Positive Erinnerungen

Vorbericht zum Spiel beim 1. FFC Turbine Potsdam
Im Hinspiel gab es für die Grün-Weißen keine Punkte. Das soll sich im Rückspiel ändern (Foto: hansepixx).
Frauen
Freitag, 22.03.2019 / 15:43 Uhr

von Felicitas Hartmann

Nach dem Unentschieden gegen die TSG 1899 Hoffenheim (zum Spielbericht) reisen Werders Bundesliga-Frauen am Sonntag, 24.03.2019, um 14 Uhr zum 1. FFC Turbine Potsdam (ab dem Anpfiff im Twitter-Ticker). Im Spiel beim Tabellenvierten wollen sich die Grün-Weißen für die Niederlage im Hinspiel revanchieren und möglichst etwas Zählbares mit zurück an die Weser nehmen. Dabei können sie auch Mut aus dem letzten Auftritt in Brandenburg schöpfen. WERDER.DE liefert alle Infos zum Spiel:

Der Gegner: Acht Siege konnte der 1. FFC Turbine Potsdam in dieser Saison bereits feiern, dazu kamen fünf Unentschieden und drei Niederlagen. Mit 29 Punkten stehen die Potsdamerinnen mit einem Punkt Abstand auf den Tabellendritten, die SGS Essen, auf dem vierten Platz. Zuletzt mussten die Brandenburgerinnen zwei Niederlagen hinnehmen. Zuerst verlor die Mannschaft von Matthias Rudolph im Viertelfinale des DFB-Pokal der Frauen mit 0:4 gegen den VfL Wolfsburg, bevor es auch beim FC Bayern München am vergangenen Spieltag eine 0:5-Pleite gab.

Lina Hausicke und Co. wollen mit einem Punktgewinn den Abstand auf Platz 11 vergrößern (Foto: hansepixx).

Trainerin Carmen Roth zum Gegner: "Nach der guten Leistung und dem Punktgewinn gegen Hoffenheim reisen wir mit Selbstvertrauen nach Potsdam. Dort wollen wir auf dem Spiel aufbauen und den Hausherrinnen Paroli bieten. Zudem haben wir gute Erinnerungen an das letzte Spiel dort, als wir mit einer geschlossenen Teamleistung einen Zähler entführen konnten. Es wäre schön, wenn uns das auch am kommenden Sonntag gelingt."

Das letzte Duell: Keine Punkte gab es im Hinspiel für Werders Bundesliga-Frauen (zum Spielbericht). Mit 0:4 (0:2) verloren die Grün-Weißen das Heimspiel am 6. Spieltag. Zwar startete die Mannschaft von Carmen Roth gut ins Spiel und hatte durch Verena Volkmer auch die Chance auf die Führung (22.), dennoch ging es nach einer zwanzigminütigen Zwangspause auf Grund eines Stromausfalls und nach einem schnellen Doppelpack der Potsdamerinnen vor der Pause (40., 45.) mit einem 0:2-Rückstand in die Halbzeit. Im zweiten Durchgang drückten die Grün-Weißen noch einmal auf den Anschlusstreffer, bevor Lena Petermann das Spiel zu Gunsten der Brandenburgerinnen entschied (74.) und Lara Prasnikar kurz vor Schluss sogar noch zum 4:0-Endstand traf (86.).

Potsdamer Dauerbrennerin: 2010 wechselte Felicitas Rauch vom VfB Peine in die Jugend des 1. FFC Turbine Potsdam. Über die B-Juniorinnen, mit denen die Mittelfeldspielerin 2012 deutsche Vizemeisterin wurde, und die zweite Mannschaft, mit der sie in der folgenden Saison die Meisterschaft der 2. Bundesliga Nord erkämpfte, feierte die damals 18-Jährige am 3. Spieltag der Saison 2014/2015 ihr Bundesliga- Debüt gegen den 1. FFC Frankfurt. In der aktuellen Saison gehört sie neben Abwehrspielerin Johanna Elsig zu den Dauerbrennerinnen des Teams, stand über die kompletten 1440 Spielminuten auf dem Feld und ist mit ihren fünf Treffern drittbeste Torschützin des Teams.

