Hunger nach mehr

Der Vorbericht zum Paderborn-Spiel
Milot Rashica hat Geschmack gefunden am Toreschießen (Foto: Heidmann).
Vorbericht
Freitag, 06.12.2019 / 16:07 Uhr

Von Philipp Burde

Nach dem 3:2-Sieg gegen die "Wölfe" haben die Werder-Profis Blut geleckt und wollen endlich ihren Hunger nach drei Heimpunkten stillen. So leicht die Aufgabe gegen den Tabellenletzten aus Paderborn auch scheint, sie ist enorm tückisch. „Wir müssen mit der selben Galligkeit, Konsequenz und Gier in dieses Spiel gehen“, erklärte Florian Kohfeldt die Marschroute für das letzte Spiel des 14. Spieltags. Wenn es am kommenden Sonntag, um 18 Uhr (ab 17 Uhr im betway-Live Ticker auf WERDER.DE) gegen den Aufsteiger geht, gilt es „keine Sekunde nachlässig“ zu sein und ihn mit der nötigen „Konsequenz“ niederzuringen.

Das Personal: Nachdem das Personal vor dem Wolfsburgspiel erstmals seit langer Zeit wieder gleichgeblieben war, muss Chetrainer Florian Kohfeldt seinen Kader fürs kommende Wochenende umbauen. Wegen eines kleinen Muskelfasserisses in der Hüfte wird Joshua Sargent für den Rest der Hinrunde ausfallen und wird somit definitiv nicht gegen den Aufsteiger mitwirken (zur Extrameldung). Weniger klar sieht die Situation beim lange verletzten Kapitän Niklas Moisander aus. Sowohl einen Einsatz als auch eine Nichtnominierung für den Werder-Kader wollte Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz nicht ausschließen – die Tendenz sei aber „eher positiv“ (zur Extramledung). Bis auf die Langzeitverletzten stehen dem 37-Jährigen alle Spieler zur Vefügung. 

Kohfeldt: Mit Galle und Gier gegen Geschwindigkeit

Cheftrainer Florian Kohfeldt will mit seiner Mannschaft die Gier nach drei Punkten beweisen (Foto: nordphoto).

Der Cheftrainer zum Spiel: Nach dem Sieg gegen den VfL Wolfsburg möchte der SV Werder gegen Paderborn nachlegen. Im dritten Vereinsduell der Geschichte will Florian Kohfeldt in „einem extrem wichtigen Heimspiel“ die Leistung aus der vergangenen Woche bestätigen. Auch wenn mit dem Aufsteiger der Tabellenletzte der Liga an den Osterdeich reist, warnt der Werder-Trainer vor "keinem Selbstläufer“: „Wir müssen mit der selben Galligkeit, Konsequenz und Gier in dieses Spiel gehen und brauchen ganz hohen Fokus.“ Die Stärke der Paderborner habe sich in den vergangenen Wochen gezeigt, egal ob gegen Dortmund, Leverkusen oder Leipzig. Mit ihrer enormen Geschwindigkeit haben sie "auch den Top-Teams weh getan. Wir müssen wach sein und die Anspannung spüren", so Kohfeldt. Wie in jedem Spiel gilt somit auch am Wochenende „nicht nachlässig“ zu sein, um sich am Ende mit drei Punkten zu belohnen.

Geburtstagskind Eggestein feiert Jubiläum

Wie die Zeit vergeht: Vor fünf Jahren feierte Maximilian Eggestein sein Bundesliga-Debüt (Foto: nordphoto).

Das letzte Duell: Die Historie zwischen dem SC Paderborn und dem SV Werder ist schnell erzählt. Die Grün-Weißen trafen nämlich erst zweimal auf den Gegner aus Nordrhein-Westfalen, der in der Saison 2014/15 als Aufsteiger seine Premiere in der Bundesliga feierte. Damals fertige der SV Werder die Paderborner im Hinspiel mit einem 4:0 am Osterdeich ab, musste sich in der Fremde aber mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Nach einem Doppelschlag der Gastgeber kam der SWV durch Tore von Izet Haijrovic und Davie Selke zurück und holte im April 2015 immerhin noch einen Auswärtspunkt.

