Den Schalter umlegen

Der Vorbericht zum Spiel gegen den 1.FFC Turbine Potsdam
Sabrina Horvat und Co. wollen gegen den 1.FFC Turbine Potsdam ein anderes Gesicht zeigen (Foto: hansepixx).
Dienstag, 23.10.2018 / 17:48 Uhr

von Felicitas Hartmann

Nur drei Tage nach der 0:4-Niederlage bei der TSG Hoffenheim (zum Spielbericht) haben Werders Frauen bereits am Mittwoch, 24.10.2018, um 19 Uhr (ab dem Anpfiff im Twitter-Ticker) die Möglichkeit wichtige Punkte in der Allianz Frauen-Bundesliga zu sammeln. Gegen den 1. FFC Turbine Potsdam möchte die Mannschaft von Trainerin Carmen Roth den Schalter umlegen. WERDER.DE liefert alle Infos zum Spiel:

Der Gegner: Sieben Punkte konnte der letztjährige Tabellenvierte in der aktuellen Saison bereits sammeln. Zwei Siege gegen die TSG Hoffenheim und den SC Sand sowie zwei Niederlagen gegen den 1. FFC Frankfurt und die SGS Essen stehen zu Papier, dazu kommt das 1:1-Unentschieden gegen den FC Bayern München am vergangenen Spieltag. Nach einer starken Anfangsphase der Brandenburgerinnen, die bereits in der 3. Minute in Führung gingen, in der 11. Minute einen Elfmeter verschossen und auch kurz danach noch einmal die Chance hatten, die Führung auszubauen, nutzten die Bayern einen Passfehler der Mannschaft von Trainer Matthias Rudolph, um auszugleichen (18.).

Traf im letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams: Stephanie Goddard (Foto: hansepixx).

Trainerin Carmen Roth zum Gegner: „Ich hoffe, dass die Mannschaft an die kämpferische Leistung des letzten Heimspiels anknüpfen kann. Dieses Mal müssen wir allerdings mutiger in der Offensive sein und zielstrebig nach vorne spielen, um gegen einen erneut starken Gegner zu bestehen.“

Die letzten Duelle: Das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften fand im Januar 2010 im 3. SHFV Nordcup statt und endete mit einem 5:3-Sieg für die Potsdamerinnen. Seitdem absolvierten beide Teams in den folgenden Jahren fünf weitere Pflichtspiele gegeneinander. Die ersten beiden Ligaduelle in der Saison 2015/2016 gewannen die Potsdamerinnen mit 4:0 (2:0) und 4:1 (4:0) klar. Nach dem Sieg in der 2.Runde des DFB-Pokals der Grün-Weißen in der Saison 2016/2017, konnte der SVW im letzten Jahr einen Punkt gegen die Mannschaft aus Brandenburg holen. Während die Grün-Weißen im Hinspiel die frühe Führung der Potsdamerinnen durch Felicitas Rauch (2.) durch ein Tor von Marie-Louise Eta ausgleichen (67.) und einen Punkt mit nach Bremen nahmen, mussten sie sich im Rückspiel jedoch geschlagen geben. Mit 1:5 (0:1) verlor das Team von Trainerin Carmen Roth, das einzige Tor für Werder schoss dabei Stephanie Goddard (83.).

Frühes Bundesliga-Debüt: Für Potsdams Stürmerin Lena Petermann war der 20.09.2009 ein besonderer Tag. Am ersten Spieltag der Saison 2009/2010 debütierte die heute 24-Jährige mit gerade einmal 15 Jahren 7 Monaten und 15 Tagen in der Frauen-Bundesliga für den Hamburger SV. Seitdem stand die 17-fache A-Nationalspielerin in der Allianz Frauen-Bundesliga 108 Mal  für den HSV (bis 2012), den SC Freiburg (2014-2018) und seit diesem Sommer für den 1.FFC Turbine Potsdam auf dem Feld und schoss dabei insgesamt 26 Tore.

Immer informiert: Nicht live dabei? Kein Problem. Alle Informationen zu den Spielen gibt es auf der offiziellen Facebook-Site der Werder-Frauen, auf dem offiziellen Instagram-Profil oder auf dem neuen Twitter-Kanal, wo es einen Live-Ticker zum Spiel gibt. N

 

Nach Stromausfall: Werder unterliegt Potsdam

Der Spielbericht
Lina Hausicke und Co. unterliegen gegen Turbine Potsdam (Foto: hansepixx).
Frauen
Mittwoch, 24.10.2018 / 21:25 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Auch das dritte Heimspiel der Saison geht verloren. Die Frauen-Bundesligamannschaft des SV Werder unterliegt Turbine Potsdam mit 0:4 (0:2). Der SVW war gut drin in der Partie bis ein Flutlichtausfall im Stadion "Platz 11" für eine Unterbrechung sorgte. Nach der Zwangspause waren es die Gäste, die nach einem Fehler von Lena Pauels in Führung gehen konnten (40.). Anna Gasper erhöhte zudem in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Nach der Pause versuchte das Team von Trainerin Carmen Roth nochmal alles, aber Potsdam ließ nichts mehr anbrennen. WERDER.DE fasst das Spiel zusammen:

Aufstellung: Trainerin Carmen Roth ändert ihre Aufstellung auf zwei Positionen im Vergleich zum Auswärtsspiel in Hoffenheim (zum Spielbericht). Verena Volkmer und Rachel Avant kehren in die Startelf zurück. Für sie nehmen Stephanie Goddard und Francesca Calò auf der Bank Platz.

Höhepunkte der 1. Halbzeit

Die erste Hälfte musste wegen eines Stromausfalls unterbrochen werden (Foto: hansepixx).

