Klaus Allofs (Vorstand Fortuna Düsseldorf)

Dieses Thema im Forum "Ehemalige Werderaner" wurde erstellt von longolong, 14. November 2012.

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  1. neuman

    neuman

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    Es ist doch völlig egal, ob das Geld selbst erarbeitet wurde oder nicht.
    Das Geld steht zur Verfügung. Warum soll er es nicht ausgeben?
     
  2. Wohl kaum, ohne den Konzern im Rücken wären die wahrscheinlich noch immer Drittligist, wobei ich die damalige Aufstiegstruppe um Roy Präger nicht einmal unsympathisch fand und ihnen damals den Erfolg gegönnt habe. Davon kann heute keine Rede mehr sein. Schön übrigens, dass sogar in der Sportschau gestern kritisch angemerkt wurde, dass nur ca.200(!) Auswärtsfans den Tabellenzweiten(!) in FFM sehen wollten, wobei die Entfernung so groß ja nun auch wieder nicht ist. Das schafft ja unsere U23.
     
  3. Finde ich nicht.
    Sowas ist, mMn, Wettbewerbsverzerrung (trifft nicht nur auf Wob zu).
     
  4. Bremen

    Bremen Moderator

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    :tnx:

    Aber wahrscheinlich sind deshalb nur 200 mitgefahren, weil die heute morgen nicht zur Frühschicht mußte. Und wenn, hätten sie eh ein Problem gehabt, denn um 23 Uhr werden in Golfsburg die Bürgersteige hochgeklappt, so daß sie eh nicht nach Hause gekommen wären.
     
  5. Renegate

    Renegate

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    nochmal...es geht nicht darum das man das Geld hat sondern um das WIE!
    Viele hier stößt es Böse auf, wenn der Dicke und der Rest der Sippe sich da hinstellt und der Liga Arrogant zeigt ( in dem man mal so locker im Winter 30 Mio € ausgibt) wie gesegnet sie doch sind.

    KA versucht ja immer noch (vergeblich) die Mark Wolfsburg attraktiv und sympatisch zu gestallten indem er glaubt, Millionen für sein Starensemble verpulvern zu müssen
    Imo sind die Radkappen in Deutschland für Fans aber so unsympatisch wie nie zuvor! Woher das nur kommt?? :lol:
     
  6. Bremervörde

    Bremervörde

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    Bremervörde
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    Und laut Hecking sind sie ja durch die EuroLeague-Spiele auch arg gebeutelt, weil sie dann noch mehr Geld für Fußballkarten ausgeben müssen. Und das in Wolfsburg, was ja quasi bekanntlich das Armenviertel Niedersachsens ist!
     
  7. Das Problem ist, dass die durch das Geldausgeben ihre Mannschaft stärker machen können als die Teams der Konkurrenz. Es ist ja schon schlimm genug, dass die Bayern durch ihr immenses Bankkonto faktisch die Gewissheit haben, jedes Jahr unter die ersten vier (und damit an weitere Millionen) zu kommen. Aber das ist wenigstens Folge von sportlichen Erfolgen.
    Die Reihenfolge sollte sein: erst Erfolg, dadurch volle Stadien und großzügige Sponsoren, dadurch teure Transfers. So lief es ja sogar einige Jahre bei uns - und obwohl wir etliche Jahre in Folge CL gespielt haben, hätten wir nie und nimmer einen solchen Transfer machen können.

    Der Wettbewerb in der Liga ist dann in etwa so fair wie zwischen einem Schüler der lernt, um gute Noten im Diktat zu bekommen und dem, der einfach einen Germanistik-Professor bezahlt, der für ihn die Arbeiten schreibt.
     
