Auswärts schmeckt's noch besser

Vorbericht zum Augsburg-Spiel

Nach dem Nürnberg-Remis will der SV Werder gegen Augsburg wieder dreifach punkten (Foto: nordphoto).
Profis
Donnerstag, 20.09.2018 // 18:43 Uhr

Zusammengestellt von WERDER.DE und Opta

Der SV Werder hat den Anspruch, sich für das internationale Geschäft zu qualifizieren. Klar, nur ein Unentschieden gegen den 1. FC Nürnberg ist definitiv zu wenig. Da gibt es keine zwei Meinungen. „Wir sind mit den Ergebnissen nicht zufrieden, aber es ist definitiv kein Fehlstart“, weiß Werders Geschäftsführer Fußball, Frank Baumann. Denn die Grün-Weißen sind in dieser Saison noch ungeschlagen und haben den vergangenen Sonntag aufgearbeitet. „Es gefällt mir, wie die Spieler mit dem Nürnberg-Spiel umgehen, weil sie selbstkritisch sind. Sie haben sich damit auseinandergesetzt - und zwar ohne, dass der Trainer es gesagt hat", lobt Cheftrainer Florian Kohfeldt. Nun wollen es die Werderaner am Samstag, 22.09.2018, um 15.30 Uhr (ab 15.15 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE) besser machen. Es geht zum FC Augsburg – ein Auswärtsspiel. Gerade in der aktuellen Spielzeit hat der SVW Gefallen an Auftritten in der Fremde gefunden. Sowohl im DFB-Pokal in Worms als auch am zweiten Bundesliga-Spieltag bei der Eintracht aus Frankfurt konnten Mannschaft und Fans nach 90 Minuten Siege feiern - Wiederholung erwünscht!

Die letzten Duelle: 29.10.2017 – Der SV Werder unterliegt dem FC Augsburg im Weser-Stadion mit 0:3 (zum Spielbericht). Ein Doppelpack von Michael Gregoritsch und ein Treffer durch Alfred Finnbogason verschärfen die Krise der Grün-Weißen am zehnten Spieltag der vergangenen Saison. Die Niederlage gegen die bayerischen Schwaben war nicht nur der fünfte Saisonniederlage, sondern auch gleichzeitig die letzte Partie für Trainer Alexander Nouri. Er muss gehen, Florian Kohfeldt übernimmt und führt den SVW raus aus dem Keller. Die Partie gegen die Fuggerstädter war zudem Werders letzte Niederlage im Weser-Stadion. Auch im Rückspiel in der WWK Arena am 27. Spieltag macht es die Mannschaft von Cheftrainer Kohfeldt deutlich besser. Ishak Belfodil bringt Werder in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße. Augsburg kommt zwar durch Rani Khedira noch einmal ran. Doch kurz vor Schluss macht Max Kruse endgültig den Deckel drauf – 3:1-Auswärtssieg (zum Spielbericht).

Florian Kohfeldt verlangt einen engagierteren Auftritt seiner Mannschaft (Foto: nordphoto).

Der Cheftrainer zur Partie: In der Bundesliga gibt es keine leichten Spiele. Das hat der vergangene Sonntag gezeigt. Auch gegen den FC Augsburg wartet erneut ein unangenehmer Gegner auf die Grün-Weißen. „Augsburg ist eine außergewöhnliche Mannschaft in der Liga, weil sie einen anderen Spielstil pflegen als alle anderen Teams. Diesen haben sie weiterentwickelt und sind flexibler geworden“, weiß Florian Kohfeldt. Gerade die Handschrift von Trainer Manuel Baum komme in dieser Saison noch stärker zur Geltung. „Sie spielen sehr aggressiv gegen den Ball“, so der Werder-Coach. Er erwarte deshalb eine Partie mit sehr vielen Zweikämpfen. „Wir müssen dagegenhalten und es schaffen, unsere Spielweise durchzubringen“, fordert er und betont eine Sache, die gerade in der zweiten Halbzeit gegen den FCN nicht gut geklappt hat und gegen die Fuggerstädter nun wieder verinnerlicht werden soll: „Unser Ziel soll es immer sein, den Ball zu haben, um etwas zu kreieren.“

