Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Joga Bonito, 3. August 2008.

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  1. Denen steht das Wasser bis zum Hals. Die haben überhaupt keine Freiheitsgrade mehr. Aber als Zech dazukam, sah es noch besser aus. Wahrscheinlich war mit seinem ASR-Posten die Hoffnung verbunden, dass er sich finanziell engagieren könnte? Das will er nicht, was man respektieren muss. Der hat doch auch den Umbau mWn im Weserstadion gemacht? Jetzt will er das NLZ bauen und der Auftrag liegt sicherlich schon unterschrieben in einer Schublade. Die Ausschreibung wird man auf ihn zuschneiden. Wo liegt denn da die win-win-Situation für Werder?
    Bode, Baumann, Filbry und auch FK können heilfroh sein, dass durch Corona sie sich darauf zurückziehen können. Denn ohne Corona würde es nicht viel besser aussehen. Dann müssten sie Farbe bekennen. Das wollen sie partout nicht. Bei Werder ist alles nur durch Corona kritisch. Legendenbildung nennt man das.
     
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  2. Bremen

    Bremen Moderator

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    Ja hat er. Jedoch nicht direkt durch Zechbau, sondern durch die zur Zech-Gruppe gehörende kamü. Dass Zechbau dieses Prestige-Objekt nicht selbst in die Hand nahm, lag vermutlich an der Korruptionsaffäre, die Anfang der 2000er Jahre an Licht der Öffentlichkeit kam.
     
  3. ;) so soll es gewesen sein ....;)
     
  4. Nun machen sie eine Anleihe beim Mittelstand. Ob das die gewünschten 15 bis 20 Mio € bringen wird? Das muss man abwarten. Ich wäre dort sehr skeptisch, weil die Rückzahlung beileibe nicht gesichert ist, so wie die die letzten Jahre gewirtschaftet haben. Das sehen die Verantwortlichen der Firmen wohl nicht anders?!
     
  5. Da scheint eher dein Wunsch Vater des Gedanken.

    "Die Firmen" und viele Städte und Gemeinden haben bei einer gewissen Bremer Bank Geld angelegt obwohl sie deutschlandweit die einzige war die bei solchen Summen mehr als 0% gewährt hat. Und schon vor zwei Jahren pfiffen es die Spatzen von den Dächern aber es war zu verführerisch.
     
  6. Bei welcher Verzinsung steigen die Unternehmen ein? Wenn es attraktiv sein soll, wird man wohl 3-5% anbieten müssen/sollen? Ich bleibe immer noch bei meiner Ursprungsidee eines geschlossenen Fonds und Spielertransfers mit hoher prozentualer Beteiligung als Gegenfinanzierungsmodell. Am Ende des Tages läuft es auf das Gleiche hinaus. Muss man sich durchrechnen und juristisch prüfen lassen. Für unmöglich halte ich das nicht.
     
  7. Bremen

    Bremen Moderator

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    Das ist nicht die einzige Frage dabei. Denn wie lang ist die Laufzeit? Wie soll die Rückzahlung finanziert werden? Aus etwaigen Überschüssen, wodurch der finanzielle Handlungsspielraum beim Kader signifikant eingeschränkt wird? Oder müssen dafür neue Anleihen herausgegeben werden, sprich ein Loch stopfen, indem ein anderes ausgehoben wird?


    Im Grundsatz eine gute Idee. Doch wie sollen potentielle Investoren mit prozentualer Beteiligung an Spielertransfers gelockt werden, wenn schon vor Corona die Transferbilanz rote Zahlen auswies? Das ist überspitzt formuliert so lukrativ wie eine Investition in Wirecard-Aktien.
     
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  8. Keine Ahnung, du hast unterstellt das Unternehmen Dinge tun bzw nicht tun. Bei der Greensill-Bank waren es glaube ich nicht mal 0.3%. Bei einer Unternehmensanleihe eher etwas zwischen 4-6%.
     
