Erdbeben und Tsunami in Japan

Dieses Thema im Forum "Off Topic" wurde erstellt von werder-w, 11. März 2011.

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  1. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Hoffentlich hält wenigstens dieser Schutzmantel...

    Aber ja, es trifft Deutschland ja nicht, können wir ja feiern gehen :rolleyes:
     
  2. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Genau das Thema hatten wir heute am Frühstückstisch auch schon.
    Ich meine, es ist ja allgemein bekannt, dass Japan in seiner sehr sensiblen Zone liegt, es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es irgendwann mal richtig kracht.
     
  3. ich verstehe nicht, dass alle "deutschland nicht gefährdet" mit "ach hier nichts? dann ist's ja egal" gleichsetzen. hättet ihr lieber weiter unsicherheit über mögliche auswirkungen hierzulande?? wohl kaum. das bedeutet ja nicht, dass man nicht mit den japanern mitfühlt.
     
  4. Felissilvestris

    Felissilvestris

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    Der ohne konventionelle Kraftwerke gar nicht ins Netz eingespeist werden kann. Das ist dir aber auch klar. Klar ist dir auch, dass es in ganz Europa nicht die Ökostromkapazitäten gibt, um allein Deutschland zu versorgen.

    Und nochmal: Wie viel "Öko" gerade die Photovoltaik ist, weiss man noch gar nicht. Aber hier gilt ja: Ist der Müll aus den Augen ist der aus dem Sinn.

    Natürlich. Das wussten wir aber schon durch die zwei Unfälle in den USA und in durch die Probleme in GB. Keine Technik ist Perfekt. Nur wie gesagt, in 60 Jahren kommerzieller Nutzung ist vergleichsweise wenig passiert.


    Dir ist aber schon klar, dass wir in Deutschland 80 Mio Verbraucher haben.
     
  5. Trotz aller Fassungslosigkeit und Unfassbarkeit:

    Was können wir uns glücklich schätzen, in einer so sicheren Region zu leben.

    Die Menge und Heftigkeit des Leids können wir einfach nicht nachvollziehen. Die Berichterstattung kann das ebenso überhaupt nicht, auch, weil sie oft viel zu sehr auf Effekthascherei und Sensation ausgerichtet ist.

    Was die Atomenergie in Japan, die Standorte ebendort und Atomenergie allgemein angeht: Es muss ein neues Nachdenken, Umdenken überall beginnen oder weiter geführt werden. Auch wenn immer so pauschal jetzt gesagt wird, die Japaner hätten eine andere Einstellung zur Atomkraft, jetzt wird sicherlich sehr Vieles in Frage gestellt werden (müssen).

    Ein (vielleicht) blöder Spruch zum Schluss:

    Die Menschen haben die Atombombe erfunden.
    Keine Maus der Welt wäre auf die Idee gekommen, eine Mausefalle zu bauen!
     
  6. Yps-Gimmick

    Yps-Gimmick Wetten, dass? - Moderator

    Natürlich, allerdings ist es bei der Atomkraft nun mal so, dass wenn etwas passiert, es dann aber so nachhaltig und so schrecklich ist, dass es reicht, wenn es in 60 Jahren nur zwei-, dreimal vorkommt. Und wenn man dann noch an die diversen Störfälle hier und die recht eigentümliche Informationspolitik der Betreiber wie bspw. Vattenfall nimmt, habe ich irgendwie nicht unbedingt ein großes Vertrauen, dass es hier schon gut gehen wird. Geht bspw. Brunsbüttel irgendwann in den Dutt, kannst Du Hamburg vergessen, trifft es das AKW Unterweser, würde ich mir schon mal einen neuen Wohnort suchen. Wirtschaft und Gesellschaft kannst Du hier dann vorerst abschreiben. Und das alles ist ein sehr hoher Preis.
     
  7. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Alle tun das bestimmt nicht.
    Aber es gibt eben auch genug Menschen, die so denken. Leider.