Das Personal: Florian Kohfeldt braucht noch ein wenig Geduld und muss die nächsten Trainingseinheiten abwarten. „Es ist im Bereich des Möglichen, dass wir alle Spieler dabei haben“, erklärt der Cheftrainer der Grün-Weißen auf der Pressekonferenz vor dem Augsburg-Spiel. Sebastian Langkamp, der die vergangene Partie aufgrund von Oberschenkelproblemen verpasste, trainierte bereits am gestrigen Mittwoch wieder individuell. „Basti wird es heute im Mannschaftstraining probieren“, so Kohfeldt. Bis dahin gilt: abwarten. Dennoch sagt der Werder-Coach: „Ich würde mich freuen, wenn er dabei sein könnte.“

Die Bilanz: Der FC Augsburg ist nicht gerade der Lieblingsgegner des SV Werder. 14 Mal standen sich beide Teams bisher in der Bundesliga gegenüber. Achtmal gewann der FCA, zweimal endete die Partie mit einem Unentschieden. Die Grün-Weißen konnten dagegen lediglich vier Partien gewinnen. Von allen aktuellen Bundesligisten ist das Werders schlechteste Quote. Dennoch macht der letzte SVW-Auftritt in der WWK Arena Mut, dass es eben auch anderes gehen kann. Dafür spricht zudem, dass die Mannen aus der Hansestadt nur in zwei von 14 Duellen torlos blieben. Ohnehin klingelt es häufig, wenn beide Mannschaften aufeinandertreffen: 3,3 Tore fallen im Schnitt. Tore? Garantiert.

Sebastian Langkamp spielte insgesamt zwei Jahre für den FC Augsburg (Foto: nordphoto).

Alte Bekannte: Sebastian Langkamp entdeckte während seiner Zeit beim FC Augsburg seine Qualitäten als Torjäger. Vier seiner insgesamt sechs Bundesliga-Treffer gelangen dem Innenverteidiger der Grün-Weißen im Trikot der Fuggerstädter. 2011 wechselte er vom Karlsruher SC zum FCA, absolvierte 37 Bundesliga-Partien und zog dann zwei Jahre später weiter zu Hertha BSC. Seit Januar 2018 steht er nun in der Hansestadt unter Vertrag und kann gegen Augsburg eine durchaus erfolgreiche Bilanz aufweisen. In seinen bislang neun Bundesliga-Duellen gegen den FCA hat Langkamp keines verloren - Fortsetzung erwünscht.

Heimschwach vs. Auswärtsstark: Seit 14 Bundesliga-Spielen ist der SV Weder vor heimischem Publikum ungeschlagen. Von solch einem Wert können die Augsburger dagegen nur träumen. Der FCA tut sich vor allem in der heimischen WWK Arena enorm schwer. In den saisonübergreifend letzten sieben Spielen gewann der FCA nur eines in der Fuggerstadt, holte ein Remis und kassierte fünf Niederlagen. Während der FCA-Motor vor eigener Kulisse stockt, haben die Grün-Weißen Gefallen an Partien in der Fremde gefunden. Mainz, Worms und Frankfurt hießen saison- und wettbewerbsübergreifend die letzten drei Auswärtsstationen für den SVW: Drei Spiele, drei Siege. Vier Pflichtspielerfolge hintereinander in der Fremde gelangen den Grün-Weißen zuletzt vor zwölf Jahren - 2006 unter Thomas Schaaf.

Der Schiedsrichter: Referee der Partie ist Felix Zwayer. Ihm wird assistiert von Thorsten Schiffner und Markus Schüller. Vierter Offizieller ist Sven Waschitzki. Als Video-Assistenten fungieren Guido Winkmann und Christof Günsch.

Das ganze Paket: Für alle Grün-Weißen auf Ballhöhe! Ab 15.15 Uhr berichtet WERDER.DE mit dem betway Live-Ticker live aus dem Weser-Stadion! Sky zeigt das Auswärtsspiel der Grün-Weißen sowohl live in der Konferenz als auch im Einzelspiel. Zudem können alle Abonennten die Partie unmittelbar nach Spielende re-live sowie ebenfalls kurz nach Abpfiff die Highlights der Begegnung bei WERDER.TV sehen!

