Dreimal Bremer Stolz

Werders Leichtathleten schaffen zwei nationale Medaillen sowie einen Finaleinzug
Werders DM-Trio kehrte mit tollen Erfolgen aus Heilbronn zurück
Leichtathletik
Montag, 07.09.2020 / 06:28 Uhr

Olaf Dorow / Weser Kurier 07.09.2020 (Seite 22 / Sport)

Das hat sich gelohnt. Mit diesem sehr angenehmen Gefühl hat sich die kleine Werder-Delegation nach den deutschen Jugendmeisterschaften wieder auf die Rückfahrt von Heilbronn begeben. Mit drei Athleten war der SV Werder in Heilbronn vertreten. Heraus kamen zwei Bronzemedaillen, eine für den Sprinter Noah Oalbisi über 100 Meter in der U 18, eine für Wiebke Oelgardt im Speerwurf der U 20, sowie die erste Finalteilnahme bei einer nationalen Meisterschaft von Hürdenläuferin Zoe Gercken. Sie wurde über 100 Meter Hürden der U 20 Fünfte.

Glücklich und stolz sei sein Athlet mit der Medaille, sagte Trainer Andrei Fabrizius über sein Talent Noah Olabisi. Das war am Ende nach einer Leistung von 10,70 Sekunden, zeitgleich mit dem Zweiten, Lennart Hartenberg aus Wattenscheid, aufs Podest gestiegen. Es siegte Chidiera Onuoha vom THC Brühl in 10,56 Sekunden. Onuoha und Olabisi hatten die Vorläufe dominiert. 10,64 für den Brühler, 10,67 für den Bremer. Im Endlauf konnte der eine sich steigern, der andere nicht.

Es sei ein Festival der Fehlstarts gewesen, so schilderte Fabrizius den 100-Meter-Tag. Was die Nerven der Sprinter nicht eben beruhigt habe. In seinem Vorlauf sei sein Athlet schließlich später als die Konkurrenz aus dem Startblock gekommen und habe locker und flüssig das Feld von hinten aufgerollt. Im Finale, in dem es erneut zunächst einen zweiten Start gab, misslang der Beginn erneut. Olabisi war wieder zunächst mal hintendran. Diesmal jedoch blieb er laut Fabrizius nicht locker und flüssig in seinem Laufstil.

Glücklich über seine DM-Medaille: Noah Olabisi

Diesmal habe er es quasi mit Gewalt versucht. „Wenn er es so wie im Vorlauf gemacht hätte, dann wäre er problemlos herangekommen“, vermutete Fabrizius. Aber im Endlauf, im Kampf um die Medaillen, locker und gelöst zu bleiben, gelingt selbst gestandenen Athleten nur manchmal. Noah Olabisi schaffte es immerhin zu einer Medaille, zu seiner Medaille. In seinen letzten beiden Meisterschaftsfinals hatte er einen Fehlstart produziert beziehungsweise im Losentscheid nach einer auf die Tausendstelsekunde identischen Zeit zum Konkurrenten die Teilnahme verpasst. Aus Heilbronn konnte der knapp 18 Jahre junge Mann nun mit Edelmetall sowie einer Berufung des nationalen Verbandes heimkehren. Er gehört jetzt zu den Athleten, die im Bundeskader des DLV gelistet sind, und kommt damit in den Genuss von Fördermaßnahmen.

Den Stolz aufs Erreichte konnte er teilen mit zwei jungen Damen im Trikot des SV Werder. Wiebke Oelgardt hatte sich bereits zwei Wochen zuvor über einen fünften Platz im Siebenkampf der U 20 freuen können, als in Vaterstetten die deutschen Jugend-Mehrkampfmeisterschaften ausgetragen wurden. Für die Titelkämpfe in Heilbronn hatte sich die vielseitige Athletin gleich in drei Disziplinen qualifizieren können. Jeweils am Sonntag versuchte sie sich im Hürdensprint, im Weitsprung und am Ende im Speerwerfen.

Dort war sie mit der neuntbesten Weite der Konkurrenz gemeldet – und gehörte im Wettkampf zu jenen Werferinnen, die ihre gemeldete Leistung bestätigen konnten. Sie verbesserte sich sogar um einige Zentimeter. Im vierten Versuch flog ihr Speer 47,09 Meter weit, damit hatte sie eine neue persönliche Bestmarke sowie einen neuen Bremer Landesrekord aufgestellt. „Ich wollte Bestleistung werfen und finde es toll, dass es sogar für eine Medaille gereicht hat“, sagte die Jura-Studentin. Im Weitsprung und im Hürdensprint langte es zwar, vorhersehbar, nicht zu vorderen Platzierungen. Aber immerhin: Mit 15,08 Sekunden über 100 Meter Hürden sowie mit 5,89 Metern im Weitsprung blieb sie auch hier im Bereich ihrer Bestwerte.

Bremer Stolz Nummer drei bestand aus Zoe Gercken. Sie hatte nach zwei Fehlstarts der Konkurrenz im Hürdenfinale die Nerven behalten und wurde mit einer Zeit von 14,49 Sekunden schließlich Fünfte. 

 
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