    Ist gar nicht so blöd. So isses eben.
     
  8. Felissilvestris

    Felissilvestris

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    Auch nett. :lol:



    Gestern auf Phoenix hat, ich glaube es war ein Geologe gesagt, dass nach deutschen Vorschriften nicht eines der japanischen AKW betrieben werden dürfe, wegen der seimischen Aktivitäten dort.
     
  9. gelöscht

    gelöscht Guest

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    Soweit brauchst du nicht zu gehen. Ein "normaler" MANV (Massenanfall von Verletzten und Erkrankten) stellt viele vor das Problem, was zu tun ist. ICE-Unglück oder der Tanklasterunfall in Herborn, Winnenden oder was auch immer zeigen dies deutlich. Das Problem der Kernkraft ist das nicht sehen können, nicht fühlen, nicht schmecken, nicht riechen. Damit verbunden auch die Kontaminationsverschleppung. Wo endet also der direkte Gefahrenbereich?
    Erst neulich hatten wir im Rahmen der Fortbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr das Thema Strahlenschutz. Kein beliebtes Thema unter den Einsatzkräften da sehr abstrakt, kompliziert und verbreitete Meinung "Passiert ja eh nix..... zumindestens hier nicht"

    :tnx:

    Was mich gestern erschrecken ließ war die Zahl von insgesamt 55 (!) AKWs in Japan. Hätte ich so ansatzweise nicht gedacht. Und das man dort in einer seismisch aktiven Region lebt war auch schon vorher klar.
     
  10. Felissilvestris

    Felissilvestris

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    Natürlich. Das will doch auch keiner abstreiten. Nur wie gesagt ich habe da wenig Angst. Und auch die Ereignisse in Japan erhöhen meine Furcht nicht. Vielleicht bin ich da relativ unempfindlich oder habe eben verdammt großes Vertrauen.
    Auf der anderen Seite kann auch ein Chemieunfall ganze Regionen für Jahrzehnte verseuchen. Insbesondere Flora und Fauna können gänzlich ausgelöscht werden. In der Zone um Tschernobyl soll sich ja wieder eine sehr lebhafte Fauna ausgebildet haben. Man untersucht da ja derzeit wie sie Strahlungsbelastung auf diese tatsächlich auswirkt. Ich bin da mal gespannt.
    Wie gesagt wir müssten völlig "back to the roots", wenn du ein Minimalrisiko willst.
     
  11. Wär doch schön blöd, so ein AKW im Landesinneren zu bauen, wo die radioaktive Wolke im Ernstfall auf jeden Fall die eigenen Leute betrifft. So besteht zumindest die Möglichkeit, dass die Wolke auf das offene Meer hinauszieht (und Richtung China). Die Franzosen bauen einen Großteil ihrer AKWs ja auch nicht an ihrer Ostgrenze, weil dort das Wetter so schön ist. ;)
     
  12. @ felis

    Wenn in 60 Jahren vergleichsweise wenig passiert ist (alleine 200000 Tote in Tschernobyl!!!), heißt das, dass auch in den nächsten 60 Jahren nichts wesentliches passiert? (Ich bin allerdings der Meinung, dass Fukushima eine Katastrophe für Japan und alle anderen Menschen ist!)

    Es geht doch gar nicht um die Verteufelung einer bestimmten Technologie, aber die Ereignisse in Sellafield, Tschernobyl und Fukushima zeigen doch nur, wie gefährlich dieser Energieträger ist und dass wir schnellstens einen anderen Weg suchen sollten, uns mit der nötigen Energie zu versorgen! Wenn das nicht geht, muss überlegt werden wie der weltweite Energiebedarf gesenkt werden kann. (Sorry, aber das ist meine feste Meinung! Seit dem Vorfall in Tschernobyl kann ich einfach nicht meine Klappe halten!)

