Sandy Sakyi sprintet zur WM-Norm

So schnell wie Sandy lief noch nie eine Bremer U20 Hürdensprinterin
Leichtathletik
Montag, 20.05.2024 / 09:01 Uhr

Olaf Kelterborn

Werders U20 Hürdensprinterin sorgte mit ihrem Ergebnis für das Highlight des Pfingstwochenendes beim Sportfest in Zeven. Neben ihr nutzten allerdings auch zahlreiche andere grün-weiße Athletinnen und Athleten die Gunst der Stunde für Bestleistungen, Normen und Rekorde.

Beim traditionellen Pfingstsportfest in Zeven waren am ersten Tag gerade mal zwei Stunden vergangenen, da saßen die besten Sprinterinnen der U20 bereits in den Startblöcken zum 100m Hürdenfinale. Mit dabei war auch Werders Top-Athletin Sandy Sakyi, die zum ersten Mal in der dieser Altersklasse ein Finale über die neue Hürdenhöhe absolvierte.

Der Startschuss fiel und Sandy kam super in den Lauf hinein, es gelang quasi alles was vorher intensiv trainiert wurde und die Zeit stoppte bei außergewöhnlichen guten 13,79 Sekunden. Die Zeit bedeutete nicht nur eine neue persönliche Bestzeit, sondern gleichzeitig auch die Norm für die Deutschen Meisterschaften der U20, der U23 sowie die B-Norm für die Erwachsenen DM. Doch damit nicht genug, gleichzeitig unterbot Sandy auch die Norm (13,95 sec) für die U20 Weltmeisterschaften in Lima (Peru) und verbesserte nebenbei auch den 20 Jahre alten Bremer Landesrekord über 100 Meter Hürden der U20.

In der deutschen Bestenliste liegt Sandy mit ihrer Zeit aktuell auf dem dritten Platz der U20, weshalb der weitere Saisonverlauf, nach den Worten ihres Hürdentrainers Lars Keffel, „sehr spannend bleibt, denn nach den Nominierungsrichtlinien des Deutschen Leichtathletikverbandes muss Sandy bei der Deutschen Meisterschaft im Verlauf der Saison unter die besten Zwei kommen, um zur WM zu fliegen. Das sollte sie aber nicht stressen, denn der Lauf in Zeven war ein Zeichen dafür, wie stark sie drauf ist. Gleich im ersten Rennen solch ein Resultat abzuliefern ist schon klasse. Nun gilt es für uns die Form über die Saison zu halten, an Details zu feilen und weitere hundertstel Sekunden rauszuholen.“

Die zweite DM-Norm, verbunden mit der Verbesserung des ebenfalls fast 20 Jahre alten Bremer Landesrekordes, gelang Benjamin Heideman über 110m Hürden der U18. Im Finale sprintete der Mehrkämpfer, trotz einiger Probleme beim Anlauf an die erste Hürde, zu einer hervorragenden Zeit und demonstrierte damit seine Klasse in dieser Saison. „Benjamin ist super drauf und man kann noch deutlich schnellere Zeiten erwarten, da der Lauf heute noch nicht optimal war“, fasste es Lars Keffel zutreffend zusammen. Neben dem Hürdenlauf war Benjamin noch im Hochsprung sowie beim Kugelstoßen am Start. Im Hochsprung war er mit übersprungenen 1,89 Meter nicht zu schlagen und scheiterte nur denkbar knapp an der Höhe von 1,95 Meter. Im Kugelstoßen verbesserte er seine persönliche Bestleistung um fast einen Meter und stieß 14,13 Meter weit.  

Der nächste DM-Fahrer wird Benjamin Beta sein. Der U18 Hürdensprinter verbesserte in Zeven gegen gute Konkurrenz seine persönliche Bestzeit um eine Sekunde und kam nach gerade einmal 14,62 Sekunden im Ziel an. Damit lief er deutlich schneller als die geforderte Norm von 15,20 sec für die Deutschen U18 Meisterschaften. Mit diesem Ergebnis kann Benjamin positiv auf die nächsten Wettkämpfe blicken ohne mit der Qualinorm im Gepäck noch die ein oder andere Top.Zeit drauflegen.

