Erdbeben und Tsunami in Japan

Dieses Thema im Forum "Off Topic" wurde erstellt von werder-w, 11. März 2011.

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  1. Es schaffen halt "einige" nicht, eine gewisse Empathie zu entwickeln. Und dann kommt leider so etwas raus. Schade.
     
  2. An dieser Stelle möchte ich meine Anteilnahme gegenüber allen Opfern des Erdbebens und seiner Folgen ausdrücken! Hoffentlich kommt schnell ausreichend Hilfe und es kann so vieles und es können so viele wie möglich gerettet werden können! Alles Gute nach Asien!:(
     

  3. Bin auch etwas erstaunt : Das ist die größte Katastrophe seit meinem

    Menschengedenken.
     
  4. :lol: Deutsche AKWs sind NICHT SICHER! KEIN AKW IST SICHER! Es ist echt unfassbar, da wird gerade in der Japan, einem technologisch extrem fortschrittlichem Land, der atomare Notstand ausgerufen und hier faseln einige doch tatsächlich immernoch von sicheren AKWs.

    Gottseidank sind Erdbeben ja die einzige Gefahr für unsere ach so sicheren und sauberen und fortschrittlichen Meiler. Flugzeugkatastrophen? Terroranschläge?

    Das mag auf Japan zutreffen. Wie siehts mit Frankreich oder der Schweiz aus? Wird Deutschland dann ne Glocke übergestülpt?

    Meines Wissens wurde auch Fukushima "schnell" genug abgeschaltet. Nur konnte die Kühlung dennoch nicht sichergestellt werden, aus unterschiedlichen Gründen. Und natürlich ist die Kühlung mehrfach redundant, in Deutschen wie in Japanischen AKWs. Nur kann man hier einfach nicht mehr nur von einer "Verkettung unglücklicher Umstände sprechen". Auch in Tschernobyl wars ne Verkettung, die Folgen sind selbst nach 25 Jahren noch verheerend. Es zeigt sich einfach, dass die Atommeiler noch so sicher konzipiert werden können, die Gefahren sind nicht handelbar.

    :rolleyes: http://www.contratom.de/2.0/index.php?mod=artikel&id=32222

    Der Vergleich ist einfach unsinnig. Wie lange ist Tschernobyl her? Würdest du da hinziehen?
     
  5. "Sichere" AKWs......!? Da kann ich ja nur lachen.....

    Wann wurden die denn gebaut??? Sind doch einige schon uralt....
     
  6. sichere AKWs naja vor den bei uns zu erwartenden Tsunamis und Erdbeben sowie tornados sollten sie eventuell sicher sein... nur gibt es doch ganz andere gründe damit aufzuhören... aber ach eigentlich machen wir immer so weiter wie wir es schon immer gemacht haben... wir machen dreck und die folge generation muss es ausbeiden... bzw im falle der AKWs eben die folgenden 1000 generationen bis der dreck abgebaut ist...einfach abschalten die AKWs die es gibt sie sind weder sicher noch erzeugen sie billige energie... maximal hohe profite für die jeweiligen energie versorger da sie ja für den müll nur einen vergleichbaren geringen anteil zahlen müssen im gegesatz zum steuerzahler

    finde es sowieso sehr fatal von der japanischen regierung vorwiegen auf AKWs zur strom erzeugung zu setzen bei einem so stark erdbeben und tsunami gefährdeten land und auch wenn es bisher nie was passiert ist einmal ist immer das erste mal so wie jetzt
     
  7. petter

    petter

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    Von Schweigeminute war ja auch nicht die Rede, oder? Sondern Anteilnahme. Aber wie hier erwähnt, kommt es auf die Dauer eh nicht an. Bleibt dennoch festzustellen, dass es - schon bei nur 40.000 - scheinbar immer welche gibt, die Anteilnahme und Respekt nicht hinkriegen (egal wie lange) :mad:

    @Lonewolff: Sorry, wenn ich das noch mal aufgreife, war ja aber unterwegs ;) Natürlich kommt es auf das _wie_ an, aber selbst der von dir geposteten Steiermark-Seite des ORF halte ich zu Gute, dass man da nur drauf klickt, wenn man sich über Sachen in der Steiermark informieren will, nicht übers Weltgeschehen. Insofern passt's da hin.
     