  8. Was in der Konsequenz nur keine Rolle spielt. Klar ist das Wettbewerbsverzerrung und klar kann man das moralisch verwerflich finden. Es wird jedoch deswegen keiner auf die Idee kommen VW Produkte zu boykottieren. Fakt ist doch das Allofs die Kohle in die Hand gedrückt bekommt und er damit "einkaufen" darf. So läuft es nun mal heutzutage. Statt sich darüber als Verein aufzuregen wäre es sinniger darüber nachzudenken wie man diese Wettbewerbsverzerrung wieder ausgleichen kann. Das geht eben m.M nur durch gute Jugendarbeit und noch besserem Scouting.
     
  9. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Diesen Vorteil wirst du nie ausgleichen können, ausser durch Geld. Gleiches mit gleichem quasi.
     
  10. Norge

    Norge

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    :tnx:
     
  11. Leider ja. Denn auch wenn unser Scouting noch so gut ist und wir wir 32 € Ablöse einen Spieler finden, der genau so gut ist wie Schürrle; dann kauft uns Klaus halt auch den ab. (Und zwar nicht für das millionenfache unserer Ausgaben, denn er weiß genau, dass wir schon bei weniger schwach werden müssen.)

    Es ist völlig ausgeschlossen, dass Werder über 3-4 Jahre eine bärenstarke Truppe zusammenhalten kann, da werden immer Verlockungen aus anderen Vereinen kommen. Die Radkappen hingegen können es sich leisten, alle Angebote abzulehnen, auch wenn es wirtschaftlich vernünftiger wäre, zu verkaufen; und deswegen haben sie deutlich höhere (und sportlich unverdiente) Chancen, zeitnah einen Titel zu holen.
     
  12. VW will das Wolfsburg so wahrgenommen wird, wie Werder. Das war seit bundesligaaufstieg das Ziel. So könnte man das agieren vom VfL Wolfsburg jedenfalls zwischen den Zeilen deuten.
    Würde Volkswagen seine Bundesligamillionen Jahr für Jahr in Werder reinpumpen wäre die Presse und die Berichterstattung voll positiv abgesehen von den ein paar Leuten die alles kritisieren.

    Hier aber bei Wolfsburg ist es so offenichtlich, daß da nur deswegen Geld reingepulvert wird um die Marke nicht zu beschädigen (wie sieht n das aus, wenn die Betriebsmannschaft des weltgrößten autobauers absteigt oder auf Dauer um die goldene ananans kämpft). Und das ist Wettbewerbsverzerrung in den augen der Kritiker.

    Allofs macht dasselbe was er in Bremen tat wir nehmen ihn jetzt nur anders wahr. Bzw. wir haben die grün-weiße Brille abgenommen. Letztlich ist der Klausi einer der gelobt werden möchte. "fishing for compliments" - das hat halt auf Dauer n faden Beigeschmack. Wie ich darauf komme? Er erwähnt jedesmal, daß es seine hauptaufgabe sei, das Wolfsburg sympathischer wahrgenommen werden wird.
     
  13. Bremen

    Bremen Moderator

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    @ Schmolle

    Jein.

    Wenn die Radkappen AG die Kohle so in Werder reinpumpen würde, kann ich mir nicht vorstellen, daß das Presseecho so ausgefallen wäre, wie beschrieben: Denn es ist durchaus vorstellbar,daß auch von den Nicht-Dauernörglern kritische Töne laut geworden wären, daß Werder seinen ureigenen Weg der Nachwuchsförderung zu Gunsten des Jonglieren mit den Millionen aufgegeben, sprich sich "verkauft" hätte. Mal ganz abgesehen davon, daß teure Transfers auch keine Garantie für den sportlichen Erfolg sind, wenn sie sich nicht in das sportliche (und menschliche) Gefüge der Mannschaft passen bzw. ein Coach nicht dazu in der Lage ist, diese dort einzubauen.

