Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Joga Bonito, 3. August 2008.

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  1. https://www.freenet.de/sport/topnew...leiches-tvgeld-fuer-alle_7877564_4885362.html

    Unabhängig davon, das ich Fan eines "kleinen" Vereins bin, bin auch ich absolut dafür. Allerdings sollte der Anteil der 1. Bundesliga mehr Gewicht bekommen (z.B. zwei Drittel) als der der 2. Bundesliga.

    Es kann und darf einfach nicht mehr sein, das die "großen" Vereine gleich dreifach profitieren, nämlich neben dem größeren Anteil dieser TV-Gelder auch noch vor allem durch die enormen Gelder der EP-Teilnahme und größerer Werbe/Sponsoreneinnahmen.

    Allerdings bin ich mir zu 100 % sicher, das es nicht dazu kommen wird. Zu groß ist mittlerweile der Einfluß der größeren Clubs. :(
     
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  2. Kosto10

    Kosto10

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    Spieler per Crowdfunding kaufen und dann kann jeder Fan ein Investor sein. Wenn es auch nur ein Euro ist. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten und die Sache ist geritzt.

    Ach ja und die TV Gelder sollten endlich gerecht verteilt werden und nicht Bayern 70 Mios und der Aufsteiger bekommt ein Taschengeld. Dann kann sich Hoeneß auch hinstellen und sagen, wir können ja schließlich nicht halbtags arbeiten.
     
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  3. Was hat das mit einem Investor zu tun? Die, keine Ahnung, 85mio € für den Umbau hat Werder doch selbst aufgebracht. Ein Investor hätte allenfalls zur Bedingung machen können das Weserstadion abreißen (= tolles Bauland für Immobilieninvestoren) und am Bremer Kreuz die Vitakraft-Arena bauen zu lassen. Wenn es nur die gestiegenen Stahlpreise damals waren, hätte man auch einfach eine weitere Saison abwarten können. Ich unterstelle allerdings so ein wenig, daß der dritte Oberrang mit den Anwohnern schlicht nicht darstellbar gewesen ist und die tatsächlich gestiegenen Preise daher nur eine Ausrede waren.
     
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  4. SELBST aufgebracht? :lol::lol::lol: Schön wärs... Die durften und dürfen wir noch für viele Jahrzehnte inclusive satter Zinsen an unsere Kreditgeber zurückzahlen.
    Und wenn ich mir vor Augen halte, was wir dafür bekommen haben -Zwei Kurvenbegradigungen + ein Schicki-Micki-Solardach, dessen erzeugter Strom fast komplett für die Rasenpflege draufgeht- dann könnte ich heute noch :kotz:
     
  5. Bremen

    Bremen Moderator

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    Mit dem Geld eines Investors hätte der ursprünglich geplante und vom Senat bereits abgesegnete Umbau auf eine Kapazität von 50.000 trotz gestiegener Stahlpreise umgesetzt werden können, ohne daß Werders Anteil hätte erhöht werden müssen. Mit diesem geringeren Fassungsvermögen gingen und gehen Werder Jahr für Jahr ca 5 Mio € durch die Lappen. Mal ganz abgesehen davon, daß ein Neubau auf der "grünen Wiese" verhältnismäßig günstiger wäre.

    Aus Gründen des Hochwasserschutz darf ein Deichvorland nicht ohne weiteres "zugepflastert" werden bzw. müssen - wie es in der Debatte um das NLZ zur Sprache kam - entsprechende bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz ergriffen werden. Und selbst diese sind keine Gewährleistung dafür, daß in Zeiten der globalen Erwärmung und daraus resultierenden Pegel die Bauten dort durch Hochwasser keine Schäden nehmen; bei dem Risiko könnte man auch sein Geld in Wirecard-Aktien investieren. Vom Vetorecht der Osterdeich-Anwohner mal ganz zu schweigen, denn die wären wahrscheinlich "not amused" wenn ihre Immobilien nicht mehr in der "1. Reihe" ständen und somit an Wert verlieren würden.


