DM Qualis und viele Top-Ergebnisse

Fabian Linne sprintete auf der 200 Meter Strecke zu einer neuen Bestzeit © Jörg Großmann
Leichtathletik
Montag, 21.05.2018 // 13:54 Uhr

Olaf Kelterborn

Die Rahmenbedingungen beim diesjährigen Pfingstsportfest in Zeven und beim Springermeeting in Holzminden hätten kaum besser sein können. Warme Temperaturen und sehr gute Konkurrenz aus dem Norden Deutschlands führten zu zahlreichen Bestleistungen und Qualifikationsnormen für Meisterschaften.

In Zeven gab es gleich mehrfach Grund zum Jubeln. Zunächst einmal waren dafür die Sprinter verantwortlich, die sich auf diversen Strecken für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren konnten. Den Anfang machte Fabian Netzlaff, der das 100 Meter Finale in 10,61 sec für sich entscheiden konnte und damit sowohl das Ticket für die U23 DM in Heilbronn als auch die Erwachsenen DM in Nürnberg lösen konnte.  

Gemeinsam mit seinen Mannschaftskollegen Lasse Spohler, Gino Beckmeier und Fabian Linne sprintete er anschließend mit der 4x100m Staffel zu sehr guten 42,06 sec, womit das Quartett ebenfalls bei den nationalen Titelkämpfen an den Start gehen kann. Schlussläufer Fabian Linne überzeugte am Sonntag auch auf der 200 Meter Strecke. In 21,67 sec stellte der Athlet aus der Trainingsgruppe von Andriy Wornart eine neue persönliche Bestzeit auf, qualifizierte sich für die U20 DM und ist nur noch knappe 5 hundertstel Sekunden vom Bremer Landesrekord entfernt.

Die 4x100m Staffel der Männer löste in Zeven das DM-Ticket © Jörg Großmann

Das 4x100m Frauenteam in der Besetzung Sarah Narloch, Sandra Dinkeldein, Rahel Rüdel und Katarina Rocke tat es dem grün-weißen Männerquartett gleich und lief als erstplatzierte Mannschaft in 47,78 sec über die Zevener Ziellinie, auch ihre Zeit bedeutete DM-Quali-Norm. Im 100 Meter Einzelrennen der Frauen knüpfte Sandra Dinkeldein an ihre tolle Form vergangener Jahre an und darf sich nun auf einen Start in Nürnberg freuen, ihre Zeit von 11,85 sec bedeuteten beim Pfingstsportfest einen sehr guten zweiten Rang. Sprinttrainer Andrei Fabrizius war dementsprechend sehr zufrieden: „Es hat viel gepasst an diesem Wochenende. Für die schnellen Disziplinen ist solch ein Wetter natürlich auch ein Traum, dementsprechend sind wir alle glücklich, dass es mit den vielen Qualis geklappt hat. Ein besonderer Dank gilt auch Lasse, der kurzfristig für den von Krämpfen geplagter Timo Lange ist das Staffelquartett gerückt ist und seine Rolle hervorragend ausgefüllt hat.“

Aus der Trainingsgruppe von Roman Fricke gab es ebenso viele erfreuliche Resultate zu bestaunen. Mareike Max löste zum Beispiel in ihrem zweiten Wettkampf der Saison mit übersprungenen 1,78m souverän das Ticket für die Deutschen Meisterschaften. Von ihr darf man im weiteren Saisonverlauf mit Sicherheit noch Steigerungen erwarten, denn sie findet nach und nach zu ihrem gewohnten Rhythmus zurück.

Die U16 Staffel des SV Werder gewann die U18 Konkurrenz © Jörg Großmann

Im U18 Bereich glänzte ganz besonders Tim-Ole Silze, der sowohl über 200m in 23,39 sec als auch im Weitsprung mit sehr guten 6,91m neue persönliche Bestmarken aufstellte.  Wiebke Oelgardt, ebenfalls aus der U18 Altersklasse, startete gleich in drei Disziplinen und verbesserte ihre eigene Bestmarke über 200 Meter auf nunmehr 26,49 sec. Alexander Stauffenberg (M21) legte im Sprint über 100 Meter ebenfalls zu und verbesserte sich auf 12,35 sec. In seiner Paradedisziplin, dem Dreisprung, gelangen ihm anschließend gute 12,98m.

Neben den älteren Jahrgängen gingen in Zeven auch Werders U16 Athletinnen und Athleten an den Start in der höheren U18 Altersklasse. Während es für die Jüngsten hauptsächlich um das Sammeln von Wettkampferfahrungen gegen starke nationale Konkurrenz ging, setzte das weibliche Staffelteam einen echten Glanzpunkt. Tatjana Gerbrandt, Beata Bujdo, Philine Rasch und Joanna Otoko gewannen das Rennen in 51,22 sec und schrammten nur knappe 24 hundertstel Sekunden an der DM-Qualinorm vorbei. „Wer weiß was da noch drin ist in den nächsten Wochen“, freute sich Coach Frank Krüger. Auf der Stadionrunde von 400 Metern hinterließ Beata Bujdo einen sehr guten Eindruck. Sie lief 61,46 sec und wird nun bei den U18 Landesmeisterschaften in Papenburg versuchen „die Älteren ein wenig herauszufordern“, so Krüger weiter.

Philip Kass war in Holzminden nicht zu schlagen

Parallel zum Pfingstsportfest gingen die Stabhochspringerinnen und –springer in Holzminden auf Höhenjagd. Den besten Eindruck hinterließ dabei Philip Kass, der zwar noch aus verkürztem Anlauf sprang, aber dabei dennoch 5,20m überwinden konnte. In Holzminden sprang Niemand höher, so dass er sich über den Tagessieg seiner Altersklasse freuen konnte. Zunächst freute sich auch Lars Keffel über die geschaffte DM-Qualinorm von 4,70m. Die Freude hielt aber nur kurz an, denn kurz danach musste er den Wettkampf verletzungsbedingt beenden. „Sein Oberschenkel hat leider dicht gemacht. Wir müssen nun schauen wie lange Lars aussetzen muss, denn sein Ziel, die internationale Norm von 5,10m zu springen, ist damit schon ein wenig in Gefahr“, beschreibt es Trainer Leszek Kass zutreffend. „Unser größter Gegner in den nächsten Wochen wird die Zeit sein.“

Überhaupt nicht in den Wettkampf fanden die weiblichen Springerinnen. Kim-Michelle Schwenke schied nach für sie selbst inakzeptablen 3,15m aus und Elizabete Vetra stand am Ende sogar, trotz derzeit tollen Trainingsleistungen, ganz ohne Resultat in den Ergebnislisten. Als nächstes steht für die Springerinnen und Springer nun ein Heim-Highlight an, das JUMP-OFF Meeting auf Platz 11 am Bremer Weserstadion, welches am Samstag, den 26.05.2018 ausgetragen wird.

 

Letzte Videos