Fünf DM-Finalplatzierungen in Berlin

Die 4x100m Staffel der Frauen sprintete auf Rang 4
Leichtathletik
Montag, 05.08.2019 / 21:23 Uhr

Sandra Dinkeldein

Schauplatz der diesjährigen Deutschen Meisterschaften war das berühmte Berliner Olympiastadion. Werders Leichtathleten zeigten sich vor großartiger Kulisse mit fünf Platzierungen in den Top-8 in bester Form zum Saisonhöhepunkt.

Die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen fanden am vergangenen Wochenende im Rahmen der „Finals“ im Berliner Olympiastadion statt. Die Meistertitel in der Leichtathletik wurden dieses Jahr gleichzeitig mit den Titeln von neun weiteren Sportarten in der Hauptstadt Berlin vergeben. Mit dabei war auch eine große Gruppe grün-weißer Leichtathleten, die vor atemberaubender Kulisse zu großartigen Leistungen gepusht wurden. Fünf Einzelstarter und zwei Staffeln hatten sich im Vorfeld der Meisterschaften für die Teilnahme qualifiziert und konnten sich auf einen außergewöhnlichen Wettkampf freuen.

Für einen der größten Erfolge aus Werder Sicht war am Sonntagvormittag die 4x100m Staffel der Frauen verantwortlich. In der Besetzung Yelena Pelz, Sandra Dinkeldein, Rahel Rüdel und Svea Kittner sprinteten sie im schnellsten und letzten der fünf Zeitfinals gegen die besten deutschen Staffeln und kamen als Vierte aus der letzten Kurve. Auf der Zielgeraden zeigte die Schlussläuferin Svea ein starkes Rennen, holte die Wattenscheider Schlussläuferin ein und musste nur noch die deutsche Meisterin über 100m und 200m, Tatjana Pinto, vorbeiziehen lassen. Im Ziel stoppte die Zeit dann bei hervorragenden 45,08 sec, was neben einer neuen persönlichen Bestzeit auch eine Verbesserung des eigenen Bremer Landesrekords um fast vier Zehntel und Rang 4 in der Endabrechnung bedeutete.

Für das nächste herausragende Ergebnis sorgte Philip Kass, der zeitgleich zu den Staffelläufen mitten im Stabhochsprungwettbewerb zu Gange war. Ihm gelang ein super Einstieg in den Wettkampf und er übersprang die Höhen 5,01m und 5,21m jeweils im ersten Versuch. Bei 5,31m musste er dann ein wenig zittern, sprang nach einem Stabwechsel im dritten Versuch aber auch sicher über diese Höhe. Die 5,41m schaffte er mit dem neuen Stab direkt im ersten Versuch und stellte damit seine persönliche Bestleistung und den eigenen Bremer Landesrekord ein. Mit dieser Leistung landete er auf einem tollen 5. Rang und konnte zum Saisonhöhepunkt seine gute Form bestätigen.

Tags zuvor konnte Stina Seidler im Stabhochsprung der Frauen ihr Können unter Beweis stellen. Sie sprang souverän bis über die Höhe von 4,11m und musste sich nach guten Versuchen erst den 4,21m geschlagen geben, die eine Verbesserung ihrer persönlichen Bestleistung bedeutet hätten. Die übersprungenen 4,11m bedeuteten im gesamten Feld der besten deutschen Stabhochspringerinnen einen hervorragenden 6. Rang.

Zum Abschluss der Deutschen Meisterschaften fanden am Sonntagabend die 200m Finals der Frauen und Männer statt. Mit Sandra Dinkeldein und Svea Kittner hatten sich gleich zwei Bremer Sprinterinnen in den Halbfinals am Vormittag für das Finale der besten acht qualifiziert. Bei einer großartigen Atmosphäre mit rund 34.000 Zuschauern belohnten sich die beiden Mannschaftskolleginnen nach dem Staffelerfolg für die harte Trainingsarbeit der letzten Monate. Nach 23,85 sec und 24,29 sec kamen Sandra und Svea (Vorlauf 24,08 sec) ins Ziel, was in der Endabrechnung die Ränge 7 und 8 in Deutschland bedeuteten.

Am Tag vorher war Sandra auch über die 100m unterwegs und schrammte mit 11,60 sec nur knapp an ihrer persönlichen Bestleistung vorbei. Damit bestätigte sie ihre gute Form diese Saison und erreichte einen guten 11. Rang im Teilnehmerfeld der 100m-Sprinterinnen.

Fabian Linne war der letzte Bremer Einzelstarter. Er lief das erste Mal nach dem verletzungsbedingt verpassten EM-Start wieder seine Paradestrecke, die 200m. Nicht ganz schmerzfrei, aber froh gelaufen zu sein, sprintete er 22,03 sec im zweiten Halbfinale. Damit landete der gerade erst 19-jährige auf dem 12. Rang in Deutschland.

Etwas tragisch verlief das Rennen des 4x100m Staffelquartetts der Männer. Nach einer kurzfristigen Umbesetzung aus Verletzungsgründen auf dem Aufwärmplatz, ging die Staffel erstmalig in der Besetzung Noah Olabisi, Fabian Netzlaff, Gino Beckmeier und Fabian Linne an den Start. Beim ersten Wechsel hatten die Sprinter Probleme mit der Übergabe des Staffelstabs und überliefen die Wechselzone. Somit schieden sie leider aus dem Rennen aus und mussten die Hoffnung auf eine gute Platzierung unter den besten deutschen Staffeln aufgeben.

 

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