Ich muß Abbitte leisten!

Dieses Thema im Forum "VfL Wolfsburg - Werder Bremen" wurde erstellt von Fichtenknicker, 4. März 2009.

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  1. TBC

    TBC

    Ort:
    Cuxhaven ....... User sínce 2001
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    +1

    Dann bin ich ja der "bessere" Fan von uns beiden (seit 1978). :rolleyes:

    Was bitte schön hat langes Fandasein mit Respekt verdienen zu tun? Nur weil wir älter sind haben wir keinen Respekt verdient. Respekt muss man sich erarbeiten und dazu zählt auch mal eine scheinbar falsche Meinung zu revidieren.

    Fichtenknicker erarbeitet sich mehr Respekt durch seinen Beitrag als die Leute die einen positiven Gedanken anderer runtermachen und nur schwarz/weiß sehen können.
     
  2. DepoV

    DepoV

    Ort:
    Bremen
    Immer 100 %TS, jederzeit 100% KA, und ein Lebenlang 100% Werder Bremen.

    Wenn`s schlecht läuft, kritisiere ich lieber einzelne Spieler, von denen es nach wie vor einige gibt, die es nicht anders verdient haben.
     
  3. dolablau

    dolablau

    Ort:
    NULL
    RESPEKT Fichtenknicker! :tnx:

    Willkommen zu Hause.
     
  4. koH

    koH

    Ort:
    Hamburg
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    +102
    Sehr gut beschrieben! Sehe ich exakt genauso. Unter TS wird sich am Defensivverhalten nicht mehr viel verändern, weil er halt der Mannschaft ihre Offensivstärke nicht nehmen will. Mich stört es auch sehr oft, wenn wir hinten offen sind wie ein Scheunentor (und wir dadurch auch Spiele verlieren und auch noch verlieren werden), aber dann liebe ich diesen Verein einfach wieder, wenn wir einem starken Gegner 5 Buden einschenken :)
     
  5. Selten so einen Schwachsinn gehört!!

    Respekt kommt von gegen Respekt... und denn muss man sich durch sein tun und wirken VERDIENEN! Eine Mitgliedschaft oder ein Fandasein, egal wie lange, reicht noch lange nicht dafür, und ist schon gar kein Grund dafür, respektiert zu werden.

    Merke: Auch der längste Werder Fan kann ein *********, Besserwisser und Idiot sein. Muss ich ihn deshalb respektieren nur weil er länger Werder Fan ist als ich? ( Dies ist kein persöhnlicher Angriff)
     
  6. Mick_666

    Mick_666 Guest

    Die Sicherheit ist vor allem deshalb abhanden gekommen, weil wir wie immer nach der Winterpause nicht auf Sicherheit gespielt haben, wo es immens nötig gewesen wäre, sondern mit dem Schaaf`schen Offensiv-immer-nach-vorne-System ins Verderben gerannt sind. Wie Frühjahr 2008, 2007,2006, ......usw.

    Über diese Schrauben diskutieren wir schon zu lange, in guten wie in schlechten Zeiten. Allein - es wird sich nichts ändern.

    Ist es nicht. Da gibt es einige Teams, die das können. Das sieht dann zwar nicht so spektakuär aus, Tore fallen aber dennoch und nebenbei stimmen da im Gegensatz zu uns fast immer die Ergebnisse. Bei unserer Spielweise gibt es nur hopp oder top. Sitzen die Chancen, stimmen die Automatismen auf dem Platz und sind die meisten gut drauf, können wir jeden Gegner schlagen, die meisten auch mit 5 Toren bedienen. Gehen die Dinger nicht rein, sind mehrere Spieler Formschwankungen unterworfen usw., dazu noch der Gegner gut in Form, ist das für Werder fast tödlich. Wir sind dann kaum einmal in der Lage, unsere Spielweise der Tagesform der Spieler bzw. den gerade vorhandenen Möglichkeiten (wenn z.Bsp. Leistungsträger fehlen) anzupassen. Denn bei uns gibt`s nur eine Spielweise, ein System, egal wo, wie, wann und mit welchen Möglichkeiten. Werder betreibt immer einen hohen Aufwand.

