Ein außerordentlich erfolgreiches Pfingstwochenende

Die 4x100m Staffel der Frauen sprintete in Zeven zur DM-Qualinorm © Jörg Großmann
Leichtathletik
Dienstag, 07.06.2022 / 12:10 Uhr

Olaf Kelterborn

Tolle Wettkampfbedingungen, warme Temperaturen und gute Form bei den Werder Athletinnen und Athleten. Es passte viel zusammen am Pfingstwochenende bei den verschiedenen Wettkämpfen in Zeven, Berlin und im Harz. Dementsprechend purzelten viele Bestleistungen und es wurden zahlreiche DM-Quali-Normen geknackt.

Los ging es in Berlin, wo vor allem zahlreiche „Springer“ an den Start gingen. Stabhochsprung-Ass Lars Keffel war einer von ihnen und strahlte nach dem Wettkampf mit der Sonne um die Wette, denn er hatte es tatsächlich geschafft aus noch verkürztem Anlauf seine persönliche Bestleistung von vor vier Jahren zu überbieten. Seine übersprungenen 4,90 Meter bedeuteten gleichzeitig die Qualifikation für die Deutschen U23 Meisterschaften. Ein toller Erfolg, den er selbst auch darauf zurückführt, dass er „seit einiger Zeit viel Unterstützung vom Stabhochsprungtrainer Klaus Roloff vom MTV Holzminden hat. Er hat neue Reize für mich geschaffen und bringt mich gut nach vorne. So kann es weitergehen“, so der Werderaner.

Ebenfalls in Berlin war das Mehrkampf- und Sprungteam unter der Leitung von Trainer Roman Fricke am Start. Auch hier stimmte die Form, was vor allem Nico Hesse im Hochsprung der Männer demonstrierte. Erstmals in seinem Leben übersprang Nico eine Höhe von 2,04m und war damit an diesem Tag nicht zu schlagen. Bis zur DM-Norm fehlen dem Werderaner damit „nur“ noch 4 Zentimeter. Ebenfalls im Hochsprung erfolgreich war Mareike Max. Mit übersprungenen 1,72m stabilisiert sie sich auf einem kontant guten Niveau und blickt optimistisch auf die weiteren Wettkampfstarts.

Einen richtig klasse Tag erwischte Emma Strauß in der weiblichen Jugend U20. Bei allen drei Starts, im Kugelstoßen (10,48 m), über 100m Hürden (16,53 sec.) sowie im Weitsprung (5,29 m) gelangen der Werderanerin neue persönliche Bestleistungen. Damit ist sie bestens vorbereitet für den „Tag der Überflieger“ am 12. Juni in Essen, wo dann auch Keno Krieger und Jannes Wilkens, Wiebke Oelgardt, Jona Fricke, Finja Damaschke und Lasse Pixberg am Start sein werden, die in Berlin in ihren Disziplinen ebenfalls gute Ergebnisse erzielen konnten. „Wir sind auf dem richtigen Weg, die Formkurve steigt bei allen Athleten immer weiter an, deshalb freuen wir uns gemeinsam auf die nächsten Starts“, so Trainer Roman Fricke nach dem Wettkampf.

Beim traditionellen Pfingstsportfest in Zeven waren es derweil vor allem die Sprinterinnen, die für Furore sorgten. Sandra Dinkeldein gelang beispielsweise auf der 100 Meter Strecke bereits im Vorlauf eine Zeit von 11,70 sec. Damit qualifizierte sie sich in der ersten Disziplin für die Deutschen Meisterschaften. Es sollte aber nicht ihre einzige Norm bleiben an diesem Wochenende, denn auch die 4x100m Staffel knackte die Qualifikationsmarke. In der Besetzung Tatjana Gerbrandt, Sandra Dinkeldein, Theresa Stein und Svea Kittner lief das Werder Quartett der Konkurrenz weit voraus und überquerte die Ziellinie in sehr guten 46,46 sec. „Es war uns wichtig, dass wir die Norm abhaken können“, so Trainer Andrei Fabrizius, der sich „besonders für die Mädels freut, dass sie wieder ein gemeinsames DM-Erlebnis haben werden in diesem Jahr. So etwas ist immer was ganz Besonderes.“  

Freuen konnte sich auch Sandy Sakyi, die in diesem Jahr bei der Jugend DM dabei sein wird. Über 200 Meter lief die Sprinterin zu einer neuen persönlichen Bestzeit in 25,50 sec und platzierte sich damit in Zeven auf einem tollen zweiten Rang in einem top besetzten Feld. Gleichzeitig unterbot sie damit souverän die DM-Norm für die nationalen Jugend Titelkämpfe. Über 100m Hürden gelang ihr gleich das nächste Meisterstück. In 14,12 sec war Sandy 8 hundertstel Sekunden schneller als die bisherige Inhaberin des Bremer Landesrekordes, Frauke Fiß, die den Rekord im Jahr 1987 aufstellte. „Die Leistungen sind ein Zeichen dafür wie stark Sandy ist und was wir noch von ihr erwarten können“, so Trainer Andrei Fabrizius.

Ebenfalls gut unterwegs auf den Hürdenstrecken waren Zoe Gercken bei den Frauen und Bornja Bujdo in der U18. Borna sprintete im Vorlauf nach 14,66 sec durchs Ziel und bestätigte diese Zeit im Endlauf mit 14,67 sec noch mal. Zoe Gercken wurde Zweite bei den Frauen in 15,14 sec. Ihr Bruder Jannis Gercken, der bei den Männern über 110m Hürden startete, wurde ebenfalls Zweiter in 14,95 sec.

Neben den Bahnathleten war mit Uwe Waldhaus auch wieder ein Langläufer aktiv am Pfingstwochenende, dieses Mal beim 41. Harzgeröder Klippenlauf. Der Werderaner hatte für den Halbmarathon gemeldet und absolvierte diesen in 1:31:27 Std. Damit wurde er Erster der Altersklassenwertung der M40. Allerdings hatte das Rennen so seine Tücken: „Auf den letzten 7 Kilometern wurden viele Läufer durch einen Streckenposten fehlgeleitet und liefen deshalb eine andere Distanz als den Halbmarathon. Das war etwas irritierend und den Veranstaltern hinterher etwas unangenehm. Allerdings fand ich das Rennen insgesamt sehr schön und werde definitiv wiederkommen, vor allem, weil ich für den Fauxpas des Streckenpostens einen Freistart für das nächste Jahr erhielt. Passt also alles“, so Uwe Waldhaus nach dem Rennen.

 
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