  8. Was ist denn an deutschen AKWs nicht sicher ?
     
  9. Was ist an denen denn sicher ?
     
  10. mal ein zwischenfall vom letzten jahr in Deutschland

    sicher kein vergleich mit dem was jetzt gerade in japan abgeht... aber lass da noch verkettungen von anderen zwischenfällen dazu kommen.. dann geht sowas schneller als man denkt... diese technik ist halt insgesamt alles andere als harmlos und wenn man einwenig googlet findet man in den letzten jahren genügend beispiele das wir auch zwischenfälle hier haben wo zwar meistens nur trafos gehäuse oder dergleiechen ausgefallen sind was im normalfall keine schmelze verursacht... aber theoretisch sollte auch in japan kein erdbeben eine schmelze verursachen da sind nun mal eine verkettung von mehreren ursachen gekommen... sowas kann man zwar nicht vorrausahnen.. aber verhindern indem man abstand von so einer technologie nimmt ... vorallem weil es mittlerweile genug alternativen gibt
     
  11. Brotmann

    Brotmann

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    Quelle: Greenpeace Deutschland

    :(
     
  12. Yps-Gimmick

    Yps-Gimmick Wetten, dass? - Moderator

    Unabhängig davon ob nun deutsches Kraftwerk, französisches oder japanisches: Kernspaltung ist nicht so beherrschbar, dass man es sicher nennen kann. Das fängt doch schon mit der Terrorgefahr an. Die älteren Kraftwerke wie bspw. Brunsbüttel oder Biblis A sind gegen Anschläge (oder Unfälle) mit Flugzeugen gar nicht gesichert. Selbst die Bundesregierung hat vor vier Jahren bestätigt, dass Biblis A gegen Flugzeugabstürze nicht geschützt sei (Und Biblis ist ja ohnehin ein einziger Unsicherheitsfaktor). Du kannst das ganze Main-Rhein-Gebiet und je nach Windrichtung noch andere Gebiete Deutschlands und seiner Nachbarn für Tausende von Jahren vergessen, wenn das Ding Anschlagsziel wird. Und es wundert mich eigentlich schon länger, warum das noch gar nicht der Fall war. Effektiver kann man das Land kaum außer Gefecht setzen.

    Und von diesen Meilern sind aktuell noch sieben in Betrieb. Was an denen ist bitteschön sicher?
     
  13. Yps-Gimmick

    Yps-Gimmick Wetten, dass? - Moderator

    Die japanische Regierung erinnert mich mit ihrer Salamitaktik bei der Informationspolitik schwach an die sowjetische nach Tschernobyl (wobei die ja zunächst gar nichts rausgegeben haben). Der Behördensprecher hatte gestern morgen ja bereits von der Kernschmelze gesprochen und seitdem durfte er anscheinend nicht mehr vor Kameras treten und seine Aussage mit Übersetzungsproblemen erklärt und heruntergespielt. Zwar kann ich verstehen, dass man eine Panik verhindern will, aber souverän sieht anders aus.

    Eine weitere Evakuierung hält man bisher ja immer noch nicht für sinnvoll, obwohl der Regierungssprecher erst sagt, dass es wohl eine teilweise Kernschmelze gegeben habe, um dann nachzuschieben man wisse nichts, weil man dort keinen Einblick habe. Wenn es denn, was ich nicht hoffe, zum Super-GAU kommt, reichen 20 km auch nicht aus - Wind hin, Wind her. Bei Tschernobyl ging der Wind auch zunächst nach Norden, um dann nach Westen zu drehen. Und Radioaktivität weht ja nicht nur einmal kurz weg und das war es dann.

    Meine Güte, mir tun die Menschen dort so schrecklich leid! Was die die letzten Tage alles erleiden und ertragen mussten und vielleicht noch müssen ist jenseits meiner Vorstellungskraft.
     
