03.11.1987...wer war dabei?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines" wurde erstellt von gelöscht, 3. November 2012.

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  1. Das Spiel fand tatsächlich am 03.11.1987 statt. Ist auf Werder.de definitiv falsch angegeben. Es war auch nicht um 18.00 Uhr, sondern um 20.00 oder 20.15.

    Ich war damals (fast) 16 und hab´s am TV verfolgt. geniale Sache. Da hatte ich zum ersten Mal, das Gefühl, dass man beim Fussball alles erleben kann und auf keinen Fall ein Spiel zu früh verloren geben darf. Das war ein Meilenstein.

    Im Stadion habe ich dann im Dezember 1993 im Dauerregen das 5:3 gegen Anderlecht miterleben dürfen. Nicht minder spektakulär. Nebst anschließender Bronchitis hinterher.

    Du bist Immobilienmaklerin? :D
     
  2. Nicht ganz, ich arbeite in der Miet-und Eigentumsverwaltung, wir sind ein Gemeinschaftsbüro mit Makler.
     
  3. Masa

    Masa

    Ort:
    on the way to wonderland!
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    +149
    Auch Werder.de ist nicht unfehlbar. Eher im Gegenteil, ich finde da oft Fehler ;)

    Schöne Zeiten waren das, richtig packend ABER mit dem glücklichen Ende für uns. Vielleicht haben wir irgendwann noch mal die Chance sowas live zu erleben. :beer:
     
  4. TBC

    TBC

    Ort:
    Cuxhaven ....... User sínce 2001
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    Wie die meisten Europapokalspiele habe ich dieses Match auch am Fernseher verfolgt.

    Zunehmende Angst, dass das Spiel wg. Nebels abgebrochen werden könnte. Und der Kommentator wiederholte diese Befürchtung immer wieder und machte den Zuschauern noch mehr Angst.

    Ich lag auf meinem Bett und guckte auf einen schwarz weiß Fernseher, ohne Fernbedienung und Videotext.

    Das Hinspiel in Moskau fand statt als wir auf dem Weg zum Bremer Freimarkt waren. Es gab am Bahnhof bereits das Ergebnis als Schlagzeile einer Abendzeitung und der Freimarktbesuch war versaut. Schei.. Ergebnis.
     
  5. Bremen

    Bremen Moderator

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    Ich war damals, gerade ein paar Monate lang volljährig, im Stadion. In der Ostkurve stehend konnte man durch den von der Weser kommenden Nebel, der durch die abgerissene Westkurve "frei Bahn" ins Stadion hatte, das Tor auf der gegenüberliegenden Seite fortgeschrittener Dauer immer weniger sehen.

    Ein 1:4 aufholen? Ich habe es damals gehofft, aber nicht daran geglaubt - ganz anders als 11 Monate später bei dem 5:0 gegen Dynamo Ost-Berlin, wo man im Weserstadion schon beim Einlaufen der Mannschaften spürte, daß dies eine Sternstunde im Fußball wird.

    Die junge Werder-Mannschaft war zwar Tabellenführer in der Bundesliga, aber Spartak stand kurz vor dem Gewinn der Sowjetischen Meisterschaft, bildete den Kern der Nationalmannschaft der UdSSR, die 7 Monate später Vize-Europameister wurde und hatte mit Rinat Dasajew einen der seinerzeit weltbesten Torhüter in seinen Reihen.

    Aber gerade dieser Rinat Dassajew sah nach 2 Minuten bei einem Neubarth-Kopfball nach einer Ecke gar nicht so Weltklasse aus, so daß Werder 1:0 führte und mit dem 2:0 in der 10. Minute nach einer Ordenewitz-Flanke von links begründete Neubarth seinen Ruf als "Mr. Europacup". Nach nur 25 Minuten klingelte es zum dritten Mal im Kasten von Spartak, Frank "Otze" Ordenewitz hat auch ca. 12 Metern unhaltbar abgezogen, Halbzeit 3:0, das hätte gereicht.

    Aber in der 71. Minute der Schock, die Gäste verkürzten auf 3:1, doch deren Freude darüber währte nicht lange, denn nach einer Flanke von Jonny Otten köpfte Gunnar Sauer (der damals schon als "neuer Beckenbauer" gefeiert wurde, diesen Ruf aber durch viele lange Verletzungen nicht bestätigen konnte) das 4:1. Verlängerung.