    Mir geht da eine Aussage von Felix Magath nicht aus dem Kopf, die nach dem Bayern-Double 2005 kam ,,Das Geheimnis ist es, sich dem Gegner anzupassen. Spitzenmannschaften verschwenden keine Kräfte. Weil die dann nötig sind, wenn Spitzenmannschaften kommen. Tage, an denen nichts gelingt, musst Du wenigstens so lange wie möglich zu Null spielen können." Eine Weisheit, die Werder wohl nie lernen wird. Unter dem Strich bietet Magath derzeit keinen schlechten Fussball, auch keinen überragenden, aber steht in der Spitzengruppe. So wie er es damals schon mit Stuttgart geschafft hat - da sogar mit weniger Potential als jetzt in Wolfsburg! Die konzentrieren sich diesmal auf die Bundesliga und schenken UEFA-Cup und DFP-Pokal her. Weil sie genau wissen, wo die höchste Wahrscheinlichkeit liegt, ihre Ziele - wieder in den internationalen Wettbewerb zu kommen - erfüllen zu können.

    Letztlich hat Werder auch in Wolfsburg nach einer 2:0 - Führung dem VFL eine Menge Räume gewährt, ist in Kontersituationen gelaufen, hat erneut zwei Treffer kassiert und Glück gehabt, dass Schäfer eine Minute vor der Halbzeit nur den Pfosten trifft. Nach dem Ding hätte ich in Wolfsburg fast die Sitzschale zertrümmert. Ich glaube nicht, dass Wolfsburg in HZ 2 sich eine Führung so wie wir aus der Hand hätte nehmen lassen.

    Niemand verlangt das Aufgeben der offensiven Spielweise. Aber ein bisschen mehr Ausgewogenheit kann es schon sein und das packen wir einfach nicht. Das ist nicht mal annähernd die Quadratur des Kreises.

    Das werden wir wohl müssen. Trotzdem darf sich einer darüber ärgern, weil es Sachen sind, die Dir nicht erst seit heute auffallen.
     
  7. WOMLSascha

    WOMLSascha

    Ort:
    50km zum SVW
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    +5
    Ich maße mir an zu sagen, ich bin seit Geburt (also 77) Werderfan.... Bin ich nun der beste von uns dreien?

    2005, 2004(!!)...
     
  8. Dozy

    Dozy

    Ort:
    Block 51
    @mick-werder: Genau richtig erkannt. Das Spiel in Wolfsburg hätte auch anders ausgehen können. Diesmal hat aber die Offensive super funktioniert.

    Dazu fällt mir ein, dass in unserem Käseblatt stand, dass Spieler wie Naldo wohl nicht zu halten sein werden, wenn Werder nicht international spielt, da Werder für diese Spieler viel zu offensiv spielt.

    Natürlich war dieser Artikel sehr überzogen und schwarz gemalt, jedoch ist da schon was dran. Mal ehrlich, Naldo ist ein super Spieler, sieht aber dann und wann blöd aus, weil er immer den Tanz auf der Rasierklinge machen muß. Manchmal gibts Rot und machmal muß er gegen 3 Mann verteidigen. So wird das schwer mit den Comeback in der Selecao.

    Bei Merte könnte das sogar ähnlich aussehen. Nur hier in Deutschland gibts wohl auch keine Alternativen.

    In jedem Fall sollte man zum Beispiel gegen Hoffenheim vielleicht auch mal so spielen wie gegen Bayern. Mal dicht halten und dann sehen, was vorne geht.
     
  9. Mick_666

    Mick_666 Guest

    Dann müssten wir aber wieder zeitig eine rote Karte wegen Notbremse kassieren, um defensiver spielen zu müssen. Was gegen Hoffenheim gar nicht so ausgeschlossen ist, siehe Hinspiel.