Ebenfalls im Hürdenbereich, allerdings über die Stadionrunde von 400 Metern, ging erstmals in dieser Freiluftsaison Borna Bujdo an den Start. Auch er feierte mit einer Zeit von 54,53 Sekunden (seine persönliche Bestzeit liegt bei 54,52 sec) einen tollen Einstieg in das Wettkampfjahr und verbuchte sofort die Qualinorm für die Deutschen Meisterschaften der U20 und U23. Auch die B-Norm der Erwachsenen, die bei 54,50 sec liegt, ist in greifbare Nähe gerückt. Im Laufe der Saison kann man auch bei ihm noch mit einer Steigerung seiner Zeiten rechnen.

Ebenfalls im Sprintbereich, allerdings ohne Hürden, zeigte Nachwuchssprinterin Sofia Muche auf der 100 Meter Strecke was in ihr steckt. Nach einem guten Vorlauf mit souveräner Qualifikation für das Finalrennen setzte sie hier noch einen drauf und sprintete zu einer sehr guten Zeit von 12,48 Sekunden. Damit buchte die Athletin von Trainer Andrei Fabrizius das Ticket für die Deutschen U18 Meisterschaften, die im Juli in Mönchengladbach ausgetragen werden.

Gemeinsam mit ihren Mannschaftskolleginnen Ada Mafalda Scholten, Fina Frankenstein sowie Magdalena Linke trat Sofia anschließend noch über 4x100 Meter in der Staffel an. Auch hier gelang dem Quartett ein sehr erfreuliches Resultat mit einer Zielzeit von 49,46 Sekunden. Die grün-weißen Sprinterinnen qualifizierten sich damit sowohl für die Deutschen U18 Meisterschaften als auch für die nationalen U20 Titelkämpfe, ein toller Erfolg für das Staffelquartett.

Neben den bereits erwähnten Athletinnen und Athleten, die allesamt mit nationalen und internationalen Normen überzeugten, traten in Zeven noch viele weitere Werder-Sportlerinnen und Sportler an. Auch sie zeigten sich in bester Verfassung und stellten reihenweise persönliche Bestleistungen auf.

An einem anderen Ort, genauer gesagt in Berlin, gingen die Springer aus der Gruppe von Roman Fricke an den Start. Mareike Max steigerte dabei im Hochsprung der Frauen ihre Saisonbestleistung auf 1,73 Meter und scheiterte an der B-Norm zu den Deutschen Meisterschaften, die bei 1,77 Meter liegt, nur knapp. Nico Hesse, der sich im Vorfeld einiges vorgenommen hatte, übersprang im Hochsprung der Männer 1,90 Meter und hatte danach etwas Probleme mit seiner Absprungphase, so dass ihm ein noch besseres Ergebnis an diesem Tag verwehrt blieb.

Keno Krieger, der im Dreisprung dabei war, überzeugte ganz besonders mit einem konstanten Anlauf, der ihm Sicherheit für die weiteren Wettkämpfe der Saison gibt. Bei seinem besten Versuch landete er bei einer Weite von 14,26 Meter, die an diesem Tag für Rang Zwei reichte.

Super in Form präsentierte sich auch Stabhochspringerin Friedelinde Petershofen, die beim Heinz Roloff-Stabhochsprung-Meeting 2024 in Holzminden dabei war. Nach übersprungenen 4,10 Meter beim Jump Off in Bremen steigerte sie ihre Saisonbestleistung als Tagessiegerin im Frauenbereich in Holzminden auf 4,13 Meter und kämpft sich damit immer näher an den Bremer Landsesrekord von 4,20 Meter heran.    

Aus dem Langlaufbereich war Uwe Waldhaus an diesem Wochenende beim Abendlauf in Neuenkirchen am Start. Bei heißen Temperaturen galt es zwei 5-Kilometer Runden zu absolvieren. Bei diesem für Uwe recht kurzen Lauf war das Tempo in der Spitzengruppe gleich zu Beginn recht hoch, so dass sich der Werderaner in seinem Rhythmus in etwa auf Position 20 im Feld einreihte. Dort war er gut aufgehoben und hielt diesen Rang fast bis ins Ziel. Nach 38:49 min kam Uwe, nach eigenen Worten, „sehr zufrieden“ als 21. der Gesamtwertung sowie Zweiter seiner Altersklasse im Ziel an.

 

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