    Der Nebel wurde wie beschrieben immer dichter, in der Ostkurve wurde rumgehalbert, daß sowjetische KGB-Agenten mit dicken Zigarren auf den Tribünendächern lagen, um einen Spielabbruch wegen Nebels zu provozieren.

    100. Minute. Thomas Schaaf flankt fast von der Torauslinie in den Strafraum, wo sich "Air" Riedle hochschraubt und zum 5:1 einnickt. 10 Minuten später fängt Votava einen Abwurf von Dassajew ab und spielt einen Paß an die halbrechte Strafraumgrenze, wo Manni Burgsmüller mit dem Rücken zum Tor steht. Dieses alte Schlitzohr dreht sich mit dem Ball um 180° um die eigene Achse und netzt unhaltbar zum 6:1 ein. Riesenjubel im Stadion. War das die Entscheidung? Nein, denn postwendend fiel das 6:2, so daß noch knapp 10 Minuten gezittert werden mußte, bevor der ersehnte das erste Wunder von der Weser beflügelte.
     
  6. gelöscht

    gelöscht Guest

    Ort:
    NULL
    @Bremen: Perfekt geschildert...:daumen:

    Ich hatte das Glück, auf der Nordtribüne/Mitte zu sitzen, aber auch dort gabs zunehmend Probleme, beide Tore zu sehen.

    Es war einfach eine geile Zeit...Schön, das es hier noch vereinzelte User gibt, die damals im Stadion dabei waren.

    Gruß vom
    Werder-Oldie
     
  7. Aus gegebenem Anlass:

    http://vdo.wholeclip.com/?w=7pkGodi9NMw

    Leider eine sehr schlechte Auflösung und ein Tor der Russen fehlt.

    Durfte das Spiel als Kind damals noch auf nem Schwarz - Weiß - Fernseher sehen. Unvergesslich ist bei mir vor allem das sechste Tor von Burgsmüller im Gedächtnis geblieben.
     
  8. Bremen

    Bremen Moderator

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    Jepp, das war ein typisches Burgsmüller-Tor, der oft ne Bude gemacht, wenn keiner damit rechnete, der war mit allen Wassern gewaschen. Der hat sogar mal hinter dem Rücken vom Schiri dem Lauterer Keeper Ehrmann den Ball aus der Hand geschlagen und diesen eingenetzt - und das Tor zählte

    Ich hatte das Spiel noch auf einer VHS-Kassette - die Älteren unter euch, wissen noch, was das ist ;) - allerdings lief ab der 2. HZ die Tonspur langsamer; dennoch habe ich vor einigen Jahren eine Sicherungskopie auf DVD gebrannt, und beim vorherigen Durchsehen habe ich festgestellt, daß das Spiel definitiv am Di. 03.11. stattfand, denn bei der Übertragung im TV wurde ein Hinweis eingeblendet, daß sich die Ausstrahlung eines Polit-Magazins und von "Dallas" wegen des Werder-Spiels verzögert, und diese liefen immer dienstags.
     
  9. Bremen

    Bremen Moderator

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    @ Werder-Oldie

    :tnx:

    Es war schon eine geile Zeit, zumindest sportlich, auch weil das Weser-Stadion damals eine beinahe uneinnehmbare Festung war. Von 84-85 bis einschließlich 87-88 gab es in 68 Bundesliga-Heimspielen nur 2 Niederlagen, das 1:7 gegen Mönchenglabach im Frühjahr 1987 und das 1:4 gegen den HSV im Mai 1988, als die Meisterschaft schon feststand. Von solchen Werten kann man heutzutage nur noch träumen, und wenn, dann wacht man schweißgebadet auf.

    Allerdings war die Stimmung damals ziemlich mau, die Ostkurve war unüberdacht, so daß der Support oft im wahrsten Sinne des Wortes vom Winde verweht wurde und die Südtribüne, die damals einen Altersschnitt von Ü60 hatte, kam nur in Stimmung, wenn Werder 3:0 führte oder der Schiri beschissen pfiff - die "Pauly, Pauly"-Raufe hallten ja noch Jahre nach Ende der Laufbahn von Dieter Pauly bei vermeidlichen oder tatsächlichen Fehlentscheidungen durchs Stadion.