Carolin Kirtzel gewinnt in München

Carolin Kirtzel stand in München ganz oben auf dem Siegerpodest
Leichtathletik
Dienstag, 11.10.2022 / 08:20 Uhr

Olaf Kelterborn

Das zweite Oktoberwochenende stand, knapp eine Woche nach dem Bremer swb Marathon, erneut ganz im Zeichen des Langlaufes. In München wurde der Generali Marathon ausgetragen und in Chicago fand der beliebte Bank of America Marathon statt. Bei beiden Events waren grün-weiße Athlet:innen vertreten…und das durchaus erfolgreich.

Für das Highlight aus Werder Sicht sorgte die Top Läuferin Carolin Kirtzel auf der Halbmarathondistanz in München. Nach einer chaotischen Anreise mit ausgefallenen Zugverbindungen und kurzfristiger Umbuchung auf einen Flug schaffte es die Werderanerin gerade noch rechtzeitig in der bayerischen Landeshauptstadt zu sein um ihre Startnummer in Empfang zu nehmen. Dementsprechend stand sie einen Tag später gut gelaunt und top motiviert an der Startlinie, was sicherlich auch daran lag, dass sie ihre Referendariatsprüfung Mitte der Woche erfolgreich absolvieren konnte: „Da ist schon einiges an Stress von mir abgefallen, das muss ich sagen“, so Carolin vor dem Rennen.

Auf der Strecke präsentierte sich die Werder-Läuferin dann von ihrer besten Seite. Mit einem wahnsinnig hohen Temposchnitt von 3:32 min pro Kilometer „flog“ sie geradezu über die Strecke und hatte dabei nach eigenen Worten „ein richtig gutes Gefühl“. Es lief rund für Carolin Kirtzel und das sollte sich auszahlen. Nach gerade einmal 1:14:40 überquerte die Grün-Weiße freudestrahlend mit exakt zwei Minuten (!!!) Vorsprung auf die Zweitplatzierte als Siegerin des Tages die Ziellinie im historischen Münchener Olympiastadion. Ein großartiger Erfolg für Carolin, der hoch zu bewerten ist.

Ebenfalls mit einem tollen Gefühl kam Uwe Waldhaus in München ins Ziel. Der „Bergspezialist“ hatte den München Marathon ganz besonders aufgrund des Zieleinlaufes im Olympiastadion in seine Saisonplanung mit integriert und sich mit der Zielsetzung „einen Genusslauf hinzulegen“ an die Startlinie gestellt. Bis Kilometer 26 war der Werderaner recht schnell unterwegs, wusste allerdings genau einzuschätzen, dass er „dieses hohe Tempo nicht durchhalten wird“. Dementsprechend traf es sich gut, dass zu diesem Zeitpunkt ein Läufer aus Österreich neben ihm auftauchte, der leichte Probleme mit seinem Oberschenkel hatte. Uwe nahm sich ihm an, „weil ich zeitlich nichts Besonderes vor hatte. Wir liefen die letzten 16 Kilometer gemeinsam, unterhielten uns über alles Mögliche und merkten so gar nicht wie ein Kilometer nach dem anderen verging. Um bevor wir es merkten waren wir auch schon vorm Olympiastadion angekommen. Da habe ich wieder einmal gesehen, dass es viel einfacher ist gemeinsam zu laufen und dass ich meinem österreichischen Mitläufer helfen konnte freut mich natürlich auch.“

Der Zieleinlauf war für Uwe tatsächlich dann auch etwas ganz Besonderes. In 4:03:21 kam er auf Rang 230 seiner Altersklasse M40 ins Ziel und gab anschließend zu Protokoll, dass damit „ein weiteres Olympiastadion auf meiner Liste läuferisch abgehakt ist. Zwei weitere Stadien in Europa stehen aber mindestens noch auf meiner persönlichen Wunschliste…da werde ich in den nächsten Jahren mal schauen wo es mich so hin verschlägt.“ Zunächst einmal blieb der positive Eindruck aus München, eine schöne Finishermedaille und ein Erinnerungsfoto mit seinem Laufidol Dieter Baumann. Läuferherz was willst du mehr?

Viele Kilometer entfernt, in Chicago, erfüllte sich derweil Sophie Franke einen Traum. Zum fünften Mal in ihrem Leben wollte sie einen Marathon finishen, wofür sie sich diesen ganz besonderen Ort aussuchte. Nach einigen touristischen Erlebnissen in der Woche zuvor stieg ihre persönliche Anspannung spätestens mit der Abholung der Startunterlagen nahezu stündlich an. Am Tag des Events war die Aufregung dann besonders groß und fiel erst mit dem Startschuss nach und nach etwas ab. Sophie, die ohne irgendwelche Zielzeitvorstellungen ins Rennen ging, teilte sich ihren Lauf wunderbar ein und hielt ihr Durchschnittstempo nahezu konstant durch. Die bei Läufern beliebte Strecke führte quer durch die Stadt, wobei unter anderem sechs Mal der Chicago River über verschiedene Brücken überquert wurde.

Nach knapp 4,5 Stunden war es dann soweit: Sophie hatte das Ziel auf dem Colombus Drive in der Nähe des Monroe Harbor direkt vor Augen. Die Werderanerin strahlte über das gesamte Gesicht und genoss die letzten Meter in vollen Zügen. Glücklich und zufrieden kam Sophie nach 4:31:19 im Ziel an und wurde damit nebenbei 1.390. der Altersklasse weiblich 30-34. Der fünfte Marathon ihres Lebens und der zweite der "großen 6 in der Welt" war geschafft und eins stand für sie im Ziel fest: „Diesen großartigen Lauf in Amerika werde ich niemals vergessen.“

 

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