  14. Unbash

    Unbash

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    Dies ist ein krasser Blogbeitrag zu den Reaktionen auf die Katastrophe in Japan http://strong-resistance.blogspot.com/
    Manche Amis sehen das Ganze wohl als "Rache" für Pearl Harbor und finden das anscheinend gar nicht so schlecht.. auch wenn es vielleicht nur wenige sind, so ein Holzkopf soll mir mal über den Weg laufen..

    Zu der AKW Problematik:
    Sowas passiert, wenn man wirtschaftliche Interessen vor Sicherheitsinteressen der Menschen stellt. Ich hoffe, dass diese Ereignisse zu einem Umdenken führen, wie damals Tschernobyl. Mal ganz davon abgesehen, dass die Laufzeitverlängerung Deutschland unglaublich viele Jobs kostet (wieviele Leute arbeiten in einem AKW? Wieviele könnten stattdessen zusätzlich in der EE-Industrie arbeiten?). Es besteht immer ein Restrisiko, ob in Russland, in Japan oder in Deutschland. Ich persönlich bin dafür, Sicherheit vor Wirtschaft zu stellen, aber das sieht unsere Bundesregierung anders.. und scheinbar auch die in Japan.

    Bleibt zu hoffen, dass die das in Japan einigermaßen auf die Reihe kriegen, ohne tausende weitere Opfer / verstrahlte Menschen
     
  15. Das mehrstufige, ververzeihende Sicherheitskonzept, welches technische Fehler, menschliches Versagen & organisatorische Fehler berücksichtigt.

    "In westlichen Kernkraftwerken wurden in bisher rund 10.000 Reaktorbetriebsjahren insgesamt über 40.000 Milliarden kWh Strom erzeugt. Dabei ist es zu keinem Unfall mit gravierenden radiologischen Auswirkungen auf die Bevölkerung in der (näheren und weiteren) Umgebung gekommen. Das zugrunde gelegte Sicherheitskonzept hat sich als äußerst robust erwiesen." Quelle: wikipedia

    Zu Yps-Gimmick

    Wäre die Kernspaltung nicht beherrschbar gäbe es keine AKWs. Gerade weil man die Kernspaltung durch Moderatoren und Steuerstäbe kontrollieren kann gibt es Kraftwerke.
    Bezüglich der Terrorgefahr stimme ich dir zu. 3 dt. AKWs sind bisher gegen Flugzeugabstürze gesichert. Und die Problematik der Terrorgefahr durch Flugzeuge besteht nicht erst seit gestern, sondern 10 Jahren.
    Hier muss gehandelt werden, sei es durch Verbesserung des Schutzes oder durch die Abschaltung der Anlage.
    Trotzdem, an der Sicherheit wird stetig gearbeitet, neue westliche AKWs entsprechen den erhöhten Anforderungen, ältere AKWs besitzen absturzgesicherte Notsteuerstellen mit denen der Reaktor herunter gefahren werden kann. Im Falle eines Absturzes muss man dennoch mit Austritt von Radioaktivität rechnen.
     
  16. Perfekte Vorlage...

    Diese Quelle ist genauso Mist wie alle anderen deutschen Experten, die aktuell von Deutschland aus ein Statement nach dem anderen über das Innere der betroffenen Reaktoren abgeben.

    Seit 2 Tagen wird nun ununterbrochen in den Interviews und Schalten der TV-Anstalten davon gesprochen, dass es eine Kernschmelze gab, gibt, geben könnte oder aktuell wohl doch noch nicht gibt.

    Ich dachte, dass sich Experten dadurch auszeichnen, dass diese nicht wild spekulieren.

    Japans Informationspolitik ist bescheiden, allerdings hört man von dort wohl noch am ehesten die Wahrheit.. Zumindest kam von dort relativ oft die Information, dass man nicht weiß was nun gerade vor geht und ob eine Kernschmelze schon eingetreten ist. Was nun die ganzen in Deutschland sitzenden Experten sagen hat da nicht mehr Gehalt als die Informationspolitik der Japaner..
     
