Wofür zahlen wir eigentlich GEZ?

Dieses Thema im Forum "Fußball Europameisterschaft 2008" wurde erstellt von gelöscht, 26. Juni 2008.

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  1. Birke

    Birke

    Ort:
    Oyten
    Mein Fernseher misst etwa 30 cm in der Diagonale und hat nur einen Lautsprecher. Ich fand Bild und Ton klasse!

    Nee - mal ehrlich: Sich über den teuer bezahlten Ton zu beschweren halte ich etwas nerdig. Viel nerviger waren da doch wirklich die "Nebenberichterstattungen", auf solchen "Journalismus" kann ich auch verzichten.
     
  2. Kink

    Kink

    Ort:
    Am Meer
    You are talking out of my soul.
    Ordentlicher, zurückhaltender, gewitzter Journalismus ist bei Sportereignissen im Öffentlich-Rechtlichen schon lange nicht mehr zu erwarten. Das schwankt immer zwischen debiler Oktoberfestberichterstattung, Anbiederei und falsch verstandenem "kritischen" Journalismus - nämlich dem Herumnörgeln und Erfinden von Problemen. Hinzu kommt, sozusagen als Krönung, die nur noch alberne Kriegsrhetorik eines Bela Rethy, der von (modernem) Fussball ebenso wenig versteht wie von der deutschen Sprache.

    ARD und ZDF versuchen sich immer wieder darin, den Geschmack des "Pöbels" zu bedienen. Leider macht sich schnell bemerkbar, dass der Pöbel Pöbel ist, weil er eben keinen Geschmack hat. Allein der Vergleich der "rasenden Comedians" Pocher (ARD) vs. Elton (Pro7) zeigt, was den Öffentlichen abgeht: Ehrlichkeit und Esprit. Denn dieser Elton, Gott bewahre mich davor, ihn als Fernseh-Heiland zu preisen, reflektiert den Schrott, den er produziert. Er findet eigentlich die Tatsache, solchen Quatsch durchziehen zu können lustiger, als den Quatsch selber. Das ist herzerfrischend und geht sämtlichen ARD/ZDF-Menschen total ab.
    Sie halten sich für wichtig. Doch Journalismus hört auf, Journalismus zu sein, wenn die Berichterstatter damit anfangen, Teil des Ereignisses werden zu wollen. Sie müssen hinter dem Ereignis zurücktreten. Zurücktreten ist ein gutes Stichwort...

    Der Mut, einfach mal die Klappe zu halten. Den Fußball Fußball sein zu lassen.
    Die Sensationen nicht ständig fordern, sondern dem "Publikum" die Chance geben, sein eigenes Spiel, das Turnier als solches zu sehen.

    Reportagen über die Fußballkultur der verschiedenen Länder hätte ich mir gerne angesehen. Wenn EM ist, dann kann man auch mal soetwas bringen. Aber doch nicht jeden Tag stundenlange Krampf-Comedy über ein Thema, das nicht lustig ist (Fußball) und bei dem wir als Fans gefälligst unsere eigenen Witze, Sprüche und Running Gags entwickeln wollen. Live-Schalten zur DFB-Pressekonferenz und Beiträge in der Tagesschau (!) über den Zustand von Ballacks Bein! Lächerlich. Traurig.

    Mich kotzt diese Rundumversorgung mit medialem Müll einfach nur noch an.
    Hugh Greene würde sich im Grabe umdrehen.
     
  3. Gefolgt von "Ich kann hier nichts verstehen, habe keine Ahnung, ob sie in * etwas verstehen kann, aber ich denke, man sieht, wie gut hier die Stimmung ist.
    Also zurück nach *."

    @Kink
    Das Problem ist eben, dass Fußball nicht mehr der Sport einer eingeschworenen Menge ist, die etwas davon verstehen und dafür leben, sondern die Überzahl der Leute, die sich Fußball ansehen, das nur zu den großen Turnieren der Nationalmannschaft machen.
    Allerdings sind sie auch so zahlungskräftig, dass man sie eben gut unterhalten muss - ohne Event, Fanmeilen und Seebühnen gibt es weniger Fans und damit auch weniger Geld...
     
  4. Kink

    Kink

    Ort:
    Am Meer
    Sie haben recht, doch bedenken Sie:
    Die Öffentlich Rechtlichen BEZAHLEN Millionenbeträge, um diese "Events" übertragen zu dürfen. Die verdienen damit keinen Pfennig, im Gegenteil! Das ist doch der Skandal!
     
  5. Doch, sie verdienen.
    Nämlich indem sie Publicity bekommen und außerdem für Werbepartner attraktiver werden.
    Immerhin spricht so ein Turnier praktisch die gesamte Bevölkerung an, egal wie alt oder jung, männlich oder weiblich...
     
  6. Kink

    Kink

    Ort:
    Am Meer
    Ja, aber:
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie letztlich draufzahlen. Denn die Werbung, die während der Spiele lief war schon im EM-Paket mit drin, das waren nur die Hauptsponsoren.
    Bei der Bundesliga (Sportschau) zahlen sie letztlich auch drauf, trotz der vielen Werbung.
    Und das mit der "Publicity" wäre für Privatsender ein Grund. Er darf es aber nicht für Öffentliche sein. Denn die müssen schlichtweg Qualität produzieren. Das ist ihr Auftrag. Und das tun sie nicht. Stattdessen zapft ihnen der Sport auch noch Geld ab, dass sie dann bei anderen Sendungen einsparen müssen. Diese Rechnung geht schon seit den neunzigern nicht mehr auf.
    Was machen die Öffentlichen denn mit dieser "Publicity"? In den Sendezeiten, die die Spiele umgeben, senden sie den letzten Quatsch (siehe Waldis Sabbelclub).

    Sie beschreiben das Kalkül der Programmverantwortlichen ganz richtig. Es ist jedoch Fakt, dass es nicht aufgeht. Jedenfalls nicht im Sinne des Auftrages, den die Öffentlich Rechtlichen haben. Sie sind keine Privatunternehmen und sie sollten sich auch nicht so verhalten. Das "der Markt" es verlangt, mag ja sein. Doch die ÖR sollten selbstbewusster auftreten und sich als außerhalb , ja als oberhalb dieses Marktes positioniert verstehen.
     
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