Mit Vorfreude gegen stabile Osnabrücker

Das letzte Testspiel gegen den VfL Osnabrück gewann Werder 2017 mit 3:0 (Archivfoto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 11.10.2018 // 17:35 Uhr

Von Malik Scherz

Wer gedacht hat, die daheimgebliebenen Spieler können in der Länderspielpause entspannt die Füße hochlegen, liegt falsch. Der SV Werder bestreitet am Freitag, 12.10.2018, um 18.30 Uhr ein Testspiel gegen den aktuellen Tabellenführer der dritten Liga, den VfL Osnabrück, im Stadion an der Bremer Brücke. „Wir freuen uns auf eine super Stimmung und ein gutes Spiel“, so Cheftrainer Florian Kohfeldt.

Elf Spiele, 22 Punkte - für den VfL Osnabrück läuft es in der 3. Liga aktuell sehr gut. Das Team von Trainer Daniel Thioune, der als Spieler selber beim VfL aktiv war, besticht vor allem durch eine sehr stabile Abwehr. In der aktuellen Spielzeit haben die Lila-Weißen gerade einmal fünf Gegentore bekommen, Osnabrück stellt damit die mit Abstand beste Abwehr der Liga. Als herausragend darf Torhüter Nils Körber, der für die aktuellen Länderspiele von Stefan Kuntz in den Kader der deutschen U 21-Nationalmannschaft berufen wurde und damit am Freitag zusammen mit Johannes und Maximilian Eggestein gegen Norwegen antritt.

Neben den beiden Brüdern fehlen Werder am Freitag 13 weitere Nationalspieler. Für Trainer Florian Kohfeldt geht es darum, Spielern mit wenigen Bundesligaminuten Spielpraxis zu geben und die anderen im Spielrhythmus zu halten. Für Martin Harnik kommt das Spiel in Osnabrück noch zu früh. Aufgrund der Personaldecke werden deshalb einige Spieler aus dem Kader der U 23-Mannschaft dabei sein. Florian Kohfeldt lüftete am Donnerstag schon das erste Geheimnis: „Nuri Sahin wird morgen über die volle Distanz gehen. Bei den anderen müssen wir gucken, wie viel bei jedem Einzelnen möglich ist."  

Das Duell der beiden Mannschaften gab es bereits in der vergangenen Saison, damals allerdings in der Sommervorbereitung. Der SVW konnte das Spiel klar mit 3:0 für sich entscheiden (zum Spielbericht). Das letzte Pflichtspiel der Teams ist dagegen schon einige Jahre her. 1981 gewann Werder ähnlich deutlich mit 4:1, damals in der 2. Bundesliga Nord.

Für alle Werder-Fans, die das Spiel live im Stadion an der Bremer Brücke sehen wollen, gibt es Tickets unter vfl.de. Für alle anderen zeigt WERDER.TV das Testspiel ab 18.30 Uhr live und exklusiv für alle Abonnenten. Wer noch kein Abo hat, kann passend zum Testspiel auch ein Tagesabo für nur 0,99 Euro abschließen. Dieses Abo verlängert sich nicht automatisch. Einfach hier registrieren und beim Testspiel hautnah dabei sein!

 
{{ 'neusta.matchcenter.liveticker.text.filter' | ncpTrans }}
{{ 'neusta.matchcenter.liveticker.text.reload' | ncpTrans }}

{{ streamItem.gametime }}'+{{ streamItem.overtime }}

{{ streamItem.title ? streamItem.title : 'Tor' }}

{{ streamItem.player.lastName }} // Vorbereitung: {{ streamItem.additionalPlayer.lastName }}

