Ideale und die Realitäten

Dieses Thema im Forum "Off Topic" wurde erstellt von Lutscher_81, 14. März 2014.

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  1. Im Zuge der Diskussion um unseren Hauptsponsor poste ich die Sichtweise "seen54" und meine Antwort mal hier. Vielleicht kann man dann den Sponsorenthread von diesen Grundsatzdiskussionen entlassen:

    Ja klar...wir Menschen leben mit der Natur in Harmonie :D. Ich nehme an, dass Du auch gerne barfuß über die Auen gleitest :).

    Sorry, aber ich habe nicht Deine - offenbar vorhandene -Zeit. Du weisst schon. Bin so ein ignoranter Familienvater mit Haus und Job...da bleibt mir nicht so viel Zeit für Ideale und dem Bekehren von Ungläubigen. Aber für Toleranz reicht es dann doch. Kostet ja auch keine Zeit...

    Findest Du es eigentlich "reif", die Realitäten dieser Welt zu verneinen? Wie gesagt. Ideale sind was tolles. Nur muss man sich diese auch leisten können. Nur ist es so furchbar unreif und jugendlich, wenn man seine Ideale über die von anderen stellt.
     
  2. seen54

    seen54

    Ort:
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    Ich stelle meine Ideale nicht über andere das vorne weg, was ich sagen will ist:
    Die Welt, in der wir nun mal leben erfordert gewisse Harmonien und soziales Verhalten -nicht nur unter den Menschen-. Ein Auto fährt nicht ohne Reifen und dieser Planet funktioniert nicht ohne Natur und Tiere. So sehe ich das.

    Nein ich gleite nicht barfuß über die Auen, aber ich respektiere -und das ist aus meiner Sicht das Mindeste- jedes Lebewesen und deshalb ist mir auch keines egal und erst recht esse ich keins, das 'gequält' wurde.

    Was deine Anspielung auf die Zeit soll, verstehe ich nicht wirklich..?

    Welche Realitäten verneine ich?
     
  3. gelöscht

    gelöscht Guest

    Ort:
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    Ideale sollte jeder für sich selbst definieren.
    Die Realitäten sind für uns alle gleich.
    Aber unterschiedliche Perspektiven lassen Realitäten halt oftmals nicht objektiv gleich aussehen.

    Was seen54 wollen sagen will / wollte (korrigier mich bitte wenn ich falsch liege) ist das sich jeder mal seiner eigenen Verantwortung bewusst sein soll. Einer von vielen Teilaspekten ist da der bewusste Umgang mit Ressourcen.
    Warum leben wie ein Asket? Verlangt ja keiner. Aber warum alles verballern ohne Auge auf Nachhaltigkeit und kommende Generationen?

    Was mich aber wirklich langweilt - und manchmal auch ärgert - ist der Argumentationsstil vieler. So unter dem Motto das jeder, der weniger Fleisch isst oder ganz drauf verzichtet ein Öko ist, Frösche über die Straße trägt oder "über Auen wandert". Liegt für mich in der gleichen Schublade wie Selbstweihräucherung á la "boah, was ich am Wochenende wieder gesoffen habe" oder die originellen Sprüche wie "Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg" oder "Fleisch ist mein Gemüse".
     
  4. Desweiteren sehe ich es so, dass man "mit der Realität" anpassen, eigentlich meint, es soll alles so bleiben wie es ist. Weil ist ja Realität. Also bloß nix ändern. Sich über z.B. Krieg und Gewalt aufregen, aber Waffen gut finden, oder so.

    Weil eins ist für mich klar, wenn alle Länder das Verhalten der westlichen Welt übernehmen (Auto fahren, Fleischkonsum, etc. ) dann wird dass "mit der Realität anpassen" ganz schnell in eine negative Richtung gehen.
     
  5. gelöscht

    gelöscht Guest

    Ort:
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    Nein, das heißt eher, das Beste aus dieser Realität zu machen. Man kann etwas im möglichen kleinen Rahmen ändern, oder das bestmögliche für sich herausziehen und einfach sein eigenes Leben leben.

    Aber das dürfte jedem sebst überlassen sein...
     
  6. Ist ja jeden selbst überlassen, so lange er nicht die Allgemeinheit gefährdet. Bei manchen Sachen, z.B beim Fleisch, wissen der Meisten, was die Dauerkonsum für Gefahren birgt. Für den einzelnen selbst, aber auch für die Allgemeinheit. Es wird aber so getan, als ob es Scheiß egal ist und das Fleisch wird noch billiger. Ich glaube, dass es so nicht mehr als zu lange (20-50 Jahre) weiter gehen kann.