 
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13

Fabian

Giefer

36

Martin

Hinteregger

6

Jeffrey

Gouweleeuw

8

Rani

Khedira

31

Philipp

Max

10

Daniel

Baier

19

Ja-Cheol

Koo

32

Raphael

Framberger

23

Marco

Richter

11

Michael

Gregoritsch

28

André

Hahn

1

Jirí

Pavlenka

5

Ludwig

Augustinsson

18

Niklas

Moisander

13

Milos

Veljkovic

23

Theodor

Gebre Selassie

44

Philipp

Bargfrede

30

Davy

Klaassen

35

Maximilian

Eggestein

4

Claudio

Pizarro

7

Florian

Kainz

10

Max

Kruse

Kader

39 Leneis
38 Danso
4 Götze
30 da Silva
14 Morávek
17 Schmid
21 Córdova

Kader

40 Plogmann
6 Möhwald
9 Harnik
11 Rashica
17 Sahin
24 Eggestein
32 Friedl
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Profis 22.09.2018

FC Augsburg - SV Werder Bremen (HL)

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Kruse: "Hatten das Glück auf unserer Seite!"

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Klaassen krönt die Achterbahnfahrt

SV Werder gewinnt 3:2 in Augsburg

Riesige Freude bei Siegtorschütze Davy Klaassen. Das erste Saisontor des Neuzugangs bescherte drei Punkte in Augsburg (Foto: Nordphoto).
Profis
Samstag, 22.09.2018 // 17:28 Uhr

von Maximilian Hendel

Der SV Werder hat in einer atemlosen Achterbahnfahrt den zweiten Auswärtssieg in Folge eingesammelt und bleibt damit in der laufenden Bundesliga-Saison weiterhin ungeschlagen. In einer aufreibenden Partie behielten die Grün-Weißen am 4. Spieltag beim FC Augsburg mit 3:2 (2:1) die Oberhand. Vor gut 25.000 Zuschauern in der WWK-Arena erwischten zwar die Gastgeber den besseren Start, doch ein Doppelschlag brachte die Gäste vermeintlich beruhigend in Führung. Nachdem Kapitän Max Kruse sein erstes Saisontor geköpft hatte (34.), gelang Maximilian Eggestein erneut ein phänomenaler Fernschusstreffer (36.). Allerdings kämpfte sich der FCA zurück. Nach Ja-Cheol Koos Anschluss (45. + 3) und dem Ausgleich von Philipp Max (47.) war alles wieder offen. Doch die Grün-Weißen berappelten sich noch einmal. Davy Klaassen gelang der vielumjubelte Siegtreffer nach einem Patzer von Keeper Fabian Giefer (75.).

Aufstellung und Formation: Nach bisher zwei Kurzeinsätzen gab Rückkehrer Claudio Pizarro sein Startelfdebüt in der noch jungen Bundesliga-Saison. Ebenso setzte Cheftrainer Florian Kohfeldt in der vordersten Offensivreihe auf Florian Kainz. Dafür nahm Martin Harnik zunächst auf der Bank Platz, während Yuya Osako (Magen-Darm-Probleme) gleich in Bremen geblieben war. Die neun anderen Akteure in der variablen 4-3-3-Grundformation hatten bereits gegen Nürnberg begonnen. Vor Stammkeeper Jiri Pavlenka bildeten (v. r. n. l.) Theodor Gebre Selassie, Milos Veljkovic, Niklas Moisander und Ludwig Augustinsson die defensive Viererkette. Philipp Bargfrede sicherte zentral im Mittelfeld ab, während Davy Klaassen und Maximilian Eggestein auf den Halbpositionen hinter Kapitän Max Kruse die Offensive ankurbeln sollten.
 

Wermutstropfen mit dem Halbzeitpfiff

Claudio Pizarro gab sein Startelfdebüt und legte für Eggesteins Fernschussknaller auf (Foto: Nordphoto).