{{ streamItem.description }}

{{ streamItem.player.firstName }}

{{ streamItem.player.lastName }}

{{ streamItem.player.jerseyNum }}

{{ streamItem.gametime }}'+{{ streamItem.overtime }}

{{ streamItem.title ? streamItem.title : 'Gelbe Karte' }}

{{ streamItem.title ? streamItem.title : 'Rote Karte' }}

{{ streamItem.title ? streamItem.title : 'Gelb-Rote Karte' }}

{{ streamItem.description }}

{{ streamItem.player.firstName }}

{{ streamItem.player.lastName }}

{{ streamItem.player.jerseyNum }}

{{ streamItem.gametime }}'+{{ streamItem.overtime }}

{{ streamItem.title ? streamItem.title : 'Einwechslung' }}

{{ streamItem.team.name }}

{{ streamItem.description ? streamItem.description : defaultSubstitutionDescription(streamItem) }}

 

{{ streamItem.player.firstName | firstLetter }}. {{ streamItem.player.lastName }}

{{ streamItem.player.jerseyNum }} // {{ streamItem.player.position }}

{{ streamItem.player2.firstName | firstLetter }}. {{ streamItem.player2.lastName }}

{{ streamItem.player2.jerseyNum }} // {{ streamItem.player2.position }}

{{ streamItem.gametime }}'+{{ streamItem.overtime }}

{{ streamItem.title ? streamItem.title : 'Anpfiff' }}

{{ streamItem.title ? streamItem.title : 'Abpfiff' }}

{{ streamItem.title ? streamItem.title : (streamItem.team ? streamItem.team.name : '') }}

{{ streamItem.description }}

22

Philipp

Kühn

5

Felix

Schiller

17

Adam

Susac

7

Bashkim

Renneke

19

Steffen

Tigges

29

Kamer

Krasniqi

13

Tim

Danneberg

6

Ulrich

Taffertshofer

14

Etienne

Amenyido

11

Luca

Pfeiffer

20

Marc

Heider

33

Jaroslav

Drobny

32

Marco

Friedl

18

Niklas

Moisander

15

Sebastian

Langkamp

36

Thore

Jacobsen

25

Fridolin

Wagner

30

Davy

Klaassen

6

Kevin

Möhwald

17

Nuri

Sahin

10

Max

Kruse

4

Claudio

Pizarro

Kader

21 Beckemeyer
9 Farrona-Pulido
3 Zorba
11 Álvarez
37 Ouahim
18 Trapp
8 Blacha
27 Agu
28 Möller

Kader

1 Dos Santos Haesler
21 Rieckmann
37 Osabutey
20 Bünning
3 Ronstadt
6 Groß
29 Young

12.10.2018

12 Fotos

Profis 12.10.2018

VfL Osnabrück - SV Werder Bremen (HL)

Profis 12.10.2018

Testspiel: VfL Osnabrück - Werder Bremen

Möhwald mit Schmackes, Osabutey mit Köpfchen

2:1 - SVW gewinnt Test in Osnabrück

Davy Klaassen und Torschütze Kevin Möhwald beschatten Osnabrücks Adam Susac (Foto: Nordphoto).
Profis
Freitag, 12.10.2018 // 20:25 Uhr

von Maximilian Hendel

Testspielerfolg am Freitagabend. In einer kurzweiligen Partie mit vielen Torraumszenen auf beiden Seiten behielt Werder Bremen beim VfL Osnabrück, dem aktuellen Spitzenreiter der 3. Liga, knapp mit 2:1 (1:0) die Oberhand. Vor 3.984 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke hatte Kevin Möhwald die Grün-Weißen vor der Pause mit einem herrlichen Schuss von der Strafraumgrenze aus in Führung gebracht (25.). Nach Wiederanpfiff beherrschten zunächst die Gastgeber das Geschehen und belohnten sich durch Bashkim Renneke mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich (52.). Doch Werder schlug noch ein entscheidendes Mal zurück – Jonah Osabutey köpfte eine Flanke von Christian Groß über die Linie (70.).

Aufstellung und Formation: Auch wenn eine ganze Reihe von Werder-Profis mit ihrer jeweiligen Nationalmannschaft unterwegs war, zudem Philipp Bargfrede und Martin Harnik geschont wurden, konnte Cheftrainer Florian Kohfeldt dennoch auf eine illustre Startaufstellung zurückgreifen. Vor Schlussmann Jaroslav Drobny reihte sich die Viererkette um Thore Jacobsen, Sebastian Langkamp, Niklas Moisander und Marco Friedl auf (v. r. n. l.). Im Mittelfeld führte Nuri Şahin zentraldefensiv eine Raute an, die auf den Halbpositionen von Kevin Möhwald und Fridolin Wagner gebildet wurde, während Davy Klaassen offensiv hinter den beiden Spitzen Claudio Pizarro und Kapitän Max Kruse agierte.

