Werder schließt Bremer NPD-Funktionär aus

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von clu, 20. April 2011.

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  1. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Gute und richtige Aktion von Werder:)

    Kann er sich einen anderen Verein suchen wo er Mitglied wird, wobei er das lieber sein lassen sollte.
    Selbst dem HSV wünsche ich keinen Rassist als Fanmitglied...
     
  2. Nicole

    Nicole

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    Der Typ gehört weggesperrt!

    Da man das leider nicht so machen kann, gehört er jedenfalls vom Verein ausgeschlossen. Finde den Fehler... Spricht von Werder und dass er sich dem Verein über Jahre verbunden fühlt, ist jedoch Anhänger der NPD... Passt doch klasse zusammen oder? :wall: Ist doch wie wenn man als liebstes Hobby SCHWIMMEN angibt, jedoch nicht schwimmen kann...

    Werder steht für Antirassismus! Werder steht dafür, dass alle Menschen gleich sind, scheiß egal welche Hautfarbe man hat. Aber er als NPD-Arsch, der für Rassismus steht, redet von großer Verbundenheit...

    "Dummheit kann man nicht verbieten und doch kann man etwas dagegen tun. Was gegen Dummheit hilft ist Bildung, gegen Verbote sind die Dummen oft immun..." Aber wie will man gegen solche vorgehen? Die sind so von ihrer beschissenen Welt überzeugt...
     
  3. Werder ist genau in die Falle getappt. Pühse hat erreicht was er wollte, Aufmerksamkeit vor der Bürgerschaftswahl. Man hat ihm eine Bühne gestellt.

    Zudem gebe ich aber zu bedenken, die NPD ist eine Partei die wohl vom Verfassungsschutz beobachtet wird, aber nicht verboten ist und daher keine Grundlage für einen Ausschluß bietet. In dem Buten und Binnen Bericht kam auch ein Anwalt zu Wort, der glaubt, daß Pühse bei einer Klage recht bekommen würde.....man stelle sich vor....

    Pühese ist Mitglied der NPD, aber er hat sich bis jetzt nichts zu Schulden lassen kommen in Bezug auf Werder.
     
  4. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Naja aber eigentlich darf Werder ihn ja ausschließen, denke ich jedenfalls.
    Hab gerade mal ein Zitat aus dem Worum geholt und mein hinzugefügtes Fett gemacht:

    Satzung §10 'Beendigung der Mitgliedschaft' hat folgendes geschrieben:
    Mitglieder, die wiederholt gegen die Satzung verstoßen, durch ihr Verhalten das Ansehen des Vereins schädigen Für die NPD zu stehen und tätig zu sein ist doch ein Handeln und ein Verhalten einer Person oder etwa nicht? So wird das Ansehen von Werder geschädigt. Indem eine Person Mitglied bei der NPD ist und dort handelt, aber auch im Verein Werder Bremen, wird doch das Ansehen des Vereines geschädigt. Ein Rassist Mitgleid bei Werder Bremen?
    oder eine mit § 2, Absatz 5 unvereinbare Gesinnung offenbaren,(Die Grundhaltung von Jens Pühse lässt auch zu wünschen übrig. Rassismus sehe ich als eine unvereinbare Grundhaltung an. werden aus dem Verein ausgeschlossen. Soll ein Mitglied aus dem Verein ausgeschlossen werden, ist ihm und der jeweiligen Abteilung Gelegenheit zu einer Stellungnahme (Anhörung) zu geben.

    Über den Ausschluss entscheidet das Präsidium mit der Mehrheit der Stimmen der Anwesenden. Die Entscheidung über den Ausschluss ist dem Mitglied durch eingeschriebenen Brief oder Postzustellungsurkunde zuzustellen. Die Entscheidung muss mit den Gründen und einer Rechtsmittelbelehrung versehen sein. Der Entscheidung über den Ausschluss kann das betroffene Mitglied widersprechen. Der Widerspruch muss schriftlich innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Zustellung der Entscheidung beim Ehrenrat erhoben werden. Bis zur endgültigen Entscheidung ruht die Mitgliedschaft.