    Japan ist zwar weit weg, aber das Leid der Menschen dort und die Folgen für die Umwelt haben weltweite Bedeutung! (Hoffentlich die, dass man endlich über eine umweltverträgliche Zivilisation nachdenkt, sich auf den Weg macht und andere Technologien entwickelt, die nicht die natürliche Lebensgrundlage über Jahrtausende zerstören.)

    Die Ereignisse in Japan können einen verantwortungsbewussten Menschen nicht kalt lassen.
     
  13. kastemato

    kastemato

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    Zu dem Thema "keine Deutschen betroffen"... ich möchte zu bedenken geben, dass dies vielleicht auch einfach eine Information für alle Angehörigen ist.
    Ein sehr guter Freund von mir ist gerade in Japan und ich persönlich finde die Information da sehr wichtig, dass keine Deutschen betroffen sind, denn erreichbar ist er seit gestern nicht.

    Was ich schlichtweg erbärmlich finde, ist dass auf ARD/ZDF nichts, aber auch wirklich gar nichts zu sehen ist.
    Aber ein Brennpunkt machen, wenn der Bayerntrainer eventuell entlassen wird :rolleyes:
     
  14. Yps-Gimmick

    Yps-Gimmick Wetten, dass? - Moderator

    Das dachte ich auch gerade. Wenn Ballacks Wade zwickt, gibt es 30 Minuten Brennpunkt, jetzt dagegen Business as usual und im ZDF Wintersport. Naja...
     
  15. Felissilvestris

    Felissilvestris

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    Natürlich ist es vordringliche Aufgabe den Energieverbrauch zu senken. Aber wir werden gar nich so schnell effizienter werden könne, wie beispielsweise in den BRIC-Staaten der Energieverbrauch steigt.

    Auf der anderen Seite sind viele Dämmstoffe chemische Erzeugnisse von den Photovoltaik will ich gar nicht erst wieder anfangen. Angeblich wird vieles von den Abfällen einem Recyclingprozess zugeführt. Schau dir mal an wie dieser Prozess in Indien oder anderen Asiatischen und Afrikanischen Staaten aussieht. Das ist alles mindestens genauso gefährlich, nur hörste darüber nicht so viel.

    Und wie ich bereits gesagt habe: Natürlich ist die Atomenergie gefährlich. Genauso wie viele andere Dinge im Leben. Einiges ist sogar wesentlich risikobehafteter.
    Glaubst du tatsächlich, dass wir noch auf die Dinger setzen würden, wenn wir nicht auf die angewiesen wären?
     
  16. Ähnliches auch bei uns:

    Das AKW Emsland wurde an einem Fluss gebaut, der in der Regel nicht genügend Wasser führt, um es zu kühlen! Dafür haben wir jetzt ein schönes Speicherbecken Geeste und tolle Naherholungsmöglichkeiten!
     
  17. Angeblich soll es doch keine Kernschmelze gegeben haben.
     
  18. beide waren vorhin schon mal mit einem längeren special auf sendung und werden das gleich auch wieder sein - von brennpunkten und sondersendungen gestern ganz zu schweigen. ich denke allerdings auch, dass man das durchaus durchweg hätte machen können.
     
  19. Felissilvestris

    Felissilvestris

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    Wie lange soll das eigentlich noch laufen? Das ist doch noch gar nich "so" alt. Und das alte ist schon zurückgebaut?
     
  20. Yps-Gimmick

    Yps-Gimmick Wetten, dass? - Moderator

    Na, die Lobbyarbeit der Atomindustrie, die ihre Gelddruckmaschinen noch ein paar Jahre länger betreiben möchte, ist bestimmt nicht nicht unschuldig gewesen an der Laufzeitverlängerung. Dass in Politik und Wirtschaft alle Entscheidungen immer nur aus einer gewissen Notwendigkeit heraus getroffen werden, wäre recht naiv zu glauben. Und ich bin nun alles andere als ein linker Spinner, der sich über Profitgier aufregt und Weltverschwörungstheorien spinnt.;)