Pizarro legt für Möhwald zur Pausenführung auf

Claudio Pizarro hatte selbst gute Chancen im ersten Durchgang und legte Möhwalds Führungstor vor (Foto: Nordphoto).

Die Höhepunkte:

1. Min.: Die Grün-Weißen vertändeln unmittelbar nach ihrem Anstoß etwas leichtfertig den Ball in der eigenen Hälfte, Danneberg kommt dadurch gleich aus 20 Metern zum ersten Torschuss, aber Drobny begräbt die Kugel sicher unter seinem Körper – 20 Sekunden waren erst vergangen.

6. Min.: Dicke Gelegenheit der Gastgeber, die durch Renneke und Amenyido über die linke Bremer Abwehrseite auf die Grundlinie gelangen, ehe Krasniqis Abschluss nach Rückpass zwischen Fünfmeterraum und Strafstoßpunkt zunächst kurz vor der Linie von Moisander gestoppt und Pfeiffers Nachsetzen letztendlich von Drobny endgültig pariert wird.

11. Min.: Pizarros perfekter Pass über halblinks durch die Gasse bringt Kruse die erste Chance, der Kapitän zieht jedoch mit seinem diagonalen Flachschuss aus zwölf Metern ganz knapp rechts vorbei.

19. Min.: Gegen Jacobsen und Langkamp erarbeitet sich erneut VfL-Angreifer Pfeiffer eine super Nahdistanzposition im Strafraum, doch Drobny reagiert mit einer großartigen Fußabwehr.

24. Min.: Binnen kaum einer Minute schrammt Claudio Pizarro zweimal denkbar knapp an der Bremer Führung vorbei. Zunächst fehlen ihm Zentimeter – Klasssen hatte von der Strafraumgrenze aus für den Peruaner durchgesteckt. Kurz darauf pariert Osnabrücks Keeper Kühn einen strammen Schuss des Altmeisters aus kurzer Entfernung.

25. Min.: TOOOOOR, 1:0 für den SVW, Kevin Möhwald. Jetzt ist es passiert! Kruse leitet von halblinks kommend mit einem scharfen Flachpass ins Angriffszentrum auf Pizarro ein, der vom Elfmeterpunkt aus clever für den noch besser postierten Möhwald ablegt – dieser legt sich den Ball kurz vor und netzt aus 17 Metern unhaltbar rechts oben ein.

31. Min.: Klaassen läuft im richtigen Moment ein, um an Friedls punktgenaue flache Eingabe von links zu gelangen, allerdings rollt die Abnahme knapp rechts am Pfosten vorbei.

36. Min.: Wieder stößt Friedl über seine linke Seite gefährlich nach vorn – im Zentrum kommt Pizarro nur einen Augenblick zu spät, um die Vorlage des Linksverteidigers kontrolliert zu veredeln.

46. + 1 Min.: Max Kruse setzt aus gut 20 Metern zu einem technisch feinen Dropkick mit dem etwas schwächeren rechten Fuß an, aber Kühn ist mit guter Flugeinlage zur Stelle und klatscht den halbhohen Ball zur Ecke. Kurz darauf pfeift Schiri Heft zu Pause.

VfL kommt stark auf, aber Werder antwortet entscheidend

Jaroslav Drobny war ein Garant des Erfolges in Osnabrück (Foto: Nordphoto).

50. Min.: Der tadellose Drobny macht genauso weiter wie schon im ersten Durchgang – Karner Krasniqis unbedrängten Schuss vom Elfmeterpunkt aus fischt Werders Schlussmann herausragend aus seinem linken Eck.

