Ein ereignisreiches Wochenende

Stabhochspringer Bastian Lanitz sorgte für die beste Werder Platzierung bei der Jugend DM in Ulm
Leichtathletik
Montag, 18.07.2022 / 09:01 Uhr

Olaf Kelterborn

Werders Leichtathleten waren am vergangenen Wochenende einmal mehr an vielen verschiedenen Orten bei diversen Veranstaltungen am Start, so unter anderem bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Ulm, einem Schülersportfest in Delmenhorst, zwei verschiedenen Trail-Läufen, einem Bahnwettkampf in Oldenburg und sogar bei den Leichtathletik Weltmeisterschaften in Eugene (Oregon).

Beginnen soll es mit den Deutschen Jugendmeisterschaften im Ulm. Dort waren mit Bastian Lanitz, Noah Olabisi, Sandy Sakyi, Joanna Otoko und Emma Strauß gleich vier Werder Athleten vertreten, die sich auf nationaler Bühne gut präsentieren wollten. Dies gelang Bastian Lanitz gleich zu Beginn der Titelkämpfe im Stabhochsprung der U18 sehr gut. Nach einem ersten Fehlversuch bei seiner Anfangshöhe von 4,15 m kam er immer besser in den Wettkampf und meisterte im zweiten Versuch auch die Saisonbestleistung von 4,30 m. Die folgende Höhe von 4,40 m war an diesem Tag noch etwas zu hoch, allerdings reichten auch die 4,30 m für einen sehr erfreulichen sechsten Platz in Deutschland.

Einen Doppelstart im Sprint absolvierte Sandy Sakyi. Die U18 Athletin ging sowohl über 200 Meter als auch auf der 100m Hürdenstrecke in den Startblock. Im Hürdensprint qualifizierte sich Sandy nach 14,11 sec im Vorlauf souverän für den Zwischenlauf. Dort gelang ihr eine Zeit von 14,18 sec, womit sie insgesamt auf den elften Platz kam. Das Finale der besten acht Sprinterinnen verpasste sie um 16 hundertstel Sekunden. Auf der 200 Meter Strecke absolvierte die Nachwuchssprinterin in grün-weiß ebenfalls ein gutes Rennen. Nach 25,66 sec blieb die Uhr in Ulm für die stehen, so dass in der Endabrechnung Platz 15 in ihrer Altersklasse herauskam.

Sandys Mannschaftskolleginnen Joanna Otoko sowie Emma Strauß gingen ebenfalls über 100m Hürden, allerdings in der U20, an den Start. Joanna gelang dabei im Vorlauf ein super Rennen, welches sie mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 14,69 sec beendete. Sie kam eine Runde weiter und wurde, nach exakt 15,00 sec im Zwischenlauf, insgesamt 16. Ihrer Altersklasse. Emma, für die die Teilnahme an der Einzel-DM bereits ein großartiger Erfolg war, sprintete im Vorlauf 15,42 sec über die Hürden und reihte sich auf Rang 26 ein.

Im 100 Meter Sprint der U20 war Noah Olabisi dabei. Der Top-Sprinter in grün-weiß qualifizierte sich nach 10,84 sec im Vorlauf sicher für den Zwischenlauf der besten 16 Sprinter Deutschlands. Dort gelang ihm eine Zeit von 10,93 sec, womit er in der Gesamtwertung auf Rang 14 landete. Dies war allerdings auch der Tatsache geschuldet, dass sich Noah seit einiger Zeit mit Oberschenkelproblemen herumplagt und besonders im Zwischenlauf mit etwas „angezogener Handbremse“ laufen musste.

Ein ähnliches Schicksal wie Noah erlebte auch Said Gilani bei seinem 100 Meter WM-Sprint in Eugene (Oregon). Der Werderaner wurde, wie bereits berichtet, in diesem Jahr erneut mit einer Wildcard für die Titelkämpfe nominiert um für sein Heimatland Afghanistan an den Start zu gehen. Dies tat er gerne und mit großer Freude, denn „ein internationaler Wettkampfstart ist immer etwas ganz Besonderes“, wie er selbst zu Protokoll gab. Auf der Laufbahn kam er nach einem für ihn sehr guten Start toll ins 100 m Rennen hinein und war auf dem Weg zur persönlichen Bestzeit, ehe sich nach ca. 70 Metern der Oberschenkel bemerkbar machte. Said musste etwas Tempo rausnehmen und brachte den Lauf nach 11,43 sec ins Ziel. Zu seiner persönlichen Überraschung war diese Zeit immer noch eine neue Saisonbestleistung, insofern kann er absolut zufrieden sein mit seinem diesjährigen WM-Auftritt.