"Maxis" besonderer Tag: Wenn Maximilian Eggestein am kommenden Sonntag auf den SC Paderborn trifft, dürfte der Mittelfeldallrounder in nostalgischen Erinnerungen schwelgen. Denn fast auf den Tag genau vor fünf Jahren feierte Eggestein sein Bundesliga-Debüt im grün-weißen Dress – auch damals hieß der Gegner SC Paderborn. Mit seiner Einwechslung in der 83. Minute schrieb Eggestein im Alter von 17 Jahren und 356 Tagen als zweitjüngster Debütant Werder-Geschichte. Ausgerechnet an seinem Geburtstag schließt sich nun ein Kreis für den noch 22-Jährigen, dessen heißester Wunsch zum Ehrentag wohl ein ähnlicher Sieg wie damals ist.

Der Schiedsrichter: Referee Sascha Stegemann aus Niederkassel leitet die Partie. Der 35-Jährige wird an den Seitenlinien von Mike Pickel und Frederick Assmuth unterstützt. Vierter Offizieller ist Florian Heft. Die Videoassistenten sind Tobias Reichel und Markus Sinn. Zuletzt pfiff Stegemann das Duell mit Hoffenheim am 2. Spieltag, Werder unterlag 2:3.

Alles zum Spiel: Wie immer ganz nah dran! Ab 17 Uhr berichtet WERDER.DE mit dem betway Live-Ticker von der Bundesliga-Partie. Sky zeigt das Spiel des SVW live als Einzelspiel. Zudem können alle Abonennten von WERDER.TV die Partie unmittelbar nach Spielende im re-live sowie ebenfalls kurz nach Abpfiff die Highlights der Begegnung sehen. Jetzt Abonnent werden!

Zusammengestellt von WERDER.DE und opta

 
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1

Jirí

Pavlenka

5

Ludwig

Augustinsson

18

Niklas

Moisander

13

Milos

Veljkovic

23

Theodor

Gebre Selassie

30

Davy

Klaassen

44

Philipp

Bargfrede

35

Maximilian

Eggestein

10

Leonardo

Bittencourt

7

Milot

Rashica

8

Yuya

Osako

17

Leopold

Zingerle

29

Jamilu

Collins

13

Sebastian

Schonlau

15

Luca

Kilian

20

Laurent

Jans

8

Klaus

Gjasula

39

Sebastian

Vasiliadis

22

Christopher

Antwi-Adjei

9

Kai

Pröger

31

Ben

Zolinski

30

Streli

Mamba

Kader

27 Kapino
4 Lang
14 Pizarro
15 Langkamp
17 Sahin
24 Eggestein
32 Friedl
36 Groß
39 Goller

Kader

21 Huth
25 Dräger
38 Holtmann
2 Hünemeier
5 Strohdiek
24 Kapic
10 Oliveira Souza
4 Rumpf
11 Michel
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Profis 06.12.2019

Pressekonferenz vor Paderborn

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SV Werder Bremen - SC Paderborn

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Mixed Zone mit Theo Gebre Selassie

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SV Werder Bremen - SC Paderborn 07 (HL)

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Moisander: "Jeder muss in den Spiegel schauen"

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Kohfeldt: "Ein herber Rückschlag!"

Profis 08.12.2019

Augustinsson im WerderStromTalk

Nach VAR-Entscheidung: SCP schockt Werder ganz spät

Werder unterliegt Paderborn mit 0:1
Mehr als unglücklich: Werder ist überlegend, verliert aber ganz spät (Foto: nordphoto).
Spielbericht
Sonntag, 08.12.2019 / 20:05 Uhr

Wie bitter ist das denn? Der SV Werder musste sich am 14. Bundesliga-Spieltag in der Nachspielzeit geschlagen geben und verlor gegen den SC Paderborn ganz bitter mit 0:1. Sven Michel (90.+3) hatte nach Entscheidung des Videobeweises den regulären Siegtreffer erzielt. Doch zuvor sahen die 39.870 Zuschauer im wohninvest WESERSTADION eine komplett ausgeglichene erste Hälfte - mit viel Kampf, viel Arbeit, aber wenig Ertrag. Der SV Werder tat sich schwer, gegen robuste Paderborner die Lücken im Offensivspiel zu finden. Auf der Gegenseite mussten die Grün-Weißen immer wieder höllisch auf die extrem schnellen Konter der Gäste aufpassen. Weil beide Teams aber die nötige Präzision vermissen ließen, ging es torlos in die Halbzeitpause. Deutlich zielstrebiger und entschlossener kamen die Werderaner anschließend aus der Kabine. Obwohl die Grün-Weißen die deutlich überlegenere Mannschaft waren, standen sie am Ende mehr als unglücklich mit leeren Händen da.

