Der Glaube an sich selbst

Der Vorbericht zum Spiel gegen den SC Freiburg
Weiß, wie man gegen Freiburg Tore erzielt: Gabriella Tóth (Foto: Haß).
Frauen
Dienstag, 04.12.2018 / 17:15 Uhr

von Felicitas Hartmann

Im zweiten Spiel in dieser Englischen Woche begrüßen Werders Bundesliga-Frauen am Mittwoch, 05.12.2018, um 11 Uhr den SC Freiburg (ab dem Anpfiff im Twitter-Ticker). Zum Hinrundenabschluss will das Team von Carmen Roth gegen eine junge Mannschaft punkten und sich für die beiden Niederlagen in der vergangenen Saison revanchieren. WERDER.DE liefert alle Infos zum Spiel:

Der Gegner: Fünf Niederlagen, vier Siege und erst ein Unentschieden gab es für die Frauen des SC Freiburg in der aktuellen Saison. Mit den 11 gesammelten Punkten steht das Team von Trainer Jens Scheuer aktuell auf Tabellenplatz 8. Am vergangenen Wochenende stand das Spiel gegen den FC Bayern München auf dem Programm. Die Freiburgerinnen konnten zwar durch Sharon Beck in Führung gehen (17.), diese hielt aber nur kurz. Kathrin Hendrich (19.) glich quasi im Gegenzug aus, Gina Lewandowski traf mit dem Abpfiff (90+3.) und entführte so alle drei Punkte nach München. Eine Entscheidung für die nächste Saison ist zudem bereis gefallen. Ab Sommer 2019 wird Daniel Krauß, aktuell Trainer von Ligakonkurrent SGS Essen, das Traineramt im Breisgau übernehmen.

Fehlt nach ihrem Platzverweis am Mittwoch: Lina Hausicke (Foto: Haß).

Trainerin Carmen Roth zum Gegner: „Mit Freiburg treffen wir auf eine sehr junge Mannschaft, die über große fußballerische Qualität verfügt. Daher erwartet uns am Mittwoch eine schwierige Aufgabe. Dem sind wir uns alle bewusst. Leider können wir aufgrund des Platzverweises von Lina Hausicke nicht auf unsere gewohnte Elf zurückgreifen. Dennoch gehen wir mit der Überzeugung ins Spiel, dass wir gegen den SC Freiburg punkten können. So wie wir es bereits gegen die SGS Essen unter Beweis gestellt haben.“

Die letzten Duelle: Seit 2015 trafen beide Mannschaften bisher vier Mal aufeinander. Während das erste Duell am 5. Spieltag der Saison 2015/2016 nach Toren von Lina Magull (24., 58.) auf Freiburger Seite sowie Marie-Louise Eta (11.) und Gabriella Toth (72.) für die Grün-Weißen mit einem 2:2-Unentschieden endete, setzten sich die Bremerinnen im Rückspiel mit 1:0 durch. Torschützin war dabei Betsy Hassett (75.). In der vergangenen Saison waren es in beiden Duellen die Spielerinnen des Sport-Clubs, die als Siegerinnen vom Platz gingen. Das Hinspiel in Freiburg gewannen die Breisgauerinnen mit 4:1 (1:0), im Rückspiel in Bremen mussten sich die Grün-Weißen mit 0:3 (0:1) geschlagen geben.

Weiter Wechsel: 18.268 Kilometer trennen die japanische Stadt Urawa vom beschaulichen Freiburg. Diese Strecke nahm Freiburgs Mittelfeldspielerin Hikaru Naomoto diesen Sommer für ihren Wechsel von den Urawa Red Diamonds in den Breisgau in Kauf. Gelohnt hat es sich für sie. Sieben Mal stand die 18-fache japanische Nationalspielerin in dieser Spielzeit bereits für die Freiburger auf dem Platz.

Kommt vorbei: Ungewöhnliche Anstoßzeit, aber freier Eintritt. Am Mittwoch ist der Einlass für das Spiel umsonst.

Immer informiert: Nicht live dabei? Kein Problem. Alle Informationen zu den Spielen gibt es auf der offiziellen Facebook-Site der Werder-Frauen, auf dem offiziellen Instagram-Profil oder auf dem neuen Twitter-Kanal, wo es einen Live-Ticker zum Spiel gibt.

