Spieltagsthread: Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05

Dieses Thema im Forum "Werder Bremen - 1. FSV Mainz 05" wurde erstellt von Christian Günther, 17. September 2010.

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Wer gewinnt das Spiel?

  1. Werder!

    166 Stimme(n)
    77,2%
  2. Niemand. Unentschieden!

    9 Stimme(n)
    4,2%
  3. Mainz!

    40 Stimme(n)
    18,6%
  1. @sofatester

    wirklich guter Beitrag.

    Ich habe auch generell weniger ein Problem damit, DASS man Spiele verliert, sondern damit, WIE Werder Spiele verliert. Da läuft nämlich in 95% der Fälle das selbe Szenario ab. Jedenfalls habe ich äußerst selten nach einer Niederlage das Gefühl,"Mensch so ein Pech!". Es ist fast immer das kollektive Versagen, dass mich fassungslos macht.

    In dieser Saison wurde bereits gegen Hoffenheim insidkutabel aufgespielt, die erste Hälfte gegen Tottenham war ebenso miserabel wie das Rückspiel in Genua. Und jetzt am Samstag schon ein solch lustloser und niveauloser Auftritt. Das will einfach nicht in meinen Kopf.
     
  2. Mainz spielte ein 4-3-3.Ging aggressiv auf den Mann, lief die Räume dicht, spielte bei Ballbesitz auf Holtby, der direkt steil auf die Spitzen spielte.
    Wie reagierte Werder? 5 Offensive, kein Plan in die Spitze, keiner kümmerte sich um Holtby, konnte auch keiner, da keiner mitlief. Einfache Manndeckung hätte es schon gebracht? Auf jeden Fall Mittelfeldspieler, die Zweikämpfe gewonnen und Laufbereitschaft gezeigt hätten.
     
  3. Werderfan86

    Werderfan86

    Ort:
    Saarland
    Kartenverkäufe:
    +1
    Widersprichst du dir da nicht selbst?

    Auf der einen Seite sagst du, die Taktik war falsch/Schuld und dann sagst du es wurden keine Zweikämpfe gewonnen und keine Laufbereitschaft gezeigt.

    Also wenn man keine Zweikämpfe gewinnt und keine Laufbereitschaft zeigt, ist nach meinem Verständnis auch die beste Taktik ziemlich nutzlos... von daher sehe ich keine (entscheidenden) Taktikfehler
     
  4. Aber irgendwer oder irgendetwas muss doch dafür verantwortlich sein, dass keine Motivation da ist.
    Dass man überhaupt über so ein Thema reden muss, ganz schön beschähmend für Werder.
     
  5. Das wäre ja noch "einfach", leider liegt es aber an der Einstellung der Spieler, die sich für so toll halten, dass sie gegen kleinere Teams meinen keinen Einsatz mehr zeigen zu müssen.
     
  6. gelöscht

    gelöscht Guest

    Ort:
    NULL
    Danke für die Blumen, Leute.

    Hoffen wir gemeinsam, das die entscheidenden Personen sich ähnliche Gedanken machen.

    Es ist schon sechs Jahre her, das ich im Münchener Olympiastadion mit 10.000 anderen Werderanern die letzte deutsche Meisterschaft feiern durfte. Das war so geil, ich möchte nicht, das ich Opa bin, bevor ich das nochmal erleben darf. Zumindest möchte ich nicht wieder erleben, wie man das schaffen kann und es sich dann durch zu große Selbstzufriedenheit und eigene Dummheit selber vermasselt.

    Es hätte also schon zweimal in den letzten sechs Jahren passieren müssen, und die Tatsache, das ein über 100 Millionen Euro teurer Kader nicht klar formulieren kann oder will:

    Wir wollen (von müssen redet niemand) deutscher Meister werden,

    das irritiert mich noch mehr wie der fehlende Einsatz der Mannschaft beim gestrigen Spiel.

    Nochmal: Es geht nicht um die Tatsache, das ich eine Niederlage nicht verkraften kann. Das hat man als Fan zu können und alte Fans wie ich, die als Kinder fast jedes Heimspiel in den 70er Jahren einschließlich des Abstiegsjahrs im Stadion mitgemacht haben, die können das sowieso.