Aufstellung und Formation: Der Kapitän ist wieder an Bord. Verletzungsbedingt fehlte Niklas Moisander dem SV Werder in der Innenverteidigung mehrere Monate, gegen den SC Paderborn feierte er sein Comeback in der Werder-Startelf. Zusammen mit Milos Veljkovic bildete der Finne die Abwehrzentrale der Grün-Weißen. Für ihn rotierte Christian Groß aus der Anfangsformation. Es blieb der einzige Wechsel, den Cheftrainer Florian Kohfeldt im Vergleich zum 3:2-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg vornahm. Taktisch agierten die Grün-Weißen im gewohnten sowie variablen 4-3-3-System.

Die Werder-Startelf: Pavlenka - Augustinsson, Moisander, Veljkovic, Gebre Selassie - Bargfrede, M. Eggestein, Klaassen - Rashica, Osako, Bittencourt.

Es hielten sich bereit: Kapino - Lang, Pizarro, Langkamp, Sahin, J. Eggestein, Friedl, Groß, Goller.

Intensiv, aber nicht uninteressant

Noch kein Durchkommen: Paderborn verlangt dem SVW alles ab (Foto: nordphoto).

Die Höhepunkte des ersten Durchgangs:

8. Minute: Fäuste hoch. Nach einer ersten Abtastphase in den Anfangsminuten hat der SC Paderborn den ersten Abschluss. Antwi-Adjei prüft Jiri Pavlenka mit einem Schuss halblinks aus dem Strafraum des SV Werder - zu unplatziert. Die Nummer eins der Grün-Weißen reißt die Fäuste hoch und pariert.

14. Minute: Werder spielt mit, endlich. Eine knappe Viertelstunde hat es gedauert, bis die Grün-Weißen endlich vor das Tor der Gäste kommen - und das gleich per Doppelchance. Erst hämmert Leonardo Bittencourt den Ball auf den Kasten. SCP-Keeper Zingerle lässt nach vorne klatschen, Davy Klaassen bekommt den Nachschuss. Doch der überraschte Werderaner schießt den Ball direkt in die Arme des Paderborners.

25. Minute: Er hat’s auf dem Fuß. Fast hätte sich Maximilian Eggestein an seinem Geburtstag selbst beschenkt. Nach schöner Vorarbeit von Yuya Osako tunnelt der 23-Jährige seinen Gegenspieler, legt sich somit die Kugel auf den rechten Fuß und zieht ab. Doch leider rutscht ihm der Ball über den Schlappen und die Chance verpufft. Schade, Maxi!

29. Minute: Nummer eins. Jiri Pavlenka ist wach, muss sich aber mächtig strecken und all seine 196 Zentimeter Körperlänge nutzen. Vasiliadis knallt einen gewaltigen Distanzschuss auf den Werderaner Kasten. Doch Pavelnka zeigt, warum er die Nummer eins auf dem Rücken trägt und pariert - stark. Und sofort steht er wieder im Fokus: Die anschließende Ecke bringt Gjasula aufs Tor. Pavlenka taucht ab und kratzt den Ball vor der Linie - doppelt stark.

45.+1 Minute: Pause am Osterdeich. Beide Mannschaften gehen torlos in die Kabinen.

VAR verpasst Werder den Knock-Out

Stabilisator der Werder-Defensive: Niklas Moisander (Foto: nordphoto)

Die Höhepunkte des zweiten Durchgangs:

55. Minute: Auf geht’s. Der SV Werder ist gewillt und kommt hier deutlich entschlossener sowie zielstrebiger aus der Pause. Doch die wirklich nennenswerten und gefährlichen Torchancen bleiben bislang (noch) aus.