 

0:3-Heimniederlage gegen Freiburg

Der Spielbericht
Das Heimspiel gegen den SC Freiburg endete 0:3 (Foto: hansepixx).
Frauen
Mittwoch, 05.12.2018 / 13:41 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Mit 0:3 (0:1) unterliegt Werders Frauen-Bundesligamannschaft im Heimspiel dem SC Freiburg. Der Tabellenachte der Allianz Frauen-Bundesliga ging in einer ausgeglichenen ersten Hälfte bereits nach 12.Minuten durch Sandra Starke in Führung. Die Grün-Weißen bemühten sich um den Ausgleich, mussten im zweiten Durchgang aber das vorentscheidende 0:2 durch Clara Schöne hinnehmen (67.). In den letzten Sekunden stellte Jobina Lahr (90.) den Endstand her. WERDER.DE fasst die Partie zusammen:

Aufstellung: Trainerin Carmen Roth nahm vor dem Duell mit dem SC Freiburg zwei Veränderungen in der Startformation vor. Neben der gesperrten Lina Hausicke, die bei der 0:2-Niederlage in Sand gelb-rot gesehen hat (zum Spielbericht), war auch Sabrina Horvat nicht von Beginn an dabei. Dafür standen Reena Wichmann und Selina Cerci, die ihr Startelf-Debüt für die Frauen-Bundesligamannschaft des SV Werder feierte, auf dem Platz. Ansonsten vertraut Roth auf das Personal der letzten Wochen.

Höhepunkte der 1. Halbzeit

Erstmals von Beginn an: Selina Cerci (Foto: hansepixx).

7. Min.: Die Grün-Weißen mit dem ersten Angriff. Stephanie Goddard gewinnt im Mittelfeld den Ball und leitet die Kugel direkt auf Alicia Kersten weiter. Sie bedient Verena Volkmer, die aus 16 Meter abschließt. Doch Lena Nuding im Freiburger-Tor ist zur Stelle.

12. Min.: Tor für den SC Freiburg. 0:1 durch Sandra Starke. Eine unglückliche Situation führt zur Führung der Gäste. Nach einem Steilpass in die Spitze versucht Michelle Ulbrich mit der Grätsche zu klären. Ihr Klärungsversuch trifft Giulia Gwinn, die unfreiwillig für Sandra Starke vorlegt. Aus kurzer Distanz trifft sie für den SC.

25. Min.: Hoher Ball in Richtung Selina Cerci, die sich gut durchsetzt und direkt abschließt. Ihr Schuss aus 16 Metern senkt sich gefährlich, geht am Ende aber über das Tor.

29. Min.: Die Grün-Weißen können den Ball nicht richtig klären, so dass Sharon Beck aus 25 Metern zum Abschluss kommt. Ihr Versuch geht knapp am Pfosten vorbei, aber Anneke Borbe wäre zur Stelle gewesen.

33. Min.: Gut vorgetragener Angriff des SVW. Goddard macht das Spiel breit und schickt auf rechts Wichmann, die Volkmer sieht. Über Volkmer geht der Ball zurück auf Goddard, dessen Direktabnahme knapp am langen Pfosten vorbeigeht.

39. Min.: Klara Bühl zieht in den Strafraum und schließt ab. Borbe ist am kurzen Pfosten auf dem Posten und pariert.

41. Min.: Borbe überragend! Giulia Gwinn ist durch und steht allein vor Anneke Borbe. Im Eins-gegen-Eins behält Werders Torhüterin die Oberhand und pariert den Schuss.

45. Min.: Ausgeglichene Partie im Stadion „Platz 11“. Nach dem unglücklichen Rückstand kamen die Grün-Weißen immer besser ins Spiel und konnten auch eigene Chancen für sich verweisen.

Höhepunkte der 2. Halbzeit

Die Grün-Weißen nahmen die Zweikämpfe gegen Freiburg an (Foto: hansepixx).

56. Min.: Die zweite Hälfte ist bisher ereignisarm. Nun kommen die Gäste mal wieder zum Abschluss. Klara Bühl schießt, aber der Versuch ist ungefährlich.

61. Min.: Nach einer Freiburger Ecke geht es schnell. Alicia Kersten erobert den Ball und schickt auf links Reena Wichmann, die den Diagonalball probiert. Clara Schöne ist dazwischen und verhindert, dass der Ball zu Cerci kommt.

63. Min.: Die Flanke kommt aus dem Halbfeld genau auf den Kopf der eingewechselten Rebecca Knaak. Der Ball geht knapp am Pfosten vorbei.

