Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Joga Bonito, 3. August 2008.

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  1. Das ganze System Fußball und Spielerverträge muss umgestellt werden. Ähnlich wie in der NFL, wo es ein gewisses Grundgehalt pro Saison gibt und der Rest anhand der Saisonspiele verteilt wird.
    Für den Fußball könnten das 200.000 € Fixum sein und der Rest wird durch die Anzahl der nationalen Spiele geteilt und als Kaderprämie verteilt (Bundesliga + Pokal = 40 Spiele für einen Erstligisten). Wenn man schon in der ersten Runde ausscheidet, bekommt man nur Geld für 35 Spiele. Bei Sperren und Verletzungen wird ebenso weniger ausgezahlt oder bei Umständen wie diesen.
    Für Europapokalspiele würde dann die UEFA an jeden gemeldeten Spieler pro Spiel einen Fixbetrag zahlen (in der NFL sind es in den Playoffs rund 100.000 $ pro Spieler pro Spiel).
    Bsp. Manuel Neuer würde bei seinem neuen Vertrag 20,2 Mio. € verdienen (20 Mio. ausgehandelt + 200.000 Fixum. 200.000 € hat er sicher. Für jedes nationale Spiel (Liga + Pokal), bei dem er im Kader steht, bekommt er 500.000 €.
     
  2. im profisport müßten die fulminanten gelder vor allem angemessen verteilt werden - wenn ein berater eines aktiven zb 20% provision kassiert (wie damals willi weber, der zum multimillionär wurde dank michael schumacher) stellt suich doch automatisch die frage, ob so ein berater das geld überhaupt wert ist - jeder halbwegs intelligente spieler kann doch wohl seine vertragsverhandlungen selbst (oder mit geschwister oder elternteil usw) führen und wenn es mal ganz schwierig wird, einen anwalt hinzuziehen oder temporäre consulting agency - ist auf jeden fall billiger als ein berater, der zwar bei allem abkassiert, aber die meiste zeit im jahr urlaub auf kosten seines mandanten macht - es sind zuviele akteure unterwegs, die ganz viel geld für NICHTS bekommen - am schlimmsten sind die ganzen verbandsvorstände zb der krankenkassen, aber auch sportvereine!
     
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  4. na endlich , neuen Hauptsponsor gefunden , jetzt geht´s aufwärts.
     
  5. Damit geht die Außenwirkung als solide wirtschaftender Verein auch verloren und die „Zeitung“ hat in uns ein neues Opfer für Schlagzeilen gefunden.
     
  6. Die Original Meldung stand im Spiegel.
    ;)
    Kannst dein Schaum vorm Mund abputzen.
     
  7. Das Kellerwohnimtest-Experiment ist der Beweis, dass Leute bei Werder den Verrat für Geld teuer bezahlen lassen.
    wohninvest = Abstieg

    Weil vergessen wurde, dass man vom Werder-Geist voll eins in die Fresse kriegt, wenn man es für Geld offenbart.

    Oder was war da damals mit den rot-weißen Trikots und dem Bremer Schlüssel auf dem Herzen? Damals hatte der Abstieg zwar knapp 10 Jahre auf sich warten lassen, aber die Strafe folgte. Heute folgt im Wiederholungsfall die Abstrafung eben zeitnah.

    Aberglaube und was sonst alles so um den Osterdeich schwirrt...
     
  8. Felissilvestris

    Felissilvestris

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    Diese Fussballromantik... Fussball bis hinab in die vierte und fünfte Liga funktioniert nicht ohne Geld. So mancher Viertligist bringt Summen auf, die vor 25 Jahren noch für die 2. Bundesliga gereicht hätten. Blickt der Realität mal bitte in die Augen. Wir haben Glück Sponsoren zu haben, die uns eigentlich über dem bezahlen, was wir in den letzten Jahren sportlich verdient hätten. Da kommen andere tatsächlich noch schlechter weg.
     
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  9. Wenn ich mehr Pudding auf dem Tisch haben will, schicke ich meine Frau auch nicht auf den Strich! Ich suche das Geld woanders.
     