  9. Die Laufzeit wird wahrscheinlich 5 Jahre sein?! Die Dividende sollte sich schon um 5 % bewegen, um hochattraktiv zu sein! Bedeutet bei 20 Mio € 5 Mill + X Gebühren insgesamt an Ausschüttung. Das Geld muss aus dem laufenden Betrieb generiert werden, sprich der sportliche Erfolg Platz 10-12 muss jede Saison erreicht werden, sofern man die Kaderkosten auf eine Summe eindampft, die den Überschuss jährlich bedienen lassen. Das die GmbH diese Anleihe ausgibt, wird wohl unumgänglich sein, damit der Gesamtverein nicht gesamtschuldnerisch haftbar wird. In dem Anleihenprodukt oder besser Fondsprospekt könnte man auch die potentiellen Anleger mit Partizipieren an Transfererlösen zB ME in Höhe 20 bis 30% einen Anreiz schaffen. Nehemen wir einen Verkauf von ME für 12 Mio mal an bei 30%, würden alle Anleger 4 Mio€ an Dividende bekommen. Das muss natürlich mit den jährlichen Dividenden gegengerechnet werden. Dazu noch den einen oder anderen Nachwuchs Kicker dazu und schon könnte man die Anleger bedienen. Natürlich ist sehr viel Hätte, Wenn und Aber dabei, allerdings im anderen Fall würde Werder kurzfristig 20 Mio zur Verfügung haben. Im anderen fall bleibt doch die Frage bestehen, wie zahlt Werder am Ende der Laufzeit die Gesamtsumme zurück und aus welchen Mitteln wollen sie das im laufenden Geschäftsjahr heraus realisieren. Der Anleger wäre mit im Risiko und der kann dann nicht nach 5 Jahren beispielsweise mal eben seine Summe + 5% einfordern. Werder ist wie die anderen Clubs stark von Transfererlösen abhängig, um handlungsfähig zu bleiben. Das würde auch einen GF Sport dazu zwingen, wirklich kreative Transfers zu machen und nicht davon zu reden. Dann wären Gedankenspiele wie mit Grujic im Sommer passé.
    Die Ausgangslage ist doch klar: sie spielen seit 10 Jahren gegen den Abstieg und das wird sich die nächsten 10 Jahre nicht ändern. Ein Investor ist weder gewünscht noch gewollt. Ich sehe auch keinen ernsthaften Interessenten. Ist ja nur ein Gedanke.
     
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  10. Lübecker

    Lübecker

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    53° 52´01´´N 10°40´08´´E
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    Das Problem wird sein, das es anderen Vereinen ähnlich gehen wird. Keiner weiß, wie sich die Einnahmesituation zum Besseren hinwenden soll und wenn jeder Verein gleich Werder handeln würde (theoretisch), ergäbe sich eine Pattsituation, Wenn alle nackt sind, kannste keinem in die Tasche greifen.
     
  11. Bremen

    Bremen Moderator

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    In der Theorie richtig. In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass die Entwicklungen in diese Richtung unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Denn zB waren Schalke und Werder die ersten Clubs, die einen KfW-Kredit aufnehmen mussten, gefolgt vom VfB Stuttgart (falls ich noch jemanden vergessen haben sollte, sorry). Somit ist die Gefahr groß, dass wenn auch in der kommenden Saison Zuschauereinnahmen fehlen sollten, diese Clubs ggf. eher vor der Insolvenz stehen, als diejenigen, die bisher noch ohne solche Maßnahmen auskommen. Mal ganz abgesehen davon, dass die Werksvereine dadurch abgesichert sind, dass ihre Verluste von den hinter ihnen stehenden Konzernen getragen werden.
     
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  12. Ich hab die Anleihe erstmal als Absicherung aufgefasst, da keiner weiß, was im Sommer Stand ist.
    Vorher kommt sicher noch das Verkaufsgeschäft und das Auffüllen des Kaders mit jungen sprich preiswerten Spielern.
    Ich geh auch davon aus, dass wir nächste Saison wieder ins Stadion kommen.
    Daher muss die Geschäftsführung sich erstmal absichern...
     
