Politik und Fußball in Bremen

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Timbo, 5. Dezember 2010.

Diese Seite empfehlen

  1. Bremen

    Bremen Avatar auf Wunsch von...

    Kartenverkäufe:
    +4
    Mit dem heutigen öffentlichen Mimimi hat HGG dem Ansinnen einer finanziellen Beteiligung der Stadt am Bau des NLZ jedenfalls einen Bärendienst erwiesen. Öffentlich über jemanden zu reden, ist der Problemlösung nicht dienlich; im Gegenteil, es verhärtet i.d.R. die Fronten. Statt übereinander, sollten die Beteiligten lieber miteinander reden.
     
  2. Worüber wollen sie denn reden? Der Senat wird ihnen keinen Cent geben. Ist in dem Haushalt eine Summe von 32 Mio € für ein NLZ verabschiedet worden??? Ich habe nichts davon gehört. Demnach müssten die anderen Ressorts auf Gelder verzichten, um das NLZ zu finanzieren. Das ist nicht realistisch. Immerhin sind drei Parteien in der Regierung und jede will ihre Wählerschaft bedienen. Über einen Nachtragshaushalt ginge es. Nur wo soll das Geld herkommen? Vom Bund?
    Herr Filbry sollte sich mal Gedanken machen, wo er das Geld herbekommen will. Und HGW sollte lieber schweigen, denn der Wahlkampf ist vorbei. Ihre tollen Kontakte in die Bremer Politik nützen ihnen wenig und mit solchen medialen Aussagen schon mal gar nicht.
     
    Eisenfuss57 gefällt das.
  3. Das bleibt abzuwarten. Werder hat für diesen Fall zwar vorgesorgt und Rücklagen gebildet, aber ich sehe das so wie Mäurer: Einfach so die Rechnung akzeptieren nur weil die DFL meint, dass es so sein muss, das würde ich an Werders Stelle nicht vorbehaltlos akzeptieren. Immerhin hat Mäurer Recht behalten. Egal wie man zu seiner "Initiative" nun auch stehen mag, aber der Punkt geht an ihn. Zeit für Werder auch zu punkten.
     
  4. Benni4all

    Benni4all Guest

    In diesem Spiel wird´s für WERDER nur Niederlagen geben .
    Der Punkt wird am Ende sein : WIE VIEL ist zu zahlen .
    Die Situation säh anders aus , würde jedes Bundesland auf den gleichen Stand sein , frommer Wunsch .
     
  5. Fünfhundertirgendwastausend Euro stand im wk. Wir reden da nicht über die Welt. Aber halt über's Prinzip. Und ich hoffe, daß Werder die Gültigkeit einer Rechnung, wenn sie kommt, prüfen lässt. Wie gesagt, ein mal hat die DFL schon verloren.
     
  6. Es geht nur noch um die Höhe der Rechnung und deren Berechnung, die letztendlich wieder nach Bremen an das OLG zurückverwiesen worden ist. Die DFL muss gar nichts machen. Ihre Mitglieder haben sich klar Contra Mitbeteiligung positioniert. Damit ist das Thema für die zunächst vom Tisch. Ändert sich erst, wenn andere Clubs ebenfalls zur Kasse gebeten werden.
     
    Eisenfuss57 gefällt das.
  7. Bin mal gespannt ob andere Städte nachziehen und Kohle vordern.
    Dann dürften dort auch keine Intern. Spiel mehr ausgetragen werden so wie es uns ja dabei getroffen hat.
    Oder war das nicht der Grund dafür das es keine Spiele mehr gab bei uns korrigiert mich wenn ich da ein Denkfehler habe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. September 2019
  8. Naja, zunächst mal mussten sie jetzt erst mal zahlen und sie haben angekündigt jeden Fall einzeln rechtlich prüfen zu lassen. Wo ist da irgendwas vom Tisch? Und wofür sich ihre Mitglieder positionieren und wofür nicht, spielt vor dem Hintergrund des Gerichtsspruchs überhaupt keine Rolle. Es spielt nur eine Rolle was die anderen Innenminister machen und die werden nachziehen oder vorher die gemeinsame Lösung suchen. Letzteres wäre die einfache Variante.
     