Immer informiert: Nicht live dabei? Kein Problem. Alle Informationen zu den Spielen gibt es auf der offiziellen Facebook-Site der Werder-Frauen, auf dem offiziellen Instagram-Profil oder auf dem neuen Twitter-Kanal, wo es einen Live-Ticker zum Spiel gibt.

 

Deutliche Niederlage in Potsdam

Der Spielbericht
In Potsdam unterliegen die Grün-Weißen mit 0:5 (Foto: Haß).
Frauen
Sonntag, 24.03.2019 / 16:14 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Eine klare Niederlage muss die Frauen-Bundesligamannschaft des SV Werder bei Turbine Potsdam hinnehmen. Nach 90 Minuten lautet das Ergebnis 0:5 (0:2) aus Sicht der Grün-Weißen. Bereits vor der Pause konnte der Traditionsverein aus Brandenburg durch Treffer von Gina Chemielinski (27.) und Johanna Elsig (34.) in Führung gehen. Nach dem Wechsel erhöhte Viktoria Schwalm per Doppelpack (65./73.), bevor Felicitas Rauch (87.) zum Endstand traf. Weiterer Wermutstropfen war zudem die Verletzung von Sofia Nati. WERDER.DE fasst die Partie zusammen:

Aufstellung: Trainerin Carmen Roth ändert ihre Aufstellung im Vergleich zum Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim (zum Spielbericht) nur auf einer Position. Anneke Borbe, die in der letzten Woche pausieren musste und von Lena Pauels gut vertreten wurde, kehrt zwischen die Pfosten des SVW zurück.

Höhepunkte der 1. Halbzeit

Musste verletzt ausgewechselt werden: Sofia Nati (Foto: hansepixx).

8. Min.: Die Grün-Weißen zeigen sich erstmals vor dem Tor. Sofia Nati bekommt im Strafraum den Ball. Leider verspringt ihr die Kugel, so dass Vanessa Fischer im Turbine-Tor keine Probleme hat.

11. Min.: Svenja Huth kommt 16 Metern vor dem Tor zum Abschluss, aber der Ball wird abgeblockt.

23. Min.: Anneke Borbe mit einer ganz starken Parade. Svenja Huth spielt einen Pass hinter die Abwehr der Grün-Weißen. Anna Gasper erhält den Ball und ist im Eins-gegen-Eins gegen Werders Torhüterin. Borbe behält in dem Duell die Oberhand.

27. Min.: Tor für Turbine Potsdam. 1:0 durch Gina Chmielinski. Ein Freistoß von Felicitas Rauch fliegt in den Strafraum, wo Amanda Ilestedt den Ball querlegt. Chmielinski nimmt sich den Abschluss und trifft ins lange Eck.

29. Min.: Solo von Selina Cerci. Sie schließt aus 20 Metern ab, doch ihr Versuch verfehlt das Ziel.

30. Min.: Die Chance zur direkten Antwort. Fischer wird bei einem Klärungsversuch gestört. So fällt die Kugel Sofia Nati vor die Füße. Sie probiert es mit dem Lupfer, überwindet so auch die Torhüterin, verfehlt aber das Tor knapp.

34. Min.: Tor für Turbine Potsdam. 2:0 durch Johanna Elsig. Wieder schlägt Rauch einen Freistoß in den Strafraum. Dieses Mal kommt Elsig mit der Fußspitze ran und verlängert den Ball ins Tor.

44. Min.: Schmidt nochmal mit einem Abschluss, aber Borbe ist erneut zur Stelle.

45. Min.: Pause im Karl-Liebknecht-Stadion. Mit einem Zwei-Tore-Rückstand geht es in die Kabinen. Zwei Standardsituationen sorgen dafür, dass die Hausherrinnen in Front gehen. Dennoch waren die Grün-Weißen in den ersten 45 Minuten nicht chancenlos. Zweimal hatte Sofia Nati einen Treffer auf dem Fuß.

Höhepunkte der 2. Halbzeit

Für Michelle Ulbrich und Co. gab es in Potsdam keine Zähler (Foto: Haß).