  17. Unbash

    Unbash

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    Sowas kann man immer solange behaupten, bis es dann doch passiert ist. Schätze mal, dass die Japaner vor einer Woche noch genauso darüber gedacht haben.
     
  18. Ähm, ich hab absolut keine Ahnung von Kernspaltung oder Brennstäben und solchen Sachen, daher lasse ich mich gerne belehren, aber gibt es das Problem jetzt nicht, weil es eben nicht beherrschabr ist? Gut, der Vorgang als solcher vielleicht schon. Aber dann ist durch einen Unfall, Stromausfall, was auch immer, etwas beschädigt worden und die Brennstäbe schmilzen. Und das kann man doch nicht stoppen jetzt ohne weiteres oder? Und dadurch kann doch Radioaktivität freigesetzt werden? Also, evtl. ist das jetzt Mist was ich schreibe, aber wie sollte man so das denn kontrolliert beenden?
     
  19. Yps-Gimmick

    Yps-Gimmick Wetten, dass? - Moderator

    Das mehrstufige Sicherheitskonzept kann dennoch in die Hose gehen, wie Japan eindrucksvoll beweist. Da hat vorher auch kein Mensch gedacht, dass mal alle 13 Ersatzgeneratoren ausfallen könnten. Über Pläne lacht Gott am meisten.

    Das irrwitzige ist doch, dass man nach Tschernobyl (und trotz Harrisburg) meinte, so etwas könne halt nur im maroden Ostblock passieren, aber doch nicht in den sicheren Kraftwerken westlichen Standards. Jetzt kommt Fukushima und dann heißt es: "Ja schon, es kann natürlich auch in Industrienationen passieren, aber nur bei Tsunamis und Erdbeben." Es sind halt immer alles nur Einzelfälle und wenn Brunsbüttel oder Isar I sich verabschieden oder bei Biblis mal mehr als nur falsch gesetzte Dübel und vergessene Absperrventile dazwischen funken, sind auch das für alle anderen nur wieder die berühmten Einzelfälle.

    Die Kernkraft ist eben nicht endgültig beherrschbar, das sieht man doch gerade. Wer beherrscht den just die Kernschmelze dort? Die wissen doch nicht einmal mehr, was da genau passiert, weil sich keiner mehr an das Ding herantraut. Meerwasser hineinzuleiten ist doch eher ein Akt der Verzweiflung, als eine geplante Maßnahme aus dem Lehrbuch.

    Und auch die Abschaltung bringt doch nichts, weil die Brennstäbe zunächst weiterhin Wärme produzieren. Das ist, als wenn Du bei einem Öltanker bei voller Fahrt die Maschinen abstellst. Das Ding wird nicht auf der Stelle stoppen. Fukushima ist schon seit Freitag abgestellt, was es bringt, kann man eindrucksvoll live und in Farbe sehen.

    Darüber hinaus haben wir, wie Japan auch, hierzulande keine geeigneten Notfallmaßnahmen für einen GAU in der Schublade. Wenn so etwas hier passiert, dann sind doch die Folgen dermaßen unabsehbar, dass ich immer noch nicht verstehe, wie man sich hinstellen und behaupten kann, die Dinger seien sicher und das Risiko händelbar. Nichts im Leben ist sicher und dazu gehören auch Atomkraftwerke. Im Gegensatz zu dem (auch gestern im Fernsehen wieder) getroffenen Vergleich zu Verkehrsunfällen, kann man hier aber nicht einfach die Scherben wegräumen und weiter machen, wenn etwas passiert. Versagen Technik oder Mensch in einem deutschen Kernkraftwerk, kannst Du hier im wahrsten Sinne des Wortes das Licht ausmachen.
     
  20. Unbash

    Unbash

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    Da hast du absolut Recht. In Oldenburg hatten wir vor ein paar Monaten die Diskussion darum, dass es hier keinen Notfallplan gibt, falls in einem der AKW's, von denen Oldenburg (und auch Bremen) umgeben ist, etwas passiert. Über sowas denkt man am besten gar nicht nach, sonst packt man sich nur noch an den Kopf.