    Was KA angeht: wer möchte nicht gelobt werden? Ich Dir stimme zu, daß er bei den Radkappen das Gleiche oder zumindest ähnliches macht wie einst bei Werder, aber die Unterschiede liegen nicht allein oder überweigend in der Wahrnehmung durch uns, sondern weil primär KA sich im Laufe der Jahre veränderte:

    Bei einem Rückblick auf die ersten Jahre der Ära KATS erinnert man sich an einen KA, der über ein bescheidenes, vorausschauendes, besonnenes und somit maßvolles Geschäftsgebaren verfügte, womit er hervorragend zu Werder paßte und er zu Recht auch viel Lob einheimste; gerade in der Zeit, wo er zusammen mit TS aus einem Fast-Absteiger einen Double-Sieger und wiederholten CL-Teilnehmer formte.

    Doch rückwirkend betracht scheint ihm der zunehmende Erfolg zu Kopf gestiegen zu sein, denn aus einem verantwortungsvollen, kaufmännischen Handeln gab er im Laufe der fetten Jahre das Geld plötzlich mit vollen Händen aus, was nach den Jahren eines eng geschnallten Gürtels eine durchaus nachvollziehbare, aber dennoch keine richtige Reaktion war. Denn u.a. fällt es einem schwer zu glauben, daß ein KA der Jahre 1999-2004 nicht gesicherte Einnahmen verplant hätte, so wie er es mit der Finanzierung des Stadionumbaus (die Kalkulation basiert auf 20 Spiele pro Saison, sprich 17x Buli plus 3x DFB-/Europapokal) tat.

    Oder: KA hat auch in den CL-Jahren betont, daß das die Spielerverträge bei Werder leistungsbezogen wären; doch irgendetwas kann dabei nicht stimmen, wenn man im Weser-Kurier vom 31.01.15 liest, daß bei Werder in der Saison 13/14, wo u.a. mit Fritz, Prödl, Elia, Arnautovic, Hunt, Ekici noch Spieler mit sehr gut dotierten Verträgen aus der KA-Ära ausgetattet waren, trotz bereits vorgenommener Reduzierungen die Personalkosten einen Anteil von über 50% ausmachten, während im Ligaschnitt die Personalkostenquote bei gerade einmal ca. 43,5% lag.

    Irgendwann mußte KA feststellen (oder wer wurde darauf hingewiesen) daß sich das "Spielgeld" nicht nur dem Ende neigte, sondern daß sein Geschäftsgebaren ans "Eingemachte" sprich ans Eigenkapital ging. Aber er hatte an dem Blut des großen Geldes geleckt, und da kam ihm das Angebot der Radkappen AG mit dem Dagobert'schen Geldspeicher sehr gelegen, denn dort konnte bzw. kann er seine Shoppingtouren beinahe uneingeschränkt fortführen.

    Daß er seine Hauptaufgabe darin sieht, daß Wolfsburg sympathischer wahrgenommen werden wird, kann man ihm nicht wirklich abnehmen, auch wenn er es noch so oft betont. Abgesehen davon, daß der Volksmund besagt, daß man wessen Brot ißt, dessen Liedchen singt, klingt eine solche Äußerung ausgerechnet von ihm nicht sehr authentisch. Einen Ralf Rangnick hätte man diesen Versuch des Imagegewinns einst bei Hopp€nh€im oder jetzt bei Rote Brause evtl. noch abgenommen, aber nicht einem Klaus Allofs. Denn er als einer der Architekten des goldenen Werder-Jahrzehnts sollte es am besten wissen, daß man sich Sympathien nicht mit noch so viel Geld erkaufen kann, sondern diese nur dann erntet, wenn man so wie er es einst bei Werder zusammen mit TS getan hat: einen Club ohne großes Geld mit Dingen wie z.B. Fleiß, kaufmännischen Verantwortsbewußtsein, Geduld, Fachkompetenz vorausschauend nach oben zu führen.
     
  14. Mick_666

    Mick_666 Guest

    Zumindest haben die eine ganze Weile in der dritten und zweiten Liga rumgekrebst und auch da war VW schon längst ein Weltkonzern.