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  10. Felissilvestris

    Felissilvestris

    Ort:
    Bremen
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    Was ein blödsinniger Vergleich. Profifussball ist nun einmal Sponsorenabhängig. Du kannst professionellen Fussball nicht durch Merchandise und Ticketeinnahmen finanzieren. Funktioniert einfach nicht, denn Geld fällt nicht vom Himmel!
     
  11. Juri

    Juri

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    Es gibt nur einen Weg: Vereine wie Werder, Mainz, Gladbach, Union Berlin müssen ihre Werte hochhalten und kooperieren.
    Da ist noch ganz viel Luft nach oben.
    Auch bei Schalke - und ich weiß, dass hier viele Schalke nicht mögen - muss dafür gekämpft werden, dass die ein e.V. bleiben, denn egal, was da passiert, am Ende haben die Fans das letzte Wort. Schalke muss auch auf seine Weise wie wir damit kämpfen, dass andere sich Fremdgeld reinstopfen und man selbst nicht.
    Investoren sind asozial und unnötig, denn im Fußball ist immer einer Erster und einer Letzter, es gibt objektiv absolut keine Not dafür, außer schwach zu werden.
     
  12. Juri

    Juri

    Ort:
    NULL
    Witzig, ich wollte zu einem Freund exakt das gleiche sagen, der meinte, Werder würde keinen Investor finden. Ich wollte sagen, wenn du keine Werte und Ehre hast, warum schickst du deine Schwester nicht auf den Strich, da kann sie doch mehr verdienen.
     

  13. Jepp.
    Und zwar egal, welche Liga.
    In der ersten geht's um Millionen für Gehälter.
    In der Kreisklasse im Zweifel darum, überhaupt einheitliche Trikots zu bekommen.


    Wenn man im Wettbewerb ganz nach oben will, muss man auch finanziell zumindest ein großes Stück hoch klettern.
     
  14. Moin aus Berlin erstmal,

    also ich bin Werder-Fan seit der Saison 1987/88 - die erste Bundesliga-Saison, die ich einigermaßen aktiv mitverfolgt habe, sodass ich die guten, wie auch die schlechten Zeiten miterlebt habe.

    Daher erinnere ich mich auch noch sehr gut an die Zeiten, als WIR der Hauptkonkurrent von Bayern München um die Deutsche Meisterschaft waren. Doch seitdem hat sich leider viel verändert und das liegt in meinen Augen in erster Linie an den finanziellen Vorteilen, die Mannschaften wie Bayern, Dortmund oder jüngst auch Hertha, um nur einige Beispiele zu nennen, uns gegenüber haben! Bayern hat es, und das muss ich als Bayern-Hasser leider Gottes zugeben, richtig gemacht und sich frühzeitig finanzstarke Investoren ins Boot geholt, denn das ist in der heutigen Zeit einfach nahezu unumgänglich, wenn man nicht so gut wie jede Saison gegen den Abstieg spielen, sondern endlich auch mal wieder 'oben' angreifen will. Von daher bin ich der Meinung, dass Werder sich Investoren ins Boot holen sollte.

    Natürlich ist das allen Fußball-Romantikern sicher ein Dorn im Auge, doch die sollten sich dann auch fragen, was sie von ihrem Verein wollen: Jahr für Jahr den Kampf um den Klassenerhalt oder doch endlich wieder einmal eine Meisterfeier oder zumindest einen weiteren Pokalsieg bzw. die Teilnahme am europäischen Geschäft?

    Dass ich mich damals entschied Bremen-Fan zu werden und es auch geblieben bin, hing natürlich zum einen an den sportlichen Erfolgen. Zum anderen war es aber auch stets die familiäre Atmosphäre, die in dem Verein herrscht. Jetzt werden die meisten natürlich sagen, dass sich genau dieser Aspekt mit meiner Forderung nach Investoren nicht vereinen lässt, doch lasst mich hierfür ein gutes Gegenbeispiel aus der Premier League anführen: den Liverpool FC!