    Satzung §2 'Zweck des Vereins' hat folgendes geschrieben:
    5. Der Verein fördert die Funktion des Sports als verbindendes Element zwischen Nationalitäten,
    Kulturen, Religionen und sozialen Schichten. Er bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
    unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Hautfarbe, Herkunft, Glauben, sozialer Stellung oder
    sexueller Identität eine sportliche Heimat.
    Das ist die Förderung und auch Zweck eines Vereines und mal ehrlich: Darf ein Mann der gegen die Förderziele ist, dann Mitglied bei dem Verein sein? Obwohl dieser Mann eigentlich dagegen ist. Die eine Sache ist ja wenn ihn die Ziele nicht interessieren, die andere Sache aber ist, wenn er gegen die Ziele ist und diese Ziele in seiner Partei verändern will

    So könnte es doch eigentlich zu einer Klage kommen und die auch erfolgreich sein. Ich finde jedenfalls Pühse verstößt gegen die "Regeln" .
     
  5. scheinbar sind für werder doch nicht alle gleich.

    und ob so ein rauswurf grundgesetz konform ist, muss man auch mal abwarten. konnte mir vorstellen, dass der typ klagt.

    ich möchte nicht, dass das stadion für npd zwecke mißbraucht wird. genauso wenig möchte ich aber beim fußball von anderen parteien oder der antifa vollgelöhrt werden.
     
  6. Dass die NPD nicht verboten ist, ist völlig irrelevant für die Frage nach einem Ausschluss von Pühse aus dem Verein Werder Bremen.

    Muss man nicht. Werder ist keine staatliche Organisation, sondern ein eingetragener Verein.
     
  7. Da sieht die rechtliche Situation jedoch total anders aus, sollte der klagen. Denn in der Satzung steht nichts über ein Mitglied, das man ausschließen kann, weil es Mitglied einer bestimmten demokratischen Partei ist.
    Die Aktion war natürlich geplant und Werder ist wie ein kleiner Schuljunge in die Falle getappt. Aber naja, Linke, Kapitalisten o.Ä. gibts bei uns im Verein ja bekanntlich nicht:O

    Denke mal das der eh geht, wenn der 22. Mai gelaufen ist...
     
  8. Steinkogler

    Steinkogler

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    Raus mit dem ohne großes hin und her und Ultimatum. Rechtlich prüfen ob der Ausschluss möglich ist und dann sofort handeln und kurzen Prozess machen, das mögen die Nazis doch.
     
  9. Also überwiegend reagieren hier alle mit einem radikalen Rausschmiss. Ich finde es wäre ein falsches Zeichen und unklug. Man sollte sich mit Jens Pühse vernünftig auseinandersetzen. Die ganze Sache hat Pühse bisher eher genutzt als es ihm geschadet hat. Er ist im Gespräch. Ich bin dafür, daß Werder für keine politischen Zwecke missbraucht wird, weder von Rechts, noch von Links, noch von der Mitte. Sport darf nicht für politische Interessen missbraucht werden. Aber einen Rausschmiss der sich auf Grundlage der NPD-Zugehörigkeit beruft halte ich für Blödsinn. Wird dann auch geguckt, ob sich unter den Mitgliedern Kommunisten, Zeugen Jehovas, Scientologen oder sonstwas befinden? Wäre das nicht totale Überwachung? Wie konnte es passieren, daß sich im Aufsichtsrat ein Mensch befindet, gegen den jetzt ermittelt wird (eine mögliche Veruntreuung von Spenden), Stichwort große Reederei, wo jetzt einige Leute ihren Arbeitsplatz möglicherweise verlieren? Dagegen ist die Angelegenheit Pühse ein Furz. Hätte man jetzt nicht so ein Ding davon gemacht, würde es niemanden interessieren und Pühse wäre auch nicht im Fokus der Öffentlichkeit. :wall:
     
  10. Ihn jetzt im Verein erst mal zu belassen wäre aber auch nicht so ganz der geschickte Schachzug. Das könnte von außen aus der Öffentlichkeit missverstanden werden und Werder hätte nachher ein Imageproblem am Hals. Am besten wäre es aber wenn die ganze Geschichte überhaupt erst nicht an die Öffentlichkeit gelangt wäre und man Pühse somit nicht wahrgenommen hätte. Werder hätte die Angelegenheit auch hinter verschlossenen Türen versuchen können rückgängig zu machen um zu zeigen das man rechtsradikale Personen nicht duldet. Hoffentlich ist die Satzung entsprechend gestaltet das diese Maßnahme auch möglich ist ohne das hinterher ein Rechtsstreit Aussicht auf Erfolg für ihn hätte.
     
