Kim-Michelle Schwenke auf der Überholspur

Kim-Michelle Schwenke nähert sich der EM-Quali Norm
Leichtathletik
Sonntag, 15.05.2016 // 10:41 Uhr

Von Olaf Kelterborn

Wie bereits in den letzten Jahren reiste Werders Stabhochsprungteam an Pfingsten zum Meeting nach Holzminden. Dabei trumpfte vor allem Kim-Michelle Schwenke auf. 

Gut gelaunt und motiviert machten sich alle Springerinnen und Springer auf den Weg, die Trainingseinheiten in der Woche liefen bei allen Athleten sehr gut und so stieg die Vorfreude auf den Wettkampf immer mehr. Nach vielen tollen Tagen mit sommerlichen Temperaturen sollte in Holzminden jedoch das Wetter eine große Rolle für den Wettkampfverlauf spielen.  

Am Vormittag starteten zunächst die männlichen und weiblichen U18-Springer. Nach einem relativ guten Einspringen gelang Rufus Goldbecker eine Höhe von 3,65m und Lutz Hentschel eine Höhe von 4,05m. Ihr Mannschaftskollege Lars Keffel startete souverän mit 3,85m in den Wettkampf, musste anschließend aber leider aufgrund einer Verletzung den Wettkampf abbrechen. „Besonders vormittags war das Wetter geprägt von relativ starkem Wind“, so Trainer Leszek Kass. „Bei diesen schwierigen Wetterbedingungen ist es äußerst kompliziert seinen Anlauf richtig zu wählen, so dass nahezu jeder Sprung anders ist und Korrekturen nur sehr schwer umzusetzen sind.“ Unter diesen Voraussetzungen verkauften sich Liv Heinemann mit 3,35m und Elizabete Vetra mit 3,15m noch recht gut. Janina Selvarajah kam leider gar nicht zurecht und schied mit einem Salto Nullo aus.  

Im späteren Tagesverlauf nutzte Kim Michelle Schwenke die teilweise auftretenden „Schönwetterabschnitte“ optimal und steigerte sich auf sehr gute 3,75m. Damit fehlen der talentierten Nachwuchsathletin, die sich laut ihrem Trainer Leszek Kass so ein bißchen „auf der Überholspur“ befindet, nur noch 5 cm zur EM-Quali Norm von 3,80m. Bremens Sportler des Jahres 2015, Philip Kass, stieg bei 4,65m in den Wettkampf ein und hinterließ bis 4,85m einen sehr starken Eindruck. Leider schlug das Wetter dann endgültig ins Negative um, so dass der Wettkampf bei  7 Grad, starkem Wind und Regen abgebrochen werden musste. „Das gehört bei einem Freiluftsport einfach auch mal dazu“, fasste es Kass nach dem Wettkampf zusammen. „Wir lassen uns davon natürlich nicht unterkriegen, denn die Saison ist noch lang und wir sind als Team auf einem sehr guten Weg.“

 

Letzte Videos