  9. Dein Gottvertrauen in den Föderalismus möchte ich haben. In Bayern wird sicherlich nichts passieren, Rheinland-Pflaz hat wohl darüber nachgedacht. Das war es dann aber auch. Ich verstehe auch NRW nicht. Die haben doch nun wirklich Woche für Woche das Problem von der 1. bis zur 3. Liga runter.
     
  10. Keine Sorge, das BVerwG hat für Bewegung gesorgt:

    „Es wäre klug, wenn die Innenminister der Republik eine gemeinsame Antwort haben, denn es macht keinen Sinn, in Bremen und Mainz zahlen zu lassen und in Köln nicht“, sagte der NRW-Innenminister am Freitag. Zugleich deutete Reul an, sein bislang striktes Nein zu einer Kosten-Beteiligung des Fußballs zu „überprüfen“. Das Bundesverwaltungsgericht habe zweifellos eine neue Lage geschaffen.
    Ein Jahr vorher hieß es noch:

    „Wenn wir anfangen, Rechnungen zu schreiben, fällt auch die Abgrenzung zu anderen kommerziellen Großveranstaltungen schwer“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“.

    Ich weiß, daß manche hier Mäurer gerne geteert und gefedert hätten, aber er hat halt recht behalten. Ob einem das gefällt oder nicht. Und er könnte eine große Änderung ausgelöst haben.
     
    Bremen gefällt das.
  11. Bremen

    Bremen Avatar auf Wunsch von...

    Kartenverkäufe:
    +4
    Auch wenn dies
    ggf. eine rhetorische Frage ist: wenn HHG oder wer auch immer seitens Werder Geld von der Stadt haben möchte, dann lässt sich das Ziel nicht polemisch mit öffentlicher Stimmungsmache erreichen, sondern wenn dann nur in Gesprächen mit der Stadt.

    :tnx:
    Mit Handaufhalten gegenüber der Politik macht man es sich zu einfach. Wie sagte schon John F. Kennedy bei seiner Antrittsrede als US-Präsident:
    "Ask not what your country can do for you — ask what you can do for your country."
     
    Eisenfuss57 gefällt das.
  12. Zu hundertprozent Unterstützung :tnx:

    Ich bin auch Steuerzahler und ich hätte sehr sehr sehr sehr sehr gerne für die sog. Risikospiele gezahlt. Zumal ich mir zu weiteren hundertprozent sicher bin, das eben das "eingesparte Budget" nicht gesellschaftsgewinnend ausgegeben wird, sondern eher wieder Steuerverschwendungen zum Opfer fällt. Das ganze ist eine Farce ....
    ..... da sollte alles überprüft werden, ob die Rechnungen richtig erstellt wurden, ...... wurde bspw. der richtige Berechnungssatz verwendet, wer überprüft die Stempelstunden, wurden Gemeinkosten unsäglich in Ansatz gebracht und und und...... das öffnet Tür und Tor für Willkür. Mal ganz ehrlich, wer sich schon beim Lehrerbedarf verrechnet, obwohl dafür nicht gerade viele Prämissen gebraucht werden .......

    Die Bremer Politik hat mal schön das eigene Aushängeschild der Stadt torpediert. So siehts aus MEINER Meinung nach. Ideenlos wurden die Kosten abgewälzt, billigend Werder Bremen beschädigt, denn jeder konnte antizipieren wohin das führt ..... WERDER SOLL ZAHLEN,........ schön dazu noch wieder ne subtile Neidkomponente gestreut, von wegen "der reiche Fußball" .....