    Aber trotzdem: Ich habe das Gefühl, dass in Hoffenheim was geht. Die spielen auch Fussball, zwangsläufig dürften Diego & Co. etwas mehr Platz kriegen als bspw. gegen Bielefeld oder Cottbus. Mal sehen.....

    Es wird auch kaum wieder so laufen wie im Hinspiel, als wir hoch-Werder-typisch 4:1 führten, per Konter das 2:4 kassierten und ins Schwimmen gerieten. Damals waren wir Favorit, standen besser in der Tabelle und hatten das 5:2 von München im Rücken. Diesmal ist die Ausgangslage eine andere.
     

  10. Ich verzeie Dir... ;) :knutsch: :D

    :beer:
     
  11. Meiner Meinung nach ist eine gewisse Inflexibilität bei der spielerischen Ausrichtung nur einer der Gründe, warum es nach der Wintepause häufig mal knirscht.
    Abgesehen davon: Ich wünsche mir wie schon oft gesagt auch mehr Flexibilität. Aber auf der anderen Seite habe ich großen Respekt vor der Konsequenz von Schaaf, an seinem System festzuhalten.

    Abgesehen davon ist es ja nicht so, dass Werder grundsätzlich dann Misserfolg hat, wenn gestürmt wird, und Erfolg, wenn geschickt verteidigt wird. Beziehungsweise, dass Werder nie verteidigt. Siehe das Spiel in Schalke. Hier hat man übrigens auch die Schwächen von defensivem Spiel gesehen. Werder hat ja kaum was zugelassen. Aber wenn man nach vorne nix zustandebringt, kann eine gegnerische Torchance schon die Niederlage bedeuten.

    Nein: Ob es und gefällt oder nicht: Werder spielt dann am besten, wenn das Spiel nach vorne läuft, der Ball läuft, wenn kombiniert wird und alles in Bewegung ist.
    Wenn das so, ist, warum sollte ich mich nicht vor allem freuen, wenn das wieder mal der Fall ist?



    Zugegeben: Flexibilität ist nicht die Stärke von Schaaf. Aber ich sag mal: Man kann nicht alles haben. An dieser Stelle ist auch darauf zu verweisen, dass es Werder genau mit der immer wieder diskutierten offensiven Spielweise dahiin geschafft hat, wo sie jetzt stehen bzw. bin vor kurzem standen, nämlich die erfolgreichste Bundesligamannschaft nach Bayern in den letzten 5 Jahren zu sein.

    Könnte alles noch besser sein.
    Aber ist das nicht auch schon was? Ich habe auch viele "Jahre voller Frust" mitgemacht und daran muss man den status quo doch auch messen. Und so die allermeisten Vereine Deutschlands würden mit Werder tauschen wollen bzw. haben nicht soviel vorzuweisen.


    Welche Vereine sollen das sein? In Deutschland fallen mir keine ein außer den Bayern. Aber Bayern und diverse internationale Vereine, die das können oder konnten (Barcelona, AC Mailand, paar englische Vereine) sind ja wohl kaum zu vergleichen mit Werder von ihren Möglichkeiten her.
    Aber selbst da gibt es immer wieder Unzufriedenheit mit dem gezeigten Fußball, Trainerwechsel deswegen: siehe Bayern, siehe Chelsea/Mourinho, siehe Defensivverhalten von Real. Inter Mailand spielt stinklangweiligen Fußball, Chelsea auch. Liverpool lebt von der Defensive und ein paar Einzelkönnern in der Offensive.

    Und in Deutschland sehe ich nun wirklich gar keine weitere Mannschaft, die langfristig attraktiven Fußball mit dauerhaftem Erfolg verbinden würde: Leverkusen ist immer mal wieder sehr attraktiv, hat aber ähnliche Konstanz- und Defensivprobleme wie Werder. HSV taucht immer mal wieder völlig ab und hat(te) zuletzt einigen Erfolg mit Defensivfußball, aber auch nicht attraktiv.

