Ein goldenes Wochenende

Sandra Dinkeldein gewann Gold und Fabian Netzlaff Bronze über 60 Meter
Leichtathletik
Montag, 04.02.2019 // 10:00 Uhr

Olaf Kelterborn

Der Blick auf den Medaillenspiegel bei den norddeutschen Meisterschaften in Neubrandenburg sagte alles, neun Medaillen, davon fünf Mal Gold, standen für den SV Werder Bremen zu Buche. Kein Verein im gesamten Norden war erfolgreicher.

Für den ersten goldenen Moment an Tag 1 der norddeutschen Meisterschaften sorgte das Staffelquartett der Männer. In der Besetzung Fabian Linne, Rasmus Klamka, Said Gilani und Fabian Netzlaff zeigten die Sprinter ein tolles Rennen und lieferten sich in ihrem Zeitlauf einen großartigen Titelkampf mit der Mannschaft vom SCC Berlin. In Ziel hatten die Grün-Weißen mehr als drei Zehntelsekunden Vorsprung und holten sich mit einer Zeit von 1:28,25 min den Titel. Zudem unterboten sie die Qualinorm für die Deutschen Meisterschaften in Leipzig. Es sollte nicht die einzige Goldmedaille des Tages bleiben, denn über 60 Meter der Frauen stand ebenfalls eine Werderanerin ganz oben auf dem Siegerpodest.

Das 4x200m Staffelteam der Männer gewann Gold in DM-Qualinorm

Sandra Dinkeldein präsentierte sich bereits in den Vorläufen in toller Verfassung und ließ auch im Finale keine Zweifel aufkommen, dass an diesem Tag der Titel an sie gehen wird. In Saisonbestleistung von 7,48 sec blieb sie als einzige Läuferin im Finale unter 7,50 sec und gewann verdient den norddeutschen Meistertitel. Auf der gleichen Strecke, allerdings bei den Männern, war es wieder einmal Fabian Netzlaff, der für Edelmetall sorgte. Hinter den favorisierten Sprintern Yacouba Pfälzner aus Berlin (6,77 sec) und Johannes Breitenstein aus Wolfsburg (6,85 sec) gewann Netzlaff Bronze in der sehr guten Zeit von 6,95 sec.

Die vierte Medaille am ersten Tag ersprang sich Elizabete Vetra im Stabhochsprung der Frauen. Die talentierte Athletin erwischte in Neubrandenburg einen sehr guten Tag und zeigte eine ganze Reihe von klasse Sprüngen. In der Endabrechnung standen 3,70m in der Ergebnisliste, die gleichbedeutend mit der Silbermedaille waren.

Der zweite Tag sollte nicht weniger erfolgreich verlaufen, denn die Athletinnen und Athleten von der Weser erkämpften sich fünf weitere Medaillen, davon drei Mal Gold. Über 200 Meter der männlichen U20 dominierte Fabian Linne das Geschehen. In 21,54 sec ließ der Schützling von Trainer Andriy Wornart der norddeutschen Konkurrenz keine Chance und sicherte sich überlegen den Titel. Bemerkenswert dabei war, dass er mit seiner Siegerzeit schneller unterwegs war als der Titelträger in der 200m-Männerkonkurrenz.

Ebenfalls im Sprint, allerdings mit einigen Hürden dazwischen, trat Felix Wedekämper an. Der routinierte Athlet zeigte einen tollen Finallauf, bei die Zeit nach 8,62 sec stoppte, genau eine hundertstel Sekunde eher als der zweitplatzierte Hürdensprinter Jannis Gercken vom TSV Wehdel. Rang Drei und damit Bronze ging an Said Gilani, der nach 9,11 sec über die Ziellinie lief.

Elizabete Vetra gewann Silber im Stabhochsprung der Frauen

Glücklicherweise rechtzeitig zurück im Wettkampfgeschehen ist Lars Keffel. Gut eine Woche nach seinem Wettkampfdebüt, bei dem er sich den Landesmeistertitel sicherte, gewann der Schützling von Trainer Leszek Kass auch in Neubrandenburg den Titel. Mit übersprungenen 4,60m und 20 cm Vorsprung holte sich Keffel verdient den Gesamterfolg und fährt damit nun optimistisch zu den Deutschen Jugendmeisterschaften. Ein klares Ziel verfolgte im Frauenbereich Hochspringerin Mareike Max, denn sie hatte die DM-Qualinorm von 1,78m im bisherigen Saisonverlauf noch nicht überquert. In Neubrandenburg waren die Voraussetzungen nun sehr gut, denn mit Lale Eden hatte Max eine sehr gute Konkurrentin, die sie zu top Leistungen motivierte. Nach einigen Startschwierigkeiten bei ihrer Einstiegshöhe von 1,63m zeigte Max im weiteren Verlauf, dass trotz ihrer Fußprobleme weiterhin mit ihr zu rechnen ist. 1,72m übersprang sie souverän im ersten Versuch und ließ danach sofort 1,78m auflegen. Es war ein kleines Risiko, aber es sollte sich auszahlen, denn im zweiten Versuch blieb die Latte liegen. Danach beendete Mareike Max den Wettkampf und fuhr als Vizemeisterin glücklich zurück nach Bremen.

Neben den vielen Medaillen zeigten auch die anderen Athleten mit zahlreichen neuen persönlichen Bestleistungen, dass sie top in Form sind. Wiebke Oelgardt (U20) sprang beispielsweise als Vierte 5,78m weit (PB) und damit nur knappe 2 Zentimeter an der Deutschen Qualinorm vorbei. Ebenfalls Rang 4 ging bei den Frauen an Pauline Arndt im Weitsprung mit 5,46m.

Mareike Max übersprang als Vizemeisterin die DM-Norm von 1,78m

Eine der größten Überraschungen des Wochenendes war die junge Sprinterin Yelena Pelz. Auf der 60 Meter Strecke sprintete sie im Vorlauf zu einer neuen persönlichen Bestzeit von 7,75 sec und zeigte auch im Finale mit 7,81 sec ein großartiges Rennen, welches sie als Fünfte beendete. Über 200 Meter am zweiten Tag legte Pelz dann noch einen drauf. In 25,33 sec gewann sie ihren Vorlauf und sprintete ganze 8 Zehntelsekunden schneller als vor 4 Wochen. Im Finale hatte sie dann etwas Pech, da sie stürzte und sich nicht mit einer top Platzierung belohnen konnte. „Dennoch war Yelena eine der „Entdeckungen“ des Wochenendes“, so Sprinttrainer Andrei Fabrizius. „Sie hat zum ersten Mal einen großen Wettkampf gegen richtig starke Gegner absolviert, sich für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert und neue Bestleistungen aufgestellt. Dieses unbekümmerte Auftreten war klasse und zeigt, dass wir in Zukunft noch viel Freude an ihr haben werden“, so Fabrizius weiter.

 

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