    Es geht auch nicht darum, das ich als Fan immer nur "verwöhnt" werden will.

    Es geht darum, das ich als zahlender Stadionbesucher oder zahlender Fernsehzuschauer, der die horrenden Gehälter mitfinanziert, verlangen kann, das dafür wenigstens 90 Minuten gearbeitet wird, sprich ein Mindestmaß an Einsatz, Laufbereitschaft und Engagement gezeigt wird.

    Und das solche Spiele wie die gegen Hoffenheim oder jetzt Mainz eine absolute Ausnahme bleiben. Was derzeit nicht der Fall ist. Es sind jetzt schon 2 von 4 Spielen, in denen nicht einmal das absolute Mindestmaß an Einstellung und "Arbeit" abgeliefert wurde.

    Jeder normale Arbeitnehmer bekommt beim ersten Mal eine Abmahnung und beim zweiten Mal innerhalb so kurzer Zeit die Kündigung.

    Vor diesem Hintergrund finde ich die Bemerkungen des Trainers, das die Fans immer nur "verwöhnt werden" wollen, eine absolute Frechheit. Wenn man offenbar durch sowas ablenken muss und nicht bereit ist, auch sich selbst mal in eine kritische Reflektion einzubeziehen, sollte man besser ganz die Klappe halten, das im Stillen für sich machen. Aber nicht auf den Fans rumhacken, die sich für so eine Nullvorstellung das Wochenende um die Ohren hauen und viel Geld ausgeben.

    Wie gesagt: Man gibt bei Werder mittlerweile Geld aus (fast) wie die anderen Spitzenmannschaften. Aber man stellt an den eigenen teuren (und guten !) Kader nicht die gleichen Ansprüche wie bei den Clubs, die (öfter) Erfolg haben.
    Es ist kein Wunder, wenn man dann irgendwann Spieler beisammen hat, die zu früh mit zu wenig zufrieden und nicht bereit sind, sind, sich für Titel, die man bei der Qualität ohne Zweifel holen kann, auch mal zu quälen. So kommt es zumindest rüber, wenn man sich Spiele wie das vom Samstag gegen Mainz anschaut.
     
  7. gelöscht

    gelöscht Guest

    Ort:
    NULL
    Ergänzung: Im Double-Jahr 2004 hatte Werder auch so Auftritte wie jetzt gegen Hoffenheim und gegen Mainz.

    Es war das Spiel in Pasching. Beim Rückspiel strengte man sich wenigstens an, auch wenn man erfolglos blieb. Dafür gab man danach Gas. Und schenkte erst wieder 2 Spiele ab, als man bereits Meister war.

    Jetzt hat man schon zwei Spiele abgeschenkt und ist Elfter mit 8 Punkten Rückstand auf die Spitze nach nur 4 Spielen.

    Warum stellt sich jetzt bei Werder niemand hin und sagt ganz einfach: "Wir müssen jetzt alle Spiele gewinnen" - wie Thomas Müller bei den Bayern.

    Nein, bei Werder hört man weder von der sportlichen Leitung, noch von der Mannschaft solche Töne. Statt dessen jammert man darüber, das die Fans immer nur verwöhnt werden wollen.

    Wenn man sich schon selbst so programmiert, das ein Scheitern in der Meisterschaft nicht so schlimm ist und man als 2. oder 3. schon eine Riesen-Super-Mega-Saison gespielt hat, dann schafft man auch nicht mehr als 2. oder 3. zu werden. Selbst wenn man eigentlich den schönsten und besten Fußball spielt (bzw. spielen könnte wenn man wollte).
    Und die anderen sich die Hosen nass machen vor lachen, wenn Werder mal wieder eine Meisterschaft verschenkt.

    Wie gesagt: Es fehlen anscheinend solche Typen wie Ümit oder auch Andi Reinke, denen man anmerkte, das sie geil auf den Erfolg waren und sich eben nicht so ohne Weiteres mit einem 2. oder 3. Platz zufrieden gaben.
     
  8. Zitat Werderfan86:
    Also wenn man keine Zweikämpfe gewinnt und keine Laufbereitschaft zeigt, ist nach meinem Verständnis auch die beste Taktik ziemlich nutzlos... von daher sehe ich keine (entscheidenden) Taktikfehler.