    Richtig, jedoch ist man hinterher immer klüger. Als in der ersten Hälfte 2008 der Stahlpreis für eine Tonne Flachstahl von 500 auf 600 € wegen steigender Rohstoffkosten anstieg bzw. im Juli 2008 vereinzelnd schon mit ca. 700-720 € gehandelt wurde, war ein Ende der dieser Entwicklung noch nicht absehbar. Diese stagnierte erst ab September 2008, als - vereinfacht formuliert - die Pleite von Lehmann Bros. zu dem Funken wurde, der die seit 2007 schwelende Finanzkrise zu einer Weltwirtschaftskrise mutierten ließ, in deren Sog auch die Stahlpreise signifikant fielen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juli 2020
  6. Sept. 2018???

    Und ja, ich würde mir an der Stelle ganz sicher kein Häuschen bauen...
     
  7. Bremen

    Bremen Moderator

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    Typischer Fall von Tippfehler, es war selbstverständlich Sept. 2008. ;) Ist berichtigt.
     
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  8. Kosto10

    Kosto10

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    Ob man nächste Saison mit Zuschauern rechnen kann steht wohl noch in den Sternen. So wie die Zahlen gerade steigen wird das wohl nichts im Herbst. Vor allem wenn man bedenkt, dass niedrigere Temperaturen zu besserer Verbreitung führt. Bis auf weiteres sind große Stadien erst einmal eine Belastung.
     
  9. Bremen

    Bremen Moderator

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    Damit ist der von Filbry bei der JHV 2018 verkündete Plan, auf der Einnahmenseite verstärkt auf TV-Prämien statt auf Ablösesummen zu setzen, ja hervorragend aufgegangen :ugly:
     
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  10. Im Herbst/Winter mit Abstandsregeln im Stadion sein wäre deutlich sinnvoller, als in vollen Sportbars oder Wohnzimmern vor Sky zu hängen. Aber die Politik/Behörden werden wohl mal wieder nicht nachvollziehbare willkürliche Entscheidungen treffen.
     
  11. Eigentlich eklig: in so fast allen Mannschafts-Foren wird nur noch diskutiert wer so alles für wieviel verschachert werden soll, und wie die Marktpreise doch gefallen sind. Dabei wäre der momentane Preisverfall eigentlich eine gute Gelegenheit Deals mit Spielerinvestoren zu tätigen. Gab es ja schon, unter anderem in einer weiteren Hanseniederlassung (Van der Vaart glaub ich). Ein kreatives Beispiel - Stellenausschreibung für den Rashica Investor: "der geeignete Investorkandidat ist willens die Verkaufsrechte für 20-25 Millionen Euronen zu übernehmen. Der gehandelte Spieler wird weiterhin beim SV den Turbo starten dürfen und bei der nächstbesten Gelegenheit mit Gewinn abgegeben (wenn der Marktwert wieder bei den realistischen 30-40 Millionen ist)."
    Wenn hier jemand solche Risiko-Investoren kennt, bitte melden. Der müsste wohl ein Werderfan sein, wenn es ein Win Win werden sollte, Investor hat Chancen eine relativ schnelle Rendite zu erzielen kann gleichzeitig dem SV helfen. Wie schon oben diskutiert, hop (no pun intended) oder flop, entweder man schafft es wieder ab und zu in die Championsleague oder der Abstieg ist nur mittelfristig verschoben.
     
  12. Naja, da hat Filbry auch nur bedingten Einfluss drauf.
    Kann er ja nichts für, dass die DFl insgesamt weniger TV-Geld bekommt.
     
  13. Bremen

    Bremen Moderator

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    Das ist richtig. Es ändert jedoch nichts daran, daß der Plan der GF, auf der Einnahmenseite den Fokus auf TV-Prämien durch sportlichen Erfolg und weniger auf Transfererlöse zu legen, bisher nicht aufgegangen ist.
     
  14. Naja, da hat Filbry auch nur bedingten Einfluss drauf.
    Kann er ja nichts für, dass die DFl insgesamt weniger TV-Geld bekommt.
     