Die Höhepunkte:

12. Min.: Klaassens Flachschuss aus 22 Metern geht zwei Meter links daneben – Kainz und Pizarro waren die Initiatoren dieses Versuchs. Wenige Augenblicke vorher klärte Augustinsson in höchster Not gegen Framberger, nachdem sich der FCA über Gregoritsch und Max bis in den Fünfmeterraum der Bremer vorgespielt hatte.

19. Min.: Hahns Steilpass bringt Gregoritsch über halblinks ins Laufduell mit Moisander, der Augsburger geht nicht ins Eins-gegen-Eins, sondern probiert es aus 15 Metern flach und scharf, aber Pavlenka muss nicht eingreifen.

22. Min.: Dafür ist Pavlenka jetzt gefordert; Gregoritsch direkter Freistoß aus bester Position zentral vor der Strafraumgrenze zieht an der Mauer vorbei auf das Torwarteck, Pavlenka sieht den Ball spät, aber lenkt diesen reaktionsschnell zur Seite.

28. Min.: Kruse verschafft sich über links Zeit und Raum für eine gute Eingabe in den Strafraum, die Pizarro aus 12 Metern direkt aus der Luft mit dem linken Innenspann erwischt, aber FCA-Schlussmann Giefer packt sicher zu.

34. Min.: TOOOOOOOOOOOOOOR, 1:0 für den SVW, Max Kruse. Unter großer Bedrängnis behaupten Augustinsson und Kainz an der linken Außenlinie weit vorn in der Augsburger Hälfte den Ball, Kainz setzt anschließend eine bestens getretene Flanke an den langen Pfosten, wohin sich Kruse geschlichen hat und clever gegen Giefers Laufrichtung per Kopf aus Nahdistanz veredelt.

36. Min.: TOOOOOOOOOOOOOOOR, 2:0 für den SVW, Maximilian Eggestein. Ja, aber Hallo, die Bremer legen direkt nach! Und wie schon am vergangenen Wochenende zimmert Eggestein einen wunderschönen Fernschuss unhaltbar in die Maschen – diesmal aus gut 20 Metern zentimetergenau halbhoch rechts nach Pizarros Ablage.

45. + 1 Min.: Puuuuuh, großes Glück. Veljkovic bügelt Moisanders etwas leichtsinnigen Stockfehler im allerletzten Moment gegen Hahn aus, der ansonsten im Strafraum freie Bahn für einen eventuellen Anschlusstreffer gehabt hätte.

45. + 3 Min.: TOR, 1:2-Anschluss des FCA, Ja-Cheol Koo. Arrrr, wie unnötig. Sekunden vor der Pause lassen sich die Grün-Weißen doch noch überrumpeln. Caiuby überspringt Gebre Selassie nach einem langen Ball von Khedira, köpft in den Lauf des unbeachteten Koo, der den Ball elegant verarbeitet und volley im rechten Eck unterbringt. Danach pfeift Schiri Zwayer zur Halbzeit.  

Das Spiel steht auf der Kippe, bis Klaassen abstaubt

Augsburgs Philipp Max trifft zum 2:2, doch Klaassen schlug später zurück (Foto: Nordphoto).

47. Min.: TOR, 2:2 für den FCA, Philipp Max. Die Gastgeber erwischen Werder gleich wieder auf den vollkommen falschen Füßen. Keiner verhindert Hahns Flankenlauf über die rechte Bahn – Gebre Selassie unterläuft den Ball, wodurch der genauso unbewacht einlaufende Außenverteidiger Max am langen Pfosten keine Mühe hat, mit links volley zu vollenden.

53. Min.: Die Augsburger spüren den Aufwind, Werder ist noch nicht wieder wirklich da. Koo legt den Ball nur allzu knapp am kurzen Pfosten vorbei. Keine Minute vorher hatte Max für Hahn aufgelegt, der jedoch Pavlenka nicht überwinden konnte.

54. Min.: Endlich wieder ein Bremer Ausrufezeichen. Kruse spielt Kainz über Linksaußen herrlich frei; der tanzt nahe der Eckfahne Framberger aus, bringt eine lang gezogene Flanke, die Pizarro aus spitzen Winkel an den rechten Außenpfosten köpft.

