Erdbeben und Tsunami in Japan

Dieses Thema im Forum "Off Topic" wurde erstellt von werder-w, 11. März 2011.

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  1. [Sportfreund]

    [Sportfreund]

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    Na dann ist doch alles super. So lange nichts passiert, ist es total sicher! :lol:

    PS: Diese faule Ausrede von wegen "Wir sind noch drauf angewiesen" lasse ich nicht gelten. Dass es noch nicht ohne geht, weiß ich selbst. Aber wenn man wirklich wollte und nicht von Lobbyismus verseucht wäre, wären wir schon einen großen Schritt weiter weg von den AKWs - gleiches gilt auch für die Abhängigkeit von der Öl-Industrie. Und fast noch schlimmer findet ich jene, die wie die Lemminge solche Schritte der "Oberen" abnicken.
     
  2. fürs AKW scheint's übrigens entwarnung zu geben. laut agentur kyodo ist der brand unter kontrolle und keine strahlung ausgetreten. das mit der kühlung war übrigens auch schon heute morgen, also keine neuigkeit von heute nachmittag.
     
  3. :tnx:
     
  4. mabo

    mabo

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    :tnx:

    Mag sein, dass die Atomkraftwerke sehr sicher sind, aber "sehr sicher" ist bei diesem Gefahrenpotenzial nicht sicher genug. Naturkatastrophen und Terroranschläge sind auch in Deutschland jederzeit möglich.

    Abgesehen davon kann ich mir keinen Verkehrsunfall im Straßenverkehr vorstellen, der im Einzelfall solche Konsequenzen haben kann wie ein atomarer Super-GAU.

    Hoffen wir, dass es so ist.
     
  5. das muss man sich mal vorstellen. in deutschland wäre ein einziges beben dieser stärke schon ne meldung wert. auch wenn diese nachbeben nicht sehr schlimm sind, so erschweren sie sicher die rettungsarbeiten.
     
  6. Es wird sicherlich kein Tschernobyl-reloaded geben. Bei der Bevölkerungsdichte in Japan werden wir eine ganz andere Hausnummer haben. :(
    Ich hoffe, dass es gut geht. Ein Super-Gau wäre eine Katastrophe für die Menschen in Japan und in der ganzen Region.
    Das Schlimmste ist aber, dass wir Menschen immer noch nicht gelernt haben.
    Tschernobyl war ein Wink mit dem Zaunpfahl. Was haben wir daraus gemacht?
    Die Antwort vieler ist: "Das ist ja in Russland passiert ist, die Meiler da sind nicht sicher. So was kann in den modernen Industrienationen nicht passieren."
    Hoffentlich stand Japan (will sagen, hoffentlich ist die Gefahr gebannt) vor einem SuperGAU und nun werden wir uns wieder zurücklehnen können und sagen: "Hat ja alles geklappt! Lass uns noch ein paar AKWs bauen!"
    Das ist ein Tanz am Abgrund!
     
  7. Brotmann

    Brotmann

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    Es bedarf kein extra superlativ. GAU (größter anzunehmender Unfall) sagt doch schon alles aus. Das "Super" davor hat wahrscheinlich irgendwann mal die BILD dazu erfunden :rolleyes:
     
  8. Schlimm genug das Erdbeben und die dadurch und durch den Tsunami entstandenen Schäden - hoff geht wenigstens bei den AKWs alles glimpflich aus! :(
     
  9. Hätte ich auch vermutet aber zumindest Wikipedia sagt dazu folgendes:

    Als Super-GAU wird ein Unfall bezeichnet, bei dem stärkere Belastungen auftreten als beim oben definierten Auslegungsstörfall.

    Mit „Super“ wird angedeutet, dass die Folgen des GAU übertroffen werden. Dabei wird die Vorsilbe super- in der ursprünglichen lateinischen Bedeutung ‚über‘, ‚darüber hinaus‘ verwendet. In Fachsprache und Verwaltungssprache wird dafür der Begriff Auslegungsüberschreitender Störfall verwendet.

    Eine Bedingung für die Genehmigung von kerntechnischen Anlagen ist der Nachweis, dass selbst im Falle des größten anzunehmenden Unfalls (GAU) kein radioaktives Material der Anlage in die Umwelt gelangt. Bei einer Freisetzung von Radioaktivität jenseits der gesetzlich festgelegten Grenzwerte ist daher nach Definition der Rahmen des GAU überschritten und ein Super-GAU eingetreten. Streng genommen erfüllt ein Unfall ab der INES-Stufe 5 diese Bedingung. Es ist jedoch üblich, erst schwere und katastrophale Unfälle mit Super-GAU zu bezeichnen (INES 6 und INES 7). Bekanntestes Beispiel für einen Super-GAU ist die Katastrophe von Tschernobyl.