  13. Phantastisch, hier verspricht jemand interessierten Anlegern eine gewisse Rendite aus z. B. Spielertransfers.
    Wie soll das gehen, wenn schon vor Corona dieser Verein von der Hand in den Mund gelebt hat. Selbstbekennend hat man immer
    wieder erwähnt und es ebenso praktiziert Spielertransfer = Spielerinvest. Wie heißt denn dann die Formel, Spielertransfer = Dividende
    und dann .....??
    Stellt man das so ernsthaft in den Raum, müssen wir in den nächsten Jahren davon ausgehen, dass bei uns die jungen Spieler eine
    entsprechende sportliche Entwicklung nehmen, um den finanziellen und sportlichen Erfordernissen gerecht zu werden.
    Erwähnt wird dabei kaum, dass man noch Abzahlungen für Kredite leisten muss. Erwähnt wird auch nicht, dass selbst nach Corona
    noch die Zeche bezahlt werden muss.
    Ist ja nicht unmöglich, aber hier müsste am Ende eine sportliche Entwicklung stehen in der Werder sich unter den ersten 5 - 8 (EL/TV)
    etablieren müsste. Sorry, aber bei der Formel Spielerverkäufe = Substanzverlust = ohne adäquate Zuführung .....
    spielen wir bestenfalls beständig gegen den Abstieg.
     
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  14. Und das tun wir seit 10 Jahren nicht? Das Problem ist doch, dass wir kein Geld für Transfers haben. Die jetzt ausgegebene Anleihe soll wie noch gleich aus welchen Mitteln jährlich die Dividende und am Ende der Laufzeit bei Auszahlung bedient werden? Am Ende läuft es immer auf Transfererlöse hinaus. Die Mischung macht es.
    Schau doch einfach mal nach Brasilien, wo diverse Firmen Anteile am Spieler X halten. Macht die Transfers dort extrem kompliziert. Kein gutes System meiner Meinung nach.
     
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  15. Bremen

    Bremen Moderator

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    Gab es beim HSV nicht auch Palaver beim Verkauf von Spielern, an denen Kühne Anteile hatte?
     
  16. Glaube ich auch?! Mit einem geschlossenen Fonds kann man oftmals besser agieren. Man muss sich mit Fonds auskennen, um das Prinzip dahinter zu verstehen. Ich halte es grundsätzlich einer Überlegung wert.
     
  17. Scheinst mich missverstanden zu haben, bin voll bei dir!!!! Ja, wir praktizieren es seit 10 Jahren, mMn würde es jetzt unter meiner
    Schilderung noch extremer ausfallen, da wir hochverschuldet sind und praktisch keinen Back up haben,
     
  18. Mich interessiert viel mehr bei der Anleihe, welche Konstruktion dem gegenüber steht? Die KG mit 100T € Einlage als GmbH scheidet doch aus, wenn ich 20 Mio vom Mittelstand haben will?! Kein Mensch zeichnet eine Anleihe, wenn dem kein Gegenwert gegenüber steht! Das würde mich mal interessieren. Wie ist der Aufbau? Muss der Gesamtverein am Ende haften?
     
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  19. Lübecker

    Lübecker

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    53° 52´01´´N 10°40´08´´E
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    Da die KGaA der Emittent sein dürfte (der Verein wird es nicht tun, da er sonst haften müsste), muss die KGaA auch haften, d.h., am Ende (spätestens) muss zurückgezahlt werden, Einlage +Zinsen.
    Das war doch auch das Problem beim HSV. Die haben doch zum Rückzahlungstermin eine neue Anleihe aufgelegt, quausi als Rückzahlung. Da konnten die Fans die Anteilsscheine 1:1 tauschen.
     
  20. Moment so einfach ist das nicht. Das war doch das Problem des BVB vor Jahren, als sie Aktien damals emittiert haben und dann die GmbH & Co KG aA mit entsprechenden Eigenmitteln ausstatten mussten, damit am Aktienmarkt allerdings keine Probleme mit der Aufsicht auftauchen. Das waren Aktien. Hier ist es eine Anleihe, in der der potentielle Anleger nach der Absicherung fragen wird. In einer GmbH gemeinhin reichen 100T€ Einlage. Demnach muss ja wohl der Gesamtverein dort als Herausgeber der Anleihen auftauchen??? Was hat die Schachabteilung des SVW damit am Ende zu tun, ketzerisch gefragt?