Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Joga Bonito, 3. August 2008.

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  1. Lübecker

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    Der Verein ist außen vor, so ich denke, gerade, damit die Schachabteilung nicht mithaften muss. Ein Nichtbedienen eingegangener Verpflichtungen hätte doch ein Insolvenz zur Folge, welche, je nach Ausführung, Nachteile für den Anteilseigner hätte. Darin besteht eben das Risiko. Ich denke, das der Kreis der Eigner eher klein gehalten wird und in großen Teilen schon feststeht. Sponsoren z.B. weiten ihr Engagement auf Zeit aus und bekommen ihr Geld +Zinsen zurück, Werder ist liquide und muss nicht zusätzlich Schulden aufnehmen und ggf. werden solche Dinge dann bilanztechnisch unterschiedlich bewertet, af beiden Seiten. Vielleicht haben wir hier ein paar Finanzgenies diesbezüglich.
     
  2. Es hängt vom Portfolio der Anleihe ab. Wie lange ist die Laufzeit, wie ist der Rückzahlplan gestaltet (jährliche Dividende oder nach Laufzeit X in toto + 5 % zB???). Man kann nur dringend davor warnen, Gelder aus der Zukunft zur Absicherung der Liquidität in der Gegenwart zu benutzen. Fußball ist ein unwägbares Geschäft. Unternehmen können anhand der Absatzmärkte Entwicklungen am Markt prognostizieren. Im Fußball speziell in der Bundesliga kann das nur Bayern München. Ich bin da sehr skeptisch.
     
  3. Na endlich stellt jemand die richtige Frage ;)
     
  4. Wichtig wäre einen zu haben der sich auskennt und Einblick hat. Leider wird hier wohl keiner in die Zahlen schauen können und so fehlt halt die Basis für alle Gedanken. Wie schlecht es Werder Bremen geht kann man nur grob schätzen. Schätze mal es fehlen pro Corona Saison 35 Mio. - durch Einsparungen und Co wird der "Schaden" auf 20 Millionen gesenkt.
    Dieses fehlende Geld wird durch "Kredit" aufgefangen, aber so oder so muss Werder durch Spielerverkäufe da einiges reinholen.
    20 Million als Beispiel - da muss Bremen 2 Leistungsträger gut verkaufen. (Rashica - Ludde)
    Dann ist aber auch kein €uro über - rein zum flicken der offenen Löcher.

    Die aktuelle Lage, die Aussagen von FB "jeder ist verkäuflich" finde ich trotzdem nicht gut.
    Der Markt wird sich erholen, bis dahin ist es eigentlich nicht förderlich Spieler zu verkaufen, man muss aber.
    Einkaufen wird man recht gut können, aber da müssen Treffer her.
    Mal abwarten, im Sommer wird man sehen wie viele Federn der Kader lässt... leider ist FB nicht der Typ der aktiv wird sondern wohl wartet bis andere Vereine auf Bremen zu kommen... wir können aber auch nicht in den letzten 3 Tagen der Transe anfangen zu pokern.

    Deswegen nicht abwarten, ausbluten dort wo es sein muss, trotzdem noch Spieler die keine Hilfe sind abgeben und neue finden die besser nach Bremen passen. Unterm Strich dann noch 20 Millionen reinholen, Baumann muss mal 110% Prozent geben und nicht 45%....

    Dann kann Werder Bremen sich wieder aufbauen, der Umbruch scheint bisher Früchte zu fragen. Ernten können wir dann später.
     