    Da hilft nur Daumendrücken das es nicht zu einem "Super-GAU" kommt denn ein GAU ist es dann bereits ja schon :(
     
  10. Brotmann

    Brotmann

    Ort:
    Eutin
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    Danke für den Hinweis!
    Dann nehm ich alles wieder zurück und drücke ebenfalls die Daumen
     
  11. Ein Ausschnitt des Zeit-Tickers. Die Gefahr scheint also doch noch nicht gebannt und auch die anderen jüngsten Meldungen sind erschreckend.
     
  12. droht eigentlich unter umständen saurer regen hierzulande, falls das akw tatsächlich hochginge? oder wäre die entfernung so groß, dass es unwahrscheinlich wäre?
     
  13. würde mich auch mal interessieren.
    obwohl die distanz ja doch sehr groß ist ...
     
  14. Felissilvestris

    Felissilvestris

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    Dann nenn mir doch eine Alternative. Und beschäftige dich bitte von der Prudktion bis zur Entsorgung mit den Alternativen.


    Wie viel Tote gab es wohl in den letzten 60 Jahren auf der Welt durch Verkehrsunfälle und wie viele durch Reaktorstörfälle oder Unfälle?
     
  15. Felissilvestris

    Felissilvestris

    Ort:
    Bremen
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    Erstens ist das ein Fakt, dass die beiden schwersten Unfälle mit Nukleartechnischenanlagen in der damaligen UdSSR passiert sind. Irgendwann in den 50ern Majak (INES 6) und eben 1986 Tschernobyl (INES 7).
    Zweitens sind unsere AKWs tatsächlich um längen besser und sicherer.
    Drittens: Meinst du wirklich der kommunisten Schrott hätte ein Erdbeben von 8,8 auf der Richterskala ausgehalten?
    Viertens sind die normalen Sicherheitskreisläufe angelaufen: Hauptstrom ausgefallen, Notaggregat ausgefallen und es läuft auf Batteriebetrieb. Deswegen hat man die doppelte Pufferung.
     
  16. Na servas, jetzt gehts wohl los.
     
  17. Das Thema Entsorgung ist bei der Kernenergie ja bereits bestens geklärt..


    Störfälle von AKWs in Relation zu Verkehrsunfällen zu setzen macht soviel Sinn wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

    Aktuell sieht man wohl, dass man leider keine absolute Sicherheit gewährleisten kann. Trotz mit der besten Vorkehrungen weltweit kommt es nun zu diesen Problemen in Japan, welche je nach Verlauf ggf. eine ganze Region für viele Jahrhunderte unbewohnbar machen könnte. Hoffentlich geht das noch einmal glimpflich aus..
     
  18. Die Gefahr ist alles andere als gebannt! Die Techniker kämpfen nach wie vor gegen eine Kernfusion! Angeblich soll für uns keine Gefahr bestehen aufgrund der großen Entfernung und wegen der momentanen Wetterlage!

    Japan bezieht zu 30 % seine Enerige aus Kernkraftwerken, geplant sind langfristig sogar 40 %!! :wild::wild::wild:

    Es ist echt schwach, dass man bei uns den Ausstieg nicht geschafft hat und man nun sogar wieder vermehrt dazu zurückkehrt....Entgegen jeglicher Vereinbarungen und Versprechen...:wild:
     
  19. Da die Deutschen einen großen Energiehunger haben, ist es nicht möglich, die AKW's abzuschalten. Natürlich kannst du damit anfangen, auf jegliche Elektrogeräte zu verzichten und nur das Nötigste zu benutzen. ;)

    Die AKW's (u.a. zusammen mit Kohlekraftwerken) stützen den Grundlastverbrauch in Deutschland, sie laufen also praktisch durchgehend. Warum? Ganz einfach: ein AKW braucht einige Zeit, um hochzufahren und Strom liefern zu können. Für die Spitzenlast also nicht brauchbar.
    Solarkraftwerke, Wasserkraftwerke und auch Windkraftwerke können diese Grundlast nicht leisten, weil sie Gezeitenabhängig sind und lange nicht so viel Leistung liefern, wie AKW's (AKW's im 1000MW-Bereich, ein off-shore Windpark im 80MW-Bereich). Sie liefern also evtl. dann den Strom, wenn er nicht wirklich gebraucht wird. Aber den gelieferten Strom zu speichern, ist momentan noch das große Problem. Eine Form der Speicherung bieten sicherlich Pumpspeicherkraftwerke. Jedoch sind diese ziemlich teuer in der Realisierung und auch nicht wirklich effizient. Es wird mehr Strom benötigt, um das Wasser hochzupumpen, als wieder zurückgewonnen werden kann.
    Um das klar zu stellen: natürlich wünsche ich mir, dass wir weg kommen von der Kernenergie. Dies ist aber leider nicht ohne weiteres möglich. Wie gesagt: das größte Problem ist die Form der Speicherung des elektrischen Stroms. Daran hapert es momentan.