Seit Wochen für Furore sorgen Werders Langläuferinnen und Langläufer. Dies war auch dieses Mal wieder so. In Oldenburg ging beispielsweise Carolin Kirtzel auf der Laufbahn über 3.000 Meter an den Start. Die absolute Top-Läuferin überraschte sich dabei selbst und pulverisierte ihren bisherigen persönlichen Bestwert geradezu. Mit der tollen Zeit von 9:09,73 min blieb Carolin sage und schreibe 12 Sekunden unter ihrer bisherigen Bestzeit und war dementsprechend glücklich im Ziel: „Ich hatte überhaupt nicht erwartet, dass es so schnell wird, aber ich hatte ein gutes Gefühl, konnte mich im gemischt gestarteten Rennen gut an einige männliche Vorderleute heranhängen und im Endspurt das „Nordduell“ gegen den direkt hinter mir laufenden HSV Athleten gewinnen. Insofern war es ein rundum gelungener Wettkampf.“ Dem ist definitiv nichts hinzuzufügen.

Zu Trailläufen traten Tanja Spiekermann und Sebastian Anders an. Tanja absolvierte die siebte Auflage des Maintal Ultratrails, bei dem insgesamt 64 km und 1.700 Höhenmeter zu bewältigen waren. Die Strecke führte von Veitshöchheim über Thüngersheim, Retzbach bis kurz vor Karlstadt am Main entlang.

Die Werderanerin, die sich immer mehr zur absoluten Trail Expertin entwickelt, ließ der Konkurrenz auch dieses Mal beim Lauf durch die Wälder des Fränkischen Weinlandes keine Chance und gewann die Frauenwertung in 6:29:52 Std deutlich. Tanjas Mannschaftskollege aus dem Laufteam A, Sebastian Anders, absolvierte in der Tiroler Zugspitz Arena den „Supertrail“ Lauf über insgesamt 68 Kilometer. Der äußerst anspruchsvolle Kurs, bei dem 2.200 Höhenmeter bergauf sowie 3.110 Höhenmeter bergab zu bewältigen sind, forderten den vielen Läufern alles ab. Das ein oder andere Mal stand deshalb auch Sebastian kurz davor aus dem Rennen auszusteigen. Er schaffte es allerdings dann doch seine Kräfte so einzuteilen, dass er das Ziel in Garmisch-Partenkirchen glücklich erreichen konnte. Mit seiner Gesamtzeit von 11:32:25 Std belegte der Grün-Weiße Rang 147 in der Gesamtwertung der Männer sowie den 45. Platz in seiner Altersklasse.

Last but not least waren auch noch die jüngsten Werder-Leichtathleten zu einem Feriensportfest ins Bremer Umland, genauer gesagt nach Delmenhorst, gereist. Dort zeigte sich ganz besonders Janne Luley in der U14 in Bestform. Bei ihren insgesamt drei Starts gelangen der Werderanerin drei neue persönliche Bestleistungen sowie zwei Tagessiege. Über 75 Meter sprintete Janne nach gerade einmal 10,53 sec über die Ziellinie, eine „super Zeit“, wie die mitgereisten Trainer Oliver Kahrs und Thomas Müller hinterher zu Protokoll gaben. Ebenso erfolgreich verlief der 800m Lauf. In 2:46,84 min war Janne auch auf dieser Distanz nicht zu schlagen und freute sich zurecht im Ziel über den zweiten Tagessieg. Im Hochsprung überquerte Janne abschließend eine Höhe von 1,35 m, die für Platz 3 und die dritte persönliche Bestleistung des Tages reichte. Jannes Mannschaftskolleginnen Maia Laddicke sowie Lucy-Marie Manthen, die beide noch jüngeren Jahrgängen angehören, starteten in Delmenhorst bei der W123 „hoch“ und nutzten die Chance gegen gute Konkurrenz zu starten ebenfalls für neue persönliche Bestleistungen. Über 75 Meter sprintete Maia 12,04 sec schnell und Lucy-Marie 13,08 sec. Über 800 Meter trat Lucy-Marie ein weiteres Mal an und blieb in 2:55,03 min ebenfalls deutlich unter der 3-Minuten Grenze.

 

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