    Ich erklär es Dir gerne: Es fehlte im Mittelfeld einer, der sich um Holtby kümmerte: drei gegen zwei. Die Offensiven hätten es durch Laufbereitschaft ausgleichen können. Dennoch hätte ich mir einen dritten defensiven Mittelfeldspieler, der sicher mehr Zweikämpfe gewinnt, gewünscht und der sich um Holtby kümmert z.B. Wesley, Jensen.
     
  9. gelöscht

    gelöscht Guest

    Ort:
    NULL
    Sofatester in den Vorstand!!!!:D
    Seh das absolut genauso:tnx:
     
  10. gelöscht

    gelöscht Guest

    Ort:
    NULL
    :tnx:
     
  11. Felissilvestris

    Felissilvestris

    Ort:
    Bremen
    Kartenverkäufe:
    +7
    Sehe ich ja in weiten Teilen genauso. Und ich habe mich auch immer wieder grundlegend kritisch zu TS geäußert.

    Was mir schlicht fehlt ist ein richtiger "Leadertyp" auf dem Platz. Habe es an anderer Stelle schon einmal geschrieben: Uns fehlt so nen "Sammer"-Typ, der im Zweifel seine Mitspieler mal so richtig in den A*** tritt, wenns nicht so läuft. Stattdessen ergeben sich irgendwie alle in ihr Schicksal. Habe mal nach dem 0:1 auf die Körpersprache der einzelnen Spieler auf dem Platz geachtet und da war irgendwie keiner auf dem Platz, der irgendwie in die Hande geklätscht seine Leute angebrüllt hat und gesagt: "Jetzt aber mal los hier!"

    Dazu kommt dann noch TS, der ja egal wie so nen Spiel läuft, eigentlich immer in stoischer Ruhe auf seiner Bank verharrt.
     
  12. Tagenbaren

    Tagenbaren

    Ort:
    Home is for the heartless
    Kartenverkäufe:
    +13
    Sind wir der FC Bayern, dass wir einen 2. oder 3. Platz schon als Scheitern ansehen???

    Klar, es gab seit dem Double-Jahr schon die Gelegenheit die Meisterschaft zu holen (erinnere mich an das Jahr in dem Stuttgart Meister wurde), aber dennoch ist es vermessen, eine Platzierung unter den ersten 3 Mannschaften als Versagen zu bezeichnen!

    Bei solch einer Einstellung ist es kein Wunder, dass im Stadion erst ab einer 4-0 Führung (und die am besten schon zur Halbzeit) Stimmung aufkommt..
     
  13. gelöscht

    gelöscht Guest

    Ort:
    NULL
    Tut mir leid, Du hast mich nicht verstanden.

    Werder IST seit 6 Jahren ständig eine Spitzenmannschaft in der Bundesliga gewesen und man ist es auch jetzt noch.

    Man leistet sich einen Kader, der in einem Jahr Gehälter von mehr als 100 Mio. Euro verschlingt.
    Und der Kader ist nicht nur teuer, er ist auch saugut. Gilt für jedes Jahr seit 2004. Das Gleiche gilt für das Management und den Trainerstab.

    Da ist es völlig normal, wenn man dann auch Ansprüche formuliert. Wenn man einen Kader hat, der Meister werden kann und (meistens) auch meisterlich spielt, muss man zumindest auch sagen: "Wir können Meister werden und wir wollen Meister werden."

    Wer das nicht macht, sondern schon bei einem 2. oder 3. Platz so tut, als hätte man alle Ziele erreicht, der ist zu früh mit zu wenig zufrieden.

    Man ist dann nämlich innerlich nicht bereit, den nächsten Schritt zu machen. Man bleibt stehen. Bei der Konkurrenz ist Stillstand aber Rückschritt. Und dann ist es kein Wunder, wenn auch nicht mehr heraus kommt.

    Natürlich ist auch ein 2. oder 3. Platz ein schöner Erfolg. Dafür muss man sich natürlich nicht entschuldigen.

