Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Joga Bonito, 3. August 2008.

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  1. 70mio klingt ja erst mal nett. Aber halt für 30% der Anteile. Die Trümmertruppe vom Big Shitty Klub hat deutlich mehr bekommen. Da sollte man sich dann auch selber nicht zu billig verkaufen, wobei ich eine Börsen-Notierung für seriöser halte als den Windbeutel. Aber halt auch nicht für ganz so einfach, wie ja der Artikel auch beschreibt.
     
  2. Die haben aber afaik auch die kompletten 49% verschachert. Von daher lägen wir gar nicht so schlecht.
     
  3. Bremen

    Bremen Moderator

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    Auch wenn ich den Verkauf von Anteilen im Grundsatz befürworte, klingt das alles zu intransparent (um nicht zu sagen; dubios klingt), so dass Werders Nein dazu mMn richtig ist.
     
  4. Die Summe ist bei näherem Nachdenken jedenfalls nicht ganz schlecht, stimmt schon. Vermutlich darf man sich von dem Irrsinn den Windhorst in Berlin betrieben hat auch einfach nicht blenden lassen. Mir scheint, die Komplexität hat den Verein Abstand nehmen lassen. Schaun mer mal, wenn man so ein Angebot ablehnen kann, ist es wohl nicht ganz schlecht um den Verein bestellt.
     
  5. 40 Mio. frische Schulden, plus das was eh schon noch da ist...
    Da ist noch einiges was noch abbezahlt werden muss...
     
  6. Bremen

    Bremen Moderator

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    Zumindest steht die GmbH & Co. KGaA nicht kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. Das ist schon mal positiv. Aber damit es nicht wieder in diese Richtung geht, warf HHG in einem Zeitungsinterview vor wenigen Tagen jegliche hanseatische Zurückhalt über Bord und erklärte dass finanzielle Mittel benötigt werden. Dabei ergänzte er, dass es nicht um geliehenes Geld (Anm. d.V.; der Rahmen dafür ist weites gehend erschöpft) geht, weil man ja die Schulden nicht vor sich hertreiben kann, sondern Eigenkapital.
     
  7. Juri

    Juri Guest

    Das ist doch ein Witz, so eine Summe. Ich wäre eh dagegen, auch wenn es das 100-fache wäre. Aber einen Großteil des Clubs für den Umsatz einer halben Saison zu verscherbeln. Wer dieses Angebot für lukrativ hält, zeigt nur, wie wenig durchdacht diese kurzfristige Geldgeilheit ist.
     
  8. Ähm, Du hast schon verstanden, dass man einen Minderanteil von 30% für 50-70 Mio. abgegeben hätte? Sprich, dass 70% weiterhin dem Verein gehören? Damit wäre man mit einem Schlag alle Schulden aus der Corona-Zeit losgeworden, ohne dass man sich einem großen Inverstor "ausgeliefert" hätte.usätzlich wäre noch Geld dagewesen, um alte Schulden zu tilgen. Sogar Du hättest Anteile kaufen können. Und es wären noch Anteil da gewesen, wenn sich wirklich noch jemand gefunden hätte, der von sich aus Geld in den Klub stecken wollte.
    Mal schauen, wie es weiter geht, ich glaube nicht, dass es ohne Hilfe von Außen gehen wird.
     
  9. *Eisbaer*

    *Eisbaer*

    Ort:
    Ein Traum in Flausch.
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    Wenn man nur den aktuellen Spielermarktwert nimmt, sind wir bei knapp 70 Mio. €. Viel mehr Werte hat dieser Verein derzeit nicht, nur Prestige und Tradition, aber damit können Investoren erstmal nicht sehr viel anfangen. Insofern wären 70 Mio. für 30% doch relativ viel für unsere Verhältnisse. Schuldenberg weg und noch was übrig.

    Allerdings hätte ich auch keinen Bock, dass irgendwelche Anteile unseres Vereins bei Saudis oder wem auch immer liegen.
     