64. Minute: Einfach mal fackeln. Maxi Eggestein fasst sich aus der Distanz ein Herz und haut den Ball mit dem linken Fuß auf den Kasten der Gäste. Zingerle reißt die Arme hoch und wehrt den Ball zur Ecke. Die Führung der Grün-Weißen liegt in der Luft.

85. Minute: Das Netz wackelt. Doch leider nicht, weil der Ball im Tor einschlägt. Der Reihenfolge nach: Der SV Werder kontert im eigenen Stadion mit Milot Rashica, der die Kugel rüber auf Leo Bittencourt legt. Doch die Nummer zehn des SVW wartet einen Tick zu lang mit dem Abschluss und trifft nur das Außennetz.

90. Minute: Tor oder kein Tor? Der SC Paderborn hat noch einmal die Möglichkeit und trifft durch Sven Michel. Doch der Treffer wird überprüft...

90.+3 Minute: Der Treffer zählt. Der SC Paderborn geht durch das Tor von Sven Michel in der Nachspielzeit in Führung. Ein Distanzschuss der Ostwestfalen landete bei Mamba, der vermeintlich im Abseits stand, und den Ball rüber auf den Torschützen legte. Schiedsrichter Sascha Stegemann gab das Tor zunächst nicht. Doch nach Ansicht der Videobilder hob Gebre Selassie das Abseits auf - mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Ganz bitter.

90.+7 Minute: Schlusspfiff am Osterdeich. Der Endstand zwischen dem SV Werder und dem SC Paderborn: 0:1.

Fazit: Ganz ganz bitter. In keiner glanzvollen, aber auch nicht uninteressanten Partie musste sich der SV Werder spät und mehr als unglücklich geschlagen geben. Der SC Paderborn verlangte dem SV Werder zuvor alles ab. Die Grün-Weißen hatten dadurch gerade in einem intensiven ersten Durchgang Probleme, in gefährliche Offensivaktionen zu kommen. Im letzten Drittel fehlte den Hausherren die nötige Durchschlagskraft. Kamen die Gäste dagegen in schnelle Umschaltaktionen, wurde es durch ihre enorme Geschwindigkeit stets gefährlich - auch wenn sich der SVW auf einen starken Jiri Pavlenka verlassen konnte. Werder kam danach mutiger und zielstrebiger aus der Kabine, musste aber geduldig bleiben. Der SCP stand tief, der SVW war die deutlich spielbestimmende Mannschaft. Trotz großem Übergewicht gelang es jedoch nicht, den Ball im gegnerische Gehäuse unterzubringen. Stattdessen erzielten die Gäste mit ihrer einzigen Torchance im zweiten Durchgang den äußerst glücklichen, aber entscheidenen Siegtreffer.

 

Saisonvergleich 2019/20

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Tabelle / 14. Spieltag

Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
10 FCU 14 -1 19
11 SGE 14 2 18
12 FCA 14 -6 17
13 M05 14 -14 15
14 SVW 14 -7 14
15 BSC 14 -9 12
16 F95 14 -13 12
17 SCP 14 -15 8
18 KOE 14 -18 8

Begegnungen 14. Spieltag

SGE Eintracht Frankfurt - BSC Hertha BSC 2:2 (0 : 1)
BVB Borussia Dortmund - F95 Fortuna Düsseldorf 5:0 (1 : 0)
BMG Borussia Mönchengladbach - FCB FC Bayern München 2:1 (0 : 0)
FCA FC Augsburg - M05 1. FSV Mainz 05 2:1 (1 : 1)
RBL RB Leipzig - TSG TSG 1899 Hoffenheim 3:1 (1 : 0)
SCF Sport-Club Freiburg - WOB VfL Wolfsburg 1:0 (0 : 0)
B04 Bayer 04 Leverkusen - S04 FC Schalke 04 2:1 (1 : 0)
FCU 1. FC Union Berlin - KOE 1. FC Köln 2:0 (1 : 0)
SVW SV Werder Bremen - SCP SC Paderborn 07 0:1 (0 : 0)