    Schalke war in den letzten Jahren ähnlich erfolgreich wie Werder - als einzige der genannten und aller übrigen (außer Bayern) ! - aber da kann keinesfalls davon die Rede sein, sie würden eine ähnliche Atrtaktivität mit mehr Seriosität in der Defensive verbinden.

    Tut mir leid, ich sehe diese Mannschaften nicht, die dir da als Vorbild vorschweben.


    Das finde ich korrekt dargestellt. Werders Schwäche ist die Konstanz, die Amplitude zwischen guten und schwachen Leistungen, die Sensibilität und Störanfälligkeit der Spielweise.
    Das war auch schon 1999-2003 so, und ist es jetzt wieder. Zwischendurch lief es gleichsam wie von alleine.
    Diese Schwächen sind zu sehen. Aber dieses System hat auch Stärken. Es produzierte in den letzten Jahren eine Vielzahl unvergesslicher Partien, eine Vielzahl von sensationellen Kombinationen und Toren. Auch darum geht es beim Fußball. Fußball ist kein Handel mit Wertpapieren, die immer ihren Wert vergrößern müssen, sondern da geht es wesentlich auch um Atrtaktivität. Wenn Werder sich am Schreibtisch mit Stuttgart, Leverkusen oder HSV um die Punkte streiten würde und würde damit mehr Punkte holen als auf dem Rasen, wäre damit trotzdem nichts gewonnen. Keinen würde es interessieren.
    Nebenbei hat Werder damit auch "objektive" Erfolge gehabt und ich würde mich nicht trauen zu behaupten, dass das mit einer grundsätzlich anderen Spielweise noch erfolgreicher geworden wäre.

    Magath ist nun tatsächlich die Antithese zu Magath. Von daher würde ich mir hin und wieder und auch generell ein Stückchen mehr Magath bei Werder und Schaaf wüschen: Gegnerorientierung, Cleverness usw. gehören schon dazu und hier hat Werder Defizite.
    Das wars dann aber auch.
    Großen Respekt habe ich vor dem, was er in Stuttgart aufgebaut hat, parallel zu Werdes Aufstieg, mit jungen Spielern und anderem, aber auch nicht schlechtem Fußball.
    Aber bei Bayern wurde er nicht zuletzt wegen unattraktiven Fußballs entlassen.
    Was er dabei scheint, in Wolfsburg aufzubauen, ist auch nicht schlecht, für Wolfsburg sicher das Richtige, aber diesen Verein und seinen Trainer nach anderthalb Jahren einigermaßenem Erfolg als Vorbild hinzustellen, geht finde ich etwas zu weit. Was haben die bisher erreicht? Das einzige, was sicher ist, ist, dass sie aus dem UEFA-Cup und aus dem Pokal ausgeschieden ist.
    Und vielleicht(!), dass sie in dieser Saison vor Werder landen werden. Toll. Das erste Mal seit wievielen Jahren? Wahrscheinlich überhaupt das erste Mal.
    Und es ist ja auch nicht so, dass sie wie vielleicht jetzt Hertha allein mit Geduld und langfristiger Arbeit dort hingelangt wären, wo sie jetzt sind.

    Abgesehen davon: Schlecht ist ihr Fußball nicht, ausgeglichen, sauber, aber ein Vergleich mit dem Werders in den letzetn Jahren verbietet sich – von mir aus auch wegen der Solidität des momentanen Wolfsburger Spiels, aber z.B. vor allem, weil keine Sau international Wolfsburg bisher wahrgenommen haben wird, aber wohl Werder, und zwar wegen der Spielweise, und den Erfolgen.
    Wenn Wolfsburg gegen Mannschaften wie Chelsea, AC Mailand, Inter Mailand, Juventus Turin, Valencia und Real Madrid gewonnen haben wird, kann man drüber reden, aber tut mir leid: Punktuell kann man sicher fast überall lernen, wo gut gearbeitet wird, aber ansonsten kann es keinen Vergleich geben.
    Sicher hat Werder international nicht nur Erfolge aufzuweisen, aber auch Wolfsburg hat gerade gegen Paris St. Germain zweimal verloren.

