World-Cup: Daniil Dubov trifft auf Vizeweltmeister Sergei Karjakin

Schach
Mittwoch, 06.09.2017 // 14:27 Uhr

Matthias Krallmann

Werderaner erreicht Runde der besten 64 der Welt

Der Fide-World-Cup in der georgischen Hauptstadt Tiflis ist das stärkste K.o. - Turnier aller Zeiten. Die ersten fünfzehn der Weltrangliste sind hier am Start. Neben Weltmeister Magnus Carlsen kämpfen in dem Feld der 128 Spieler auch drei Werderaner um die 1.6 Millionen Dollar Preisgeld.

In der ersten Runde remisierte Werders Neuzugang Daniil Dubov gegen Daniel Fridman in den Partien mit langer Bedenkzeit zweimal ohne größere Verwicklungen. Schnellschach musste jetzt die Entscheidung bringen, wer in die nächste Runde einzieht. Zunächst wurden zwei Partien mit je 25 Minuten plus 10 Bonussekunden pro Zug gespielt. Auch diese endeten beide unentschieden. Nun standen zwei Partien mit je 10 Minuten plus 10 Sekunden zusätzlich auf dem Plan. Die erste endete remis und die zweite gewann Daniil Dubov. Der Werderaner gewann mit 3,5-2,5 und spielt jetzt in Runde 2 gegen Vizeweltmeister Sergei Karjakin. Der Russe, der vor knapp einem Jahr das WM-Match gegen Magnus Carlsen unglücklich verlor, zog nach einen 3-1 Sieg gegen den Australier Anton Smirnov in die nächste Runde ein.

Bei den beiden anderen Werderanern lief es weniger gut.

Alexander Areshchenko stand in seiner ersten Partie gegen den Russen Anton Demchenko total auf Verlust. Sein Gegner versäumte jedoch mehrere Gewinnmöglichkeiten, verschmähte auch das mehrfach mögliche Remis und verlor am Schluss durch einen groben Fehler. In der zweiten Partie entstand erneut ein nervöses Duell. Der Werderaner kam schlecht aus der Eröffnung, doch er verwandelte zunächst eine nachteilige Position in eine vorteilhafte, um diese dann wieder zu verderben. 1-1 und es ging in den Tiebreak : ein Sieg für jeden Spieler in den 25-Minuten-Partien – wieder Verlängerung. In den 10-Minuten-Partien ging Alexander Areshchenko die Puste aus. Demchencho gewann zweimal und zog mit einem 4-2 Erfolg in diesem extrem umkämpften und dramatischen Duell zweier Spieler auf Augenhöhe in die nächste Runde ein. Dort wartet Exweltmeister Vladimir Kramnik. Sehr schade für Alexander, der ebenfalls gern gegen die russische Schachlegende angetreten wäre.

Laurent Fressinet spielte gegen den Slowenen Luka Lenic in den Partien mit langer Bedenkzeit zwei ruhige Remispartien, in denen das Gleichgewicht nie gestört war. In den Schnellschachpartien über 25 Minuten neutralisierten die Kontrahenten sich erneut. Die Folge waren zwei weitere Remis.  Die 10-Minuten-Partien verliefen dann im Zeichen des Slowenen. Mit 0-2 verlor Laurent Fressinet die Rapidpartien über die kurze Distanz und musste seinem Gegner zum 4-2 Gesamterfolg gratulieren. Auch für Laurent ist dies ein sehr bitteres Ausscheiden. In der Runde der letzten 64 Spieler hätte der Weltranglistenvierte Fabiano Caruana auf ihn gewartet.

 

Schach-Abteilung

Hans Wild Open 2017