3. Min.: Ganz wichtig, Lena! Potsdam mit der ersten Chance des Spiels. Turbine mit dem Pass durch die Schnittstelle auf Svenja Huth, die allein vor Lena Pauels auftaucht. Der Winkel wird spitz, doch Huth zieht ab. Pauels ist beim Schuss aus kürzester Distanz auf dem Posten.

9. Min.: Turbine Potsdam ist in der Anfangsphase die aktiviere Mannschaft. Lara Prasnikar hat die nächste Chance für die Gäste. Ihr Schuss von der Strafraumkante geht aber über den Schlappen.

17. Min.: Erste Annäherung der Grün-Weißen. Gabriella Tóth bringt einen Freistoß aus dem Halbfeld in Richtung Katharina Schiechtl. Bevor die österreichische Nationalspielerin an den Ball kommen kann, klärt die Abwehr.

22. Min.: Die Chance zur Führung! Ein Riesenbock von Vanessa Fischer im Turbine-Tor, die den Ball genau in die Füße von Verena Volkmer spielt. Bevor sie zum Abschluss kommt, wird sie von Elsig bedrängt. So bekommt sie keinen Druck hinter den Schuss.

27. Min.: Stromausfall auf Platz 11. Das Stadionlicht fiel aufgrund einer kurzfristigen Netzüberlastung aus. Nach einer 20-minütigen Pause ging es weiter.

36. Min.: Erneut ist Pauels auf dem Posten! Felicitas Rauch geht von links in den Strafraum und zieht ab. Werders Torhüterin ist schnell unten und lenkt den Ball zur Seite.

40. Min.: Tor für Turbine Potsdam. 0:1 durch Rieke Dieckmann. Eine Flanke von rechts will Lena Pauels abfangen, lässt die Kugel jedoch fallen. Durch den Fehler hat Rieke Dieckmann die Chance und trifft zur Führung.

45. Min.: Tor für Turbine Potsdam. 0:2 durch Anna Gasper. Mit dem Pausenpfiff erhöht Turbine. Eine Flanke kann die Abwehr nicht klären, wodurch Gasper aus dem Hintergrund zum Abschluss kommt und vollendet. Danach ist Halbzeit.

Höhepunkte der 2. Halbzeit

Der Einsatz gegen Potsdam stimmte (Foto: hansepixx).

51. Min.: Rachel Avant bekommt den Ball im Strafraum. Sie dreht sich und schließt ab. Fischer ist unten und kann zur Ecke klären.

60. Min.: Steuerwald tritt den Freistoß von der linken Seite an den Elfmeterpunkt. Dort kommt Lisa-Marie Scholz fast zum Kopfball. Knapp war’s.

64. Min.: Elsig mit dem Kopfball nach der Hereingabe von links. Ihren Kopfball aus kurzer Entfernung lenkt Lena Pauels um den Pfosten. Direkt im Anschluss pariert sie auch nochmal gegen Lena Petermann.

74. Min.: Tor für Potsdam, 0:3 durch Lena Petermann. Nach einer Hereingabe von Viktoria Schwalm steht Lena Petermann am zweiten Pfosten alleine und muss nur noch vollenden.

86. Min.: Tor für Potsdam. 0:4 durch Lara Prasnikar. Mit einem Distanzschuss trifft Prasnikar.

90. Min.: Der Abpfiff. Die Grün-Weißen unterliegen Turbine Potsdam mit 0:4. Nach einer Druckphase zu Beginn von Potsdam kamen die Grün-Weißen gut ins Spiel. Bis zur Unterbrechung aufgrund des Stromausfalls war der SVW aktiv und hatte durch Verena Volkmer die große Chance zur Führung. Nach der unfreiwilligen Pause war es ebenfalls ausgeglichen bis zum Fehler von Lena Pauels, der zur Potsdamer Führung führte. Im zweiten Durchgang stemmten sich die Grün-Weißen nochmal gegen die Niederlage, konnten das Spiel aber nicht mehr zu ihren Gunsten drehen. 

Stimmen zum Spiel

Carmen Roth: „Bis zum Flutlichtausfall waren wir gut drin in der Partie. Wir waren präsent in den Zweikämpfen, haben die Räume eng gemacht und gut gegen den Ball gearbeitet, was ein Fortschritt zum Hoffenheim-Spiel war. Zudem haben wir auch mit Ball vernünftig nach vorne gespielt und hatten auch eine gute Chance, um in Führung zu gehen. Leider fehlte da die letzte Zielstrebigkeit. Dann kriegen wir nach der Unterbrechung kurz vor der Pause das 0:1, den Lena Pauels halten muss. Der zweite Gegentreffer war dann der Genickbruch. Dennoch hat die Mannschaft im zweiten Abschnitt viel gearbeitet und sich Möglichkeiten erspielt. Leider haben wir durch Fehler in der Spieleröffnung die weiteren Tore hinnehmen müssen. Letztlich war es ein verdienter Sieg für Potsdam.“

Die Statistik

Werder Bremen: Pauels - Schiechtl, Hausicke, Wensing, Tóth - Avant (84. Kersten), Horvat, Scholz, Steuerwald (78. König) - Wichmann, Volkmer (69. Gieseke)

Turbine Potsdam: Fischer - Zadrazil (79. Kiwic), Ilestedt, Elsig, Rauch - Gasper (63. Schwalm), Chmielinski (57. Petermann), Cahynova, Dieckmann - Prasnikar, Huth

Tore: 0:1 Dieckmann (40.), 0:2 Gasper (45.), 0:3 Petermann (74.), 0:4 Prasnikar (86.)

Gelbe Karten: Hausicke

Schiedsrichterin: Nadine Westerhoff

Stadion "Platz 11": 299 Zuschauer