    Mag sein, dass es gewisse Vorteile hat, als im Vorderfeld relativ unerfahrene Mannschaft sich auf die Bundesliga konzentrieren zu können (besser: müssen!), aber das Ausscheiden aus den Pokalwettbewerben, besondern aus dem internationalen Wettbewerb, als Erfolg Wolfsburgs zu sehen, kann ich nicht nachvollziehen und ich bin ziemlich sicher, dass bei den kompetenten und entscheidenden Personen in Wolfsburg das auch nicht mit Erleichterung zur Kenntnis genommen werden wird.

    Vielleicht. Ich war zur Pause auch frustriert bis geschockt.
    Ich will das auch nicht wegreden, aber unter dem Strich bleibt, dass Werder das Spiel klar gewonnen hat bei einer der immerhin besten Rückrundenmannschaften. Ein 6:0 wäre perfekter gewesen, aber ein 5:2 tuts auch. Nebenbei hatte Werder auch einige Probleme zu überwinden: Den Torwartausfall, die Krise, das Auswärtsspiel. Angesichts dessen lasse ich mir die Freude nicht nehmen, und auch nicht die Bewertung des Spiels als teilweise große Leistung.


    Ich ärgere mich auch teilweise.
    Aber dabei sollte man nie die Vorzüge, Erfolge und die Attraktivität der Bremer Spielweise aus den Augen verlieren.

    Das sei dahingestellt. Wir wollen doch auch Diskussionsstoff haben, wenn es wieder besser läuft. :):beer:

    MFG dkbs
     
  12. Mal sehen, was im Forum wieder für Stimmen laut werden, wenn Werder mal wieder drei Spiele völlg unnötig und blind vergeigt hat, weil einfach die Taktik nicht stimmt. Ich bin 100% Werder und wünsche mir eine langfristige gesunde und erfolgreiche Strategie, die ich aber meines Erachtens mit TS un KA nicht mehr stattfinden kann.
     
  13. Mick_666

    Mick_666 Guest

    Es ist aber evtl. ein sehr wichtiger Grund und einer, der erkennbar ist und sich daher beheben lassen könnte. Doch das wird bei Werder nMn nicht in Ansätzen angegangen. Und es ist etwas, was die Fans auf Dauer frustriert.

    Ich freue mich unheimlich, dass wir in Wolfsburg und Mailand solche Spiele hingelegt haben. Dabei der Name Werder Bremen zweifelsohne als Hausmarke weiter an Ruf gewonnen hat. Das alles finde ich absolut klasse!

    Aber das grosse Manko bei Werder ist mE, dass mit diesen Ergebnissen anderes immer legitimiert wird, indem es heisst:,,Was wollt Ihr denn? Wir haben doch alles Mögliche erreicht. Dazu noch tollen Fussball gespielt." Damit bleiben Problemzonen brach liegen, die irgendwann mehr als nur ein schwaches Jahr bedeuten können. Denn wer es verpasst, bei erkennbaren Schwächen anzusetzen, sich somit im Grunde nicht weiterentwickelt, nur weil das Gesamtergebnis stimmt, wird in den meisten Fällen einmal daran zerbrechen. Das ist in der freien Wirtschaft so, das ist im täglichen Leben so. Und das Ausufern eines Trends, welcher mMn ausufern konnte wegen der Ignoranz der vergangenen Jahre, erleben wir gerade.