55. Min.: Svenja Huth probiert es mit einem Volley. Anneke Borbe streckt sich und kann mit den Fingerspitzen den Ball über die Latte lenken.

62. Min.: Kurze Ecke von Rauch auf Huth, die den Ball vor das Tor schlägt. Dort kommt Bianca Schmidt zum Abschluss, aber Anneke Borbe rettet auf der Linie.

65. Min.: Tor für Turbine Potsdam. 3:0 durch Viktoria Schwalm. Huth kommt bis zur Grundlinie und kann sich dort durchsetzen. Sie legt den Ball quer, so dass Schwalm den Ball nur noch über die Linie drücken muss.

71. Min.: Bitter für den SVW. Sofia Nati muss verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Sie hat sich am Knie verletzt und wird vom Platz getragen.

73. Min.: Tor für Turbine Potsdam. 4:0 durch Viktoria Schwalm. Fast eine Kopie des dritten Gegentreffers. Dieses Mal setzt sich Anna Gasper an der Grundlinie durch und legt quer. Im Zentrum trifft erneut Schwalm für Turbine.

87. Min.: Tor für Turbine Potsdam. 5:0 durch Felicitas Rauch. Rauch kommt aus 25 Metern zum Abschluss. Der Ball geht genau in den Winkel. Keine Chance für Borbe.

90. Min.: Schluss in Potsdam. Wir unterliegen Turbine am Ende deutlich mit 0:5.

Fazit: In den ersten 45 Minuten konnten sich die Grün-Weißen trotz der beiden Gegentreffer Chancen vor dem Tor der Hausherrinnen erspielen. Sofia Nati und Selina Cerci kamen dabei zu Abschlüssen. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Turbine den Druck, wodurch die weiteren Gegentreffer folgten. Trotz der fünf Gegentore zeigte die zurückgekehrte Anneke Borbe eine starke Partie und verhinderte mehrfach eine höhere Niederlage. Durch den gleichzeitigen Sieg des MSV Duisburg im Duell mit Mit-Konkurrent Leverkusen im Kampf um den Klassenerhalt rutschen die Grün-Weißen wieder auf den ersten Abstiegsplatz ab. Erst in drei Wochen geht es aufgrind von Pokal- und Länderspielpause weiter. Dann empfängt der SV Werder Bremen den 1. FFC Frankfurt im Stadion "Platz 11".

Stimmen zum Spiel

Carmen Roth: "Wir haben sehr gut begonnen und hatten auch Chancen, um in Führung zu gehen. Zudem haben wir gut gegen den Ball gearbeitet und die Räume eng gemacht. Die beiden Gegentreffer fallen nach Standards, was sehr ärgerlich ist. Vor allem, da wir nach dem 0:1 sogar die Möglichkeit hatten auszugleichen. Nach der Pause müssen wir dann noch mehr riskieren, wodurch sich Räume für Potsdam ergeben. Durch einen Ballverlust im Spielaufbau fällt letztlich der dritte Gegentreffer. Nach der Verletzungspause, wo Sofia Nati runter musste, war es schwer zurück ins Spiel zu finden, da sowas auch in den Köpfen bleibt. Es ist bitter, dass wir neben der Niederlage sie mit einer Knieverletzung verloren haben. Wir müssen jetzt abwarten, was die Untersuchungen ergeben.“   

Die Statistik

Turbine Potsdam: Fischer – Ilestedt (77. Kiwic), Elsig, Rauch, Schmidt – Gasper, Chmielinski (74. Dieckmann), Zadrazil, Cahynová (74. Prasnikar), Schwalm – Huth

Werder Bremen: Borbe - Schiechtl, Ulbrich, Wensing, Tóth - Kofler (67. Wichmann), Scholz, Hausicke, Hoffmann (75. Avant) - Nati (71. Volkmer), Cerci 

Tore: 1:0 Chmielinski (27.), 2:0 Elsig (34.), 3:0 Schwalm (65.), 4:0 Schwalm (73.), 5:0 Rauch (87.)

Gelbe Karten: Hausicke

Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff

Karl-Liebknecht-Stadion: 1.475 Zuschauer