62. Min.: Defensiv bieten die Grün-Weißen weiterhin große Lücken. Baiers hoher Ball hebelt die letzte Reihe aus, doch Pavlenka verhindert gegen Gregoritsch Schlimmeres. Der zweite Ball landet bei Framberger, der den völlig freien Koo entdeckt, doch der Südkoreaner schaufelt überhastet drüber.

75. Min.: TOOOOOOOOOOOOOOOOR, 3:2 für den SVW, Davy Klaassen. Jetzt ist der FCA nachlässig und wird von den Grün-Weißen dafür sofort bestraft. Harnik rettet einen Ball auf der Grundlinie, den Kruse anschließend scharf und flach in den Fünfmeterraum bringt, wo Keeper Giefer den Ball plötzlich durch die eigenen Beine rutschen lässt, was Klaassen den völlig freien Abstauber beschert.

88. Min.: Puuuuh, das Aluminium ist auf Bremer Seite. Gregoritsch steigt nach einer Ecke von Max am höchsten und köpft den Ball an den linken Pfosten. Großes Glück für Werder.

90. + 5 Min.: Schluss in Augsburg. Die Grün-Weißen haben in der Schlussphase die Nerven behalten und den Sieg über die Zeit gebracht.


Fazit: Die Grün-Weißen hatten zunächst doch einige Zeitlang an wie immer aggressiven und unangenehm zu bespielenden Augsburgern zu knabbern, die wiederholt sehr hoch anliefen, um jegliche Kombinationslaune der Bremer gleich gar nicht erst aufkeimen zu lassen. Auch besaßen die Gastgeber in der ersten halben Stunde die deutlich gefährlicheren Offensiv- und Abschlussaktionen. Doch Werders in dieser Phase sich nicht unbedingt abzeichnender Führungstreffer brachte den FCA ins Wanken. Max Kruse hatte sich sein erstes Saisontor aber mehr als verdient. Der Bremer Kapitän ging ganz weite Wege und war immer wieder Impulsgeber für beinah jede Abschlussaktion. Mit Eggesteins anschließendem Traumtor hatte der SVW die Szenerie einstweilen komplett auf die eigene Seite gezogen, nur um eigentlich sichtlich beeindruckte Gastgeber dann unerklärlicherweise und zu denkbar ungünstigen Zeitpunkten wieder richtig stark zu machen. Zwei fahrlässige Schlafeinlagen verhalfen Koo kurz vor und Max kurz nach der Pause dazu, das Ergebnis zu egalisieren. Die Abstimmungsprobleme und Unkonzentriertheiten in der eigenen Defensive hätten sogar beinah noch einen Rückstand begünstigt. Gregoritsch und Koo besaßen riesige Möglichkeiten. Aber Kohfeldts Elf zog sich gemeinsam aus diesem Loch und kam unter gütiger Mithilfe von FCA-Keeper Giefer zum vielumjubelten Siegtreffer.  

 

Saisonvergleich 2018/19

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Tabelle / 4. Spieltag

Pl. Team Sp. Diff. Pkt.
1 FCB 4 9 12
2 BSC 4 5 10
3 BVB 4 5 8
4 SVW 4 2 8
5 WOB 4 1 7
6 BMG 4 1 7
7 M05 4 1 7
8 FCN 4 1 5
9 F95 4 0 5

Begegnungen 4. Spieltag

VFB VfB Stuttgart - F95 Fortuna Düsseldorf 0:0 (0 : 0)
FCN 1. FC Nürnberg - H96 Hannover 96 2:0 (0 : 0)
FCA FC Augsburg - SVW SV Werder Bremen 2:3 (1 : 2)
BSC Hertha BSC - BMG Borussia Mönchengladbach 4:2 (2 : 1)
TSG TSG 1899 Hoffenheim - BVB Borussia Dortmund 1:1 (1 : 0)
WOB VfL Wolfsburg - SCF Sport-Club Freiburg 1:3 (0 : 2)
S04 FC Schalke 04 - FCB FC Bayern München 0:2 (0 : 1)
B04 Bayer 04 Leverkusen - M05 1. FSV Mainz 05 1:0 (0 : 0)
SGE Eintracht Frankfurt - RBL RB Leipzig 1:1 (1 : 0)