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  5. Lübecker

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    Deswegen meine ich auch, das der Kreis der Beteiligten sehr eng gehalten werden könnte, also an solche Leute, die a) werderaffin sind und b) wo deren Anteil nicht aus der Haushaltskasse stammt. Schaun mer mal, es bleibt spannend...! ;)
     
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    Ich habe jetzt gehofft, von dir kommt noch was, so'ne richtig fette Aussage zum Thema.;) Aber ich hatte ja auch nach Finanzgenies gefragt :kaffee:
     
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  7. WOL ist zwar voller Finanzgenies, aber wie ich immer betone befinde ich mich in dieser Nahrungskette bedauerlich weit unten und muss zur Kompensation mit meinen sonstigen Genialitäten punkten :D
     
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  10. LotteS

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    Ich bin ja keine Fachfrau - habe ja nicht zuende studiert... Aber mal ehrlich - wie zur Hoelle soll der Verein diese horrende Verzinsung stemmen? Das kann doch nur schief gehen!
     
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  11. LotteS

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    Ich habe eben gedanklich durchgespielt, ob ich mich damit ernsthaft beschaeftige - eben wegen der lukrativen Aussichten. Aber ich kenne ja nun auch die Lage des Vereines, wie wir alle - und mein Bauch sagt: "Bist Du komplett bescheuert, da auch nur nachzudenken?!"

    Diese Erkenntnis besorgt mich gerade massiv... :(
     
  12. Lübecker

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    Auf der einen Seite hast Du recht, das ist ein Spiel mit vielen Unbekannten (Zuschauer, TV-Gelder, Sponsoren, Spielerentwicklung und -transfers), auf der anderen Seite, an irgendeiner Schraube müssen sie drehen, um diese Zeit zu überbrücken. Investoren, die Anteile von KGaA kaufen, wollen auch längerfristig Geld verdienen und ein Weisser Ritter ist nicht in Sicht.
     
  13. Lübecker

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    Ja, natürlich ist es verlockend, 6%/Jahr Zinsen einzusammeln. Ich hätte zwar Geld, welches ich nicht unmittelbar zum erweiterten Leben bräuchte, aber eben auch nicht so viel, als das ich es als Spielgeld betrachten könnte. Daher, Finger weg und es entweder den Hasadeuren oder den Leuten mit entsprechend fettem Geldbeutel.:D
     
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  14. Bremen

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    Es sind nicht nur die Zinsen, die einem Bauchschmerzen bereiten. Sondern auch, dass die Liquidität der Gegenwart immer mehr von einer unsicheren Zukunft finanziert wird. Beginnend damit, dass statt der in der Sommer-TP 2019 erhofften Einnahme von Transfererlöse in 2020 Kaufverpflichtungen fällig wurden. Der Betriebsmittelkredit - der ohne die Landesbürgschaft Bremens nicht zustande gekommen wäre, was auch ein deutliches Zeichen für Werders finanzielle Schieflage ist - muss irgendwann auch bedient werden. Und jetzt diese Mittelstandsanleihe. Von welchem Geld sollen in 63 Monaten die bis zu 30 Mio. € zurückgezahlt werden? Mit einer neuen Mittelstandsanliehe in Höhe X mit Laufzeit Y, so dass das Problem weiter vor sich hergeschoben wird? Wie kann Werder aus dieser Negativspirale rauskommen? Hohe Transfererlöse wären sicherlich eine Möglichkeit, aber dafür muss auch eine sportliche, nachhaltige Weiterentwicklung erkennbar sein, doch darum ist des derzeit ähnlich schlecht bestellt wie um die finanzielle Lage.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2021
  15. Richtig :tnx:
     
  16. Transfererlöse wären der einfachste und schnellste Weg.
    Ein Spieler der startet gut verkaufen und der könnte schon alles ausgleichen.
    Darauf kann man aber nicht bauen.
    Um Sicher und ohne Probleme in den nächsten 5 Jahren alles bedienen zu können muss man die Kosten drücken - und das hat Werder schon gemacht. Die Gehaltskosten werden einfach so weit gesenkt, dass man Geld erwirtschaftet... schon im jetzigen Bereich deckt das alles Fremdkapital ab.