  11. :thumb:

    Abgesehen davon, hätte einem der Name schon auffallen müssen, wenn man sich im Verein so gegen Rassismus u.ä. einsetzt. Schließlich ist er ja kein Unbekannter und besitzt keinen Allerweltsnamen wie Meier, Schmidt, Müller o.ä.!
     
  12. Ruby

    Ruby

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    Noch mal: Mitgliedsanträge werden automatisiert erfasst, da sitzt keiner und liest sich den Namen und so weiter von jedem neuen Mitglied durch!
     
  13. Hierzu ein aktueller Artikel:

    Der kalkulierte Skandal
     
  14. Nein. Es ist und bleibt für so ein Ausschlussverfahren irrelevant, ob die NPD verboten ist oder nicht. Zudem wird hier kein Ausschlussverfahren gegen eine Partei angestrebt, sondern gegen eine Person.
     
  15. clu

    clu

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    dssldrf
    und wenn schon, dann kommt er eben in die faz und kreiszeitung. glaubst du wirklich, dass ihm das eine stimme mehr bringt?

    und im gegenzug: bin ich der einzige, der sich in einem verein der so jemanden als mitglied akzeptiert weniger wohl fühlen würde?
     
  16. Eben nicht. Und das ist ein wichtiger Punkt. Werder vertritt schließlich die Interessen aller Mitglieder und es dürfte naheliegend sein, dass die Mehrzahl derer nicht an der Mitgliedschaft dieser Person interessiert ist. Sollte Pühse auf Erhalt seiner Mitgliedschaft klagen, sähe es für ihn schon mal dann schlecht aus, sollten sich genügend Mitglieder zusammen finden und z.B. mit einem Austritt ihrerseits drohen. Eine Interessensabwägung ginge dann nämlich auch vor Gericht eindeutig zu seinen Ungunsten aus.

    Wenn die NPD bei der Wahl in Bremen und er in Bremerhaven scheitert, wird der sich eh nicht gegen einen Ausschluss wehren, weil er die Region dann sowieso wieder verlässt und woanders aufschlägt. Und wenn er sich wehrt, geht ihm vor allem finanziell irgendwann die Puste aus, denn Werder muss und wird das bis zum Ende durchziehen und dürfte den längeren Atem haben.
     
  17. :confused: Weiß nicht wie Du darauf kommst mir indirekt was zu unterstellen was ich nicht gesagt habe. Der Artikel hat nur etwas ausführlicher die „mediale Inszenierung“ dieser Partei illustriert und damit die Wahlkampfthese von @slemke bestätigt. Ansonsten: Nein, Du bist nicht der Einzige.
     
  18. Das wäre etwas für einen Mediator, aber ein Gericht kann nicht darüber entscheiden, was noch passieren wird und was nicht, sondern nur über faktische Dinge. Und da ist nunmal noch nichts passiert.

    So ähnlich siehts aus, wobei der eh erledigt ist, wenn die Wahl gelaufen ist. Dann werden sich die Medien nicht mehr dafür interessieren, dass er ausgetreten ist.
     
  19. Dennoch würde ein Gericht eine solche Interessensabwägung vornehmen bzw. berücksichtigen. Insofern verstehe ich Deine Ausführung jetzt nicht.
     
  20. Ja genau, Mädchen. Am besten lebenslänglich. Demokratie ist schon scheiße, was? :rolleyes:

    Wir befinden uns hier Gott sei Dank in einem Rechtsstaat. Niemand wird hier gezwungen, andere Meinungen zu übernehmen oder zu akzeptieren. Aber ich möchte in keinem Staat leben, in welchem Andersdenkende aufgrund ihrer Ansichten "weggesperrt" werden, DANN kommen wir nämlich wieder in solche Zeiten, die DU hier offensichtlich selber verabscheust. Also überleg mal, was Du da schreibst!


    Das erste vernünftige Posting, welches ich hier in diesem Zusammenhang lesen darf. Sport und Politik sollte man möglichst trennen.

    Wenn man damit anfängt, Leute aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit auszuschließen, kann man dies beliebig fortführen. Vielleicht sollte man dann in Zukunft zum Mitgliederantrag einen Auszug aus dem Bundeszentralregister mitschicken, weil ich finde, der verurteilte Schläger usw. widerspricht dem Ethik-Kodex gleichermaßen.