    Nur genau da sind wir doch wieder bei den Schwierigkeiten. So zu denken! Zwischen 1999 und 2003 wurde schon einmal auf dieser Ebene diskutiert. Damals verpasst Werder in schöner Regelmäßigkeit den UEFA-Cup, weil die Ergebnisse im Vergleich zur teilweise da schon attraktiven Spielweise den Fakten Hohn sprachen.

    Den verdienten Lohn gab es 2004. Was wiederrum aufzeigt: Denn erst da wurde Werder`s Fussball in dieser Art in der Öffentlichkeit wirklich wahrgenommen - durch Titel! Das Nach-Meisterjahr 04/05 war in Ordnung, dort wùrde wegen der neuen Doppelbelastung und des -Titel-bestätigen-Müssens eine sehr gute Saison gespielt. Aber bereits ab dem Frühjahr 2006 fingen wir erneut an, Spiele in den Sand zu setzen, obwohl Werder in diesen Partien meist die überlegene und fussballerisch bessere Manschaft stellte. Am Ende gelang aber noch Platz 2 - und es war Ende gut, alles gut? - (der Fehler!). Denn was sich in den darauffolgenden Jahren nicht änderte, war das Verhältnis zwischen scheinbar unglücklich verlorenen und clever gewonnenen Spielen. Hier hatten wir im Vergleich zu den Teams wie Bayern, Schalke, vielleicht auch HSV, die am Ende in der Tabelle vor oder knapp hinter uns standen, mMn eine zu grosse Diskrepanz. Das ist es eben, was Werder hätte lernen müssen! Unabhängig davon, ob wir unter dem Strich 5 Jahre die zweitbeste Mannschaft stellten. Denn mit der Cleverness anderer, der Ausgeglichenheit zwischen Attraktivität und Ertrag wäre Werder die Meisterschaft 2007 nicht zu nehmen und die 2006 möglich gewesen. Zwar ist es für einen Verein mit den Rahmenbedingungen, wie Werder sie hat, immer noch sensationell gut, diese Platzierungen erreicht zu haben. Aber es wurde keinesfalls das Optimum geholt, auch nicht annähernd am Optimum. Das wiederrum wurde der Presse und den Verantwortlichen aber Jahr für Jahr als solches verkauft und genau auf diese Schleimermentalität ist Werder bisher reingefallen und vergaß somit, sich weiterzuentwickeln.

    Was aber nicht heisst, dass das noch kommen kann. Warten wir`s ab.....

    Das stimmt alles, vielleicht habe ich da auch ein bisschen zu sehr polarisiert aus der Verärgerung über die erste Halbzeit gegen Wolfsburg heraus und denjenigen, die immer nur alles als super verkauft haben möchten.

    Ausserdem gibt es für mich keinen Verein auf der Erde, der mit Werder zu vergleichen ist.

    Wie ich schon oben sagte, die Anerkennung hat Werder vor allem seit dem Double 2004! Es sind eben die Titel. Keiner spricht mehr von guten Spielen 99-03. Nur müsste Werder das begreifen lernen.

    Und ich denke schon, wenn Schaaf & Co. etwas aus 2001-2003 nuancenhaft gelernt hätten, wäre gerade in den letzten 3 Jahren mehr drin gewesen. Die Bayern spielten - nehmen wir jetzt die letzten 1, 1/2 Jahre mal raus - stets erst attraktiver und ansehnlicher, wenn sie Tabellenerster waren oder genug Punkte Vorsprung hatten. Wir spielen immer so - ohne Rücksicht auf Verluste.

    Darüber hinaus regiert den Fussball nunmal die Kommerzialisierung, was seit 15 Jahren noch mal progressiv zugenommen hat. Es ist daher schon in gewisser Weise ein Handel wie mit Wertpapieren. Der Fussball als Unterhaltung, was Werder ohne jeden Zweifel reichlich liefert, steht immer mehr hintenan.

    Auch da stimme ich Dir zu. Nur ging es mir nicht darum, Vorbilder zu kreieren, sondern ein sinnvolles Beispiel anzuführen.
     
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