    Werder Bremen ganz einfach formuliert: 10 Mio im Jahr dort sparen, dann hat man jedes Jahr positive Ergebnisse - wenn wieder das komplette Geschäft läuft. Die Impflinge werden aber nächste Saison ins Stadion dürfen. Die Einsparungen schon jetzt werden ausreichen um dann Bilanzen zu haben die mehr als schwarz sind.

    Selbst 1 guter Sponsoren Deal deckt viel ab - auch wenn viele es nicht glauben oder speichern - dort verdient Werder Bremen mehr als Bundesligadurchschnitt - also stehen wir dort viel besser als sportlich.

    Man brauch schon einen FB um mit diesen Möglichkeiten nicht etwas aufzubauen. Der hat andere Vereine gestärkt. Alle verkaufen teuer nach Hertha - nur FB kauft dort teuer ein. Weil er dort Kredit bekam ohne viel Anstrengung.
     
  17. Bremen

    Bremen Moderator

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    Darauf muss man bauen. Wobei es sich selbstverständlich nicht zwingend auf einen Spieler beschränken muss, es können ebenso zwei Spieler mit einzeln geringeren, in der Summe jedoch ähnlich hohen Ablösen sein können. Ein Club wie Werder, der sowohl ohne Gönner auskommen will/muss und für den der Europapokal in weite Ferne gerückt ist, sind höhe Transfererlöse die einige Quelle, um überlebenswichtige, signifikante Mehreinnahmen zu generieren.
     
  18. Wurde seinerzeit eigentlich auch die Lizenz für Liga 2 oder nur für Liga 1 beantragt?
     
  19. Bei Werder muss ja etwas passieren, auch im wirtschaftlichen Bereich, was Geschäftsführer Filbry inzwischen messerscharf erkannt hat. Auch die gerade aufgelegte Mittelstandsanleihe wird Werder nicht richtig weiterbringen. Neuerdings sei man für Investoren offen, äußerte Filbry letzte Woche. Man würde sogar über die 50+1 Regel reden können. Die Regel sei in der Bundesliga ohnehin bereits total aufgeweicht (Wolfsburg, Leverkusen, Hoffenheim, Hannover, Leipzig und neuerdings auch Hertha). Der Investor müsste allerdings nachhaltig sein. Es wäre sehr viel Geld aus Amerika auf dem Markt, wurde erwähnt. Deutet sich bei Werder ein Paradigmenwechsel an.

    Jetzt ein paar spinnerte Gedanken: als potenzieller Investor fällt mir Elon Musk mit Tesla ein. Als Elektro-Autobauer kann man Tesla zur Green Economy zählen. Da Tesla gerade mit ungeheurem Aufwand eine Giga Factory in Deutschland baut, wäre ein werbewirksames Engagement bei einem traditionsreichen deutschen Fußball Club durchaus denkbar, da Tesla sich auf dem europäischen Markt gegen die aufholenden deutschen Autobauer durchsetzen will oder muss. Trotz der sportlichen Misere bleibt Werder immer noch eine interessante Marke. Mit der in Bremen ansässigen Flug- und Raumfahrtindustrie hätte Elon Musk sogar Partner für seine SpaceX Firma. Bei Mercedes könnte Elon Musk Leute für seine Giga Factory in Grünheide abwerben wollen. Mercedes würde daraufhin bis 2030 auf betriebsbedingte Kündigungen in Bremen verzichten. An der gigantischen Fotovoltaikanlage am Weserstadion kann Musk seine Tesla Autos medienwirksam aufladen. Das passt doch alles, eine achtstellige Summe könnte Werder tatsächlich weiterhelfen. Elon Musk geht immer gleich in die Vollen und würde den Osterdeich bestimmt umgestalten wollen, was mit dem Bremer Senat und der agilen Bürgerbewegung sicherlich nicht einfach wäre. Das graue Mausimage würde der SVW bei der Gelegenheit mit Sicherheit ablegen.
     
  20. Klingt gut! Mach das mal klar mit Elon!