Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von Joga Bonito, 3. August 2008.

Diese Seite empfehlen

  1. Tyson81

    Tyson81

    Ort:
    Marl
  2. Tyson81

    Tyson81

    Ort:
    Marl
  3. Juri

    Juri

    Ort:
    NULL
    Es ist jetzt das extremste Beispiel für die Mär "Man braucht heutzutage Investoren".
    http://www.spiegel.de/panorama/just...assen-mutmasslichen-bvb-bomber-a-1143998.html

    Der Täter beim Attentat auf den BVB-Bus war ein Investor bzw. potenzieller Investor (Optionsscheine).
    Es ist nichts modernes daran, sich fremde Geldgeber zu holen. Man weiß nicht immer, was man bekommt, gibt für immer die Zügel aus der Hand und öffnet die Tür für die reine Gier.
    Der einzige Vorteil ist, dass man auf Kosten kommender Generationen des Klubs sich einmalig Geld reinscheffelt.
     
  4. Auf die Erklärung bin ich jetzt mal gespannt... :kaffee:
     
  5. Leute, ich bitte euch, diese Art von "Investoren" hat doch nichts mit potenziellen Investoren für z.B. Fußballclubs zu tun.

    Übrigens, ich bin auch so ein kleiner privater Investor und investiere in Aktien (früher auch in Optionsscheine). Nur sprenge ich zur Erreichung meiner Ziele dafür keine Busse oder Konkurrenzfirmen in die Luft...
     
    Flutlicht82 gefällt das.
  6. Juri

    Juri

    Ort:
    NULL
    Wenn du den Sachverhalt mitbekommen hast, müsstest du wissen, was ich meine. Der Täter hatte Optionsscheine auf Dortmund-Aktien.
    Wäre der BVB keine Kapitalgesellschaft plus Börsengang, hätte das ganze nicht passieren können.

    Werder ist 100 % in der Hand der Mitglieder. Hier hätte das ganze also nicht passieren können.

    Überall, wo man sich unkontrolliert dem Profit öffnet, kann man sich solche Kriminellen ins Haus holen. Da könnte ich aus dem Stand zehn Beispiele nennen.

    Es ist skurril, dass Dortmund sich ständig beschwert, dass Profit vor Menschlichkeit gehen würde. Ja, in der Ostkurve kann man so etwas sagen, weil es bei Werder noch gelebt wird. Aber die Dortmunder verprügeln RBL-Fans, weil deren Klub vermeintlich so viel kommerzieller sei als der BVB. Dann beschwert man sich über die ach so kommerzielle Ansetzung des CL-Spiels am nächsten Tag. Ja, das ist kommerziell. Aber der BVB ist nicht der Klub, der sich über so etwas beschweren sollte.

    Und an neuegrünewelle, der du ein kleiner Investor bist: Man muss differenzieren. Es gibt z.B. Existenzgründer, die auf Investoren angewiesen sind, weil sie Startkapital brauchen. Das finde ich dann grundsätzlich positiv. Aber die Ausgangslage bei Fußballklubs ist eine andere. Dort holt man sich - zu Lasten künftiger Generationen des gleichen Klubs - einmalig Geld rein, nur um die Konkurrenz finanziell auszustechen. Je mehr es machen, desto mehr werden unter Druck gesetzt, nachzuziehen. Ehrenwerte Gründe gibt es dafür nicht.
     
    FatTony gefällt das.
  7. Danke für deine ausführliche Erklärung :top:

    Allerdings sehe ich in dieser kranken Person definitiv keinen Investor. ER will sich über Optionsscheine die Taschen füllen, "investiert" aber doch nicht in den Verein, sondern nur in sich selbst. Schließlich stellen Investoren den Unternehmen Geld zur Verfügung, mit welchem dann gearbeitet und Gewinn erzielt werden kann. Dies ist beim Kauf von Optionsscheinen ja nicht der Fall. Daher sehe ich dein Argument etwas anders.

    Und wo Geld ist, besteht immer eine Angriffsfläche. Sei es durch Erpressung und der Drohung mit einem Anschlag uvm.
    Da spielt es definitiv keine Rolle, ob wir Aktien rausgeben oder nicht...

    Ich bin weiterhin der Meinung, dass wir über kurz oder lang ohne Investoren nicht mehr konkurrenzfähig sein werden. Dies bedeutet nicht, dass ich dies gut finde. Aber solange der Verein seine Stimmenmehrheit behält und die letzte Entscheidung selbst tragen kann, wären Investoren für mich kein absolutes no-go!

    Damit sollte diese Diskussion auch beendet werden, da bereits tausend Mal durchgekaut. Schließlich soll keiner wg. mir hier gelangweilt oder genervt sein. Denn so geht es dem einen oder anderen bereits in weiteren Threads :lol::beer:
     
    neuegrünewelle gefällt das.
  8. Juri

    Juri

    Ort:
    NULL
    Das war jetzt ja zu einem ganz aktuellen Thema, deswegen kann uns keiner vorwerfen, wir hätten das schon tausendmal durchgekaut... Dass der Typ nicht ganz knusper war, ist ja auch klar. Zum Abschluss möchte ich aber noch eines zu bedenken geben, nämlich dass wir evtl. schon den "Sturm" überstanden haben. Ganz England ist in der Hand von Investoren, Dortmund hat den Börsengang hinter sich und viele andere haben Anteile verkauft. Die können das ja nur einmal im Leben machen. Dortmund zum Beispiel. Wir sind aber immer noch da, mit unverkennbar positiver Tendenz. Es kommt die Zeit, da haben diese Vereine den Hype dieser einmaligen Geldspritze verbraucht und wir sind immer noch 100 % Werder.