Meike Anschütz beendet Karriere

Meike Anschütz beendet nach mehr als 15 Jahren für den SV Werder ihre Karriere (Foto: Hansepixx)
2. Handball-Bundesliga
Freitag, 24.04.2020 / 19:32 Uhr

Werders Zweitliga-Handballerin Meike Anschütz beendet ihre Karriere. Damit geht eine Ära zu Ende. Denn die 30 Jahre alte Torhüterin spielte seit der Jugend für die Grün-Weißen.

„Ich habe mir diese Entscheidung nicht leichtgemacht, denn natürlich hätte ich mir einen anderen Abschied von der Mannschaft gewünscht als in der jetzigen Situation“, sagt Anschütz. „Letztlich ist der Entschluss aber reiflich überlegt. Nach mehr als 15 Jahren Leistungshandball ist es der richtige Zeitpunkt, um aufzuhören und mehr Zeit für die Familie, Freunde und weitere Dinge im Leben, die einfach viel zu kurz gekommen sind, zu haben.“

Für die Mannschaft sei der Abschied von Meike Anschütz sportlich und menschlich ein großer Verlust, betont Patrice Giron, Sportlicher Leiter der Grün-Weißen: „Auf Meike war in den vergangenen Jahren sowohl auf dem Spielfeld als auch außerhalb immer Verlass“, sagt er. „Egal mit welcher Torhüterin an ihrer Seite – Meike war durch ihre sportliche Leistung, ihre Erfahrung und ihre Empathie stets ein sehr wichtiger Teil unseres Gespanns im Tor. Daher bedauern wir ihr Karriereende sehr.“ Gleichwohl trifft die Entscheidung die Verantwortlichen nicht unvorbereitet, auch wenn Anschütz bereits die zweite Torhüterin ist, die das Team verlässt. „Wir haben bereits gute und vielversprechende Gespräche mit geeigneten Kandidatinnen geführt und sind sicher, dass wir demnächst bekanntgeben können, mit welchem Torhüterinnen-Gespann wir in die nächste Saison gehen“, verrät Giron.

Meike Anschütz kam bereits 2003 im Alter von 14 Jahren von der HSG Schwanewede/Neuenkirchen in die Jugend des SV Werder. Seit 2008 gehörte sie zum Kader der ersten Mannschaft und schaffte mit ihrem Team 2015 den Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Meike Anschütz ist ein Werder-Urgestein. Sie hat sich stets auch außerhalb der Mannschaft engagiert und genießt durch ihre lange Zugehörigkeit zum Verein sowie ihre starke Identifikation mit dem SV Werder einen hohen Stellenwert in der Abteilung. Mit ihren Fähigkeiten auch über den Sport hinaus eignet sich Meike für eine Vielzahl von Aufgaben. Daher würden wir uns freuen, wenn sie sich auch in Zukunft für den Werder-Handball engagiert“, sagt Martin Lange, Vorsitzender Handball der Grün-Weißen. Und auch Anschütz unterstreicht, dass ihr Ende als aktive Spielerin nicht den Abschied vom Handball beim SV Werder bedeuten soll: „Handball ist mein Sport, Werder ist mein Verein“, sagt sie. „Ich habe große Lust, weiter in der Abteilung mitzuarbeiten.“

 

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