Mit Mut zum Tabellenführer

Der Vorbericht zum Spiel beim VfL Wolfsburg
Reena Wichmann und Co. reisen zu den Tabellenführerinnen nach Wolfsburg (Foto: hansepixx).
Frauen
Freitag, 22.02.2019 / 13:26 Uhr

von Felicitas Hartmann

Nach dem 5:0-Sieg am vergangenen Spieltag gegen den MSV Duisburg (zum Spielbericht) reist die Elf von Cheftrainerin Carmen Roth am Sonntag, 24.02.2019, zum VfL Wolfsburg (ab dem Anpfiff im Twitter-Ticker). Genau wie im Hinspiel wollen die Grün-Weißen in der Autostadt ein kämpferisches Spiel abliefern. WERDER.DE liefert alle Infos zum Spiel:

Der Gegner: Liga, DFB-Pokal und Champions League: Die Frauen des VfL Wolfsburg haben einen vollen Terminkalender. Während die Niedersächsinnen im DFB-Pokal Mitte März auf den 1. FFC Turbine Potsdam treffen, geht es im Viertelfinale der Champions League gegen Olympique Lyon. In der Liga gab es am vergangenen Wochenende die erste Saisonniederlage. Die Wölfinnen unterlagen dem FC Bayern München mit 2:4 (0:2), wodurch die Münchnerinnen in der Tabelle gleichziehen konnten. Nach 0:3-Rückstand verkürzten die Wolfsburgerinnen zwar durch Nilla Fischer (71.) und Ewa Pajor (77.) noch auf 2:3 und hielten das Spiel bis kurz vor Schluss offen, dennoch setzte sich am Ende der amtierende Vizemeister durch. Verzichten muss Wolfsburgs-Trainer Stephan Lerch am Sonntag gegen Bremen zudem auf Almuth Schult. Die Nationaltorhüterin fehlt auf Grund einer Masern-Infektion.

Luisa Wensing trifft mit den Grün-Weißen auf ihren Ex-Verein (Foto: hansepixx).

Trainerin Carmen Roth zum Gegner: „Wir fahren mit dem Bewusstsein nach Wolfsburg, dass es eine ganz schwierige Aufgabe werden wird. Der VfL ist der klare Favorit in diesem Spiel. Nichtsdestotrotz werden wir versuchen mit Mut, Kampf und Leidenschaft eine gute Leistung abzurufen. Im Hinspiel standen wir trotz der Niederlage kompakt in der Defensive. Aufgrund der Qualität, die der VfL im Kader hat, kannst du sie aber nie über 90 Minuten ausschalten. Wir wollen am Sonntag den Schwung aus dem Duisburg-Spiel mitnehmen und werden alles versuchen, um auch dort zu bestehen.“

Das letzte Duell: Im Hinspiel am 4. Spieltag musste sich die Mannschaft von Carmen Roth dem VfL Wolfsburg mit 0:3 (0:2) geschlagen geben (zum Spielbericht). Die Wölfinnen kamen besser ins Spiel und konnten schon früh durch Zsanett Jakabfi in Führung gehen (10.). Nach dem 2:0 von Kristine Minde (26.) hatte Katharina Schiechtl kurz vor der Pause nach einem Pass von Stephanie Goddard die Chance auf den Anschlusstreffer, traf aber nur den Pfosten. Auch im zweiten Durchgang waren die Niedersächsinnen das spielbestimmende Team, spielten sich weiter Möglichkeiten heraus und erhöhten wenige Minuten vor Schluss durch das zweite Tor von Kristina Minde noch auf 3:0 (86.).

Treffsicher: 16 Tore schoss Wolfsburgs Stürmerin Ewa Pajor bereits in der aktuellen Spielzeit. In den Partien gegen die SGS Essen, Bayern München und Bayer 04 Leverkusen erzielte die 22-Jährige sogar jeweils einen Hattrick. Nach Teamkollegin Pernille Harder, die in der vergangenen Saison Torschützenkönigin wurde, hat die Polin in diesem Jahr beste Chancen auf den Titel der Spielerin mit den meisten Treffern.

Immer informiert: Nicht live dabei? Kein Problem. Alle Informationen zu den Spielen gibt es auf der offiziellen Facebook-Site der Werder-Frauen, auf dem offiziellen Instagram-Profil oder auf dem neuen Twitter-Kanal, wo es einen Live-Ticker zum Spiel gibt.

 

Klare Niederlage in Wolfsburg

Der Spielbericht zum 0:6
Der SVW unterliegt in Wolfsburg mit 0:6 (Foto: Haß).
Frauen
Sonntag, 24.02.2019 / 16:38 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Die Frauen-Bundesligamannschaft des SV Werder unterliegt beim VfL Wolfsburg mit 0:6 (0:3). Bereits nach fünf Minuten ging der amtierenden Deutsche Meister durch Ewa Pajor in Führung. Ein Doppelpack von Pernille Harder (20./24.) sorgte für den Halbzeitstand. Nach dem Wechsel erhöhten Claudia Neto (50.), Caroline Hansen (59.) sowie erneut Harder (62.) für die Hausherrinnen. Wermutstropfen war die verletzungsbedingte Auswechslung von Torhüteirn Anneke Borbe kurz vor Spielende. WERDER.DE fasst die Partie zusammen:

Aufstellung: Werder-Trainerin Carmen Roth muss im Vergleich zum deutlichen Heimerfolg gegen den MSV Duisburg (zum Spielbericht) auf einer Position umstellen. Lina Hausicke, die aufgrund ihrer 5. Gelben Karte die Partie beim amtierenden Deutschen Meister verpasst, wird durch Reena Wichmann ersetzt. Ansonsten stehen die Spielerinnen auf dem Platz, die gegen die Zebras begannen.