    Aber wenn man dann, wenn man den 1. Platz erreichen kann (und das konnte man aufgrund des Kaders und des guten Fußballs sowie der Ergebnisse mindestens in 2 Saisons seit 2004) dies nicht tut, dann muß man einfach sagen "wir haben es selber verschenkt". Zum Beispiel in den Saisons, als einmal eine schlechter spielende Bayern-Mannschaft und einmal die Stuttgarter Meister wurden.

    Und man sollte dann schon sauer auf sich sein. Ist man es nicht, dann will man nicht Meister werden. Und dann wird man es bei der starken Konkurrenz auch nicht. Wofür dann über 100 Mio. € in einem Jahr für Spielergehälter ausgeben ?

    Bei Werder sagt niemand "Wir wollen Meister werden". Und dann hat man in den Köpfen eine Einstellung, die IMMER WIEDER so einen Murks hervor bringt, wie jetzt gegen Hoffenheim und Mainz. Weil man mit so einer guten Mannschaft sich etliche solcher Pleitenspiele leisten kann und dann trotzdem noch den 3. Platz schafft. Das ist freilich bequemer, als sich den Druck zu machen, das Optimum, also den Titel holen zu wollen.

    Warum also daran was ändern, wenn schon ein 3. Platz als 100%iger Erfolg betrachtet wird ?

    Das hat mit Erfolgsfans und mangelnder Unterstützung nichts zu tun. Wenn eine Mannschaft kämpft, alles gibt und dann einfach Pech hat oder gegen einen an dem Tag wirklich besseren Gegner unterliegt, dann spüren das die Fans. Und sie leiden mit. Zumindest der große Teil der Fans, die keine Erfolgsfans sind.

    Gegen Mainz war das anders. Man konnte es sehen und sogar am TV spüren, dass keiner in der Mannschaft sich auch nur etwas gegen die Niederlage aufbäumte. Das darf nie passieren. Nicht bei einem 105 Mio. Euro kader und nicht bei einem 1 Mio. Euro kader.

    Frage: Warum passiert es dann immer wieder so krass ?
    Meine Antwort: Weil man nicht das von sich verlangt, was möglich ist. Es ist ein Kopfproblem.

    Meine eigentliche Kritik an der sportlichen Führung ist, das sie selber noch gar nicht voll erfasst haben, WIEVIEL sie in den letzten Jahren geschafft haben und WIE GUT wir mittlerweile wirklich sind.
    Nur deshalb haben wir jetzt das Problem, zu wenig vom Kader zu verlangen.
     
  14. Sehr interessanter Beitrag! Insofern noch interessanter für mich, weil ich genau das in den letzten 2 Tagen auch gedacht habe.
    Die Ziele der Mannschaft sind mir gar nicht klar. Es redet eigentlich keiner davon, und wenn dann nur mal ein "Neuankömmling, mit Werder Meister werden oder Titel holen zu wollen. Das fehlt eindeutig.
    Klar kann man nach solchen Zielen auch mal auf die Schnauze fallen, wenn man sie eben nicht erreicht. Aber wäre doch auch völlig OK!
    Meines Erachtens darf man gerne auch mal artikulieren, dass man Meister werden möchte ... nein, vielleicht sogar WILL!
     
  15. genau das ist es. habe ich an andere stelle als "fehlenden hunger" bezeichnet.

    man spielt in der liga vorne mit, man spielt im pokal mit (und schnekt das finale her), man spielt in der CL mit. die betonung liegt auf "mit"spielen. offenbar reicht das.
     
  16. Christian72

    Christian72 Guest

    Mainz ist erfolgreich gestartet. Werder hat wenig überzeugend gespielt.
     
  17. Christian72

    Christian72 Guest

    Aber mit den englischen Wochen und dem damit verbundenen Druck kommt Werder nicht klar!!!!
     
  18. Knipser

    Knipser

    Ort:
    NULL
    Ist zwar eine Theorie, die durchaus plausibel klingt, die Erfahrung spricht aber dagegen. War es nicht in der Saison 08/09, in der man am Saison-Anfang ganz klar das Ziel formuliert hat, Meister zu werden?! Das Ergebnis ist jedem hier bekannt. Ich denke, dass man seit dieser Saison dort vorsichtiger geworden ist und anscheinend fährt man damit besser. In der Saison 03/04 hat vorher auch keiner (außer Davala) gesagt, dass man Meister werden will.