    Damit kommen wir zu meinem zweiten Lieblingsverein. Dieser verfügt über eine lange Tradition, ähnlich wie der SV Werder Bremen und weist ebenfalls ein sehr familiär geprägtes Umfeld auf, von dem ich mich im vergangenen Jahr bei einem Stadionbesuch selbst überzeugen konnte. Auch nach dem Einstieg der Fenway Sports Group (FSG) hat der Verein dieses Gesicht nicht verloren, was insbesondere die fortgesetzte und sogar durch den wiederkehrenden sportlichen Erfolg intensivierte Unterstützung durch die Kopites beweist, quasi die Liverpool-Ultras. Selbst in Zeiten von Corona haben es sich die eingefleischten Fans nicht nehmen lassen, ihre Fahnen und Banner auf the KOP herzurichten, um so ihren Verein zu unterstützen!

    Wichtig in diesem Zusammenhang ist es jedoch, einen Investor zu finden, der sich aus den operativen Geschäften weitestgehend zurückhält. Sollten wir, was ich inständig hoffe, die Klasse doch noch halten. Dann wäre das in meinen Augen ein guter Zeitpunkt für einen Neubeginn und damit meine ich weniger den Coaching-Staff und die Verantwortlichen für das Sportliche, als vielmehr die Öffnung für Investoren - es müssen natürlich wie erwähnt die passenden Investoren sein. In Florian Kohfeldt haben wir in meinen Augen einen ähnlich charismatischen Trainer wie Jürgen Klopp, dem es sofort gelungen ist, die Massen auf seine Seite zu ziehen. Aus dieser rabenschwarzen Saison hat er sicherlich seine Lehren gezogen und viel für die Zukunft gelernt! Mit der passenden finanziellen Unterstützung könnte er sicher einen schlagkräftigen Kader zusammenbauen und wir müssten unsere größten Talente nicht immer verkaufen, wenn sie den Durchbruch geschafft haben, nur um dringend benötigtes Geld einzunehmen.

    Darum sage ich: lasst uns der Liverpool FC der Bundesliga werden, den gegeben Verhältnissen natürlich angepasst, denn nur so können wir uns endlich wieder mit unserem Verein über echte Erfolge freuen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 30. Juni 2020 um 19:06 Uhr
  15. Ich bin über Liverpool Fußballfan geworden. Warum? Auf meinem C64 habe ich den altehrwürdigen Football Manager entdeckt. Ich hatte keine Ahnung von der Premier League, noch wer die Vereine waren. Also habe ich mir die Namen angeguckt und Liverpool klang richtig. Später ist mir ein anderes Spiel über den Weg gelaufen, da musste man sich nach oben arbeiten und seitdem habe ich eine gewisse "Beziehung" zu Derby County denn die haben mich zu Ruhm und Ehre geführt weil ich über die Erfolge mit Derby County als Trainer zum LFC geholt worden bin, ein Computer-Traum. Aus dieser Zeit geht meine persönliche Nummer 2 hervor (damals noch Nummer 1).

    Aber was den LFC der Bundesliga angeht: Jesus Christ, die haben in den letzten 10 Jahren über 1mrd € für Transfers investiert, wir nicht mal 150mio :D
     
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  16. Ja deswegen sagte ich ja auch, den gegebenen Verhältnissen angepasst :D. Mir ist schon klar, dass das nicht in dem Maße funktionieren kann, wie beim LFC, alleine schon aufgrund der 50+1 Regel. Ich meinte mit meiner Aussage vielmehr, dass wir uns das familiäre Umfeld, trotz möglicher Investoren erhalten sollten :)!
     
  17. Ich habe den ersten Football Manager auf einem Schneider PC kennengelernt.
    War so was von simpel, aber irgendwie gut....wer mich hier kennt, weiß mit welchem Verein ich natürlich gespielt haben muss :D
     
  18. Hihi, ja, weiß ich ;) :beer:
     
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  19. Cyril Sneer

    Cyril Sneer

    Ort:
    Duisburg WVSC-Sieger #228
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    +8
    Off Topic aber hocharbeiten?!
    Doch nicht etwa "Peter Shilton's Handball Maradona"?:denk:
    Teufel, was ein sperriger Name.:D
    Nee, da war nix mit Trainer.
    Man war nur Torwart.
    Auf dem Amiga später war Manchester United und MUTD Europe großartig.
    Das war aber am Ende so ätzend, als wir Alles weggeballert haben und das Finale verloren haben, weil wir völlig überspielt waren.