Höhepunkte der 1. Halbzeit

Kehrte an alte Wirkungsstätte zurück: Luisa Wensing (Foto: Haß).

5. Min.: Tor für den VfL Wolfsburg. 1:0 durch Ewa Pajor. Die frühe Führung für die Hausherrinnen. Scholz bekommt an der Mittellinie die Hand ins Gesicht. Die Partie läuft aber weiter. Über Außen kommt der Ball an den zweiten Pfosten, wo Katharina Baunach zunächst an Anneke Borbe scheitert. Ewa Pajor nutzt den Abpraller und trifft zum 0:1 aus Werder-Sicht.

9. Min.: Das war ganz knapp. Sofia Nati wird 25 Meter vor dem Tor freigespielt. Sie sieht, dass VfL-Torhüterin Earps weit vor dem Gehäuse steht und zieht einfach mal ab. Der Ball fällt ganz spät runter und nur knapp am Pfosten vorbei. Da wäre fast die perfekte Antwort gewesen.

20. Min.: Lena Goeßling mit der Ecke auf Pernille Harder. Ihren Kopfball holt Gabriella Tóth gerade so von der Linie.

20. Min.: Tor für den VfL Wolfsburg. 2:0 durch Pernille Harder. Die nächste Ecke kommt rein. Am langen Pfosten lauert Pernille Harder, die per Kopf das zweite Wolfsburger-Tor erzielt.

24. Min.: Tor für den VfL Wolfsburg. 3:0 durch Pernille Harder. Babett Peter flankt den Ball von der linken Seite an den Fünfer. Dort ist wieder Harder mit dem Kopf da und trifft.

37. Min.: Freistoß aus dem Halbfeld von Lena Goeßling. Nilla Fischer verlängert den Ball in Richtung Tor, aber Anneke Borbe zeichnet abermals aus und lenkt den Ball um den Pfosten.

45. Min.: Pause im AOK-Stadion. Bereits in der Anfangsphase mussten die Grün-Weißen den ersten Gegentreffer hinnehmen. Nach dem Rückstand hatte Sofia Nati eine gute Abschlusschance, doch der Ball verfehlt knapp das Ziel. Im Anschluss konnte sich Anneke Borbe mehrfach auszeichnen, war beim Doppelschlag von Pernille Harder jedoch auch machtlos.

Höhepunkte der 2. Halbzeit

Reena Wichmann ersetzte die gesperrte Lina Hausicke (Foto: Haß).

50. Min.: Tor für den VfL Wolfsburg. 4:0 durch Claudia Neto. Ein langer Ball auf Caroline Hansen, die von der Grundlinie zurück legt auf Claudia Neto. Aus elf Metern erzielt sie den Treffer zum 0:4 aus Sicht des SVW.

56. Min.: Erneut hat Sofia Nati den Abschluss für den SV Werder. Bei ihrem Schuss zielt sie aber ein bisschen zu ungenau.

59. Min.: Tor für den VfL Wolfsburg. 5:0 durch Caroline Hansen. Pernille Harder setzt sich auf Außen durch. Sie sieht Caroline Hansen, die erst an Anneke Borbe scheitert, aber im Nachsetzten doch trifft.

62. Min.: Tor für den VfL Wolfsburg. 6:0 durch Pernille Harder. Caroline Hansen setzt sich im Zweikampf durch und bedient Pernille Harder, die ihr drittes Tor erzielt.

71. Min.: Anneke Borbe mit einer Glanzparade gegen Caroline Hansen.

88. Min.: Bittere Szene kurz vor Schluss. Nach einem Zusammenprall muss Anneke Borbe verletzungsbedingt vom Platz. Da der SVW dreimal gewechselt hat, muss für die letzten Augenblicke Verena Volkmer ins Tor. Gute Besserung, Anneke!

90. Min.: Schluss in Wolfsburg. Der SVW unterliegt dem VfL mit 0:6.

Fazit: Beim Spitzenteam aus Wolfsburg muss die Frauen-Bundesligamannschaft des SV Werder eine deutliche Niederlage hinnehmen. Bereits zur Halbzeit war die Partie gegen den amtierenden Deutschen Meister entschieden. Nach dem Seitenwechsel versuchten Scholz, Goddard und Co. weiterhin dagegenzuhalten, mussten sich der Übermacht vom VfL aber geschlagen geben.

Stimmen zum Spiel

Carmen Roth: „Der Sieg der Wolfsburger ist verdient. Natürlich begann das Spiel mit dem frühen Rückstand ungünstig. Aus meiner Sicht hätte die Schiedsrichterin die Situation durchaus unterbrechen können, wenn eine Spielerin so lange am Boden liegt. Wir haben versucht dagegenzuhalten, bekamen aber nicht immer Zugriff. Bitter ist vor allem die Verletzung von Anneke, die auf den Rücken gefallen ist. Ihr geht es zum Glück soweit gut. Alles weitere werden die Untersuchungen zeigen.“

Die Statistik

VfL Wolfsburg: Earps – Blässe, Fischer (73. Doorsoun), Goeßling, Peter – Hansen, Gunnarsdottir, Neto, Baunach – Pajor (68. Jakabfi), Harder (63. Wolter)

Werder Bremen:  Borbe - Schiechtl, Ulbrich, Wensing, Tóth – Wichmann (74. Horvat), Scholz – Kofler (83. Kersten), Goddard, Hoffmann (74. Volkmer) – Nati

Tore: 1:0 Pajor (5.), 2:0 Harder (20.), 3:0 Harder (24.), 4:0 Neto (50.), 5:0 Hansen (59.), 6:0 Harder (62.)

Gelbe Karten: Goddard

Schiedsrichterin: Melissa Joos

AOK-Stadion: 1.632 Zuschauer