  10. Bremen

    Bremen Moderator

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    Seriöser als Windhorst ist auch keine all zu große Kunst :ugly:

    Bei aller Seriosität stellt sich jedoch die Frage, in wie weit Werder-Aktien fürs das Börsenparkett lukrativ sein könnten? Nimmt man die Kursentwicklung der BVB-Aktie als Referenz, erscheinen Fußball-Bundesliga-Aktien an der Börse jedoch nicht besonders begehrt zu sein. Denn den Wert der ersten Börsennotierung am 31.10.2000 i.H. von 9,80 € hat die BVB-Aktie nie mehr erreicht, geschweige denn übertroffen, sondern sich in Einzelfällen lediglich daran "geschnuppert" - trotz sportlicher Erfolge. Und auch in den 15 Monaten nach der Kapitalerhöhung im Oktober 2021 ist die BVB-Aktie unter dem seinerzeitigen Bezugspreis i.H. von 4,70 € notiert; aktuell trotz zuletzt 7 Pflichtspielsiegen in Folge bei derzeit (Stand heute 11:54 h) mit nur 4,27 €.
     
  11. Ich glaube es ging bei der Emission des BVB um das Gleiche, worum es Werder gegangen wäre, nämlich Geld einzunehmen. Die haben damals 135 Mio. € eingenommen. Und deutlich mehr von der KGaA abgegeben als Werder geplant hat. Die Aktie an sich ist eher kein weiteres Finanzinstrument. Außer der Verein würde welche zuückkaufen.
     
  12. Das beurteilen besser jene, die das machen wollten. Das Risiko wird ja im Artikel beschrieben.
     
  13. Juri

    Juri Guest

    Ich verstehe, wenn der normale Fußballfan nicht besonders viel Ahnung von der Bewertung eines Unternehmens hat. Aber wenn ich nicht viel Ahnung habe, warum sollte ich dann schnell ja sagen? Der allgemeine Erfahrungssatz ist, dass wenn ein Fremder kommt und irgendein Angebot macht, dass das Angebot erstmal eine Verhandlungsgrundlage ist und in der ersten Form nicht optimal.
    Falls das überhaupt eine Sache ist, über die man verhandeln würde. Ich sage 100 % forever.
     
  14. Bremen

    Bremen Moderator

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    Das ist auch unter sich kennenden Geschäftspartnern Usus. ;)
     
  15. Lübecker

    Lübecker

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    53° 52´01´´N 10°40´08´´E
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    Sonst bedürfe es ja auch keiner Verhandlung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. Februar 2023
  16. Juri

    Juri Guest

    Ich würde sagen, wenn sich die Partner kennen, kann es eher mal passieren, dass es direkt ein anständiges Angebot gibt und man nicht feilschen muss. Wenn es ein ständiges Geben und Nehmen gibt, kann ein fairer Preis an anderer Stelle berücksichtigt werden.
    Bezogen auf Werder heißt das, dass ich einem "anonymen" Angebot aus den USA das nicht unterstellen würde und nicht zu schnell von einer reinen Zahl begeistert wäre.
     
  17. Auf der einen Seite: Geld stinkt nicht. Problem: Kauf ich mit dem Geld nur ewige Talente und schaffe dann den Sprung in die internationalen Wettbewerbe nicvt, um dort dauerhaft Einnahmen zu generieren, war es das mit schönschreiben. Eine zweite Chance gibt es dann nicht.

    Andererseits: Warum nicht verschulden? Andere haben viel größere Schulden und werfen das Geld trotzdem zum Fenster raus. Konsequenzen durch die DFL? Fehlanzeige. Also muss das Motto sein, was kostet die Welt?
     
  18. Bremen

    Bremen Moderator

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    Ähm... im Frühjahr 2021 stand Werder vor einem erhöhten Insolvenzrisiko, so dass nur Spielerverkäufe und eine vergleichsweise hoch verzinste Anleihe die Liquidität für die Saison 21/22 sichern konnte bzw. wurde im November 2022 vom DFB eine Strafzahlung in Millionenhöhe aufgrund finanzieller Verstöße gegen die Lizenzauflagen verhängt. Wie lange sollte denn deiner Ansicht nach die Schraube der Verbindlichkeiten noch weiter gedreht werden...`?
     
  19. Du weißt doch genau was er meint...
     
  20. Wir haben 14 Milionen negatives Eigenkapital und wir bekommen eine 2,5 Millionen Strafe.
    Schalke 100 Millionen negatives Eigenkapital und alles ist tutti, weil es nicht mehr geworden ist.

    Also muss das Motto lauten jedes Jahr 9% mehr Schulden, dann gibts auch keine Strafen.