52. Min.: TOR, 1:1-Ausgleich des VfL, Bashkim Renneke. Die Bremer machen es ihren Kontrahenten jetzt zu einfach. Amenyido zieht vor dem Strafraum im Dribbling die Aufmerksamkeit der Grün-Weißen auf sich, aber die stehen lediglich Spalier und sind dann auch noch viel zu weit weg, um den anschließenden Flachschuss des freigespielten Renneke zu verhindern, der über den rechten Innenpfosten im Tor landet.

58. Min.: Ruhender Ball aus aussichtsreicher, zentraler Position für die Lila-Weißen, aber Drobny muss beim Freistoß von Maurice Trapp nicht eingreifen – ein Meter drüber.

61. Min.: Große Osnabrücker Doppelchance – erst wird Dannebergs Abschluss aus acht Metern im letzten Moment vom eingewechselten Rieckmann geblockt; Augenblicke später steht ein weiteres Mal Drobny im Blickpunkt, der glänzend einen verdeckten Flachschuss aus der zweiten Reihe nach außen lenkt.

70. Min.: TOOOOOOOR, 2:1 für den SVW, Jonah Osabutey. Das hatte sich zwar nicht unbedingt angekündigt, aber eiskalt schlägt Werder hier ein zweites Mal zu. Wagner legt links heraus auf den hinterlaufenden Christian Groß, dessen direkte Flanke am langen Pfosten punkgenau bei Osabutey landet, der eine clevere Kopfballbogenlampe gegen die Laufrichtung von Kühn im Tor unterbringt.

84. Min.: Eine lang gezogene Flanke von der rechten Seite erreicht VfL-Angreifer Alvarez, der Ronstadt und Rieckmann entwischt, aber mit seinem Kopfball rechts vorbei zielt.

90. + 1 Min.: Abpfiff in Osnabrück. Werder ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen.

 

Fazit: Die Grün-Weißen wurden zunächst von einem wirklich selbstbewussten und forschen Drittligaspitzenreiter empfangen. Wäre Jaroslav Drobny im Bremer Kasten nicht von Beginn an bestens aufgelegt gewesen, hätte der VfL vor allem durch Luca Pfeiffer (6., 19.) durchaus in Führung gehen können. Werder kam anfänglich noch etwas zu bedächtig, aber daraufhin umso durchschlagender in Wallung. Das Pass- und Positionsspiel der Gäste wurde Minute um Minute konsequenter und vertikaler – zahlreiche gut herauskombinierte Bremer Torgelegenheiten waren daher nur folgerichtig. Lediglich die Ausbeute hätte vor und nach Kevin Möhwalds trockenem Führungstor höher sein müssen. So blieb den Osnabrückern noch Raum, um nach Wiederanpfiff alsbald Morgenluft zu wittern. Werder sah sich zunehmend in die eigene Defensive gedrängt und durfte sich wiederum mehrmals bei Drobny bedanken, dass die Gastgeber zwischenzeitlich lediglich ausgleichen konnten. Seine Vorderleute revanchierten sich auf bestmögliche Weise bei ihrem Oldie, indem Jonah Osabutey den schönsten Bremer Angriff nach der Pause einköpfte.

Cheftrainer Florian Kohfeldt über ...

... seine Eindrücke zum Test:

„Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Wir hatten eine sehr gute Staffelung, Passqualität und viele Torchancen aus dem Spiel heraus. Nach der Pause haben wir den Rhythmus etwas verloren und mehr Fehler gemacht. Aber das ist kein Vorwurf an die Jungs, wir haben viel gewechselt und ausprobiert. Die Jungs haben jetzt drei Tage frei, bekommen aber einen individuellen Plan für ihr langes Wochenende.“

... Kevin Möhwald:

„Ich freue mich sehr für Kevin. Das Tor und die 90 Minuten werden ihm helfen.“

... Jaroslav Drobny:

„Der alte Mann hat es nicht verlernt und super gehalten. Drobo ist alles andere als nur der Gute-Laune-Bär, sondern besticht trotz seines Alters tagtäglich in jedem Training mit hoher Qualität.“