67. Min.: Tor für den SC Freiburg. 0:2 durch Clara Schöne. Nach einem Eckball des SC Freiburg kommt Kapitänin Clara Schöne am Fünfmeterraum zum Kopfball. Aus kurzer Distanz ist Borbe chancenlos. Das 0:2 aus Werder-Sicht.

77. Min.: Da war die Chance zum Anschluss! Michelle Ulbrich mit dem direkten Freistoß aus 18 Metern. Lena Nuding im Freiburger-Tor kann den Ball nur nach vorne abklatschen, doch Lisa-Marie Scholz kann die Möglichkeit nicht ausnutzen. Knapp war’s.

90. Min.: Tor für den SC Freiburg. 0:3 durch Jobina Lahr. Mit der letzten Aktion erhöhen die Gäste nochmals. Nach einem Ballverlust trifft Gwinn zunächst den Innenpfosten. Jobina Lahr setzt nach und drückt die Kugel über die Linie.

90.+3 Min.: Der SVW unterliegt dem SC Freiburg mit 0:3. Trotz einer insgesamt ausgeglichenen ersten Halbzeit warten die Grün-Weißen auf heimischen Platz weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Nach dem unglücklichen 0:1 kam das Team von Trainerin Carmen Roth besser ins Spiel, konnte vor der Pause jedoch keine der Chancen zum Ausgleich nutzen. Nach dem Wechsel entschied der Treffer von Clara Schöne (67.) letztlich die Partie frühzeitig. Der Treffer in der Schlussminute war nicht mehr entscheidend. Nun heißt es volle Konzentration auf das wichtige Heimspiel am Sonntag gegen den direkten Konkurrenten aus Gladbach.

Stimmen zum Spiel

Carmen Roth: „Freiburg war heute besser. In der Offensive haben sie zahlreiche Spielerin, die Qualität haben und sehr effektiv sind. Dennoch ärgert mich gerade das letzte Tor, da es unnötig war. Im Anschluss an das 0:1 haben wir nicht aufgesteckt und haben uns Möglichkeiten erspielt. In der zweiten Hälfte waren wir jedoch zu harmlos in der Offensive. Vor allem im letzten Drittel brauchen wir mehr Aktionen, um dann auch zum Torerfolg zu kommen. Wir sollten nach dem Spiel jetzt nicht alles schlecht reden, da wir auch gute Ansätze gezeigt haben. Wichtig ist, dass wir an diesen Ansätzen weiterarbeiten, um gegen Gladbach und Leverkusen positive Ergebnisse einzufahren. Diese beiden Partien sind richtungsweisend.“

Lisa-Marie Scholz: „Wir haben es heute gar nicht so schlecht gemacht. Wir wollten uns spielerisch Chancen erarbeiten, was uns phasenweise geglückt ist. Allerdings fehlt uns noch die Durchschlagskraft im letzten Drittel. Daran müssen wir unbedingt arbeiten. Zudem müssen wir das Spiel heute schnellstmöglich abhaken. Wir müssen den vollen Fokus auf die letzten beiden Spiele des Jahres gegen die direkte Konkurrenz aus Gladbach und Leverkusen richten.“

Stephanie Goddard: „Das 0:3 fällt am Ende vielleicht ein wenig zu hoch, aber Freiburg verfügt auch über große spielerische Qualität. Wir haben in der ersten Hälfte gut dagegengehalten und hatten auch Chancen selbst ein Tor zu erzielen. Nach der Pause ist es uns schwer gefallen zurück ins Spiel zu kommen, wobei Freiburg es dann auch sehr gut zu Ende gespielt hat. Für uns war heute leider nicht mehr drin.“

Die Statistik

Werder Bremen: Borbe - Avant, Ulbrich, Wensing, Tóth - Wichmann, Scholz, Volkmer (77. Calò), Goddard, Kersten (70. Kofler) - Cerci (69. Horvat)

SC Freiburg: Nuding - Van Lunteren, Schöne, Kirchberger, Lahr - Gwinn, Minge, Naomoto (46. Knaak), Starke - Beck (67. Hegenauer), Bühl (84. Müller)

Tore: 0:1 Starke (12.), 0:2 Schöne (67.), 0:3 Lahr (90.)

Gelbe Karten: Cerci, Volkmer

Schiedsrichterin: Riem Hussein

Stadion "Platz 11": 279 Zuschauer