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  15. Das hängt auch damit zusammen, dass Deutschland 2014 Weltmeister wurde. Das hat die Preise für die Fernsehgelder sicherlich positiv beeinflusst. Da die Nat11 unlängst sich nicht mit Ruhm bekleckert hat, schlägt sich das auch in der Liga wider.
    Ungeschönter Blick auf die Buli:
    - USP von Bayern mit Dauerabonnement auf Meisterschaft und sogar Pokalsieg.
    - lediglich Platz 4 mittlerweile umkämpft, CL-Teilnehmer zumeist im Vorfeld klar.
    - EL ist kein gutes Geschäft; außer der SGE haben dort die deutschen Clubs nichts gerissen und auch kaum etwas zusätzlich eingenommen, wenn man den Aufwand dem gegenüber stellt.
    - Spannung im Abstiegskampf allerdings ungebremst.
    - fußballerische Qualität nimmt kontinuierlich ab.
    - die Fußballstars spielen zumeist in den europäischen Ligen
    Wie man vor diesem Hintergrund mehr Fernsehgelder bei nahezu stagnierenden Abonnementzahlen des Bezahlfernsehens generieren will, erschließt sich mir nicht. Daher wird der deutsche Fußball nicht umhinkommen, externe Geldquellen aufzutun. Hertha hat mit Windhorst ein für mich undurchsichtiges Modell geschaffen. Die haben wohl für 49% 347 Millionen gezahlt. Wo ist der Gegenwert? Bei 100% wäre die Hertha ca 700 Mio wert und sich im Bereich von ManU bewegen. Das sind zwar nur Zahlenspiele, die aber die Undurchsichtigkeit eher bestätigen. Irgendwann wird besagter Windhorst gehen, sein Geld wieder + ca 10% Dividende entnehmen. Und dann? Die DFL unterstützt so etwas.
    Wir sind das einzige Land in Europa, dass eine 50+1 Regel aufrecht erhält und sie regelmäßig aushöhlt. Entweder habe ich eine Regel für alle verbindlich oder ich lasse es bleiben.
     
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  16. Bremen

    Bremen Moderator

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    :tnx:

    Die DFL pflegt seit Jahren ihr Wunschdenken von Summen, wie sie in der Premier League gezahlt werden. Daß die Geiz-ist-Geil-Mentalität des deutschen Michel jedoch so ausgeprägt ist, daß Abo-Zahlen wie in England feuchte Wunschträume bleiben werden, kann bzw. will man vielmehr im Elfenbeinturm der DFL nicht sehen. Hinzu kommt, daß der deutsche Profifußball mit der Auslandsvermarktung erst in die Pötte kam, als v.a. die Premier League und La Liga ihre globalen Claims schon längst abgesteckt hatten.


    :tnx: 2.0

    Die Frage ist: will der deutsche mehrheitlich Fußball überhaupt? Mir kommt es so vor, also ob viele Verantwortliche dieses Thema aus entweder aus eigener Überzeugung oder esdeshalb wie der Teufel das Weihwasser meiden, weil sie den Aufschrei der großen Masse an Traditionallisten sowohl intern als auch unter den Fans (bes. Ultras) fürchten. Also Konfliktvermeidung in der Form, daß dem Konflikt mit eingezogenem Schwanz aus dem Weg gegangen wird. Stattdessen sitzt man lieber im trauten Kreis der DFL und weint gemeinsam im Chor die Krokodilstränen über die finanziellen Nachteile gegenüber den anderen Top-Ligen.


    :tnx: 3.0

    Es ist auffällig, daß aus den Reihen der Clubs, die zu den Benachteiligten der ausgehölten 50+1 Regel gehören, kaum Forderungen nach deren Abschaffung laut werden. Schon seltsam, oder?
     
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  17. Der DFL sind nichts anderes als die immer aktuellen 36 Profivereine , und genau da hackt es ja gewaltig .
    Dieser so toll sich dargestellte Club , ist in Wirklichkeit nichts anderes , als ein Egoistenclub .
    Wenn sie das Wettrennen mit der Premierliga mitmachen wollten , dann müssten sie den Konsumenten mal als Volljährig
    nehmen . Sind nicht alle so blöd wie die Kanisterköppe vom Felsen . Es hat auch nichts mit Geiz ist Geil zu tun , wer den Bogen
    überspannt sollte auch die Folgen bedenken . Und da ist für viele Konsumenten Schluss mit lustig .
    In der Corona-Phase zeigt sich Glasklar wie diese " Wirtschaftsunternehmen " arbeiten , einfach immer auf Risiko .

    Was ist gegen Traditionsvereine einzuwenden .
    Wollen wir über Finanzhaie weitere Vereine wie in England an die Wand fahren , hier gibt es schon genug Beispiele.

    Am Ende wird es wieder so weiter gehen , wie vor der Coronakrise.
    Die Raffgier wird am Ende des Menschen liebstes Kind an die Wand fahren .
    Und der Fußball reinigt sich wieder , nur es dauert .
     
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