    So sind se die Genossen, irgendwann zerlegen sie sich selbst mit politischer Korrektheit und Neid´, das müssen jetzt die Genossen bei Werder Bremen feststellen. Ich kann jede Werder Empörung verstehen und stehe zu 100% dahinter. Ich würde ebenfalls nicht zur Tagesordnung übergehen, sondern IMMER und IMMER wieder daran erinnern wer daran SCHULD ist ....... die Bremer Politik! :opa:
     
  13. Die Aussage von vor einem Jahr finde ich aber zutreffender .....
     
  14. Das hat man in Leipzig anders gesehen.
     
  15. In diesem Land ist das Steueraufkommen immens und trotzdem reicht es nicht?!?

    Egal wie Leipzig das sieht, es ist meiner Meinung nach eine verkappte Steuererhöhung. Kosten werden abgewälzt und damit das Abgabenvolumen erhöht, heute an Werder, morgen an alle Veranstaltungen und übermorgen an uns Private für staatliche Leistungen. Ein weiterer ideologiegetriebener Umverteilungsversuch. Leider geglückt! .......
    ..... sehr sehr erschreckend! Und ein eindeutiger Beleg dafür, wo es mit rot rot rot hingeht! Oh mein Gott!
     
  16. Zwischen man sollte überlegen.... und am Ende wir werden uns an dem Verfahren beteiligen, ist noch ein langer Weg. Viele Politiker sind in den Vereinen in NRW als Mitglieder drin. Ich möchte nicht wissen, wie Watzke dann seine Polit-Spezis anmacht, sobald die sich an dem Verfahren beteiligen?
    Was mich an dieser ganzen Sache so stört, dass Werder mit all seinen tollen Kontakten zum Bremer Senat nicht eine gemeinsame Linie schon im Vorfeld versucht hat zu finden. War das wirklich nur der Alleingang von Mäurer? Das glaube ich eben nicht.
    Dazu kommt, dass Lemke sich gerne als das Sprachrohr der kleinen Vereine gesehen hat. Und nun, wo man erwarten könnte, dass die sich zumindest solidarisch zeigen, wenden die sich kaltlächelnd ab. Das hat man ihnen damals schon prophezeit, was man aber nicht in seiner Hybris hören wollte.
    Es ist auch kein Zufall mehr, dass ein Filbry gegen Leki in der DFL unterliegt.
    Was Werder machen muss, dass sie ein Change Management in ihrer Grundeinstellung zum Senat und zur DFL sowie dem DFB einschlagen. Es wäre zB denkbar, dass man einem Mäurer die ganzen Sozialprojekte des Vereins andient (sie eben auch nicht mehr bezahlt) und er diese mit den eingenommenen Summen weiterhin finanziell bedient?! Das ist juristisch nicht einfach, aber ein Teil würde wieder den Projekten zufließen. Ich erwarte einfach, dass man in Lösungen denkt und nicht einem Lamento.
     
    Bremen und Eisenfuss57 gefällt das.
  17. Eine Entlastung des Steuerzahlers ist für dich eine verkappte Steuererhöhung? Also das treibt hier Blüten....
     
  18. Bremen

    Bremen Avatar auf Wunsch von...

    Kartenverkäufe:
    +4
    :tnx:

    Allein daß dieses Urteil dem NRW-Innenminister Reul dazu bewegte, sein kathegorisches Nein zu einer Kosten-Beteiligung zu überdenken, hat schon einiges bewirkt. Verständlich, denn Fußballspiele machen mittlerweile ca. 1/3 der Einsatzzeiten der NRW-Bereitschaftspolizei aus.

    Diese Causa spiegelt jedoch auch das in Menschen verankerte Duckmäusertum wider. Verantwortliche von Clubs scheuen sich, konsequenter gegen die Zündler vorzugehen, weil sie Bedenken / Angst davor haben, daß dies zu Lasten der Stimmung in den Stadien geht. Politiker scheuen sich, auch wegen der unsicheren Rechtslage für die Mehrkosten von Hochrisikospielen die Clubs in Regress zu nehmen, weil es ihre Ur-Bedenken / Ur-Angst ist, nicht wieder gewählt zu werden. Daher birgt es birgt schon eine gewisse Ironie, daß ausgerechnet das "gallische Dorf" Bremen in persona von Meurer aus der Not eine Tugend machte und sich mittels einer unpopulären Maßnahme widerspenstig mit dem "Imperium Romanum" DFL/DFB anlegte - und vor Gericht Recht bekam.
     
