, nach 12,29 Sekunden dort fehlten ihr nur 13 Hunderstelsekunden zum Finaleinzug. Rahel Rüdel wurde insgesamt Zehnte. Auf Rang neun warf sich ihr Teamkollege Jan Walter im Speerwurf der U18. 57,61 Meter reichten schließlich nach schwierigem Wettkampfstart knapp nicht für den Einzug in den Endkampf.

Nach ihrem tollen Triumph im Stabhochsprung tags zuvor verzichtete Stina Seidler am Samstag auf dem Start über die 100 Meter.

In der U20 reichten für Rahel Rüdel vom SV Werder 25,34 Sekunden nicht zum Weiterkommen, 25,20 Sekunden wären nötig gewesen. „Sie ist unzufrieden, weil sie schlecht gelaufen ist und ihre Leistung hier nicht abgerufen hat", berichtete Werders Sprinttrainer Andrei Fabrizius. „Da es nicht ganz so viele Starterinnen gab, wäre der Finaleinzug durchaus möglich gewesen. Das hatten wir auch schon über die 100 Meter am Freitag gehofft", trauerte Andrei Fabrizius, trotz Rang zehn über 100 Meter ein wenig. Ganz und gar nicht unzufrieden war Rüdels Vereinskameradin Kerstin Geisweller, die im Hochsprung der U18 1,68 Meter meisterte (Rang 17). „Die 1,71 Meter waren knapp, Kerstin ist ohnehin bisher nur einmal über 1,70 Meter gesprungen", ordnete Andrei Fabrizius das Ergebnis der DM-Debütantin ein.

Die Werder-Athleten und -Trainer kehrten somit voller Stolz und mit guten Ergebnissen von der Ostsee an die Weser zurück.

Marc Gogol / Axel Mindermann