    Was Allofs angeht, natürlich hast Du recht Schmolle, das stete Präsentieren wollen und Räsonieren vom "Wahrgenommen werden" wird nicht nur seiner persönlichen Eitelkeit entspringen, sondern dürfte auch eine seiner angedachten Hauptaufgaben seines Brötchengebers sein.

    Trotzdem hat Allofs im Vergleich zu seinen Vorgängern bis dato deutlich bessere Arbeit geliefert. Unabhängig von der zur Verfügung gestellten Kohle.
     
  15. Wenn ich heute wieder lese, dass Allofs weitere Verstärkungen plant, diese aber bei der bereits vorhandenen Qualität im Kader nicht billig sein werden, kriege ich wieder das kotzen.
     
  16. Mick_666

    Mick_666 Guest

    Da wäre ich mir sogar ziemlich sicher.
     
  17. Bremen

    Bremen Moderator

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    Bis zu einem gewissen Grad richtig, aber Hecking scheint seit der ersten Amtszeit von Magath auch der erste fähige VfL-Coach zu sein. Dennoch darf man nicht vergessen, daß bei dem finanziellen Aufwand Titelgewinne beinahe ein Muß sind, und dahingehend hat KA mit den Radkappen bisher noch nichts erreicht - und ich persönlich hoffe, daß es auch so bleibt, denn mir sind soger die Bayern als Titelgewinner lieber als einer dieser Plastikclubs.
     
  18. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Aber wer hat den Trainerposten mit Hecking besetzt und lässt ihn dort ungestört machen, auch in schwächeren Phasen? Wer lässt ihn dort etwas aufbauen? Allofs.

    Wenn Du genug Geld hast, dann brauchst Du, um Erfolg zu haben, nur noch einen guten Trainer, der daraus etwas bastelt und das macht Hecking gerade. Insofern hat Wolfsburg mit Allofs und Hecking das beste Team, das sie je hatten. Magath war eine one-man-show und nie auf nachhaltige Verbesserungen aus. Auch die Politik, den Kader mit Ergänzungen und Leuchtturm-Transfers zu verstärken, macht viel Sinn, wenn man das Geld hat.
     
  19. Mick_666

    Mick_666 Guest

    @Bremen
    Ich habe Magath trotz aller Erfolge nie für einen besonders fähigen Trainer gehalten, weder in WOB, noch sonst irgendwo.

    Es ist doch schon zu sehen, dass Allofs zwar viel Geld in die Hand nehmen kann, aber auch frühere Problempositionen, die mannschaftliche Schwächen nach sich zogen, gut besetzt. Gustavo, de Bruyne, Guilavogui, Jung etc. Zudem hat er Ego-Zocker und festgefahrene, stagnierende Mitläufer völlig zurecht aussortiert und damit eine bessere Balance innerhalb des Kaders geschaffen.

    Auf mich wirkt das deutlich klüger und strukturierter als das wilde Zusammengekaufe von Magath, Hoeneß und Co. Dass es bei uns nicht mehr funktioniert hat, ist eine andere Frage.
     
  20. Ach, Klausi... "Salamispieltage" hin oder her... Deine langweilige Konzernband will weder im Stadion noch vorm TV irgendeine Sau live sehen. Mäßigung ist in, da gehe ich mit TE konform. Aber Mäßigung und VW bzw. VfL in einem Satz ist ja eh schon konfus genug. Kaum zu glauben, dass du mir mal sympathisch warst. Mittlerweile bist du nur noch peinlich mit deiner Ich-krieg-den-Hals-nicht-voll-Mentalität. Und das, obwohl es optisch augenscheinlich anders erscheint.

    http://www.sport1.de/fussball/bunde...as-eichin-reagieren-auf-tv-vertrag-in-england

    http://www.transfermarkt.de/allofs-...gisdol-kritisiert-tv-vertrag/view/news/188208