    Eisenfuss57 und syker1983 gefällt das.
  19. Also erstmal wird der Steuerzahler nicht entlastet, sondern nur zusätzliches Budget geschaffen ..... jedenfalls stand auf meiner Abrechnung immer noch der gleiche Steuerbetrag .... aber wenn das bei jemand hier anders sein sollte dann gerne melden ..... vielleicht steht mir das ja dann auch zu! :D ..... ich hab jedenfalls schon mal vorsorglich meiner Frau bescheid gesagt, das da demnächst ein größerer Betrag rein kommt bei uns, weil die Bremer Politik nun Werder ordentlich schröpft und wir alle dafür bald richtig Kasse machen können

    Wenn es keine indirekte Steuererhöhung aus der Sicht Werders ist, was denn dann?

    Werder zahlt bisher je nach progressiver Besteuerung und je nach Einnahmensituation prozentual einen Betrag XY an Bremen. Nun stehen zusätzlich über 2 Mio´s Euronen im Raum für staatliche Leistungen, an denen Werder voraussichtlich mit 50% beteiligt wird. Das erhöht Werders Abgabenlast. Das kann man schon, so finde ich, im w. S. als Steuererhöhung werten.

    Tja und nun sind wir bei den Folgen ..... wird bald meine Dauerkarte teurer, werden alle Karten von kommerziellen Veranstaltungen demnächst teurer ...... und wer zahlt das? Merkste selber oder?
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. September 2019
    syker1983 gefällt das.
  20. Nochmal kurz die angeblich Werder-freundliche Rolle der Bremer Politik beleuchtet, die ich auch sehr fragwürdig finde. Man rät ja immer Werder sich gegen die DFL zu stellen und sich nicht alles gefallen zu lassen. Desweiteren beteuert man, daß man Werder nicht schaden will ... das halte ich für ........ na ja kann sich jeder denken!

    Mal angenommen Bremen erhöht für eine in Bremen produzierende Betriebsstätte eine gewisse Form der Abgaben nur in Bremen, weil es ein entsprechendes weit interpretierbares Gesetz dazu gibt. Die Rechnungen hingegen schickt Bremen aber an die Konzernmutter und nicht an die Bremer Betriebsstätte, weil die Bremer Politik Angst vor Entlassungen in Bremen hat. Man will ja angeblich nicht die Bremer Betriebsstätte schädigen. Ist ja schließlich steuerlich ne Cash Cow. Wohlwissend, das nun aber die Konzernmutter die Rechnungen klar als Standortverteuerung für Bremen werten wird und diese Rechnungen totsicher verursachungsgerecht auf Bremen umbucht, rät man jetzt der Bremer Betriebstätte sich nicht alles von der Konzernmutter gefallen zu lassen und ggf. gegen die Umbuchung rechtlich vorzugehen. Desweiteren rät man der Konzernmutter einen Solidarfonds einzurichten, da aus Bremer Sicht sich alle Betriebsstätten gleichermaßen verteuern sollten! Also verärgert man die Konzernmutter noch weiter........was würde in diesem Beispiel wohl mit der Bremer Betriebstätte passieren?!?

    Natürlich steht Werder nicht in so einer Abhängigkeit wie in dem Beispiel, wobei ich die Abhängigkeit nicht wirklich einschätzen kann. Aber das man bei dem Projekt "Abwälzung von Polizeikosten für Risikospiele" einen doppelten Kolateralschaden bei Werder Bremen billigend in Kauf nimmt ist für mich persönlich offensichtlich! Soviel Weitblick traue ich der Bremer Politik dann doch noch zu!